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Koreanische Volksarmee

nordkoreanische Streitkräfte

Koreanische Volksarmee (KVA) ist die offizielle Bezeichnung für die Streitkräfte der Demokratischen Volksrepublik Korea.

Flagge Koreanische Volksarmee (KVA)
조선인민군
Flag of the Korean People's Army (1992–1993).svg
Führung
Oberbefehlshaber: Marschall Kim Jong-un
Verteidigungsminister: General No Kwang-chol
Militärischer Befehlshaber: General Ri Yong-gil
Militärische Stärke
Aktive Soldaten: ca. 1.300.000
Reservisten: 4.700.000
Wehrpflicht: Männer 11 Jahre
Frauen 6~7 Jahre
Wehrtauglichkeitsalter: 17 bis 54[1]
Anteil der Soldaten an der Gesamtbevölkerung: 4,5 %
Haushalt
Militärbudget: ca. 5 Mrd. US-$
Anteil am Bruttoinlandsprodukt: > 25 %
Geschichte
Koreanische Schreibweise
Koreanisches Alphabet: 조선인민군
Hanja: 朝鮮人民軍
Revidierte Romanisierung: Joseon inmingun
McCune-Reischauer: Chosŏn inmingun

GeschichteBearbeiten

Laut der nordkoreanischen Geschichtsschreibung wurde die Volksarmee am 25. April 1932, worauf sich auch die in Gold geschriebenen Zeichen 4.25 beziehen, von Kim Il-sung als Antijapanische Partisanenvolksarmee gegründet. 1934 wurde sie in Koreanische Revolutionäre Volksarmee umbenannt. Abgesehen von einem Überfall auf eine japanische Polizeistation, der in der nordkoreanischen Literatur zu einer Schlacht hochstilisiert wurde, ist sie während der Zeit, als Korea eine Provinz Japans war, nicht in Erscheinung getreten.

Seit Gründung des nordkoreanischen Staates 1948 trägt sie den Namen Koreanische Volksarmee (KVA). Bereits 1948 umfasste sie etwa 200.000 Soldaten. Wie in allen Satellitenstaaten der Sowjetunion wurde sie zielbewusst und in großem Umfang militärisch aufgerüstet. Ausbilder und Waffen kamen aus der Sowjetunion.

Da der Süden kaum gerüstet war, erschien Kim Il-sung die Gelegenheit günstig, diesen am 25. Juni 1950 zu überfallen, um das Land unter seiner Herrschaft zu vereinigen. Mit der Speerspitze von 240 Panzern und unterstützt von 210 Flugzeugen überrannte die KVA die schwachen südkoreanischen Kräfte; nach drei Tagen war Seoul gefallen und nach 40 Tagen fast der gesamte Süden in der Hand der Nordkoreaner. Im Gegenschlag der UNO nach der Landung amerikanischer Truppen bei Incheon wurde umgekehrt fast das gesamte Land kurzzeitig vom Süden besetzt.

Der Krieg kostete die KVA Hunderttausende von Leben und endete 1953 in einem Patt. Mit sowjetischer und chinesischer Hilfe wurde die fast völlig zerstörte Industrie Nordkoreas mit Betonung auf der Schwerindustrie wieder aufgebaut und begann sofort mit der Herstellung von Waffen, Munition und Ausrüstung für die KVA.

Stärke und AusrüstungBearbeiten

Nordkorea unterhält mit rund 1,3 Millionen aktiven Soldaten eine der zahlenmäßig größten Armeen der Welt. Neben China, Indien und den USA ist es damit eines von nur vier Ländern auf der Erde, das zu Friedenszeiten ständig mehr als 1 Million Soldaten unterhält. Im relativen Verhältnis zur Größe des Landes und zur Bevölkerungszahl ist Nordkorea somit das mit weitem Abstand am stärksten militarisierte Land der Welt, in dem auf einen Soldaten nur rund 20 Zivilisten kommen (zum Vergleich: in Indien sind es 865, in den USA 220 und in Deutschland 456). Mehr als 25 % des Bruttoinlandsproduktes fließen direkt dem Militär zu, auch das ist mit großem Abstand der höchste Anteil weltweit (in den NATO-Staaten sind es im Durchschnitt rund 2,5 % des BIP, was jedoch pro Soldat – und teilweise auch pro Einwohner – wesentlich höheren Ausgaben entspricht). Weiter verstärkt wird diese Militarisierung der Gesellschaft durch eine enorme Zahl an paramilitärischen Gruppen und Reservistenorganisationen, die insgesamt 4,7 Millionen Frauen und Männer umfassen. Allein die offizielle Reserve der KVA ist in 23 Divisionen und 6 Brigaden gegliedert.

Laut einem Bericht des südkoreanischen Verteidigungsministeriums hat Nordkorea seine Truppen im Februar 2009 auf 1,2 Millionen aktive Soldaten aufgestockt. Zudem sei die Zahl sogenannter Spezialeinheiten, besonders ausgebildeter und bevorzugt ausgerüsteter Truppen für Sabotageaktionen, inzwischen auf ungefähr 200.000 Soldaten erhöht worden. (Stand Dezember 2010)[2][3]

Trotz ihrer enormen zahlenmäßigen Stärke gehört die KVA zu den rückständigsten und am schlechtesten ausgerüsteten Armeen der Welt. Der Grund dafür liegt in der außergewöhnlich desolaten wirtschaftlichen Lage des Landes, das ohne ausländische Hilfe kaum in der Lage wäre, die Grundversorgung seiner Bevölkerung sicherzustellen. Insbesondere der Import von Rüstungsgütern ist durch internationale Embargos so gut wie unmöglich geworden. Die Ausrüstung der Koreanischen Volksarmee basiert zum größten Teil auf sowjetischem/russischem und chinesischem Material, das weiterentwickelt bzw. als Grundlage eigener Entwürfe verwendet wurde. Die Hauptwaffensysteme Nordkoreas (Panzer, Flugzeuge und Artillerie) befinden sich in wesentlichen Teilen technisch etwa auf dem Stand der 1960er und 1970er Jahre. Die wenigen modernen Geräte befinden sich aufgrund der stark eingeschränkten Importe und äußerst knapper Devisen oft in einem sehr mangelhaften Zustand.

Die schwierige Versorgungslage steht im Widerspruch zur offiziellen Sŏn’gun-Doktrin, die einen absoluten Vorrang der Streitkräfte bei der staatlichen Ressourcen-Zuteilung festlegt. Berichte aus dem Jahre 2017 belegen, dass die Volksarmee aufgefordert wird, eine eigene landwirtschaftliche Produktion aufzubauen, um die Versorgung zu sichern. Daneben werden Betriebe und Private gezwungen, Reis und Artikel des täglichen Bedarfs zu sammeln und sie an die Streitkräfte abzutreten.[4] Knappe und mangelhafte Ernährung sowie schlechte hygienische Bedingungen führen verbreitet zu gesundheitlichen Problemen in der Volksarmee.[5]

NuklearprogrammBearbeiten

Nordkorea verfolgt ein ambitioniertes Programm zur Entwicklung eigener Nuklearwaffen, das in einem Atombombentest am 9. Oktober 2006 gipfelte. Obwohl dieser offiziell als erfolgreich bezeichnet wurde, lassen die geringe freigewordene Strahlung und die relativ schwache unterirdische Detonation eher auf ein Scheitern des Versuches schließen.[6] Das Atombombenprogramm und die damit verbundene Entwicklung eigener Trägerraketen wird von der Führung Nordkoreas als essenzieller Schutz gegen einen möglichen US-amerikanischen Angriff angesehen, da eine erfolgreiche Verteidigung mit den konventionellen Streitkräften als unwahrscheinlich eingeschätzt wird.

Am 5. April 2009 startete Nordkorea – trotz weltweiten Protests – eine Interkontinentalrakete vom Typ Taepodong-2 und beförderte damit nach eigenen Angaben einen Fernmeldesatelliten ins All. Im Vorfeld des Starts hatte Japan angekündigt, die Rakete im Fall eines Kontrollverlusts über seinem Hoheitsgebiet abzuschießen. Nordkoreanische Militärs hatten daraufhin gedroht, einen derartigen Abschuss als kriegerischen Akt zu betrachten. Westliche Staaten gehen davon aus, dass der Raketenstart nur vordergründig zivilen Charakter hatte und tatsächlich einen militärischen Zweck zur Erprobung des störanfälligen nordkoreanischen Raketentyps erfüllt hatte. Der Raketenstart widerspricht einer nach dem Atombombentest 2006 verabschiedeten UN-Resolution.[7]

Am 25. Mai 2009 führte Nordkorea erneut einen Atombombentest durch. Nach russischen Angaben erreichte die unterirdische Detonation etwa die Stärke der Hiroshima-Bombe. Der Test führte zu heftigen Reaktionen des Auslands, insbesondere in Japan, den USA, Russland und Europa. Auch China nahm außergewöhnlich deutlich gegen den Test Stellung. Die südkoreanische Armee wurde in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.[8] Nach dem Bombentest startete Nordkorea nach Angaben der südkoreanischen Yonhap News Agency auch zwei Kurzstreckenraketen und eine Boden-Luft-Rakete.[9][10]

Mitte April 2012 erklärte sich Nordkorea durch eine Verfassungsänderung offiziell zur Atommacht.[11]

Feindbild und militärische DoktrinBearbeiten

Als Hauptgegner Nordkoreas wird neben Südkorea und dessen Bündnispartner USA vor allem Japan wahrgenommen, dessen Kolonialpolitik in Korea während des Zweiten Weltkriegs bis heute für politischen Zündstoff sorgt. Die Staatsideologie des Juche, einer stark auf Autarkie angelegten sozialistischen Staatstheorie, ist Grundelement der politischen Indoktrination der KVA. Die aufgrund der schlechten Versorgung und veralteten Ausrüstung äußerst harte Ausbildung in den Streitkräften soll bei den Soldaten eine hohe Opferbereitschaft hervorrufen; die Dienstzeit dauert je nach Truppengattung zwischen drei und zehn Jahren. Die KVA unterliegt einer außerordentlich harten Disziplin und verlangt von den Soldaten aller Grade unbedingten Gehorsam.

ModernisierungsbestrebungenBearbeiten

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2001 bekundete Kim Jong-Il bei seinem Russlandbesuch, der unter anderem Rüstungsbetriebe umfasste, Interesse am Kauf von Waffensystemen mit einer Anzahlung von 200 Mio. US-Dollar. Besonderes Interesse wurde für Kampfflugzeuge vom Typ Su-27 SK, Su-30 MK, MiG-29 SMT, Su-25/39, Kampfhubschrauber Mi-35, Luftabwehrsysteme S-300W und 9K330 Tor-M1 sowie für die Modernisierung vorhandener Waffensysteme gezeigt. Zudem versuchte Nordkorea, eine ganze Fabrik für MiG-23 in Russland zu erwerben. Ebenfalls sollten Kampfpanzer T-72M1 oder T-90, Schützenpanzer BTR-80 und BMP-3 gekauft werden. Alle diese modernen Waffensysteme sollten offenbar für die Spezialeinheiten bzw. Eliteregimenter beschafft werden, die im Kriegsfall zum Einsatz entweder an vorderster Front oder zum Schutz der Hauptstadt Pjöngjang vorgesehen sind. Moskau lehnte die Geschäfte ab. Mit dem Waffenembargo 2006 wurden weitere Großanschaffungen gegenstandslos.

TeilstreitkräfteBearbeiten

HeerBearbeiten

 
Flagge des Heeres der Volksarmee
 
Militärparade in Pjöngjang (2015)

Das Heer umfasst gegenwärtig etwa 1.200.000 Soldaten, die in 40 Divisionen und etwa 40 Brigaden gegliedert sind, davon sind 20 Brigaden als Spezialverbände für Luftlande- und amphibische Operationen im Rücken des Feindes vorgesehen. Das Heer verfügt über rund 3.600 größtenteils veraltete Panzer (T-54 und T-55); nach russischen Angaben befinden sich sogar noch T-34-Panzer aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs im aktiven Dienst, dazu kommen etwa 1000 Exemplare des selbst entwickelten Ch'ŏnma-ho.

Als Kim Jong-Il 2001 Russland besuchte, besichtigte er das Werk von Uralwagonsawod, welches zur Transmashholding gehört und unter anderem den T-90 baut. Es wurde 2002 ein Panzer nahe Pjöngjang bei Tests gesichtet, unter der Bezeichnung M-2002.[12]

Bestätigt wurde, dass Nordkorea den Amphibienpanzer PT-76 zum PT-85 weiterentwickelt hat, doch dessen Einführung gestaltet sich wegen des desolaten Zustands der Rüstungsbetriebe schwierig. Experten schätzen, dass seit Mitte der 1990er-Jahre nur 20 Serienfahrzeuge geliefert wurden.

Einen überproportional großen Teil des Heeres nimmt die Rohr- und Raketenartillerie ein (BM-21, BM-24, KN-09[13]). Nordkorea verfügt über etwa 4.700 Panzerhaubitzen und Selbstfahrlafetten, etwa 20.000 Geschütze sowie Raketen- und Granatwerfer. M-1978 Koksan hat eine Reichweite von bis zu 60 km bei Geschossen mit Raketenantrieb und kann damit ganz Seoul treffen.[14]

LuftwaffeBearbeiten

 
Flagge der Luftwaffe

Die 86.000 Mann starken Luftstreitkräfte verfügen Schätzungen zufolge über etwa 650 Kampfflugzeuge. 35 MiG-29 sind vorhanden, darunter etwa zehn der Serie 9.13. Des Weiteren gibt es 46 MiG-23ML, etwa 160 MiG-21PF und PFM, 30 MiG-21bis, etwa 130 F-7 und rund 110 MiG-19 oder deren chinesisches Derivat F-6. Außerdem gibt es rund 50 Frontbomber Iljuschin Il-28 und H-5, 30 Jagdbomber Su-7BMK und 35 Schlachtflugzeuge Su-25K.

Die Flugabwehr reicht von stationären S-75 Wolchow und deren chinesischen Nachbauten HQ-2 (SA-2) über S-125 Newa (SA-3), einige wenige S-200 Wega (SA-5) bis hin zu mobilen Komplexen 2K11 Krug (SA-4), 2K12 Kub (SA-6). Es gibt einen großen Anteil an tragbaren Flugabwehrsystemen, die von der Strela-2 bis hin zu sämtlichen Versionen der Igla reichen.

Die Luftwaffe ist beispielsweise am Flughafen Ch’ŏngjin stationiert.

FluggeräteBearbeiten

Stand: 2012[15]

FlugabwehrsystemeBearbeiten

MilitärflugplätzeBearbeiten

  • Changjin (mit unterirdischer Kaverne)
  • Chunghwa
  • Hwangju (mit unterirdischer Kaverne)
  • Hwangsuwon-ni
  • Hyesan
  • Hyon-ni (mit unterirdischer Kaverne)
  • Kaech'on (mit unterirdischer Kaverne)
  • Kanch'on
  • Kilchu
  • Koksan (mit unterirdischer Kaverne)
  • Kowon
  • Kwail/Pungchon (mit unterirdischer Kaverne)
  • Militärflugplatz Sungam Ni
  • Mirim
  • Onchon (mit unterirdischer Kaverne, 38° 54′ 30″ N, 125° 14′ 0″ O)
  • Orang
  • Pakhon
  • Panghyon/Naamsi
  • Pukch'ang (mit unterirdischer Kaverne)
  • Pyongyang Sunan International Airport (mit unterirdischer Kaverne)
  • Samjangkol
  • Samjiyon
  • Sondok
  • Sunchon (mit unterirdischer Kaverne)
  • Taechon (mit unterirdischer Kaverne)
  • Taetan (mit unterirdischer Kaverne)
  • Toksan (mit unterirdischer Kaverne)
  • Uiju (mit unterirdischer Kaverne)
  • Wonsan (mit als Autobahntunnel getarnter unterirdischer Kaverne)

MarineBearbeiten

 
Flagge der Volksmarine
 
Fregatte der Najin-Klasse

Die Marine mit ihren 46.000 Mann verfügt als kleinste Teilstreitkraft über eine Fregatte der Soho- und zwei der Najin-Klasse als größte Schiffseinheiten. Bei ihnen handelt es sich um nordkoreanische Eigenkonstruktionen, über die nicht viel in Erfahrung zu bringen ist. Man rechnet mit einer Größe von etwa 1.500 bis 2.000 ts und einer vor allem aus Artillerie und leichten Schnellfeuerwaffen bestehenden Bewaffnung, ergänzt durch veraltete Raketensysteme zur See- und Luftzielbekämpfung. Ferner sind 140 Raketen- und Torpedoschnellboote zum küstennahen Einsatz, ergänzt durch etwa 75 leicht bewaffnete Patrouillenboote, als Rückgrat der Marine vorhanden. 26 dieselelektrische U-Boote der russischen Romeo- und Whiskey-Klasse sind offiziell im Dienst, auch hier dürfte das Problem der Ersatzteilgewinnung die Zahl der tatsächlich einsatzbereiten Boote deutlich reduzieren. Ergänzt wird die U-Boot-Waffe durch eine unbekannte Zahl an Kleinst-U-Booten (Sang-o-Klasse), die vor allem zum Absetzen von Spionage- und Aufklärungstrupps in Südkorea dienen. Solche primitiven, aber in der Erfüllung ihrer Aufgabe durchaus wirksamen Boote sind bereits des Öfteren durch Unfälle oder technische Defekte in die Hand der südkoreanischen Marine gefallen (siehe koreanischer U-Boot-Zwischenfall (1996)). Es wird spekuliert, dass die Versenkung der südkoreanischen Korvette Cheonan durch einen von einem solchen Mini-U-Boot abgefeuerten Torpedo erfolgte. Wahrscheinlicher ist jedoch die Version, dass die Korvette auf Grund gelaufen sei. Unterstützt wird diese durch die Anwesenheit von mehreren amerikanischen Kriegsschiffen in dem Gebiet (es ist unwahrscheinlich, dass sich ein U-Boot unbemerkt hätte nähern können) und die Meldung der Cheonan selbst, man sei auf Grund gelaufen.

Die Marine verfügt auch über eine bemerkenswert starke amphibische Komponente von etwa 270 Landungsschiffen (davon etwa 130 Luftkissenboote), was ebenfalls die offensive Kampfdoktrin Nordkoreas unterstreicht. Zur Unterstützung amphibischer Operationen sind 23 kleine Minenleger sowie etwa 100 kleine Küstenbeschussboote vorhanden.

Am 23. April 2016 erfolgte vor der Ostküste nahe der Stadt Sinp'o-shi (Provinz Hamgyŏng-namdo) erstmals der Einsatz einer U-Boot-gestützten ballistischen Rakete (SLBM) von einem getauchten konventionell betriebenen U-Boot (vermutlich Projekt 629, NATO-Codename: Golf II-Klasse). Die Rakete flog rund 30 Kilometer.[17]

Am 24. August 2016 erfolgte vor der Ostküste nahe der Stadt Sinp'o-shi der erneute erfolgreiche Start einer U-Boot-gestützten ballistischen Rakete (SLBM) vom Typ KN-11 entgegen internationaler Vereinbarungen. Die Rakete flog rund 500 Kilometer in Richtung der japanischen Air Defense Identification Zone (ADIZ).[18]

DienstgradeBearbeiten

Koreanisch in Hangul (Hanja), Umschrift Deutsch Schulterklappe
Marschall
원수급 (元帥級), wŏnsukŭp
대원수 (大元帥), taewŏnsu Generalissimus  
공화국원수 (共和國元帥), konghwakuk wŏnsu Marschall der DVRK  
인민군원수 (人民軍元帥), Inmingun wonsu Marschall der Volksarmee  
차수 (次帥), ch'asu Vizemarschall  
Koreanisch in Hangul (Hanja), Umschrift Heer/Luftwaffe Schulterklappe
(Heer)
Schulterklappe
(Luftwaffe)
Marine Schulterklappe
General
장령급 (將領級), changryŏngkŭp
대장 (大將), taechang Armeegeneral     Flottenadmiral  
상장 (上將), sangchang Generaloberst     Admiral  
중장 (中將), chungchang Generalleutnant     Vizeadmiral  
소장 (少將), sochang Generalmajor     Konteradmiral  
Stabsoffizier
좌관급 (佐官級), chwakwankŭp
대좌 (大佐), taechwa Brigadier     Kapitän zur See  
상좌 (上佐), sangchwa Oberst     Fregattenkapitän  
중좌 (中佐), chungchwa Oberstleutnant     Korvettenkapitän  
소좌 (少佐), sochwa Major     Stabskapitänleutnant  
Subalternoffizier
위관급 (尉官級), Wigwangeub
대위 (大尉), taewi Hauptmann     Kapitänleutnant  
상위 (上尉), sangwi Oberleutnant     Oberleutnant zur See  
중위 (中尉), chungwi Leutnant     Leutnant zur See  
소위 (少尉), sowi Unterleutnant     Unterleutnant zur See  
Feldwebel
하사관급 (下士官級), hasakwankŭp
특무상사 (特務上士), t'ŭkmusangsa Stabsfeldwebel     Oberstabsbootsmann  
상사 (上士), sangsa Oberfeldwebel     Hauptbootsmann  
중사 (中士), chungsa Feldwebel     Oberbootsmann  
하사 (下士), hasa Unteroffizier     Bootsmann  
Soldat
전사급 (戰士級), chŏnsakŭp
상급병사 (上級兵士), sangkŭppyŏngsa Obergefreiter     Obergefreiter  
중급병사 (中級兵士), chungkŭppyŏngsa Gefreiter     Gefreiter  
초급병사 (初級兵士), ch'okŭppyŏngsa Untergefreiter     Obermatrose  
전사 (戰士), chŏnsa Soldat     Matrose  

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • W. A. Mazulenko: Die Koreanische Volksarmee. Berlin: Deutscher Militärverlag, 1962, ohne ISBN
  • Olaf Groehler: Der Koreakrieg 1950 bis 1953. Berlin: Militärverlag der DDR, 1980, ohne ISBN
  • James M. Minnich: The North Korean People’s Army. Annapolis: Naval Institute Press, 2005, ISBN 1-59114-525-2
  • History of the North Korean Army. Ft. Leavenworth 1952 (Combined Arms Research Library hat 3teiligen .pdf)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Koreanische Volksarmee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Background Note: North Korea., US Department of State, Bureau of East Asian and Pacific Affairs, August 2008.
  2. Nordkorea rüstet weiter, Süddeutsche Zeitung vom 17. Mai 2010.
  3. Studie: Nordkoreas Armee stockt Spezialkräfte auf, Spiegel Online vom 30. Dezember 2010.
  4. Military ordered to gather its own rice. In: Daily NK. 20. Oktober 2017, abgerufen am 11. Dezember 2017. (englisch)
  5. Moldy cornmeal blamed for soldiers’ diarrhea. In: Daily NK. 30. November 2017, abgerufen am 11. Dezember 2017. (englisch)
  6. [1] (tagesschau.de-Archiv)
  7. Nordkorea provoziert mit Raketenstart. In: Tagesschau. ARD, 5. April 2009, archiviert vom Original am 9. Juni 2010; abgerufen am 2. Februar 2016 (Originalwebseite nicht mehr verfügbar).
  8. Peking kritisiert Pjöngjang scharf, Süddeutsche Zeitung vom 17. Mai 2010.
  9. Atomtest: Nordkorea zündet weitere Raketen, Der Tagesspiegel vom 25. Mai 2009.
  10. Nordkorea feuert weitere Raketen ab, Die Zeit vom 27. Mai 2009.
  11. Nordkorea macht sich offiziell zur Atommacht, Focus vom 31. Mai 2012.
  12. M-2002 P'okpoong-ho auf globalsecurity.org (englisch).
  13. https://missilethreat.csis.org/missile/kn-09-kn-ss-x-9/
  14. https://missilethreat.csis.org/missile/koksan-m1978/
  15. World Air Forces 2013 (en, PDF; 4,0 MB) In: Flightglobal Insight. 2013. Archiviert vom Original am 16. Dezember 2012. Abgerufen am 12. April 2013.
  16. https://missilethreat.csis.org/missile/kn-06/
  17. North Korea Says Submarine Ballistic Missile Test ‘Great Success’. Huffington Post, 24. April 2016, abgerufen am 24. April 2016 (englisch).
  18. North Korea fires submarine-launched ballistic missile towards Japan. Reuters, 24. August 2016, abgerufen am 27. August 2016 (englisch).
  19. Über diese Raketen verfügt Nordkorea. Nordkorea provoziert erneut mit einem Raketentest. Die Infografik gibt eine Übersicht über das Raketen-Arsenal Pjöngjangs. In: srf.ch. 29. August 2017, archiviert vom Original am 13. August 2018; abgerufen am 13. August 2018.