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Kabinett Erhard II

siebte Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland (1965–1966)
Kabinett Erhard II
7. Kabinett der Bundesrepublik Deutschland
Ludwig Erhard
Bundeskanzler Ludwig Erhard
Wahl 1965
Legislaturperiode 5.
Ernannt durch Bundespräsident Heinrich Lübke
Bildung 26. Oktober 1965
Ende 30. November 1966
Dauer 1 Jahr und 35 Tage
Vorgänger Kabinett Erhard I
Nachfolger Kabinett Kiesinger
Zusammensetzung
Partei(en) CDU, CSU, FDP
Repräsentation
Deutscher Bundestag
301/518
Oppositionsführer Fritz Erler (SPD)

Das Kabinett Erhard II war die vom 26. Oktober 1965 bis zum 30. November 1966 amtierende deutsche Bundesregierung in der fünften Legislaturperiode.

MinisterBearbeiten

Kabinett Erhard II – 26. Oktober 1965 bis 30. November 1966
(Bis zum 1. Dezember 1966 mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt)
Amt Foto Name Partei
Bundeskanzler Ludwig Erhard
(1897–1977)
CDU
oder parteilos bis März 1966[1]
Vizekanzler Erich Mende
(1916–1998)
bis 27. Oktober 1966
FDP
Hans-Christoph Seebohm
(1903–1967)
ab 27. Oktober 1966 mit der Wahrnehmung beauftragt
CDU
Auswärtiges Gerhard Schröder
(1910–1989)
CDU
Inneres Paul Lücke
(1914–1976)
CDU
Justiz Richard Jaeger
(1913–1998)
CSU
Finanzen   Rolf Dahlgrün
(1908–1969)
bis 27. Oktober 1966
FDP
Kurt Schmücker
(1919–1996)
ab 27. Oktober 1966 mit der Wahrnehmung beauftragt
CDU
Wirtschaft Kurt Schmücker CDU
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Hermann Höcherl
(1912–1989)
CSU
Arbeit und Sozialordnung Hans Katzer
(1919–1996)
CDU
Verteidigung Kai-Uwe von Hassel
(1913–1997)
CDU
Verkehr Hans-Christoph Seebohm CDU
Post- und Fernmeldewesen Richard Stücklen
(1916–2002)
CSU
Wohnungswesen und Städtebau Ewald Bucher
(1914–1991)
bis 27. Oktober 1966
FDP
Bruno Heck
(1917–1989)
ab 27. Oktober 1966 mit der Wahrnehmung beauftragt
CDU
Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte Johann Baptist Gradl
(1904–1988)
CDU
Gesamtdeutsche Fragen Erich Mende
bis 27. Oktober 1966
FDP
Johann Baptist Gradl
ab 27. Oktober 1966 mit der Wahrnehmung beauftragt
CDU
Bundesrat und Länder Alois Niederalt
(1911–2004)
CSU
Wissenschaftliche Forschung Gerhard Stoltenberg
(1928–2001)
CDU
Familie und Jugend Bruno Heck CDU
Wirtschaftliche Zusammenarbeit Walter Scheel
(1919–2016)
bis 27. Oktober 1966
FDP
Werner Dollinger
(1918–2008)
ab 27. Oktober 1966 mit der Wahrnehmung beauftragt
CSU
Schatz Werner Dollinger CSU
Gesundheitswesen Elisabeth Schwarzhaupt
(1901–1986)
CDU
Angelegenheiten des Bundesverteidigungsrates Heinrich Krone
(1895–1989)
CDU
Besondere Aufgaben
Chef des Bundeskanzleramtes
Ludger Westrick
(1894–1990)
CDU

Nach der Bundestagswahl 1965 bildete Kanzler Erhard sein zweites Kabinett. Die Kabinettsbildung war durch die Affäre Huyn belastet. Ein Jahr später geriet die Koalition in eine schwere Krise. Am 27. Oktober 1966 traten die FDP-Minister zurück.[2] Daraufhin nominierte die Union am 10. November 1966 mit Kurt Georg Kiesinger einen neuen Kanzlerkandidaten. Die erneuten Koalitionsverhandlungen mit der FDP scheiterten. Teile der FDP befürworteten eher eine Koalition mit der SPD. Am 30. November 1966 trat Ludwig Erhard zurück.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Welt: Ludwig Erhard wurde offenbar als Parteiloser Bundeskanzler (Memento vom 30. Oktober 2013 im Internet Archive), vom 4. Mai 2002, Abgerufen am 27. Juli 2015.
  2. Bundesarchiv: Zeittafel 1966