Hauptmenü öffnen

Kabinett Kohl I

14. Bundesregierung der Bundesrepublik Deutschland (1982–1983)

Das Kabinett Kohl I war das 14. Regierungskabinett der Bundesrepublik Deutschland und war die erste und bisher einzige Bundesregierung, die durch ein konstruktives Misstrauensvotum gegen die Vorgängerregierung unter Bundeskanzler Helmut Schmidt ins Amt gelangte.

Mittels einer umstrittenen Vertrauensfrage, die Helmut Kohl veranlasste und verlor sowie der Auflösung des 9. Deutschen Bundestages durch Bundespräsident Karl Carstens endete die Regierung mit dem Zusammentreten des 10. Deutschen Bundestages 1983.


Kabinett Kohl I
14. Kabinett der Bundesrepublik Deutschland
Helmut Kohl
Bundeskanzler Helmut Kohl
Wahl keine
Legislaturperiode 9.
Ernannt durch Bundespräsident Karl Carstens
Bildung 4. Oktober 1982
Ende 29. März 1983
Dauer 0 Jahre und 176 Tage
Vorgänger Kabinett Schmidt III
Nachfolger Kabinett Kohl II
Zusammensetzung
Partei(en) CDU/CSU, FDP
Repräsentation
Deutscher Bundestag
279/519
Oppositionsführer Herbert Wehner (SPD)

Inhaltsverzeichnis

KabinettBearbeiten

Kabinett Kohl I – 4. Oktober 1982 bis 29. März 1983
(Bis zum 30. März 1983 mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt)
Amt Foto Name Partei Parlamentarischer Staatssekretär
bzw. Staatsminister
Partei
Bundeskanzler Helmut Kohl
(1930–2017)
CDU Philipp Jenninger
(1932–2018)
Friedrich Vogel
(1929–2005)
Peter Lorenz
(1922–1987)
CDU
Stellvertreter des Bundeskanzlers Hans-Dietrich Genscher
(1927–2016)
FDP
Auswärtiges Alois Mertes
(1921–1985)
Jürgen Möllemann
(1945–2003)
CDU
FDP
Inneres Friedrich Zimmermann
(1925–2012)
CSU Carl-Dieter Spranger
(* 1939)
Horst Waffenschmidt
(1933–2002)
CSU
CDU
Justiz Hans A. Engelhard
(1934–2008)
FDP Hans Hugo Klein
(* 1936)
CDU
Finanzen Gerhard Stoltenberg
(1928–2001)
CDU Hansjörg Häfele
(* 1932)
Friedrich Voss
(1931–2012)
CDU
CSU
Wirtschaft Otto Graf Lambsdorff
(1926–2009)
FDP Martin Grüner
(1929–2018)
FDP
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Josef Ertl
(1925–2000)
FDP Georg Gallus
(* 1927)
FDP
Innerdeutsche Beziehungen Rainer Barzel
(1924–2006)
CDU Ottfried Hennig
(1937–1999)
CDU
Arbeit und Sozialordnung Norbert Blüm
(* 1935)
CDU Wolfgang Vogt
(1929–2006)
Heinrich Franke
(1928–2004)
CDU
Verteidigung Manfred Wörner
(1934–1994)
CDU Peter Kurt Würzbach
(* 1937)
Kurt Jung
(1925–1989)
CDU
FDP
Jugend, Familie und Gesundheit Heiner Geißler
(1930–2017)
CDU Irmgard Karwatzki
(1940–2007)
CDU
Verkehr Werner Dollinger
(1918–2008)
CSU Dieter Schulte
(* 1941)
CDU
Post- und Fernmeldewesen Christian Schwarz-Schilling
(* 1930)
CDU Wilhelm Rawe
(1929–2017)
CDU
Raumordnung, Bauwesen und Städtebau Oscar Schneider
(* 1927)
CSU Friedrich-Adolf Jahn
(1935–2016)
CDU
Forschung und Technologie Heinz Riesenhuber
(* 1935)
CDU Albert Probst
(1931–2015)
CSU
Bildung und Wissenschaft Dorothee Wilms
(* 1929)
CDU Anton Pfeifer
(* 1937)
CDU
Wirtschaftliche Zusammenarbeit Jürgen Warnke
(1932–2013)
CSU Volkmar Köhler
(1930–2012)
CDU

Politische MaßnahmenBearbeiten

Wirtschafts- und SozialpolitikBearbeiten

  • Erhöhung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung von 4 auf 4,6 Prozent
  • Kürzung der Zuschüsse für die Bundesanstalt für Arbeit um 1,3 Milliarden Deutsche Mark
  • Wiedereinführung des Krankenversicherungsbeitrages für Rentner
  • Kürzungen beim Kinder- und Wohngeld sowie Ausbildungsförderung
  • Einführung einer für 1983/84 befristeten unverzinslichen, rückzahlbaren Investitionshilfeabgabe („Zwangsabgabe“) von 5 Prozent der Steuerschuld für Besserverdienende; wird 1984 für verfassungswidrig erklärt
  • Senkung steuerlicher Belastungen von Unternehmen

WehrdienstBearbeiten

  • Die mündliche Gewissensprüfung für Wehrdienstverweigerer wird abgeschafft.
  • Verlängerung der Zivildienstpflicht von 16 auf 20 Monate

UmweltpolitikBearbeiten

  • Beschluss zur Reduzierung von Schadstoffen aus Kraftwerken

Siehe auchBearbeiten