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Niederfischbach

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niederfischbach
Niederfischbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niederfischbach hervorgehoben
Koordinaten: 50° 51′ N, 7° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Kirchen (Sieg)
Höhe: 282 m ü. NHN
Fläche: 14,48 km2
Einwohner: 4178 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 289 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57572
Vorwahl: 02734
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 076
Gemeindegliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lindenstraße 1
57548 Kirchen (Sieg)
Webpräsenz: www.niederfischbach.de
Ortsbürgermeister: Matthias Otterbach (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Niederfischbach im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
FriesenhagenHarbach (Landkreis Altenkirchen)NiederfischbachMudersbachBrachbachKirchen (Sieg)HerdorfDaadenEmmerzhausenMaudenDerschenNisterbergFriedewald (Westerwald)WeitefeldNiederdreisbachSchutzbachGrünebachAlsdorf (Westerwald)BetzdorfScheuerfeldWallmenrothWillrothKrunkelHorhausen (Westerwald)PleckhausenGüllesheimObersteinebachNiedersteinebachBürdenbachEulenberg (Westerwald)PeterslahrRott (Westerwald)BurglahrOberlahrEichen (Westerwald)Seifen (Westerwald)Seelbach (Westerwald)FlammersfeldKescheidReiferscheidBerzhausenObernau (Westerwald)WalterschenSchürdtOrfgenZiegenhain (Westerwald)GiershausenKatzwinkel (Sieg)Birken-HonigsessenWissen (Stadt)HövelsMittelhofNaurothElkenrothRosenheim (Landkreis Altenkirchen)KausenDickendorfMalberg (Westerwald)Steinebach/SiegFensdorfGebhardshainElben (Westerwald)SteinerothMolzhainSelbach (Sieg)Forst (bei Wissen, Sieg)BitzenEtzbachRoth (Landkreis Altenkirchen)BruchertseifenFürthenHamm (Sieg)Seelbach bei Hamm (Sieg)BreitscheidtPrachtBirkenbeulNiederirsenKircheibHirz-MaulsbachFiersbachMehren (Westerwald)RettersenErsfeldHasselbach (Westerwald)ForstmehrenKraamWerkhausenOberirsenWeyerbuschHemmelzenNeitersenBirnbachÖlsenSchöneberg (Westerwald)StürzelbachFluterschenOberwambachBerod bei HachenburgGielerothAlmersbachAltenkirchen (Westerwald)Michelbach (Westerwald)IngelbachSörthMammelzenEichelhardtIdelbergIsertHelmerothRacksenVolkerzenHilgenrothObererbach (Westerwald)BachenbergBusenhausenHeupelzenWölmersenKettenhausenHelmenzenNordrhein-WestfalenLandkreis NeuwiedWesterwaldkreisLandkreis NeuwiedKarte
Über dieses Bild

Niederfischbach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg) an. Niederfischbach ist gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Niederfischbach liegt im Westen des Giebelwaldes, also im Tal des mittleren Asdorfer Baches zwischen den Städten Freudenberg und Betzdorf; Nachbargemeinden bzw. Nachbarsdörfer sind Harbach im Westen, Niederndorf im Osten und Wehbach im Süden.

Zu Niederfischbach gehören die Ortsteile Altenthal, Eicherhof, Fischbacherhütte, Hahnhof, Hüttseifen, Langenbach und Oberasdorf.

GeschichteBearbeiten

Die erste Erwähnung des ursprünglichen Niederfischbach findet sich bereits im Jahr 1377, dort taucht der Ort jedoch noch unter der Bezeichnung „Vispe“ auf. Über die Jahrhunderte hat sich die Schreibweise dann über beispielsweise „Niedernfischpe“ hin zu Niederfischbach entwickelt.[3]

Die heutige Gemeinde wurde am 7. Juni 1969 aus den zuvor selbständigen Gemeinden Niederfischbach (2.856 Einwohner) und Hüttseifen (1.494 Einwohner) sowie einem Gebietsteil der Gemeinde Harbach mit 124 Einwohnern neu gebildet.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Niederfischbach bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 874
1835 1.031
1871 1.507
1905 2.344
1939 3.006
1950 3.349
Jahr Einwohner
1961 4.051
1970 4.623
1987 4.452
1997 4.851
2005 4.892
2017 4.178

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Niederfischbach besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[5]

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2014 9 11 20 Sitze
2009 7 13 20 Sitze
2004 7 12 1 20 Sitze

WappenBearbeiten

Das Wappen ist schräglinksgeteilt von Silber und Blau. Im oberen Bereich befindet sich ein rotes Kleeblattkreuz, unten ist ein silbernes Füllhorn zu sehen.

Das Kleeblatt- oder Mauritiuskreuz weist auf das Patronat des hl. Mauritius und damit auf die historische Bedeutung des Ortes im Mittelalter hin. Das Mauritiuskreuz ist als Symbol in der Darstellung des Mauritius, bei Wappen und Orten, die mit ihm im Zusammenhang stehen, seit dem Mittelalter in Gebrauch. Die alte Kirche des hl. Mauritius, deren Turm uns an der heutigen evangelischen Kirche erhalten geblieben ist, war vermutlich im 11. Jahrhundert Filialkirche von Haiger, später Pfarrkirche. Sie ist das älteste Bauwerk von Niederfischbach.

Die Farben Silber und Rot entsprechen dem Wappen des Kurfürsten von Trier, des ehemaligen Landesherren: in Silber durchgehendes rotes Kreuz.

Das aufrechtstehende silberne Füllhorn ist dem Fischbacher Erstlingstaler von 1750 entnommen. Es stellt den Bezug her zu den Silberfunden und zu der historischen Bedeutung des Bergbaus in der Gemeinde.

Die Wappenfarbe Blau deutet auf den Ursprung des Namens Niederfischbach „Vispe“ hin, in dem das Wort „apa“ für Wasser, kleiner Bachlauf in der Nachsilbe „-pe“ enthalten ist. Dieser Name ist ein Nachweis für das hohe Alter des Ortes, da er aus einer Zeit stammen muss, in der das Wort „apa“ und nicht „Bach“ gebräuchlich war.

(Nach W. Arnold und J. Heinzeling sind die „apa“-Orte unserer Heimat vor 500 n. Chr. gegründet, nach L. Bald sogar noch vor unserer Zeitrechnung. B. Solbach)

GemeindepartnerschaftBearbeiten

 
katholische Kirche St. Mauritius und Gefährten
 
evangelische Kirche

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Die katholische Pfarrkirche St. Mauritius und Gefährten ist die einzige viertürmige Kirche im Kreis Altenkirchen. Die neuromanische Basilika wurde nach den Plänen des Architekten Hermann Ritzfeld 1896 bis 1898 erbaut und von 1956 bis 1958 das erste Mal renoviert. 1986 bis 1990 fand eine weitere, umfangreiche Innenrenovierung statt. Besonders sehenswert ist das Bodenmosaik Die Wurzel Jesse im Mittelgang des Kirchenschiffes. Im Volksmund heißt sie „Siegerländer Dom“.

MuseenBearbeiten

ParksBearbeiten

  • Tierpark e. V. Niederfischbach
  • Bürgerpark Asdorftal

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Kirmes – 3. Wochenende im August
  • Karnevalsumzug – Karnevaldienstag
  • Brunnenfest – immer 1. Sonntag im Mai
  • Kinderfest im Tierpark Niederfischbach
  • Marsch zum Bürgerpark (Musikverein)
  • Pfingstlager der Pfadfinder

Kultur- und NaturdenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrsanbindungenBearbeiten

 
Eisenbahnmuseum

Öffentlicher Nahverkehr findet nur noch mit Bussen der Verkehrsgemeinschaft Westfalen-Süd statt.

Bis 1983 gab es in Niederfischbach auch auf der Schiene Personenverkehr. Mit dem Zug konnte man mit der Asdorftalbahn von Betzdorf über Freudenberg und Olpe entlang des Biggesees nach Finnentrop gelangen. 1994 wurde der Güterverkehr eingestellt, im Jahr 2000 wurden die Gleise endgültig abgebaut. Der Bahnhof Kirchen ist über die L280 in knapp 8 km erreichbar. Jetzt verläuft auf der Trasse der Asdorftalradweg.[6] Ein Eisenbahnerverein hat ein Reststück von Gleisen im Bahnhof Niederfischbach erhalten und dort ein paar Fahrzeuge aufgestellt.

Über die Straße hat man eine Verbindung an die A 45 sowie nach Siegen und in den Westerwald.

BildungBearbeiten

  • W. E. Ketteler-Grundschule in Niederfischbach

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017 - Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. www.niederfischbach.de Der Name Niederfischbach
  4. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 190 (PDF; 2,6 MB).   Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Auf den Spuren der Asdorftalbahn www.drehscheibe-foren.de mit Fotovergleich Bahnhof (1975) und Radweg (2005)