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Infineon Technologies AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN DE0006231004
Gründung 1999
Sitz Neubiberg, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung
Mitarbeiterzahl 40.098[1]
Umsatz 7,6 Mrd. EUR (GJ 2017/18)[1]
Branche Halbleiter
Website www.infineon.com
Stand: 30. September 2018

Campeon: Hauptsitz der Infineon Technologies AG in Neubiberg bei München
Campeon: Hauptsitz der Infineon Technologies AG in Neubiberg bei München

Die Infineon Technologies AG ist ein im Jahr 1999 durch die Ausgliederung des Halbleitergeschäfts der Siemens AG über einen Börsengang (IPO) im Jahr 2000 entstandener deutscher Halbleiterhersteller. Die Unternehmenszentrale Campeon befindet sich seit Ende 2005 in der Gemeinde Neubiberg (Landkreis München).

Infineon Technologies bietet Halbleiter- und Systemlösungen mit Schwerpunkt auf den Themen Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit.[2] Das Unternehmen gliedert sich in die Geschäftsbereiche Automotive, Industrial Power Control, Power Management & Multimarket sowie Digital Security Solutions. Mit weltweit rund 40.100 Mitarbeitern erzielte Infineon im Geschäftsjahr 2018 (Ende September) einen Umsatz von 7,599 Milliarden Euro.[1] Das DAX-Unternehmen ist an der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Symbol IFX notiert.

In den Forbes Global 2000 der weltgrößten börsennotierten Unternehmen belegt die Infineon AG Platz 842 (Stand: Geschäftsjahr 2018). Das Unternehmen kam Mitte 2018 auf einen Börsenwert von ca. 32,4 Mrd. US-Dollar.[3]

Inhaltsverzeichnis

Geschäftstätigkeit und GeschäftsbereicheBearbeiten

Aktivitäten nach GeschäftsbereichenBearbeiten

Nach mehreren Umstrukturierungen umfasst Infineon vier Geschäftsbereiche:

  • Automotive (ATV): Infineon liefert Halbleiterprodukte für den Einsatz im Antriebsstrang (Motor- und Getriebesteuerung), der Komfortelektronik (z. B. Lenkung, Dämpfung, Klimaanlage) sowie in Sicherheitssystemen (ABS, Airbag, ESP). Das Produktportfolio umfasst Mikrocontroller, Leistungshalbleiter und Sensoren. Im Geschäftsjahr 2018 (Ende September) belief sich der Umsatz des Segments auf 3,284 Mrd. Euro.[1]
  • Industrial Power Control (IPC): In der Industriesparte des Unternehmens sind Leistungshalbleiter und -module gebündelt, die bei Erzeugung, Übertragung und Verbrauch elektrischer Energie zum Einsatz kommen. Zu den Anwendungsfeldern zählen die Steuerung von elektrischen Antrieben für Industrieanwendungen, wie zum Beispiel für Maschinen und Lokomotiven, und Haushaltsgeräte. Die Halbleiter-Komponenten werden darüber hinaus in Modulen für erneuerbare Energieerzeugung in Solar- und Windkraftanlagen sowie Energieübertragung und -wandlung eingesetzt. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte IPC einen Umsatz vom 1,323 Mrd. Euro. .[1]
  • Power Management & Multimarket (PMM): Die Division Power Management & Multimarket (PMM) fasst das Geschäft mit Chips für energieeffiziente Stromversorgungen und Hochfrequenz-Anwendungen zusammen. Diese werden vor allem in Konsumgütern wie Fernsehern, Spielkonsolen, PCs, mobilen Endgeräten sowie in Computer-Servern eingesetzt. PMM erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 2,318 Mrd. Euro..[1]
  • Digital Security Solutions: Der Geschäftsbereich DSS [1] liefert Mikrocontroller für SIM-Karten der Mobiltelefonie, Sicherheitschips für Bezahlkarten und Zugangsberechtigungskarten sowie chipbasierte Lösungen für Reisepässe, Personalausweise und sonstige behördliche Dokumente. So liefert Infineon beispielsweise einen beträchtlichen Teil der Chips für den neuen deutschen Personalausweis.[4] Darüber hinaus entwickelt DSS Lösungen für Anwendungen mit hohen Sicherheitsanforderungen wie zum Beispiel Bezahlfernsehen, Trusted Computing sowie der Near Field Communication (NFC). Der Umsatz dieser Sparte lag 2018 bei 664 Mio. Euro..[1]

Die beiden Divisionen IPC und PMM entstanden durch Aufteilung des Geschäftsbereichs Industrial & Multimarket am 1. Januar 2011.[5]

Der ehemalige Geschäftsbereich Speicherchips wurde im Jahr 2006 in die Tochtergesellschaft Qimonda ausgelagert, von der Infineon zuletzt noch etwas über drei Viertel hielt. Im Januar 2009 hat Qimonda beim Amtsgericht München Insolvenz beantragt.

Am 7. Juli 2009 hat sich die Infineon Technologies AG mit dem US-Investor Golden Gate Capital auf den Verkauf ihres Segments Wireline Communications über 250 Mio. Euro vertraglich geeinigt.[6] Das dadurch neu entstandene Unternehmen firmierte als Lantiq.[7]

Am 31. Januar 2011 wurde der im August 2010 beschlossene Verkauf des bisherigen Geschäftsbereichs Wireless Solutions an Intel abgeschlossen. Das dadurch neu entstandene Unternehmen hat weltweit rund 3500 Mitarbeiter und firmiert jetzt als Intel Mobile Communications GmbH (IMC).[8][9]

Aktivitäten nach RegionenBearbeiten

Infineon ist weltweit tätig und steuert seine Aktivitäten auch über Landesgesellschaften: in den Vereinigten Staaten aus Milpitas, Kalifornien, im asiatisch-pazifischen Raum aus Singapur und in Japan aus Tokio.[10] Nach Regionen aufgeteilt wurden 32 Prozent des Umsatzes in Europa, davon 15 Prozent in Deutschland, 12 Prozent in Nordamerika, 7  Prozent in Japan, 15 Prozent im asiatisch-pazifischen Raum und 34 Prozent in der Region Greater China erzielt.[1]

TochterunternehmenBearbeiten

Die Danube Integrated Circuit Engineering GmbH & Co. KG (DICE) konzentriert sich auf die Entwicklung von ICs für Radarsysteme der Automobil- und Industriebranche. Außerdem werden ICs für die mobile Kommunikation und Navigation angeboten. Infineon hält 50,3 % an der DICE.[11]

Die Infineon Technologies IT Services GmbH wurde 2004 gegründet und betreut von Klagenfurt aus wesentliche Teile der weltweiten IT von Infineon. Infineon hält 100 % der Infineon Technologies IT Services GmbH.[12]

Die Infineon Technologies Bipolar GmbH mit Sitz in Warstein ist seit 2007 ein gemeinschaftliches Tochterunternehmen von Infineon und Siemens. Infineon hält 60 % der Unternehmensanteile und Siemens 40 %.[13]

GeschichteBearbeiten

Ausgliederung aus der Siemens AGBearbeiten

Die Siemens AG hatte Infineon im Jahr 1999 ausgegliedert und dann an die Börse gebracht, da sich der enorme Kapitalbedarf der Halbleiterindustrie am besten über die Börse finanzieren lässt[14] und Siemens das Geschäft zu zyklisch war.[15] Nach dem Börsengang reduzierte Siemens durch Paketverkäufe zunächst 2001 den Anteil auf unter 50 % und veräußerte in den Jahren 2004 und 2006 die restlichen Anteile.

NameBearbeiten

Infineon ist ein Kofferwort und setzt sich aus infinity (englisch für ‚Grenzenlosigkeit‘) und aeon (griechisch für ‚Leben, Ewigkeit, Unendlichkeit‘) zusammen.

2000er JahreBearbeiten

Zum 1. Mai 2006 gliederte Infineon seine Speichersparte unter dem Namen Qimonda als eigenständige Gesellschaft mit 12.000 Mitarbeitern aus. Das neue Unternehmen wurde im August 2006 an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet. Infineon gelang es allerdings zunächst nicht, Altaktien zu platzieren. Stattdessen ging der gesamte Emissionserlös durch Ausgabe neuer Aktien an Qimonda, Infineon hielt im Oktober 2008 rund 77,5 Prozent aller Aktien an der Gesellschaft. Qimonda meldete am 23. Januar 2009 Insolvenz beim Amtsgericht München an und war zu diesem Zeitpunkt nach wie vor mehrheitlich im Besitz von Infineon.

Unmittelbar vor der Übernahme der in Baden-Württemberg erzielten Tarifeinigung der Metall- und Elektrobranche nach Bayern ist Infineon am 13. November 2008 aus dem bayerischen Arbeitgeberverband ausgetreten.[16]

Peter Bauer, der seit 2008 Vorstandsvorsitzender von Infineon war, schied am 30. September 2012 auf eigenen Wunsch wegen gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand aus. Reinhard Ploss trat zum 1. Oktober 2012 seine Nachfolge an.[17]

Infineon gehört zu den ersten Unterstützern der FIDO-Allianz, die seit 2013 den Industriestandard Universal Second Factor (U2F) für eine allgemein anwendbare Zwei-Faktor-Authentifizierung entwickelt hat.

Am 20. August 2014 gab Infineon bekannt, International Rectifier bis Ende 2014 für einen Barpreis von zirka drei Milliarden US-Dollar übernehmen zu wollen.[18] Die Übernahme wurde schließlich am 13. Januar 2015 abgeschlossen.[19]

Am 18. Mai 2016 wurde der Vorstand um ein viertes Mitglied erweitert. Seit 1. Juli 2016 leitet Jochen Hanebeck das neu geschaffene Ressort "Operations". Gleichzeitig gab Arunjai Mittal seinen Austritt als Vorstandsmitglied bekannt. Er wurde am 1. Juli 2016 durch Helmut Gassel ersetzt.[20]

Am 14. Juli 2016 gab Infineon die Absicht bekannt, das zum Unternehmen Cree Inc. gehörende Tochterunternehmen Wolfspeed zum Preis von 850 Millionen US-Dollar zu kaufen. Dadurch sollte die Marktpräsenz im Bereich Galliumnitrid auf Siliziumkarbid (GaN auf SiC) gestärkt werden.[21] Kurz vor der Umsetzung wurde die Übernahme jedoch durch den Genehmigungsausschuss für ausländische Investitionen der neuen US-Regierung unter Präsident Trump als Risiko für die nationale Sicherheit eingestuft und vereitelt.[22][23]

Am 11. Oktober 2016 gab Infineon den Kauf von Innoluce BV bekannt. Das 2010 gegründete Halbleiterunternehmen entwickelt mikro-elektromechanische Systeme (MEMS) in Kombination mit Miniatur-Laser-Scanning-Modulen, die zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung (Lidar) für das autonome Fahren benötigt werden. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt.[24]

Im Mai 2018 verkündete Infineon die größte Einzelinvestition ihrer Unternehmensgeschichte. Am Standort in Villach sollen 1,6 Mrd. Euro in ein Halbleiterwerk und Forschungszentrum investiert werden.[25] Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG ist seit 2014 Sabine Herlitschka, von 2007 bis 2014 war dies Monika Kircher.[26]

VorstandBearbeiten

Strategische PartnerschaftenBearbeiten

  • GLOBALFOUNDRIES (Entwicklungs- und Fertigungskooperation für 40-Nanometer-Technologie)[27]
  • UMC (Technologieentwicklung für die Herstellung von Logikprodukten)
  • TSMC (Entwicklungs- und Fertigungskooperation für 65-Nanometer-Technologie)[28]

AktieBearbeiten

Die Aktie ist eines der volatilsten Papiere im DAX. Vor dem Ausgabetag am 13. März 2000 war die Emission von 5,2 Millionen Interessenten 33fach überzeichnet und nur jeder sechste Frühzeichner (Zeichnung vor 1. März), erhielt per Losverfahren Aktien zugeteilt. Dabei kam ein Orderverfahren zum Zuge, das die Anzahl der zugeteilten Aktien deutlich einschränkte. Wer z. B. 50 bis 249 Aktien bestellt hatte, bekam lediglich 40 Aktien zugeteilt. Bei 250 bis 499 bestellten Aktien wurden 70 ausgegeben usw. Bestellungen nach dem ersten März wurden unabhängig von der Bestellmenge auf 35 Aktien limitiert. Der offizielle Ausgabepreis war 35 Euro, für Frühzeichner 34 Euro. Bei Eröffnung der Börse am ersten Handelstag startete der Kurs mit 70,20 Euro und kletterte innerhalb weniger Stunden bis auf 84,75 Euro, um am Ende des Tages auf unter 70 Euro zu fallen. Bei rechtzeitigem Verkauf war für die Infineon-Aktionäre am ersten Handelstag ein Kursgewinn von über 140 % möglich.[29] Ab Mitte 2002 bis Mitte März 2016 schwankte der Kurs weitgehend zwischen 5 und 12 Euro, mit einem gewaltigen Einbruch Ende 2008, Anfang 2009[30][31] und einem kurzen Höhenflug auf bis zu 14 Euro Anfang Dezember 2015. Der bisher niedrigste Wert lag Im Rahmen der Finanzkrise ab 2007 am 10. März 2009 bei 0,34 Euro. In den 12 Monaten von März 2016 bis Februar 2017 war die Aktie wegen der konsequenten Ausrichtung des Unternehmens im Halbleiter-Sektor für die KFZ-Branche und Industrie einer der meist gefragten Titel im DAX und legte mit 66 Prozent mehr als doppelt so viel wie dieser zu.[23] Auf Grund einer Prognoseerhöhung in den Bereichen Gewinn und Umsatz schoss der Kurs am 24. März 2017 um über 8 Prozent auf 17,71 Euro nach oben[32], um in der Folgewoche noch bis etwas über 19 Euro weiter zu klettern.[33] Seit 2010 wird jährlich eine Dividende zwischen 0,10 Euro (2010) und 0,22 Euro (2016) je Aktie gezahlt.[34]

Aktionärsstruktur
(Stand: Dezember 2017 bezogen auf die zum Zeitpunkt der Mitteilung zugrunde gelegte Aktienzahl[35])
Anteil Anteilseigner
5,74 % Allianz Global Investors Europe GmbH
5,23 % BlackRock Inc.
2,98 % Norges Bank
2,90 % Capital Group Companies
2,89 % Sun Life Financial
2,85 % Staat Kuwait
77,41 % übriger Streubesitz

KontroversenBearbeiten

Verurteilung wegen illegaler PreisabsprachenBearbeiten

Im Juni 2002 wurden vom US-Justizministerium Untersuchungen gegen Infineon und andere DRAM-Hersteller wie die südkoreanischen Konzerne Samsung und Hynix angestrengt, nachdem sich Computerhersteller über die steigenden Speicherchippreise beschwert hatten. 2004 bekannte sich Infineon gegenüber dem US-Justizministerium als Erstes dieser Unternehmen für schuldig, zwischen Juli 1999 und Juni 2002 durch illegale Preisabsprachen bei DRAM-Speicherchips die Verbraucher – bzw. Computerhersteller wie Dell, IBM und Apple – geschädigt zu haben, und erklärte sich bereit, in Raten bis zum Jahr 2009 160 Millionen US-Dollar als Entschädigung zu bezahlen.

Am 2. Dezember 2004 erklärten sich vier leitende Angestellte bereit, Gefängnisstrafen von vier bis sechs Monaten anzutreten und je 250.000 US-Dollar Geldstrafe (umgerechnet ca. 188.000 Euro) zu bezahlen:[36] Ein Infineon-Sprecher erklärte hierzu, dass diese Verurteilung eine Angelegenheit der betroffenen Manager sei und die Firma Maßnahmen getroffen habe, weitere Auswüchse dieser Art zu verhindern.

Am 19. Mai 2010 verhängte die EU-Kommission der Infineon AG ein Bußgeld über 56,7 Millionen Euro wegen verbotener Preisabsprachen für DRAM-Chips mit den Chipherstellern Micron, Samsung, Hynix, NEC, Hitachi Zosen, Mitsubishi, Toshiba, Elpida und Nanya.[37]

KorruptionsskandalBearbeiten

Im Juli 2005 ermittelte die Münchner Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung gegen Infineon-Topmanager. Namentlich genannt wurden Andreas von Zitzewitz, ehemals COO und Vorstand der Speicherchip-Sparte, Harald Eggers, früherer Infineon-Manager, der das Schweizer Technologieunternehmen Unaxis Holding AG leitete, und Udo Schneider, Betreiber der Schweizer Sponsoring-Agentur BF Consulting. Daraufhin trat Andreas von Zitzewitz am 18. Juli 2005 mit sofortiger Wirkung als Vorstand zurück.[38]

MitarbeitervertretungBearbeiten

Betriebsratswahlen 2006Bearbeiten

Bei den Betriebsratswahlen erhielt am Hauptstandort Campeon die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) den größten Stimmenanteil. In Koalition mit einer anderen gewerkschaftsunabhängigen Arbeitnehmervereinigung, dem Arbeitskreis Ingenieure und Naturwissenschaftler (ain[39]), bildet sie eine knappe Mehrheit gegenüber zwei gewerkschaftsorientierten Listen, der IG Metall[40] und den Hi tecs.[41]

AUB und Johannes FeldmayerBearbeiten

Die Nachfolgeorganisation der AUB bei Infineon nennt sich FMC (Freie Mitarbeiter Campeon). Im Zusammenhang mit Zahlungen der Siemens AG an den damaligen AUB-Vorsitzenden Wilhelm Schelsky wurde Johannes Feldmayer, ein Mitglied des Infineon-Aufsichtsrats, zu einer Geldstrafe und einer Gefängnisstrafe verurteilt, die gegen Bewährung ausgesetzt wurde. Feldmayer ging dagegen in Berufung. Er blieb als „Management Consultant“[42] Mitglied des Infineon-Aufsichtsrats.[43][44] Am 26. Februar 2009 zog er die Berufung zurück und legte sein Amt im Aufsichtsrat nieder. Heinz-Joachim Neubürger, ein ehemaliger Siemens-Finanzvorstand,[45] gegen den ebenfalls im Zusammenhang mit Zuwendungen an den ehemaligen AUB-Vorsitzenden ermittelt wurde, war bis 2002 Mitglied des Aufsichtsrates von Infineon.

UnternehmensethikBearbeiten

Alle Produktionsstandorte haben eine OHSAS-18001-Zertifizierung für das Arbeits- und Gesundheitsschutz-Management-System. Infineon praktiziert nach eigenen Angaben einen präventiven Ansatz mit dem Ziel, mögliche Gefahren zu minimieren.[46] Es geht um die Vermeidung von Unfällen und darum, allen arbeitsbezogenen Ereignissen vorzubeugen, die eine Verletzung oder Erkrankung zur Folge haben könnten.[47]

Infineon wurde im September 2010 in den Nachhaltigkeitsindex Dow Jones Sustainability Index aufgenommen.[48]

LiteraturBearbeiten

  • Gerd Otto, Kurt Rümmele, Hermann Jacobs (Hrsg.): 50 Jahre Zukunft – Der Weg vom Regensburger Siemens Bauelementewerk zum Innovationsstandort der Infineon Technologies AG. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2009, ISBN 978-3-7917-2235-1.
  • Jörg Berkner: Vom Wernerwerk zum Campeon – Sternstunden von Siemens Halbleiter und Infineon. Selbstverlag, Unterhaching 2013.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Infineon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f g h i j k Geschäftsbericht 2018, abgerufen am 11. Dezember 2018
  2. Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.
  3. The World’s Largest Public Companies. In: Forbes. (forbes.com [abgerufen am 17. Juli 2018]).
  4. Computerwoche Infineon liefert Chips für neuen Personalausweis, 7. Dezember 2010.
  5. Pressemitteilung vom 28. Oktober 2011: Arunjai Mittal wird Vorstand für Vertrieb, Marketing und Strategieentwicklung – Infineon teilt Industrial & Multimarket Geschäft in zwei Divisionen auf. In: infineon.com.
  6. Infineon verkauft Wireline Communications Geschäft an US-Investor. Infineon AG, 7. Juli 2009, abgerufen am 12. April 2010.
  7. Meldung bei Elektroniknet vom 11. August 2009 (Memento vom 27. März 2012 im Internet Archive)
  8. Pressemitteilung Infineon vom 31. Januar 2011.
  9. Intel kauft Wireless Solutions-Geschäft von Infineon. In: Infineon AG. 30. August 2010, abgerufen am 11. September 2010.
  10. Infineon Regional Subdidiaries. In: infineon.com (englisch).
  11. DICE Website. Abgerufen am 11. August 2016 (englisch).
  12. Standorte Infineon Österreich. In: infineon.com.
  13. Siemens und Infineon gründen Gemeinschaftsunternehmen zur Entwicklung und Fertigung von Hochleistungshalbleitern. In: siemens.com.
  14. Siemens gliedert die Halbleiter-Sparte aus. Die Welt, 18. März 1999, abgerufen am 27. Juli 2018.
  15. Man trennt sich: Siemens von Infineon. In: n-tv.de. Abgerufen am 29. Juli 2018.
  16. Handelsblatt: Infineon verlässt Arbeitgeberverband. In: handelsblatt.com, 13. November 2008.
  17. Peter Bauer legt Vorstandsvorsitz der Infineon Technologies AG aus gesundheitlichen Gründen zum 30. September 2012 nieder – Dr. Reinhard Ploss wird neuer Vorsitzender des Vorstandes zum 1. Oktober 2012. In: infineon.com, 13. Mai 2012 abgerufen am 5. Mai 2015.
  18. Infineon Technologies AG macht Angebot für die Akquisition der International Rectifier Corporation für 40 Dollar je Aktie oder ca. 3 Mrd. Dollar in bar. In: infineon.com, 20. August 2014 abgerufen am 5. Mai 2015.
  19. Infineon Technologies AG schließt Akquisition von International Rectifier erfolgreich ab. In: infineon.com, 13. Januar 2015, abgerufen am 5. Mai 2015.
  20. a b Infineon reinforces the Management Board to continue the successful growth strategy. Infineon, 18. Mai 2016, abgerufen am 20. Mai 2016 (englisch).
  21. Infineon plant Übernahme von Wolfspeed für 850 Millionen US-Dollar
  22. Wolfspeed-Übernahme durch Infineon gescheitert, heise online, 17. Februar 2017, Abruf 9. April 2017
  23. a b Infineon: Übernahme-Verbot in den USA (Memento des Originals vom 9. April 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/boerse.ard.de, boerse.ARD.de, 9. Februar 2017, Abruf 9. April 2017
  24. Infineon Technologies AG: Strategische Investition: Infineon stärkt Führungsposition beim autonomen Fahren durch Kauf von Innoluce BV - Infineon Technologies. In: www.infineon.com. Abgerufen am 11. Oktober 2016.
  25. Rüdiger Köhn: Chiphersteller Infineon baut gigantisches Halbleiterwerk. FAZ, 18. Mai 2018, abgerufen am 26. Mai 2018.
  26. derStandard.at: Infineon-Austria-Chefin Monika Kircher scheidet Ende März aus. APA-Meldung vom 2. Dezember 2013, abgerufen am 29. Mai 2018.
  27. Infineon und Globalfoundries kündigen Kooperation an, In: wallstreet-online.de, 29. April 2013.
  28. Gemeinsame Entwicklung von 65-nm Embedded-Flash-Prozesstechnik für Automobil- und Chipkartenanwendungen., In: vogel.de, 5. November 2009.
  29. Infineon: Katerstimmung nach dem Börsenrausch. In: Spiegel-Online, 13. Mai 2000, abgerufen am 1. April 2015.
  30. Infineon-Aktie – vom Börsenstar zum Pennystock. In: Die Welt, 6. Dezember 2008, abgerufen 1. April 2015.
  31. Historische Kurse – Infineon. In: finanzen.net, abgerufen am 1. April 2015
  32. Kursfeuerwerk bei Infineon (Memento des Originals vom 11. April 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/boerse.ard.de, boerseARD,de, 24. März 2017, Abruf 11. April 2017
  33. Historische Kursdaten für Infineon AG – XETRA, finanzen.net, Abruf 11. April 2017
  34. Infineon AG Dividenden-Kalender, finanzen.net, abgerufen am 11. April 2017
  35. Aktuelle Daten: Aktionärsstruktur - Infineon Technologies, Abruf 5. Oktober
  36. 4 Infineon-Manager nehmen Strafen für DRAM-Preisabsprachen an, 2. Dezember 2004
  37. dpa-AFX EU-Kommission verhängt Millionenstrafe gegen Infineon. In: finanznachrichten.de, 10. Mai 2010.
  38. Korruption bei Infineon – Zitzewitz hat angeblich schon gestanden. In: faz.net, 19. Juli 2005.
  39. ainbetriebsrat.de, eine gewerkschaftsferne Abspaltung vom jetzt in Ver.di organisierten AIN (www.ain-online.net)
  40. IG-Metall: Infineon Dialog. In: igmetall.de.
  41. Hi tecs – Infineon Mitarbeitervertretung. In: hitecs.de.
  42. Infineon: Annual Report 2008, S. 88.
  43. Finanzchef Günther soll gehen – will aber nicht. In: manager-magazin.de, 4. August 2007.
  44. „Alles hat seine Ordnung“, Infineon-Finanzvorstand Peter Fischl über Behauptungen seines geschassten Nachfolgers, die geplante Trennung von Qimonda und über das Aufsichtsratsmitglied Johannes Feldmayer, 24. August 2007 In: fazarchiv.faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung.
  45. Heinz-Joachim Neubürger ist tot. In: spiegel.de, 6. Februar 2015.
  46. Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz. In: infineon.com, abgerufen am 5. Mai 2015.
  47. OHSAS 18001:2007, Definition 3.9
  48. Elektronik Praxis: Infineon Technologies – Deutscher Halbleiterhersteller wirtschaftet nachhaltig. In: vogel.de, 31. März 2011.