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Herzberg (Mark)

Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Herzberg (Mark) führt kein Wappen
Herzberg (Mark)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Herzberg (Mark) hervorgehoben
Koordinaten: 52° 54′ N, 12° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Amt: Lindow (Mark)
Höhe: 46 m ü. NHN
Fläche: 18,72 km2
Einwohner: 653 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km2
Postleitzahl: 16835
Vorwahl: 033926
Kfz-Kennzeichen: OPR, KY, NP, WK
Gemeindeschlüssel: 12 0 68 188
Adresse der Amtsverwaltung: Straße des Friedens 20
16835 Lindow (Mark)
Webpräsenz: www.herzberg-mark.de
Bürgermeisterin: Michaela Wolff
Lage der Gemeinde Herzberg (Mark) im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Wittstock/DosseHeiligengrabeRheinsbergNeuruppinLindow (Mark)VielitzseeHerzberg (Mark)RüthnickFehrbellinKyritzBreddinStüdenitz-SchönermarkZernitz-LohmNeustadt (Dosse)Sieversdorf-HohenofenDreetzWalslebenDabergotzStorbeck-FrankendorfTemnitzquellTemnitztalMärkisch LindenWusterhausen/DosseSachsen-AnhaltMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Herzberg (Mark) ist eine Gemeinde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg. Sie wird vom Amt Lindow (Mark) verwaltet.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Herzberg (Mark) liegt im östlichen Teil des Landkreises Ostprignitz-Ruppin zwischen Neuruppin und Kremmen. Es grenzt an die Ausläufer der Rhinluch-Landschaft.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde gehört der Wohnplatz Birkenhof.[2]

GeschichteBearbeiten

In der Gegend von Herzberg gab es im 11. bis 12. Jahrhundert zwei slawische Siedlungen. Diese wurden mit Gründung von Herzberg aufgegeben. Erstmals erwähnt wird Herzberg im Jahre 1365. Um 1490 gehörte Herzberg zur im Kern reichsunmittelbaren Herrschaft Ruppin der Grafen von Lindow-Ruppin. Der Name stammt aus dem niederdeutschen „herte“ für Hirsch und „berch“ für Berg. Im Dreißigjährigen Krieg wurden von 40 Höfen 14 zerstört. Im Jahre 1785 lebten hier 356 Einwohner, 1817 waren es 421 und 1858 806. Arbeit gab es in einer Ziegelei, die Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. 1896 erhielt Herzberg einen Haltepunkt an der Löwenberg-Lindow-Rheinsberger Eisenbahn.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1875 869
1890 795
1910 768
1925 728
1933 767
1939 843
1946 1 275
1950 1 266
Jahr Einwohner
1964 874
1971 855
1981 738
1985 729
1989 716
1990 700
1991 668
1992 673
1993 659
1994 642
Jahr Einwohner
1995 643
1996 624
1997 640
1998 681
1999 683
2000 699
2001 698
2002 716
2003 721
2004 703
Jahr Einwohner
2005 708
2006 667
2007 671
2008 669
2009 672
2010 660
2011 643
2012 634
2013 638
2014 617
Jahr Einwohner
2015 630
2016 659
2017 653

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[3][4][5]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

GemeindevertretungBearbeiten

Die Gemeindevertretung von Herzberg besteht aus sechs Gemeindevertretern und der ehrenamtlichen Bürgermeisterin. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[6]

  • Heimatverein pro Herzberg 4 Sitze
  • Einzelbewerber Lutz Engel 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Petra Sandow 1 Sitz

BürgermeisterBearbeiten

  • 1998–2008: Hans-Joachim Rößger[7]
  • seit 2008: Michaela Wolff[8]

Wolff wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 ohne Gegenkandidat mit 90,5 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[9] gewählt.[10]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Liste der Baudenkmale in Herzberg (Mark) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler.

Die Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert steht am ältesten bebauten Platz von Herzberg und war früher eine Wehrkirche. Das Kirchhofsportal stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Kirche enthält eine doppelte Bemalung aus dem 14./15. Jahrhundert (teils freigelegt in den 1920er Jahren). Die Orgel stammt von Albert Hollenbach, einem berühmten Orgelbauer aus Neuruppin.

Geschichtsdenkmale
  • Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Einigungskriege, ursprünglich mit Reliefmedaillon Kaiser Wilhelms I. und einem Adler auf der Spitze des Obelisken.
    Seiner preußischen Attribute beraubt, steht der ruinöse Obelisk immer noch an seinem ursprünglichen Bestimmungsort inmitten eines Kreisverkehrs.
  • Gedenkstein von 1946 für 19 Opfer des Todesmarsches aus dem KZ Sachsenhausen in der Nordwestecke des Friedhofes
  • Denkmal, nach 1989 errichtet, für alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in der Friedhofsmitte

VerkehrBearbeiten

Durch den Ort führen die Bundesstraße 167 von Neuruppin nach Eberswalde und die Landesstraße 19 von Lindow (Mark) nach Kremmen. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Neuruppin an der A 24.

Am Bahnhof Herzberg (Mark) hält die Regionalbahnlinie RB 54 (Löwenberg–Rheinsberg). Die Strecke wird seit 2008 nur noch im Sommerhalbjahr (Karfreitag bis Anfang November) betrieben.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg, Landkreis Ostprignitz-Ruppin, Teil 2: Gemeinde Fehrbellin, Amt Lindow (Mark) und Stadt Rheinsberg, Ulrike Schwarz und Matthias Metzler und andere, Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein, 2003, ISBN 3-88462-191-2, Seiten 252–262.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Herzberg (Mark) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Herzberg in der RBB-Sendung Landschleicher vom 8. Januar 2006

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2017 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Herzberg (Mark)
  3. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin. S. 14–17
  4. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  5. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  7. Ergebnisse der Kommunalwahlen 1998 (Bürgermeisterwahlen) für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin
  8. Kommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Bürgermeisterwahlen, S. 10
  9. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  10. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014