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Forst (bei Wissen, Sieg)

Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Forst
Forst (bei Wissen, Sieg)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Forst hervorgehoben

Koordinaten: 50° 48′ N, 7° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Hamm (Sieg)
Höhe: 272 m ü. NHN
Fläche: 4,25 km2
Einwohner: 558 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57537
Vorwahl: 02682
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 034
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lindenallee 2
57577 Hamm (Sieg)
Website: www.hamm-sieg.de
Ortsbürgermeister: Jürgen Mai
Lage der Ortsgemeinde Forst im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild

Forst (Audio-Datei / Hörbeispiel Anhören?/i) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) an.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Die Gemeinde Forst im Nördlichen Mittelsiegbergland liegt auf einem Höhenrücken rechts der Sieg zwischen dem Bellingerbach im Westen und dem Holperbach im Osten, etwa fünf Kilometer nordwestlich von Wissen an der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen.

GemeindegliederungBearbeiten

Zu Forst gehören außer dem namensgebenden Ort noch die Ortsteile Dellingen, Hof Holpe, Kaltau, Lechenbach, Neuhöfchen, Seifen, Seifermühle und Wäldchen.[2]

GeschichteBearbeiten

Bis Mitte des 17. Jahrhunderts gehörte Forst landesherrlich zur Grafschaft Sayn. Die Einwohner wurden nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn erst lutherisch und später reformiert.[3] Nach der Landesteilung der Grafschaft Sayn im 17. Jahrhundert zählte Forst zur Grafschaft Sayn-Hachenburg.

Forst bildete innerhalb des Kirchspiels Hamm einen „Sende“ genannten eigenen Verwaltungsbezirk, zu dem auch die Orte Dellingen, Holpe, Kaltau, Lechenbach, Neu-Höfchen, Ober-Seifen, Seifen und Wäldchen gehörten.[4] Die Grafschaft Sayn-Hachenburg war 1799 auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg gefallen. Im Zusammenhang mit der Bildung des Rheinbundes kam Forst 1806 an das neu errichtete Herzogtum Nassau.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde die Region an das Königreich Preußen abgetreten.[5] Unter der preußischen Verwaltung wurde Forst der Bürgermeisterei Hamm im neu errichten Kreis Altenkirchen (Regierungsbezirk Koblenz) zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Forst, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6]

Jahr Einwohner
1815 199
1835 250
1871 365
1905 415
1939 459
Jahr Einwohner
1950 466
1961 452
1970 512
1987 501
2005 668

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Forst besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[7]

WappenBearbeiten

Wappenbegründung: Im oberen Dreieck des Wappens erscheint der goldene leopardierte Löwe auf rotem Grund als Zeichen für die frühere Zugehörigkeit zur Grafschaft Sayn. Der Balken in Blau und Gold symbolisiert die beiden Bäche, den Bellingerbach und Holperbach, zugleich symbolisieren die acht Halbkugeln die acht Ortsteile. Als Symbol für Wald und für den Ortsnamen stehen drei Tannen auf goldenem Grund.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Im Ortsteil Seifermühle befindet sich die gleichnamige Mühle, die 1603[8] als „Kaldauwer Mühle“ erstmals urkundlich erwähnt wurde.[9] Dieses unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde ab 1987 bis 1992 restauriert und kann nach Voranmeldung besichtigt werden.[10]

LiteraturBearbeiten

  • Heinz Rötzel: Forst. Aus der Geschichte einer Gemeinde. Roth 1988.
  • Rolf Dieter Rötzel: Die Seifermühle, ein Zeugnis handwerklichen Schaffens, bleibt der Nachwelt erhalten. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 31. 1988, S. 75–77.
  • Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 59. 2016, S. 219–237.
  • Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58. 2015, S. 74–80.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018[Version 2019 liegt vor]. S. 10 (PDF; 2,2 MB).
  3. Vgl. Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74–80.
  4. Vgl. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 371.
  5. Verhandlungen der durch Beschluss der Landesdeputirten-Versammlung …, Band 1, 1836, S. 583.
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  8. Vgl. Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen, S. 221.
  9. Zur geschichtlichen Entwicklung der Mühlen vgl. Daniel Schneider: Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen, S. 219–237.
  10. Vgl. Rolf Dieter Rötzel: Die Seifermühle, ein Zeugnis handwerklichen Schaffens, bleibt der Nachwelt erhalten, S. 75–77