Flammersfeld

Gemeinde in Deutschland

Flammersfeld ist eine Ortsgemeinde der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld im Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz. Flammersfeld ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Flammersfeld
Flammersfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Flammersfeld hervorgehoben

Koordinaten: 50° 39′ N, 7° 32′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Altenkirchen-Flammersfeld
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 4,06 km2
Einwohner: 1356 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 334 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57632
Vorwahl: 02685
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 032
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 13
57610 Altenkirchen (Westerwald)
Website: www.gemeinde-flammersfeld.de
Ortsbürgermeister: Manfred Berger
Lage der Ortsgemeinde Flammersfeld im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
FriesenhagenHarbach (Landkreis Altenkirchen)NiederfischbachMudersbachBrachbachKirchen (Sieg)HerdorfDaadenEmmerzhausenMaudenDerschenNisterbergFriedewald (Westerwald)WeitefeldNiederdreisbachSchutzbachGrünebachAlsdorf (Westerwald)BetzdorfScheuerfeldWallmenrothWillrothKrunkelHorhausen (Westerwald)PleckhausenGüllesheimObersteinebachNiedersteinebachBürdenbachEulenberg (Westerwald)PeterslahrRott (Westerwald)BurglahrOberlahrEichen (Westerwald)Seifen (Westerwald)Seelbach (Westerwald)FlammersfeldKescheidReiferscheidBerzhausenObernau (Westerwald)WalterschenSchürdtOrfgenZiegenhain (Westerwald)GiershausenKatzwinkel (Sieg)Birken-HonigsessenWissen (Stadt)HövelsMittelhofNaurothElkenrothRosenheim (Landkreis Altenkirchen)KausenDickendorfMalberg (Westerwald)Steinebach/SiegFensdorfGebhardshainElben (Westerwald)SteinerothMolzhainSelbach (Sieg)Forst (bei Wissen, Sieg)BitzenEtzbachRoth (Landkreis Altenkirchen)BruchertseifenFürthenHamm (Sieg)Seelbach bei Hamm (Sieg)BreitscheidtPrachtBirkenbeulNiederirsenKircheibHirz-MaulsbachFiersbachMehren (Westerwald)RettersenErsfeldHasselbach (Westerwald)ForstmehrenKraamWerkhausenOberirsenWeyerbuschHemmelzenNeitersenBirnbachÖlsenSchöneberg (Westerwald)StürzelbachFluterschenOberwambachBerod bei HachenburgGielerothAlmersbachAltenkirchen (Westerwald)Michelbach (Westerwald)IngelbachSörthMammelzenEichelhardtIdelbergIsertHelmerothRacksenVolkerzenHilgenrothObererbach (Westerwald)BachenbergBusenhausenHeupelzenWölmersenKettenhausenHelmenzenNordrhein-WestfalenLandkreis NeuwiedWesterwaldkreisLandkreis NeuwiedKarte
Über dieses Bild
Flammersfeld, Luftaufnahme (2018)

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Ortsgemeinde Flammersfeld gehören die Ortsteile Ahlbach und Hoben.

GeschichteBearbeiten

Flammersfeld wurde erstmals in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Hermann III. von Hochstaden erwähnt, als er am 13. Dezember 1096 der Abtei Siegburg das „Dekanat im Auelgau“ mitsamt Gütern zu Flammersfeld verlieh.[3]

Flammersfeld gehörte bis zum Jahr 1806 zur Grafschaft Sayn-Hachenburg. Die Grafschaft Sayn-Hachenburg war 1799 auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg gefallen. 1806 traten die beiden nassauischen Fürsten dem napoleonischen Rheinbund bei, sodass die Region von 1806 an zum Herzogtum Nassau gehörte. Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde das Gebiet der ehemaligen saynischen Grafschaften an das Königreich Preußen abgetreten.

Unter der preußischen Verwaltung wurde Flammersfeld Verwaltungssitz einer gleichnamigen Bürgermeisterei im neu errichten Kreis Altenkirchen zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Die bis dahin selbstständige Gemeinde Ahlbach wurde 1939 eingemeindet.[4]

Bis zum 31. Dezember 2019 war Flammersfeld Sitz der 1968 im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Gebietsreform aus dem früheren Amt Flammersfeld hervorgegangenen Verbandsgemeinde Flammersfeld. Diese ging 2020 im Rahmen einer freiwilligen Fusion in die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld auf. Sitz der neuen Verbandsgemeinde wurde Altenkirchen (Westerwald), für Flammersfeld wurde eine zusätzliche Verwaltungsstelle vereinbart.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Flammersfeld bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 229
1835 341
1871 388
1905 458
1939 522
1950 714
1961 803
Jahr Einwohner
1970 900
1987 1.039
1997 1.262
2005 1.128
2011 1.310
2017 1.332
 
Einwohnerentwicklung von Flammersfeld von 1815 bis 2017 nach nebenstehender Tabelle

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Flammersfeld besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU WG Gesamt
2019[6] 7 9 16 Sitze
2014[7] 7 9 16 Sitze
2009 6 10 16 Sitze
2004 7 9 16 Sitze

WG = Wählergruppe; 2014: WG Becker, 2019: WG Kuchhäuser

BürgermeisterBearbeiten

Manfred Berger wurde am 5. Juli 2019 Ortsbürgermeister von Flammersfeld. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 59,55 % für fünf Jahre gewählt worden. Vorgängerin von Manfred Berger war Hella Becker, die das Amt 20 Jahre lang ausübte.[8][9]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Raiffeisen-Museum

Siehe auch:

SportBearbeiten

  • Flammersfeld hat einen Sportverein, den VfL Oberlahr/Flammersfeld. Populärste Sportart ist Fußball. Die erste Mannschaft spielt in der Saison 2010/2011 in der Kreisliga B, die zweite Mannschaft in der Kreisliga D. Außerdem gibt es Jugendmannschaften in sämtlichen Altersklassen.
  • Des Weiteren werden Taekwon-Do, Kinderturnen sowie Leichtathletik angeboten.

VerkehrBearbeiten

Flammersfeld liegt an den Fernstraßen B 256 und L 272 sowie an den Kreisstraßen K 8 und K 9.

Den Anschluss an den ÖPNV sichern die beiden Buslinien im VRM 120 Altenkirchen-Neustadt sowie 132 Altenkirchen-Neuwied.

Zudem befand sich in Flammersfeld ein Bahnhof an der Bahnstrecke Engers–Au, in dem auch die Kasbachtalbahn abzweigte.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Andreas Balzar (genannt Balzar von Flammersfeld, 1769–1797) Wilderer, Räuber und Freischärler im Kampf gegen die Franzosen
  • Emil Müller (1890–1967), Politiker (SPD), MdL Rheinland-Pfalz, Bürgermeister der Gemeinde
  • Emil Bettgenhäuser (1906–1982), Politiker (SPD), MdB, MdL Rheinland-Pfalz
  • W. Gies (* 1945), bildender Künstler

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Flammersfeld – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Christian von Stramberg, Anton Joseph Weidenbach: Denkwürdiger und Nützlicher rheinischer Antiquarius, Band 10, Teil 3, R. F. Hergt, 1864, S. 203 (Google Books)
  4. Thorben Burbach: Gemeinsamer Festtag zum 600-jährigen Bestehen. 6. August 2011, abgerufen am 4. Januar 2020.
  5. Verbandsgemeinden Altenkirchen und Flammersfeld: Vereinbarung über die freiwillige Fusion. §1 (2). 17. Januar 2018, abgerufen am 4. Januar 2020.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Flammersfeld. Abgerufen am 31. Dezember 2019.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Altenkirchen-Flammersfeld, Verbandsgemeinde, 14. Ergebniszeile. Abgerufen am 31. Dezember 2019.
  9. Mitteilungsblatt Verbandsgemeinde Altenkirchen: Neue Spitze in der Gemeinde Flammersfeld. Linus Wittich Medien GmbH, Ausgabe 29/2019, abgerufen am 31. Dezember 2019.