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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Birken-Honigsessen
Birken-Honigsessen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Birken-Honigsessen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 49′ N, 7° 44′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Wissen
Höhe: 253 m ü. NHN
Fläche: 18,14 km2
Einwohner: 2507 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57587
Vorwahl: 02742
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 008
Gemeindegliederung: 25 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 75
57537 Wissen
Website: www.birken-honigsessen.de
Ortsbürgermeister: Hubert Wagner
Lage der Ortsgemeinde Birken-Honigsessen im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
FriesenhagenHarbach (Landkreis Altenkirchen)NiederfischbachMudersbachBrachbachKirchen (Sieg)HerdorfDaadenEmmerzhausenMaudenDerschenNisterbergFriedewald (Westerwald)WeitefeldNiederdreisbachSchutzbachGrünebachAlsdorf (Westerwald)BetzdorfScheuerfeldWallmenrothWillrothKrunkelHorhausen (Westerwald)PleckhausenGüllesheimObersteinebachNiedersteinebachBürdenbachEulenberg (Westerwald)PeterslahrRott (Westerwald)BurglahrOberlahrEichen (Westerwald)Seifen (Westerwald)Seelbach (Westerwald)FlammersfeldKescheidReiferscheidBerzhausenObernau (Westerwald)WalterschenSchürdtOrfgenZiegenhain (Westerwald)GiershausenKatzwinkel (Sieg)Birken-HonigsessenWissen (Stadt)HövelsMittelhofNaurothElkenrothRosenheim (Landkreis Altenkirchen)KausenDickendorfMalberg (Westerwald)Steinebach/SiegFensdorfGebhardshainElben (Westerwald)SteinerothMolzhainSelbach (Sieg)Forst (bei Wissen, Sieg)BitzenEtzbachRoth (Landkreis Altenkirchen)BruchertseifenFürthenHamm (Sieg)Seelbach bei Hamm (Sieg)BreitscheidtPrachtBirkenbeulNiederirsenKircheibHirz-MaulsbachFiersbachMehren (Westerwald)RettersenErsfeldHasselbach (Westerwald)ForstmehrenKraamWerkhausenOberirsenWeyerbuschHemmelzenNeitersenBirnbachÖlsenSchöneberg (Westerwald)StürzelbachFluterschenOberwambachBerod bei HachenburgGielerothAlmersbachAltenkirchen (Westerwald)Michelbach (Westerwald)IngelbachSörthMammelzenEichelhardtIdelbergIsertHelmerothRacksenVolkerzenHilgenrothObererbach (Westerwald)BachenbergBusenhausenHeupelzenWölmersenKettenhausenHelmenzenNordrhein-WestfalenLandkreis NeuwiedWesterwaldkreisLandkreis NeuwiedKarte
Über dieses Bild

Birken-Honigsessen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wissen an.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Birken-Honigsessen liegt im Übergangsgebiet Nördlicher Westerwald/Bergisches Land/Siegerland – im sogenannten Wildenburger Land, dessen Name sich von der Burg Wildenburg ableitet. Birken-Honigsessen liegt nah an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen.

GemeindegliederungBearbeiten

Der Kernort, vier Kilometer nördlich der Stadt Wissen, besteht aus den beiden praktisch zusammengewachsenen Einzeldörfern Birken und Honigsessen. Insbesondere der größere Ortsteil Honigsessen ist ein typisches, langgezogenes Straßendorf. Insgesamt gliedert sich die Gemeinde in 25 Ortsteile und Wohnplätze:[2]

  • Bilgenroth
  • Birken
  • Birkenbühl
  • Bruchen
  • Dietershagen
  • Dietrichshof
  • Euelbach
  • Fahren
  • Forsthaus Giebelhardt
  • Forsthaus Oberbirkholz
  • Honigsessen
  • Mühlenschlade
  • Mühlenthal
  • Neuroth
  • Niederbach
  • Niederkölzen
  • Oberbach
  • Oberkölzen
  • Schützenkamp
  • Seifen bei Birken
  • Sonnenhof
  • Steckelbach
  • Uhrigs
  • Unterbirkholz
  • Wolfswinkel

NachbargemeindenBearbeiten

Morsbach mit den Ortsteilen Volperhausen, Siedenberg, Strick, Stockshöhe und Alzen, Friesenhagen, Katzwinkel (Sieg), Hövels, Wissen.

GeschichteBearbeiten

Herkunft des NamensBearbeiten

Der ausgefallene Name „Honigsessen“ hat nichts mit dem naheliegenden „Honig essen“ zu tun, sondern stammt vermutlich vom altdeutschen „Hone“ (Honnschaft) ab, der Teil -sessen steht möglicherweise für Niederlassung.

Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1505. Als Lehnsgut begann die Entwicklung des Dorfes, es entstanden weitere Höfe. In den vergangenen Jahrhunderten fanden die Einwohner ihre Beschäftigung vornehmlich im Bergbau, vor allem in den örtlichen Gruben Eisenhardt und Geyersecke. 1723 stiftete die Freifrau Anna Elisabeth zu Hatzfeldt die Kapelle zur Hl. Elisabeth in Birken. In den Jahren 1929/1930 erfolgte der grundlegende Um- und Neubau des Gotteshauses.

Gemeinden Birken und BruchenBearbeiten

Die „Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz“ von 1830 beschreibt die Gemeinden Birken und Bruchen wie folgt:[3]

  • „Die Gemeinde Birken mit 343 Einwohnern besteht aus den Weilern, Höfen und Häusern: Brühl, Eisenhardt, Mühlenthal nebst Mühle, Uhrigs, Schützenkamp, Uhrigshardt, Bilgenroth, Diedrichshof, Ober- und Unter-Birkenbühl, Kölzen, Hohenholz, Seifen, Nieder- und Ober-Bach, Hähnchen, Honigsessen und Wolfswinkel“.
  • „Die Gemeinde Bruchen mit 241 Einwohnern besteht aus den Weilern Höfen, Häusern und Mühlen: Bruchen, Dietershagen, Ober- und Unter-Birkholz, Euelbach, Mühlenschlade, Ober- und Unter-Neuroth, Ortel, Steckelbach, Wippen, Wiederbach und Willerwies“.

NamensänderungBearbeiten

Am 1. August 1978 wurde die Gemeinde von „Birken-Bruchen“ in „Birken-Honigsessen“ umbenannt.[4]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Birken-Honigsessen, die Werte von 1939 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1939 1.229
1950 1.387
1961 1.630
1970 2.073
1987 2.349
Jahr Einwohner
1997 2.543
2005 2.610
2011 2.485
2017 2.503
 
Einwohnerentwicklung von Birken-Honigsessen von 1939 bis 2017 nach nebenstehender Tabelle

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Birken-Honigsessen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2014 gehörten dem Gemeinderat 20 Ratsmitglieder an.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 3 7 6 16 Sitze
2009 3 8 9 20 Sitze
2004 3 9 8 20 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Birken-Honigsessen e. V.

WappenBearbeiten

Das Wappen der Ortschaft Birken-Honigsessen ist ein spanischer, gespaltener Schild. Im heraldisch rechten Feld sind zwei grüne gekreuzte Ährengarben auf silbernem Grund, im linken Feld eine offene Brammenzange zu sehen. In dem unteren, den Schild spaltenden Feld ist eine silberne Zeltdachkirche auf grünem Grund zu sehen. Die Ähren weisen auf die Landwirtschaft hin, die Brammenzange erinnert an das Walzwerk in Wissen, das seit 1912 mehreren Generationen des Ortes Arbeit gab, die Zeltdachkirche weist auf die örtliche katholische Kirche hin.

Sehenswürdigkeiten und KulturBearbeiten

Sehenswürdigkeiten

In Birken-Honigsessen befinden sich einige unter Denkmalschutz gestellte Kulturdenkmäler.[7]

  • Die Katholische Pfarrkirche St. Elisabeth, auch „Zeltdachkirche“ genannt, ein quadratischer Bruchsteinbau 1929/30 nach den Entwürfen des Kölner Diözesanbaumeisters Dominikus Böhm unter Einbeziehung der südlichen Längswand der früheren Kirche von 1884 und der südlichen Apsis von 1723 errichtet.
  • Das ehemalige Pfarrhaus, ein verschiefertes Wohnhaus von 1899; teilweise Fachwerk (Hauptstraße).
  • Ein Gasthaus, um 1800 oder erste Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut; Fachwerk (Hauptstraße).
  • Zwei Fachwerkhäuser aus dem 19. Jahrhundert (Eisenhardtstraße und Talstraße).
  • Zwei weitere Fachwerkhäuser um 1800 oder älter (Euelbach und Unterbirkholz).
  • Denkmalzone „Pingenzug Eisenhardt in der Gemarkung Birken“.[8]
Kultur
  • Schützenfest (jährlich am ersten Wochenende im August)

LiteraturBearbeiten

  • Erhard Böhmer: Der „Birkener Hof“, ältester Ortsteil des Doppeldorfes Birken-Honigsessen. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58. 2015, S. 59–64.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 17 (PDF; 3 MB).
  3. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830, S. 702 (Google Books)
  4. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 186 (PDF; 2,8 MB).
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Altenkirchen. Mainz 2019, S. 6 (PDF; 5,2 MB).
  8. Rechtsverordnung der Kreisverwaltung Altenkirchen vom 15. August 2005