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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Seelbach bei Hamm (Sieg)
Seelbach bei Hamm (Sieg)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Seelbach bei Hamm (Sieg) hervorgehoben
Koordinaten: 50° 45′ N, 7° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Altenkirchen (Westerwald)
Verbandsgemeinde: Hamm (Sieg)
Höhe: 195 m ü. NHN
Fläche: 3,4 km2
Einwohner: 131 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57577
Vorwahl: 02682
Kfz-Kennzeichen: AK
Gemeindeschlüssel: 07 1 32 102
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lindenallee 2
57577 Hamm (Sieg)
Webpräsenz: www.hamm-sieg.de
Ortsbürgermeister: Gerd-Rainer Birkenbeul
Lage der Ortsgemeinde Seelbach bei Hamm (Sieg) im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)
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Über dieses Bild

Seelbach bei Hamm (Sieg) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Altenkirchen (Westerwald) in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hamm (Sieg) an.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Seelbach liegt am nördlichen Rand des Westerwaldes nördlich der Sieg-Wied-Wasserscheide, und etwa 2 km südöstlich von Hamm (Sieg), in der Nähe des südlich gelegenen Klosters Marienthal. Weitere Nachbargemeinden sind Roth im Nordosten und Breitscheidt im Westen.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Ober- und Niederseelbach sowie Marienthal, welcher das ehemalige Kloster Marienthal, heute Tagungs- und Bildungsstätte des Erzbistums Köln („Haus Marienthal“), beheimatet.

GeschichteBearbeiten

Bis Mitte des 17. Jahrhunderts gehörte Seelbach landesherrlich zur Grafschaft Sayn. Die Einwohner wurden nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn erst lutherisch und später reformiert.[2] Nach der Landesteilung der Grafschaft Sayn im 17. Jahrhundert gehörte Seelbach zur Grafschaft Sayn-Hachenburg.

Seelbach bildete innerhalb des Kirchspiels Hamm einen „Sende“ genannten eigenen Verwaltungsbezirk, zu dem auch die Ortschaften Ober- sowie Niederseelbach, das Kloster Marienthal und der Hof Oberselterberg gehörten.[3] Die Grafschaft Sayn-Hachenburg war 1799 auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg gefallen. Im Zusammenhang mit der Bildung des Rheinbundes kam Seelbach 1806 an das neu errichtete Herzogtum Nassau.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde die Region an das Königreich Preußen abgetreten.[4] Unter der preußischen Verwaltung wurde Seelbach der Bürgermeisterei Hamm im neu errichten Kreis Altenkirchen im Regierungsbezirk Koblenz zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte.

Am 1. September 1973 wurde der Gemeindename von „Seelbach, Amt Hamm“ in „Seelbach bei Hamm (Sieg)“ geändert.[5]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Seelbach bei Hamm (Sieg), die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[6]

Jahr Einwohner
1815 122
1835 134
1871 160
1905 136
1939 131
Jahr Einwohner
1950 166
1961 140
1970 129
1987 129
2005 209

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Seelbach bei Hamm (Sieg) besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[7]

KulturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Seelbach wird durch die Buslinie 261 bedient, welche von Hamm (Sieg) nach Hilgenroth verkehrt. Im Seelbacher Ortsteil Marienthal befindet sich zudem der Bahnhaltepunkt „Kloster Marienthal“ an der Bahnstrecke Limburg–Altenkirchen (ehemals Oberwesterwaldbahn), auf welcher die Züge der Linie RB 90 von Au (Sieg) über Altenkirchen, Hachenburg und Westerburg nach Limburg (Lahn) verkehren.

LiteraturBearbeiten

  • Helmut Hörster: Die Gemeinde Seelbach, in: Hans Günther Mack (Hrsg.): Heimatbuch für Hamm (Sieg) und den Amtsbezirk Hamm (Sieg), Altenkirchen 1956, S. 216–222.
  • Kunibert Stock: Der Seelbacher Bach, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 36 (1993), S. 93–99.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss. In: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58. 2015, S. 74–80.
  3. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 371.
  4. Verhandlungen der durch Beschluss der Landesdeputirten-Versammlung …, Band 1, 1836, S. 583.
  5. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 187 (PDF; 2,8 MB).
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen