Dabergotz

Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Dabergotz führt kein Wappen
Dabergotz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dabergotz hervorgehoben

Koordinaten: 52° 54′ N, 12° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Amt: Temnitz
Höhe: 43 m ü. NHN
Fläche: 12,66 km2
Einwohner: 623 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 16818
Vorwahl: 03391
Kfz-Kennzeichen: OPR, KY, NP, WK
Gemeindeschlüssel: 12 0 68 072
Adresse der Amtsverwaltung: Bergstr. 2
16818 Walsleben
Website: www.amt-temnitz.de
Bürgermeister: Jean-Michel Liebing-Plötz
Lage der Gemeinde Dabergotz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Wittstock/DosseHeiligengrabeRheinsbergNeuruppinLindow (Mark)VielitzseeHerzberg (Mark)RüthnickFehrbellinKyritzBreddinStüdenitz-SchönermarkZernitz-LohmNeustadt (Dosse)Sieversdorf-HohenofenDreetzWalslebenDabergotzStorbeck-FrankendorfTemnitzquellTemnitztalMärkisch LindenWusterhausen/DosseSachsen-AnhaltMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Dabergotz ist eine Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg. Sie gehört zum Amt Temnitz mit Sitz in Walsleben.

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt etwa fünf Kilometer westlich der Kreisstadt Neuruppin auf der Ruppiner Platte.

Benachbart sind die Ortschaften Bechlin, Werder, Gottberg, Kerzlin, Lüchfeld und Stöffin.

GemeindegliederungBearbeiten

Dabergotz hat keine amtlich ausgewiesenen Ortsteile, bewohnten Gemeindeteile oder Wohnplätze.[2]

Geschichte und EtymologieBearbeiten

Bei Ausgrabungen wurden im Ort Nachweise gefunden, die bereits in der Bronzezeit auf eine Besiedelung hindeuten. Zusätzlich wurde ein slawischer Burgwall nachgewiesen. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichteten Handwerker aus Feldsteinen eine Dorfkirche, die im Dehio-Handbuch als „stattlich“ bezeichnet wird. 1463 wurde der Ort erstmals in einem Lehnsbrief urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich aus dem Slawischen ab und weist auf eine Person Dobrogost hin. Um 1490 gehörte Dabergotz zur im Kern reichsunmittelbaren Herrschaft Ruppin der Grafen von Lindow-Ruppin. 1491 wechselte die Schreibweise zu Dobbergotz, 1524 zu Dobergotz. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort schwer verwüstet, ebenfalls bei einem Einfall der Schweden im Jahr 1675. Dabergotz war über viele Jahrhunderte landwirtschaftlich geprägt. Die Nähe zu Neuruppin war dabei von Vorteil, denn nach dem großen Brand 1787 entstand im Ort eine Ziegelei.[3]

Dabergotz gehörte seit dem 14. Jahrhundert zur Herrschaft Ruppin, seit 1524 zum Kreis Ruppin in der Mark Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Neuruppin im DDR-Bezirk Potsdam. Seit 1993 liegt Dabergotz im brandenburgischen Kreis Ostprignitz-Ruppin.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1875 407
1890 426
1910 416
1925 449
1933 429
1939 438
1946 852
1950 771
Jahr Einwohner
1964 623
1971 663
1981 574
1985 546
1989 534
1990 520
1991 524
1992 515
1993 529
1994 529
Jahr Einwohner
1995 523
1996 525
1997 541
1998 564
1999 581
2000 592
2001 588
2002 622
2003 608
2004 614
Jahr Einwohner
2005 605
2006 616
2007 614
2008 590
2009 596
2010 590
2011 613
2012 599
2013 601
2014 603
Jahr Einwohner
2015 599
2016 611
2017 622
2018 623

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[4][5][6]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Dabergotz besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 26. Mai 2019 ergab folgende Sitzverteilung:[7]

Partei / Wählergruppe Sitze
CDU 5
Unabhängige Wählergemeinschaft Dabergotz 3

BürgermeisterBearbeiten

  • 1998–2008: Günther Woith (CDU)[8]
  • 2008–2019 Ulrich Krebs (CDU)[9]
  • seit 2019: Jean-Michel Liebing-Plötz

Liebing-Plötz wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 mit 54,9 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[10] gewählt.[11]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche von Dabergotz
  • Die Dorfkirche Dabergotz ist eine Feldsteinkirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Im Innern steht unter anderem ein Kanzelaltar aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Zur weiteren Kirchenausstattung zählt ein hölzerner Taufengel mit einer Muschelschale aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
  • Das Gehöft in der Hauptstraße 5, bestehend aus Wohnhaus, Stallungen und Scheune, sowie das Wohnhaus in der Hauptstraße 28 stehen unter Denkmalschutz.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde liegt an der Bundesstraße 167 zwischen Neustadt (Dosse) und Neuruppin und unmittelbar westlich der Anschlussstelle Neuruppin der Bundesautobahn 24 (Hamburg–Berlin).

SportBearbeiten

Der TuS Dabergotz 1929 e. V. wurde 1993 gegründet und hat etwa 70 Mitglieder. Er hält jährlich ein Sport- und Dorffest ab und engagiert sich unter anderem im Kinder- und Jugendfußball.

Zur Saison 2019/2020 meldete der Verein wegen Spielermangels seine erste Männermannschaft im Fußball ab.[12]

WeblinksBearbeiten

 Commons: Dabergotz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Dabergotz
  3. Dabergotz, Webseite des Amtes Temnitz, abgerufen am 16. Juni 2019.
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin. S. 14–17
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  6. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  7. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  8. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin (Memento des Originals vom 13. April 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wahlen.brandenburg.de
  9. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  10. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  11. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019
  12. Dabergotz meldet Männerteam ab. In: Märkische Oderzeitung, 25. Juni 2019