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Der T-90 ist ein Kampfpanzer der russischen Armee. Der von Uralwagonsawod entwickelte Kampfpanzer wird zusammen mit dem T-80U eingesetzt. Mehrere hundert Exemplare wurden exportiert.

T-90A
Ein russischer T-90 bei der Parade auf dem Roten Platz am 9. Mai 2009

Ein russischer T-90 bei der Parade auf dem Roten Platz am 9. Mai 2009

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 3
Länge 6,86 m, mit Kanone 9,53 m
Breite 3,78 m
Höhe 2,23 m
Masse 46,5 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung Verbundpanzerung, Reaktivpanzerung
Hauptbewaffnung 1 × 125-mm-Glattrohrkanone 2A46M2 mit ATGM-Fähigkeit für 9K119 Refleks
Sekundärbewaffnung 1 × 7,62-mm-Maschinengewehr
1 × 12,7-mm-AA-Maschinengewehr
Beweglichkeit
Antrieb V-12-Dieselmotor W-92S2
1.000 PS (735 kW)
Federung Torsionsstab
Höchstgeschwindigkeit 65 km/h
Leistung/Gewicht 15,8 kW/t (21,5 PS/t)
Reichweite 375 km, 550 km mit externen Tanks

GeschichteBearbeiten

Der erste Prototyp entstand 1989 bei Uralwagonsawod in Nischni Tagil und trug die Bezeichnung Objekt 188. Dieser war ein umgebauter T-72B mit der Feuerleitanlage des T-80U und neuer Reaktivpanzerung (ERA) vom Typ Kontakt-5. Später wurden eine verbesserte Turmpanzerung und das Selbstschutzsystem TSchU-1 Schtora-1 nachgerüstet. Dieser Panzer trug die Bezeichnung T-72BU, bekam aber nach dem geringen Erfolg der irakischen T-72 im Zweiten Golfkrieg aus Vermarktungsgründen die neue Bezeichnung T-90. Die Serienproduktion begann 1992. Der T-90 wurde erstmals 1993 auf der Militärausstellung in Kubinka der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nachfolger des T-90 soll ab 2016 der auf der Armata-Plattform basierende Kampfpanzer T-14 werden.

Technische BeschreibungBearbeiten

Wanne und TurmBearbeiten

Die Wanne besteht aus geschweißten Panzerstahlelementen; der aus dem Turm des T-72BU entwickelte Turm aus Stahlguss. Der Panzer weist die typisch niedrige Silhouette russischer Panzer auf, welches seine Trefferfläche deutlich reduziert. Das Innenvolumen des Fahrzeuges beträgt nur 11 m³[1], somit muss die dreiköpfige Besatzung mit einem sehr knappen Innenraum auskommen. Im Jahr 2000 wurde die Variante T-90A mit geschweißtem Turm entwickelt, die zu Ehren des 1999 verstorbenen Generalkonstrukteurs Wladimir Potkin die Bezeichnung T-90A „Wladimir“ trägt. 2006 wurde die Exportversion des T-90A mit der Bezeichnung T-90SA (russisch Т-90СА) vorgestellt, die eine Klimaanlage erhielt. Im Jahr 2012 wurde die neueste Exportversion mit dem Namen T-90SM[2] vorgestellt. Diese Variante wurde umfassend modifiziert. Zur Erhöhung des passiven Schutzes wurde ein neuer Turm mit verstärkter Dachpanzerung und einem von der Besatzung getrennten Munitionsmagazin eingerüstet; dazu kommt eine neue Reaktivpanzerung „Relikt“ auf Wanne und Turm sowie verstärkte Seiten- und Heckpanzerung an Wanne und Turm. Ein modifizierter Motor mit 1130 PS erhöht die Beweglichkeit des T-90SM, die Klimaanlage den Komfort der Besatzung in heißen Regionen. Die Feuerleitanlage wurde mit dem neuen Hauptzielfernrohr „Sosna-U“, einem Wärmebildgerät der dritten Generation und einem neuen Panoramasichtgerät für den Kommandanten ausgestattet. Der Panzer erhielt eine fernbedienbare Waffenstation mit einem 12,7-mm-Maschinengewehr, die mit dem Kommandantensichtgerät gekoppelt ist. Weiterhin wurde ein neues Sichtgerät für den Fahrer eingebaut.

SchutzmaßnahmenBearbeiten

PassivBearbeiten

 
Russischer T-90 bei der Demonstration einer Unterwasserfahrt

Die Fahrzeugwanne besteht weitgehend aus Panzerstahl, die Wannenfront ist mit einer Verbundpanzerung verstärkt. Diese besteht aus einer inneren Schicht Stahl, einer Mittelschicht aus GFK (Steltexolit) sowie einer Außenschicht aus zwei Schichten Panzerstahl mit verschiedenen Härtegraden. Zusätzlich sind an der Wannenfront Elemente der Reaktivpanzerung vom Typ Kontakt-5 angebracht.

Der Turm des T-90 besteht aus Stahlguss. Die Turmfront besteht aus einer Verbundpanzerung. Diese ist jeweils seitlich der Kanonenblende in Kammern in der vorderen Turmhälfte untergebracht. Die Verbundpanzerung besteht vermutlich aus hochfesten Stählen mit verschiedenen Härtegraden, Aluminium sowie Al2O3-Keramiken. Zusätzlich sind an der vorderen Turmhälfte Kontakt-5-Elemente angebracht.

Der T-90A (T-90SA) sowie der T-90M (T-90SM) verfügen über einen geschweißten Turm, der mit einer Laminat-Verbundpanzerung und Reaktivpanzerung der Typen „Kontakt-5“ respektive „Relikt“ ausgerüstet ist.

Die Frontpanzerung des T-90 und des T-90S bietet ein Schutzniveau von 800–830 mm RHA-Äquivalent gegen KE-Geschosse und 1150–1350 mm RHA-Äquivalent gegen Hohlladungen.[3][4]

AktivBearbeiten

 
Ein Infrarotscheinwerfer des Schtora-Systems mit aufgesetzter Schutzabdeckung

Russische T-90 sind serienmäßig mit dem elektro-optischen Abwehrkomplex TSchU-1 Schtora-1 („Vorhang“) ausgestattet. Das vollautomatische System ist vierteilig: es umfasst neben dem Computersystem zwei Infrarotscheinwerfer an der Turmvorderseite, Nebelkerzen sowie einen Laserwarnsensor. Am Turm angebrachte Infrarotscheinwerfer können manuell eingeschaltet werden und senden eine überlagernde falsche Infrarotsignatur aus, um IR-gelenkte Raketen zu täuschen. Bei einer Laseranpeilung schwenkt der Turm automatisch in die Bedrohungsachse und löst die Nebelwerfer aus. Innerhalb von wenigen Sekunden wird so eine Aerosolwolke erzeugt, die eine Zielverfolgung im optischen sowie im IR-Bereich unmöglich machen soll. Tests haben gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Treffers durch halbautomatische Leitsysteme auf ein Drittel bis ein Viertel reduziert wird. Dies gilt sowohl für westliche Waffen wie HOT, TOW, MILAN, Trigat, M47 Dragon, AGM-114 Hellfire und Copperhead, wie auch für östliche Waffen wie 9K11 Maljutka, 9K113 Konkurs, 9K116 Kastet und 9K135 Kornet. Dennoch bestellten nicht alle Exportkunden dieses System.

Antrieb und FahrsystemBearbeiten

 
Dieselmotor W-92

Wegen des größeren Gewichts genügte die Leistung des W-46-Dieselmotors des T-72 nicht mehr den Anforderungen. Daher wurde in den ersten Modellen der Dieselmotor W-84 MS mit 618 kW (840 PS) Leistung eingebaut. Ab 2004 sind die Panzer mit dem im Tscheljabinsker Traktorenwerk gebauten Motor W-92 S2 mit 740 kW (1.006 PS) Leistung ausgerüstet. In der nach Indien exportierten Version kommt ein Motor mit 735 kW (999 PS) zum Einsatz. Das Stützrollenlaufwerk des T-90 ist dem des T-72 in weiten Teilen sehr ähnlich. Es besteht aus sechs drehstabgefederten Laufrollen und drei Stützrollen pro Seite. Der T-90 kann nach kurzer Vorbereitung eine Unterwasserfahrt durchführen. Wasserhindernisse bis 4,50 m Tiefe können so überwunden werden. Er ist in der Lage, Gräben bis 2,80 m Breite und Höhenhindernisse bis 0,85 m zu überqueren. Unter dem Bug befindet sich eine Grabehilfe in Wannenbreite, die zum Ausschieben von Stellungen abgeklappt werden kann. Weiterhin kann ein elektromagnetisches oder mechanisches Minenräumgerät montiert werden. Am Heck befinden sich zwei Halterungen zum Mitführen eines Bergebalkens. Dieser ermöglicht zusammen mit zwei speziellen Seilen die Selbstbergung des Panzers. Der Panzer kann Diesel in die Abgasanlage einspritzen, um sich einzunebeln.

BewaffnungBearbeiten

 
Panzerkanone 2A46M-1

Im Lauf der Produktion wurden verschiedene Versionen der 125-mm-Glattrohrkanone eingebaut. Am häufigsten verwendet werden die Ausführungen 2A46M-2 (L51) sowie die neue verlängerte 2A46M-5 (L55). Die Kanone ist vollstabilisiert. Die zweiteilige Munition wird automatisch aus einem Ladekarussell geladen, der Ladeschütze entfällt. Der Kampfsatz beträgt 42 Schuss für die 125-mm-Kanone, davon 22 im Ladekarussell, der Rest in Gestellen an freien Stellen im Innenraum. Die Munition ist unterteilt in die Kartusche für die Treibladung und das Geschoss. Die Kartusche ist eine Teilabbrandladung, von der nach dem Abschuss nur ein metallener Hülsenboden übrigbleibt. Dieser wird vom Ladeautomaten beim Nachladen durch eine Luke in der Turmhinterwand ausgeworfen. Die praktische Kadenz liegt dadurch bei etwa sieben bis neun Schuss in der Minute. Im Vergleich dazu erreicht ein gut trainierter Ladeschütze in Panzern ohne Ladeautomat unter Idealbedingungen Nachladezeiten von unter fünf Sekunden (etwa zwölf Schuss/min). Das Nachfüllen des Ladeautomaten ist einfach und relativ rasch möglich; ein Laden von Hand bei dessen Ausfall ist zeitaufwändig.

Wie bei allen russischen Panzern bis zum T-90 ist die Munition im Kampfraum des Panzers untergebracht. Bei einer Penetration der Panzerung im Kampfraum besteht dadurch die Gefahr, dass sich diese Munition entzündet und explodiert. Dies bedeutet den Tod der Besatzung sowie den Totalausfall des Panzers.

Für die 125-mm-Glattrohrkanone stehen folgende Munitionsarten zur Verfügung:

Ein normaler Kampfsatz besteht aus folgenden Geschossarten:

  • 15 Stück APFSDS-Geschosse vom Typ BM-42, Durchschlag 590–630 mm Panzerstahl auf 2000 Meter
  • 6 Stück HEAT-Granaten vom Typ BK-29M, Durchschlag 650–750 mm Panzerstahl
  • 15 Stück FRAG-HE-Granaten vom Typ OF-19 oder OF-26
  • 6 Stück 9K119M-Rohrraketen, Reichweite 5000 m, Durchschlag 650–700 mm Panzerstahl

Optional kann folgende Munition verschossen werden:

  • HEAT-Granate BK-21M mit einer Hohlladung, ausgekleidet mit einer Uraneinlage, Durchschlag 550–750 mm Panzerstahl
  • HEAT-Granate BK-27 mit Dreifach-Hohlladung, Durchschlag 700–800 mm Panzerstahl
  • APFSDS-Geschoss vom Typ BM-29 und BM-32 mit DU-Penetrator

Wie schon der T-64 und der T-80 kann auch der T-90 lasergelenkte Raketen aus der 125-mm-Kanone abfeuern. Das Waffensystem trägt den Namen 9K119 Refleks (NATO-Codename: AT-11 Sniper). Der Flugkörper 9M119M Invar wird wie gewöhnliche Munition in das Rohr geladen, während das Zielobjekt mit dem Hauptzielfernrohr 1G46 anvisiert wird. Nach dem Abschuss zündet ein Feststoffmotor, während die Steuerflächen entfaltet werden und die Rakete im Laserleitstrahlkanal das Ziel anfliegt. Die Reichweite des Waffensystems beträgt 5000 m, die Trefferwahrscheinlichkeit liegt bei etwa 90 %. Die 4,5 kg schwere Tandemhohlladung penetriert 900–950 mm Panzerstahl und 800–850 mm hinter einer reaktiven Panzerung.

Neben der Hauptwaffe verfügt der T-90 über ein koaxiales 7,62-mm-PKT-MG mit 2000 sowie ein 12,7-mm-Fla-MG Kord mit 300 Schuss Munition.

FeuerleitsystemeBearbeiten

Das Feuerleitsystem 1A45T Irtysch des T-90 wurde vom T-80 übernommen. Es ist mit dem Stabilisierungssystem 2Eh42 sowie dem Ballistik-Computer 1W528 ausgerüstet. Der Richtschütze verfügt über ein in zwei Ebenen blickfeldstabilisiertes Periskopzielfernrohr 1G46 mit Laserentfernungsmesser sowie der 9S515-Lenkeinheit für die 9K119-Refleks-Lenkwaffenanlage. Ein stabilisiertes aktiv/passives Infrarotzielfernrohr vom Typ TPN-4 Buran-PA oder AGAWA-2 mit einer Verbindung zu einem Monitor für den Kommandanten ist auch vorhanden. Nachts ist der Feuerkampf auf eine maximale Kampfentfernung von bis zu 1300 m möglich. Das Feuerleitsystem umfasst eine digitale ballistische Rechnereinheit sowie Umweltsensoren. Nur etwa jeder zehnte T-90 der russischen Streitkräfte ist mit einem Wärmebildgerät ausgerüstet.[5] Die Nachfolger T-90A sind alle mit dem Wärmebildzielfernrohr ESSA ausgestattet.

Der Kommandant verfügt über eine drehbare Kuppel und fünf Winkelspiegel sowie ein vertikal stabilisiertes Periskop TKN-4S mit Tag- und passivem Infrarotnachtkanal. Der Kommandant kann dem Richtschützen Ziele übergeben und selbständig die Führung der Bewaffnung übernehmen.[6]

EinsatzBearbeiten

Erstmals wurde der T-90 in kleinem Umfang während des Dagestankrieges 1999 eingesetzt. Eine Gruppe von acht bis zwölf für den Export nach Indien bestimmten T-90 kam bei diesem Konflikt zum Einsatz. Ein T-90 erhielt während der Kampfhandlungen sieben RPG-Treffer; das Fahrzeug blieb trotzdem einsatzfähig.[7]

Weitere Einsätze des T-90 erfolgten im Rahmen des russischen Militäreinsatzes im Bürgerkrieg in Syrien ab November 2015,[8][9] wo sie im Februar 2016 bei der Schlacht um Aleppo auch mit TOW-Raketen aus US-Produktion beschossen wurden.[10]

VersionenBearbeiten

 
T-90SM während einer Vorführung 2012
 
T-90A
 
MTU-90 beim Ausklappen der Brückensegmente
 
BMR-3M
  • T-90 (Objekt 188): Standardversion, auch T-72BU genannt. Mit weiterentwickelter Verbundpanzerung sowie reaktiver ERA-Panzerung vom Typ Kontakt-5. Lenksystem 9S515 für Lenkwaffen 9K119 Refleks. Gefechtsgewicht 46,5 Tonnen.
  • T-90K: Führungspanzer mit Navigationsanlage und umfangreicherer Funkausrüstung.
  • T-90E: Vereinfachte Exportversion des T-90 ohne Schtora-1-Lenkwaffen-Abwehrsystem.
  • T-90S (Objekt 188S): Exportversion mit CATHERINE-FC-Wärmebildgerät von Thales mit einem ESSA-Zielfernrohr des weißrussischen Unternehmens PELENG und 1A4GT-Feuerleitcomputer. Ausgerüstet mit V12-Dieselmotor W-92S2 mit 735 kW. Kann mit TShU1-7-Schtora-1-Lenkwaffen-Abwehrsystem ausgerüstet werden.
  • T-90SK: Führungspanzer mit Navigationsanlage und umfangreicherer Funkausrüstung.
  • T-90A Wladimir (Objekt 188A): 2. Generation des T-90 seit 1999. Mit geschweißtem Turm mit neuer Laminat-Verbundpanzerung sowie abgeänderter Reaktivpanzerung.
  • T-90SA (Objekt 188SA): Exportversion des T-90A. Mit CATHERINE-FC-Wärmebildgerät und W-92S2-Dieselmotor mit 735 kW sowie Klimaanlage.
  • T-90AK: Führungspanzer mit Navigationsanlage und umfangreicherer Funkausrüstung.
  • T-90A1 (Objekt 188A1): Vorgestellt im Jahr 2004. Wie T-90A, jedoch nachgerüstet mit verbessertem Ladekarussell, selbstdichtenden Treibstofftanks, ESSA-Zielfernrohr.
  • T-90M: Vorgestellt 2011. Mit PK PAN-360°-Kommandantenperiskop mit Wärmebildgerät, einem PNM-Sosna-U-Zielfernrohr für den Schützen sowie neuem Kalina-Feuerleitcomputer mit GLONASS-Navigationssystem. Ausgerüstet mit verbessertem Getriebe mit automatischer Übersetzung sowie W-93-(W-92S2F)-Dieselmotor mit 1130 PS. Mit neuem elektro-optischem Selbstschutzsystem Schtora-2 mit 360°-Schutzwirkung. Mit neuer eckiger Zusatzpanzerung am Turm sowie Reaktivpanzerung vom Typ Relikt. Mit neuen Seitenschürzen mit Verbundpanzerung. Am Turm- und Wannenheck ist eine Käfigpanzerung angebracht. Mit neuer 125-mm-Kanone vom Typ 2A82. Munitionsvorrat 40 Schuss; 22 im Lader, weitere 18 Schuss sind Turmheck im separaten Munitionsbunker untergebracht. Dieser verfügt über Ausblasöffnungen. Das 12,7-mm-Fla-MG wurde durch die fernbedienbare UDP-TO5BW-1-Waffenstation mit 7,62-mm-MG ersetzt. Gefechtsgewicht 49 Tonnen.[11]
  • T-90M 2017: Erstmals am Militärmanöver Sapad 2017 getestet. Verbesserter T-90M mit verstärkter Frontpanzerung und neuer Proryw-3-Käfigpanzerung am Turm. Mit verbesserter 125-mm-Kanone vom Typ 2A82-1M mit einem Munitionsvorrat von 43 Schuss. Die neue fernbedienbare Waffenstation ist mit einem 12,7-mm-Maschinengewehr mit 300 Schuss ausgerüstet.[12][13]
  • T-90SM:[2] Exportversion des T-90M. Ausgerüstet mit 2A46M-5-Kanone.
  • T-90IN: Exportversion des T-90A für Indien. Mit CATHERINE-FC-Wärmebildgerät und W-92S2-Dieselmotor mit 735 kW und 125-mm-Glattrohrkanone 2A46M-5 Rapira. Ohne Schtora-Lenkwaffen-Abwehrsystem.
  • BMR-3M: Minenräumpanzer, basierend auf dem T-90-Fahrgestell mit KMT-7-Minenräumrollen sowie einem elektromagnetischen Sender zur Auslösung von Minen mit Magnetzünder.
  • MTU-90: Brückenlegepanzer auf T-90-Fahrgestell.

NutzerstaatenBearbeiten

Aktuelle Nutzer

 
Indischer T-90S
 
Turkmenische T-90SA
  • Algerien  Algerien – Ab dem Januar 2018 befinden sich 400 T-90SA (T-90A) im Dienst.[14]:325
  • Aserbaidschan  Aserbaidschan – Ab dem Januar 2018 befinden sich 100 T-90S im Dienst.[14]:183
  • Indien  Indien – Ab dem Januar 2018 befinden sich mindestens 1025 T-90S (unter der Bezeichnung "Bhishma") im Dienst.[14]:261
  • Russland  Russland – Ab dem Ende Dezember 2018 befinden sich mindestens 319 T-90/K, T-90A und 31 T-90M 2017 im Dienst des Heeres.[15][16][17]
  • Syrien  Syrien – Ab dem Januar 2018 befindet sich eine unbekannte Anzahl T-90[14]:362 und T-90A[18] im Dienst des Heeres.
  • Turkmenistan  Turkmenistan – Ab dem Januar 2018 befinden sich 4 T-90S im Dienst,[14]:208 von ehemals 10 T-90S, die im Jahr 2010 geliefert wurden. Eine weitere Bestellung von 30 T-90S wurde im Jahr 2011 bestätigt.[19]
  • Uganda  Uganda – Ab dem Januar 2018 befinden sich 44 T-90S im Dienst.[14]:493

Zukünftige Nutzer

Ehemaliger Nutzer

  • Korea Nord  Nordkorea – Bis zum Januar 2018 wurde 1 T-90S außer Dienst gestellt,[14]:275 der 2001 zu Testzwecken beschafft wurde, um daraus den M-2002 Panzer zu entwickeln.[22]

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Rolf Hilmes: Kampfpanzer heute und morgen – Konzepte – Systeme – Technologien. Report-Verlag, Frankfurt am Main u. a. 1999, ISBN 3-932385-04-7.
  • Andrew W. Hull, David R. Markov, Steven J. Zaloga: Soviet/Russian Armor and Artillery Design Practices. 1945 to Present. Darlington Productions u. a., Darlington u. a. 1999, ISBN 1-892848-01-5.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Im Vergleich dazu ist der Motorraum des Leopard 2 bereits 7,3 m³ groß
  2. a b Танк Т-90C модернизированный. Т-90CM. (Nicht mehr online verfügbar.) In: uvz.ru. УралВагонЗавод, archiviert vom Original am 26. Februar 2015; abgerufen am 21. Januar 2015 (russisch, T-90SM auf der Herstellerwebsite).   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.uvz.ru
  3. T90 Specs. In: globalsecurity.org. Abgerufen am 12. Juni 2015 (englisch).
  4. Модернизированный танк Т-90С „Тагил“ во всей красе. In: topwar.ru. 10. September 2011, abgerufen am 12. Juni 2015 (russisch).
  5. Vgl. Rolf Hilmes: Kampfpanzer. Technologie heute und morgen. Report Verlag, S. 59.
  6. Stefan Kotsch: - Feuerleitanlage des T-90S. In: Das Panzerdetail. kotsch88.de, 8. Mai 2012, abgerufen am 21. Januar 2015.
  7. Russian Army Operations and Weaponry During Second Military Campaign in Chechnya.
  8. Российские Т-90А - уже в Сирии. In: vestnik-rm.ru. 12. November 2015, abgerufen am 24. November 2015 (russisch).
  9. Российские войска взяли штурмом позиции повстанцев вблизи Латакии. In: military-informant.com. 23. November 2015, abgerufen am 24. November 2015 (russisch).
  10. Thomas Gibbons-Neff: WATCH: U.S.-made missile goes up against one of Russia’s most advanced tanks. Washington Post vom 26. Februar 2016
  11. New information & pics of modernized T-90
  12. T-90M Model 2017 MBT. In: armyrecognition.com. Armyrecognition, abgerufen am 30. Oktober 2017 (englisch).
  13. Russia unveils new T-90M «Proryv-3» main battle tank. In: defence-blog.com. Defense Blog, 14. Januar 2017, abgerufen am 30. Oktober 2017 (englisch).
  14. a b c d e f g The International Institute for Strategic Studies (IISS): The Military Balance 2018. 1Ort=London Auflage. Routledge, 2018, ISBN 978-1-85743-955-7, S. 325 (englisch, Stand: Januar 2018).
  15. The International Institute for Strategic Studies (IISS): The Military Balance 2018. 1. Auflage. Routledge, London 2018, ISBN 978-1-85743-955-7, S. 194 (englisch, Stand: Januar 2018, 350 T-90/K und T-90A).
  16. Константин Богданов: «Терминатор-2»: день приемки. In: ИЗВЕСТИЯ. iz.ru, 22. März 2018, abgerufen am 4. Januar 2019 (russisch, u. a. 31 im Dienst stehende T-90 werden in die T-90M Version modernisiert).
  17. Т-90М "Прорыв-3" поступит в войска уже в этом году. In: ООО «ВО-медиа» - Военное обозрение. topwar.ru, 31. März 2018, abgerufen am 4. Januar 2019 (russisch).
  18. Russian-Made T-90 Tank Goes Through Baptism by Fire in Syria. In: Federal State Unitary Enterprise Rossiya Segodnya International Information Agency - Sputnik International. sputniknews.com, 7. Februar 2016, abgerufen am 3. September 2019 (englisch).
  19. Russia to sign contract to sell tanks to Algerians, Turkmens. In: Hürriyet Gazetecilik ve Matbaacılık A.Ş. - Hürriyet Daily News. hurriyetdailynews.com, 15. Dezember 2012, abgerufen am 3. September 2019 (englisch, u. a.).
  20. Iddon, Paul: Iraq plans to shore up its ground forces with Russian T-90 tanks. In: RUDAW. rudaw.net, 30. Juli 2017, abgerufen am 3. September 2019 (englisch).
  21. Vietnam confirms order of russian t-90-tanks (Memento vom 26. Juli 2017 im Internet Archive)
  22. M-2002 P'okpoong-ho. In: GlobalSecurity.org. globalsecurity.org, abgerufen am 3. September 2019 (englisch, u. a.).