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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rheinsberg
Rheinsberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rheinsberg hervorgehoben
Koordinaten: 53° 6′ N, 12° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Ostprignitz-Ruppin
Höhe: 59 m ü. NHN
Fläche: 328,22 km2
Einwohner: 8015 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 16818 (Basdorf, Braunsberg),
16831 (Großzerlang, Heinrichsdorf, Kleinzerlang, Linow, Rheinsberg, Schwanow, Zechlinerhütte, Zechow, Zühlen),
16835 (Dierberg),
16837 (Alt Lutterow, Dorf Zechlin, Flecken Zechlin, Kagar, Luhme, Neu Lutterow, Wallitz)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 033931 (Rheinsberg), 033921 (Kleinzerlang)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OPR, KY, NP, WK
Gemeindeschlüssel: 12 0 68 353
Stadtgliederung: 17 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Seestraße 21
16831 Rheinsberg
Website: www.rheinsberg.de
Bürgermeister: Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler)
Lage der Stadt Rheinsberg im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Wittstock/DosseHeiligengrabeRheinsbergNeuruppinLindow (Mark)VielitzseeHerzberg (Mark)RüthnickFehrbellinKyritzBreddinStüdenitz-SchönermarkZernitz-LohmNeustadt (Dosse)Sieversdorf-HohenofenDreetzWalslebenDabergotzStorbeck-FrankendorfTemnitzquellTemnitztalMärkisch LindenWusterhausen/DosseSachsen-AnhaltMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernMecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Rheinsberg ist eine Stadt im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg am Rhin. Die Kernstadt mit den Ortsteilen Kleinzerlang und Flecken Zechlin trägt das Prädikat Staatlich anerkannter Erholungsort. Rheinsberg gehört zu den nach Fläche größten Gemeinden Deutschlands.

Die Geschichte des Ortes hängt vor allem mit dem Schloss Rheinsberg zusammen. Bekannt wurde Rheinsberg durch das Buch Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte von Kurt Tucholsky und durch die Erwähnung in den Wanderungen durch die Mark Brandenburg von Theodor Fontane. Es liegt im Urlaubsgebiet Neustrelitzer Kleinseenland der Mecklenburgischen Seenplatte.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

 
Rheinsberg von oben
Als Kugelpanorama anzeigen
 
Rheinsberg von oben, östlich
Als Kugelpanorama anzeigen

Rheinsberg gehört zum Ruppiner Land. Es liegt im Rheinsberger Seengebiet, dem südwestlichen Teil des Neustrelitzer Kleinseenlandes, zwischen vielen großen und kleinen Seen (der Hauptort am Grienericksee) und in einer abwechslungsreichen, hügeligen Waldlandschaft. Südlich von Rheinsberg schließt sich die Ruppiner Schweiz an, im Westen erstreckt sich die übrige Wittstock-Ruppiner Heide, die teilweise als Truppenübungsplatz Wittstock militärisch genutzt wurde.

StadtgliederungBearbeiten

 
Evangelische Kirche St. Laurentius in Rheinsberg, im Vordergrund der Marktplatz mit dem Gedenkstein für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Die Stadt Rheinsberg besteht aus 17 Ortsteilen, dazu kommt eine Reihe weiterer Gemeindeteile und Wohnplätze:[2]

OrtsteileBearbeiten

Basdorf, Braunsberg, Dierberg, Dorf Zechlin, Flecken Zechlin, Großzerlang, Heinrichsdorf, Kagar, Kleinzerlang, Linow, Luhme, Rheinsberg, Schwanow, Wallitz, Zechlinerhütte, Zechow, Zühlen

Bewohnte GemeindeteileBearbeiten

Adamswalde, Alt Lutterow, Beckersmühle, Beerenbusch, Charlottenau, Feldgrieben, Heimland, Heinrichsfelde, Hohenelse, Kolonie, Köpernitz, Köpernitzer Mühle, Linowsee, Lotharhof, Möckern, Neu Lutterow, Neuköpernitz, Neumühl, Paulshorst, Prebelow, Repente, Rheinshagen, Schlaborn, Uhlenberge, Warenthin, Wittwien

WohnplätzeBearbeiten

Berkholzofen, Boberow, Grüne Hütte, Pariser Eiche, Possluch, Schleuse Wolfsbruch

WüstungenBearbeiten

Zu Rheinsberg gehören die Wüstungen Zootzen und Gollinsofen.

NameBearbeiten

Rheinsberg erhielt nach verbreiteter Meinung seinen Namen von Siedlern aus dem Niederrheingebiet im Zuge der Ostkolonisation im 12. Jahrhundert. Eine eigenständige germanische Bildung vom selben Wortstamm für „rinnen, fließen“ kann aber nicht ausgeschlossen werden. Obwohl die Umgebung des Flusses einige Jahrhunderte lang von Slawen besiedelt war, ist ein slawischer Name nicht überliefert.

GeschichteBearbeiten

Die Gegend um Rheinsberg war schon sehr früh besiedelt. Siedlungsreste wurden auf der Insel Remus im Rheinsberger See gefunden. 1524 kam Rheinsberg mit der Herrschaft Ruppin an die Mark Brandenburg. Rheinsberg ist untrennbar mit dem Schloss Rheinsberg und dem Herrschergeschlecht der Hohenzollern verbunden. Seit dem Erwerb Rheinsbergs durch den preußischen König Friedrich Wilhelm I. und nach dem Brand der Stadt im Jahr 1740 wurden Stadt und Schloss (ursprünglich ein Renaissancebau von 1566) von den Baumeistern Johann Gottfried Kemmeter und Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff wieder aufgebaut. Das Residenzschloss Friedrichs des Großen gilt als Musterbau des friderizianischen Rokokos und diente als Vorlage für Potsdam-Sanssouci. In der hiesigen kronprinzlichen Kapelle wirkte Carl Philipp Emanuel Bach als Kammercembalist Friedrichs II. Durch den Um- und Ausbau des Schlosses entwickelte sich Rheinsberg immer mehr zu einer kleinen barocken Residenzstadt.

Im Jahr 1762 wurde eine Manufaktur für Steingut gegründet, die bald zu den größten in Preußen gehörte.

Nachdem Friedrich II. König geworden war, trat er das Anwesen an seinen Bruder Heinrich ab, der das Schloss bis zu seinem Tode (1802) bewohnte und weiter erweitern und umbauen ließ.

1966 wurde nahe Rheinsberg am Großen Stechlinsee das Kernkraftwerk Rheinsberg in Betrieb genommen. Es prägte bis zu seiner Abschaltung 1990 die Stadt als größter Arbeitgeber.

Die Gemeinden Basdorf, Braunsberg, Dierberg, Dorf Zechlin, Flecken Zechlin, Großzerlang, Heinrichsdorf, Kagar, Kleinzerlang, Linow, Luhme (mit dem am 1. Juli 1950 eingemeindeten Ort Repente),[3] Schwanow, Wallitz, Zechlinerhütte, Zechow und Zühlen wurden am 26. Oktober 2003 eingegliedert.[4]

Rheinsberg ist seit 1968 staatlich anerkannter Erholungsort. Später wurden Kleinzerlang (seit 2004) und Flecken Zechlin (seit 2011) in dieses Prädikat eingeschlossen, ohne dass die Ortsteile aneinandergrenzen.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1875 2 251
1890 2 437
1910 2 991
1925 3 269
1933 3 343
1939 3 722
1946 4 215
1950 4 125
Jahr Einwohner
1964 5 271
1971 5 572
1981 5 366
1985 5 373
1989 5 442
1990 5 514
1991 5 394
1992 5 344
1993 5 317
1994 5 282
Jahr Einwohner
1995 5 274
1996 5 242
1997 5 289
1998 5 214
1999 5 209
2000 5 153
2001 5 103
2002 5 079
2003 9 198
2004 9 085
Jahr Einwohner
2005 9 005
2006 8 889
2007 8 814
2008 8 705
2009 8 579
2010 8 466
2011 8 254
2012 8 179
2013 8 120
2014 8 029
Jahr Einwohner
2015 8 153
2016 8 161
2017 8 111
2018 8 015

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[5][6][7]: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

PolitikBearbeiten

StadtverordnetenversammlungBearbeiten

Kommunalwahl 2019
Wahlbeteiligung: 58,6 %
 %
50
40
30
20
10
0
45,1 %
21,5 %
13,6 %
11,3 %
6,0 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a BVB/Freie Wähler

Die Stadtverordnetenversammlung hat außer dem hauptamtlichen Bürgermeister 18 Mitglieder. Diese teilen sich nach der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 wie folgt auf die Parteien und Gruppierungen auf:

Partei Stimmen
2014[8]
Stimmen
2019[9]
Sitze
2014
Sitze
2019
BVB/Freie Wähler 23,9 % 45,1 % 4 8
SPD 35,2 % 21,5 % 6 4
CDU 19,5 % 13,6 % 4 3
Die Linke 11,9 % 11,3 % 2 2
FDP 02,6 % 06,0 % 1 1
Zechliner Land (ZL) 05,7 % - 1 -

BürgermeisterBearbeiten

(ohne kommissarische):[10]

  • 1731 Adolf von Kröcher
  • 1747 Mundt
  • 1776 Anton J. H. Hinten
  • 1802 Heinrich E. Richard
  • 1810 Le Beauld de Nans
  • 1811 Johann F. Cämmerer
  • 1816 Ludwig H. Betzien
  • 1819 Heinrich E. Richard
  • 1830 Ludwig Ch. Ph. Zarnack
  • 1840 Karl L. a. Hoppe
  • 1848 Heinrich F. Illiger
  • 1854 Carl F. E. H. Steinhausen
  • 1857 Rathsack
  • 1872 Laser
  • 1874 Ewald Puhlmann
  • 1876 Fritz Goetsch
  • 1880 Fritz Dümichen
  • 1884 Stromeyer
  • 1897 Henke
  • 1903 Richard Busch
  • 1919 Poppe
  • 1922 Hermann Selbach
  • 1930 Walter Leibel
  • 1938 Fritz Ostwald
  • 1945 Koch (bis 10.05.)
  • 1945 Hans Sieg
  • 1948 Haagen
  • 1950 Bogel
  • 1951 Werner Hoffmann
  • 1953 Erich Murawski
  • 1957 Guse
  • 1958 Kurt Schöppscheck
  • 1965 Hans Wick
  • 1977 Hanna Schiemann
  • 1980 Peter Ortmann
  • 1989 Detlef Hohlfeldt
  • 1990 Manfred Richter (SPD)
  • 2010 Jan-Pieter Rau (CDU)
  • 2018 Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler)

Schwochow wurde in der Bürgermeisterstichwahl am 15. Oktober 2017 mit 50,5 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren[11] gewählt.[12]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Im rot-silbern gespaltenen Schild ein Adler in verwechselten Farben, belegt mit einem silbern-schwarz gevierten Herzschild.“[13]

Das Wappen wurde am 11. August 1994 und noch einmal am 4. März 2004 genehmigt.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Rheinsberg unterhält Partnerschaften zu Ascheberg in Nordrhein-Westfalen seit 1991, Fangasso in Mali seit 1994, Huber Heights in den USA seit 1995, Mariefred in Schweden seit 1994 und Toftlund in Dänemark seit 1995.

Sehenswürdigkeiten und KulturBearbeiten

 
Gutshaus am Haussee in Wittwien
 
Spritzenhaus in Heinrichsdorf

BauwerkeBearbeiten

  • Schloss Rheinsberg
  • Evangelische Kirche St. Laurentius aus dem 13. Jahrhundert mit Renaissance-Ausstattung
  • Ehemaliges Kavalierhaus, seit 1991 ist hier die Bundes- und Landesmusikakademie untergebracht, welche das Schlosstheater betreibt
  • Alfred Wegener-Gedenkstätte (Polarforschung) in Zechlinerhütte, 5 km nördlich von Rheinsberg.
  • Postmeilensäule aus dem 18. Jahrhundert
  • Wartturm aus dem 18. Jahrhundert; erbaut zur Zeit Prinz Heinrichs
  • Todesmarsch-Tafel von 1976 im Ortszentrum von Flecken Zechlin zur Erinnerung an die im April 1945 umgekommenen Häftlinge des KZ Sachsenhausen
  • Gedenkstein für sieben Todesopfer von KZ-Häftlingen auf dem Friedhof des Ortsteils Flecken Zechlin an der Hugo-von Graevenitz-Straße
  • Grabstein am Südrand des Friedhofes im Ortsteil Linow zum Gedenken an die 15 KZ-Häftlinge, die den Todesmarsch im April 1945 nicht überlebten
  • Ehrengrabanlage auf dem Städtischen Friedhof Rheinsberg an der Schlossstraße für umgekommene Häftlinge des Todesmarsches
  • Gedenkstein für die Toten der Kriege auf dem Städtischen Friedhof Rheinsberg
  • Bahnhof Rheinsberg (Mark) und Bahnanlagen

MuseenBearbeiten

 
Tucholskys Schreibtisch aus der Villa Nedsjölund in Hindås (Schweden) im Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum
 
Denkmal des Kronprinzen Friedrich vor dem Schloss Rheinsberg von Gottlieb Elster (1903)
 
Grab des Prinzen Heinrich im Schlosspark von Rheinsberg
  • Schloss Rheinsberg, von 1734 bis 1739 umgebaut von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, von 1736 bis 1740 Wohnsitz von Kronprinz Friedrich (dem späteren König Friedrich II. von Preußen) sowie dessen Bruder Heinrich Prinz von Preußen (1726–1802), in der DDR-Zeit Diabetiker-Klinik, jetzt Museum und Kurt Tucholsky Literaturmuseum
  • Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum, dokumentiert das literarische Schaffen des Schriftstellers Kurt Tucholsky. Das Archiv wird durch ständig wechselnde Ausstellungen, Vorträge und Lesungen ergänzt. Das Kurt Tucholsky Literaturmuseum wurde in das „Blaubuch“ der Bundesregierung als ein „kultureller Gedächtnisort“ mit nationaler Bedeutung aufgenommen.
  • Keramikmuseum Rheinsberg, zeigt die geschichtliche Entwicklung von Dekor und Form der Rheinsberger Keramik seit 1762
  • Eisenbahnmuseum im ehemaligen Lokschuppen des Bahnhofs, von der Arbeitsgemeinschaft Rheinsberger Bahnhof betrieben
 
Konzerthaus Rheinsberg

Musik und TheaterBearbeiten

Rheinsberg hat eine lange kulturelle Tradition. Sie geht schon auf den damaligen Kronprinzen Friedrich zurück, der um sich bildende Künstler und Musiker versammelte.

  • Rheinsberger Musiktage, seit 1948 – mit einigen Jahren Unterbrechung – jährlich zu Pfingsten veranstaltet
  • Kammeroper Schloss Rheinsberg, vom Komponisten Siegfried Matthus initiiertes und geleitetes internationales Opernfestival, in dem jungen aufstrebenden Künstlern im Ergebnis eines Vorsingewettbewerbes die Möglichkeit eingeräumt wird, unter Anleitung bedeutender Mentoren Opernpartien einzustudieren und diese auch aufzuführen. Das Festival findet seit 1991 jährlich in den Monaten Juli und August statt. Open-Air Aufführungsorte sind das Heckentheater im Schlosspark und der Schlosshof.
  • Musikakademie Rheinsberg, 1991 auf Initiative von Siegfried Matthus als Projekt des Kunst- und Kulturvereins Rheinsberg gegründet, besteht weiter als Bundes- und Landesakademie. Sie ist als Arbeits-, Fortbildungs- und Begegnungsstätte für professionelle und Laienmusiker gemäß dem Brandenburgischen Weiterbildungsgesetz anerkannt, Mitglied im Arbeitskreis Musikalischer Bildungsstätten Deutschlands und ist förderungsfähig als Träger der freien Jugendhilfe gemäß § 75 SGB VIII. Schüler und Studenten, Laien und Profis proben das ganze Jahr in den Räumlichkeiten des Kavalierhauses und geben Konzerte im Spiegelsaal des Schlosses sowie seit 2000 auch im Schlosstheater.
  • Brandenburgische Sommerkonzerte, gastieren jährlich in Rheinsberg, meist in der Laurentiuskirche

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Einmal jährlich finden die deutschlandweiten bzw. internationalen Tanzturniere, die International German Classics / die Deutschen Meisterschaften / der Deutschlandpokal im Rollstuhltanz, vom National Paralympic Committee Germany ausgerichtet, statt.[14]
  • Regelmäßig finden die Wettkämpfe um den Deutschlandpokal im Rollstuhltischtennis[15] und Wettkämpfe im Rollstuhlrugby statt.[16]
  • Seit 1994 stellen jährlich internationale Keramikkünstler ihre Waren am zweiten Oktoberwochenende auf dem „Rheinsberger Töpfermarkt“ aus.[17] Seit 2007 findet im Frühjahr der „Kunsthandwerkermarkt“ statt, bei dem neben Keramikwaren auch andere handwerkliche Produkte präsentiert werden.
  • Zum 100-jährigen Jubiläum des Bahnhofs, 1999, fand das erste Rheinsberger Bahnhoffest statt, das seitdem jährlich durchgeführt wird.

Kunst- und Kulturverein RheinsbergBearbeiten

Der 1990 gegründete Kunst- und Kulturverein Rheinsberg e. V. (KuK) will die barocke Residenzstadt und die Schlossanlage einschließlich Schlosstheater, Kavaliershaus und Schlosspark als Kulturdenkmal von historischem Rang erhalten und als künstlerisch-kulturelles Zentrum in der Mark Brandenburg weiterentwickeln.

Der Verein fördert die Kammeroper Schloss Rheinsberg und die Musikakademie Rheinsberg, ist in beiden GmbH Gesellschafter und arbeitet in diesen Gremien mit.

Weitere Arbeitsziele sind die Förderung des Schlossmuseums und des Parks, des Kurt-Tucholsky-Literaturmuseums und der Galerie für Bildende Kunst, der Bibliothek sowie der „Langen Nacht der Künste“ und die Durchführung des „Fridericianischen Symposions“. Das Fridericianische Symposion wurde von Jürgen Ziechmann 1991 gegründet und findet jährlich am zweiten Wochenende im Mai statt.

Stadtschreiber zu RheinsbergBearbeiten

Die Stadt vergibt seit 1995 im Gedenken an Kurt Tucholsky jährlich zwei fünfmonatige Stipendien in Höhe von 5.000 Euro für ihre Stadtschreiber. Es ist verbunden mit der freien Unterkunft in der Rheinsberger Stadtschreiberwohnung im Marstall des Schlosses. Wie sich die Stadt Rheinsberg „in besonderer Weise dem Werk des großen Humanisten verpflichtet“ hat, wird von den Stadtschreibern erwartet, „daß auch sie sich dem demokratischen Vermächtnis Tucholskys verpflichtet [fühlen]“ (Richtlinien für die Vergabe des Stipendiums „Stadtschreiber zu Rheinsberg“[18]). Ausdrücklich sollen auch „nicht-deutsche Autoren [gefördert werden], die in Deutschland im Exil leben“.

Bisherige Preisträger:

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Ansässige UnternehmenBearbeiten

VerkehrBearbeiten

BahnverkehrBearbeiten

 
Zum Kernkraftwerk führendes Bahngleis bei Beerenbusch

Rheinsberg hat seit 1899 einen Bahnhof an der Löwenberg-Lindow-Rheinsberger Eisenbahn. Auf der Regionalbahnlinie RB 54 der Niederbarnimer Eisenbahn nach Löwenberg (Mark) verkehren im Winterhalbjahr fünf, im Sommerhalbjahr sechs Zugpaare. Einzelne Fahrten beginnen oder enden in Berlin an den Bahnhöfen Lichtenberg und Gesundbrunnen. Zwischen 1928 und 1945 gab es zudem eine Fortsetzung der Strecke bis Flecken Zechlin sowie von 1958 bis 1996 zum Kernkraftwerk am Großen Stechlinsee.

BusverkehrBearbeiten

Durch die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft ist Rheinsberg mit einer PlusBus- sowie weiteren Regionalbuslinien erreichbar.

StraßenverkehrBearbeiten

Rheinsberg liegt an der Bundesstraße 122 von Alt Ruppin nach Wesenberg und an der Landesstraße L 15 zwischen Wittstock und Fürstenberg/Havel. Wittstock und Neuruppin sind die nächstgelegenen Autobahnanschlussstellen an der Bundesautobahn 24.

WasserBearbeiten

Auf dem Wasserweg ist der Rheinsberger See nach Norden mit der Mecklenburgischen Seenplatte schiffbar verbunden. Die Verbindung nach Süden über den Rhin zum Ruppiner See ist auf kleine Wasserfahrzeuge und zeitlich beschränkt.

TourismusBearbeiten

 
Hafendorf

Wegen des Schlosses und der reizvollen Umgebung spielt der Tourismus vor allem als Naherholungsgebiet im Einzugsbereich von Berlin eine übergeordnete Rolle. Zur Erschließung trägt unter anderem das „Hafendorf Rheinsberg“ mit Wasserwanderrastplatz am Rheinsberger See und das barrierefreie[21] Hotel Seehotel Rheinsberg der gemeinnützigen Fürst-Donnersmarck-Stiftung (Berlin) am Grienericksee bei.

BildungBearbeiten

  • Schulzentrum Bildungscampus Rheinsberg (Primar- und Oberstufe)
  • Grundschule Flecken Zechlin
  • Berufsgenossenschaftliche Bildungstätte "Linowsee" im Ortsteil Linow
  • DGB Jugendbildungsstätte Flecken Zechlin

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • Martin Henning (1875–1955), Arzt[22]
  • Hellmut Ambrosius (1904–1992), Schlossgärtner[22]
  • 1984: Siegfried Matthus (* 1934), Komponist, Leiter der Kammeroper Schloss Rheinsberg
  • 1986: Detlef Karg (* 1945), Gartenarchitekt
  • 1996: Jürgen Graf (1927–2007), Hörfunkjournalist, Förderer der Stadt[23]
  • 2003: Hans-Joachim Giersberg (1938–2014), Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg[24]
  • 2003: Christian Carstens, Keramikunternehmer und Kommunalpolitiker[24][25]
  • 2011: Siegfried Schweitzer (* 1941), Vorsitzender des Rheinsberger Carneval Clubs (RCC) und des Arbeitergesangvereins Vorwärts[26]

Söhne und Töchter der StadtBearbeiten

Mit Rheinsberg verbundene PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Rheinsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung
  3. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern. Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003
  5. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Ostprignitz-Ruppin, S. 22–25.
  6. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  7. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  8. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014. Abgerufen am 13. Juli 2019.
  9. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019. Abgerufen am 13. Juli 2019.
  10. Bürgermeister von Rheinsberg (Memento des Originals vom 19. August 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rheinsberg.de, Abgerufen am 15. August 2014.
  11. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 74
  12. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 15. Oktober 2017
  13. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  14. International German Classics mit Finals in den lateinamerikanischen Tänzen, abgerufen am 4. Dezember 2011.
  15. rheinsberger-tt-pokal, abgerufen am 22. Januar 2012.
  16. Rollstuhl-Rugby, abgerufen am 9. Februar 2012.
  17. Jahrmärkte in Deutschland: Rheinsberger Töpfermarkt (Altstadtfest).
  18. Die Stadtschreiber auf den Seiten des Tucholsky-Museums in Rheinsberg
  19. Jens Blankennagel: Geschmacklos, aber gut. Berliner Zeitung, 17. März 2012, abgerufen am 25. November 2015.
  20. Bio-Wasser in der Rheinsberger Preussenquelle. 2. Februar 2016, abgerufen am 2. Februar 2016.
  21. HausRheinsberg (Memento vom 3. September 2012 im Internet Archive) auf wheelmap.org, abgerufen am 22. Januar 2012/
  22. a b Ehrenvolle Erinnerungen – Mit Steinmalen von eingeebneten Grabstätten erinnert der Verein Stadtgeschichte an Rheinsberger Bürger. auf stadtgeschichte.rheinsberg.de
  23. Einen Freund verloren. Rheinsberg trauert um seinen Ehrenbürger Jürgen Graf. auf stadtgeschichte.rheinsberg.de
  24. a b Zeittafel Rheinsberg ab 1990
  25. Neue Namen für die Kernstadt und Linow. In: Märkische Allgemeine, 14. April 2018
  26. Nimmermüder wird Ehrenbürger. In: Märkische Oderzeitung, 30. September 2011