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Daniel Gisiger Straßenradsport
Daniel Gisiger (2011)
Daniel Gisiger (2011)
Zur Person
Geburtsdatum 9. Oktober 1954
Nation SchweizSchweiz Schweiz
Disziplin Bahn / Straße
Zum Team
Aktuelles Team Karriereende
Wichtigste Erfolge
UCI-Bahn-Weltmeisterschaften
1977 Bronze – Einerverfolgung, Mannschaftsverfolgung
Giro d’Italia
1985 – eine Etappe
1981 – eine Etappe
Letzte Aktualisierung: 18. Januar 2017

Daniel Gisiger (* 9. Oktober 1954 in Baccarat, Frankreich) ist ein Schweizer Radsporttrainer und ehemaliger Radrennfahrer.

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften 1977 in San Cristóbal errang Daniel Gisiger zwei dritte Plätze, in der Einer- sowie der Mannschaftsverfolgung der Amateure (mit Walter Baumgartner, Hans Känel und Robert Dill-Bundi). Im selben Jahr noch wurde er Profi, startete beim Sechstagerennen in Zürich und belegte gemeinsam mit René Pijnen den zweiten Platz. Viermal – 1975, 1976, 1977 und 1987 – wurde er Schweizer Meister im Punktefahren. 1977 stellte er im Zürcher Hallenstadion mit 46,745 km/h den Stundenweltrekord für Amateure auf.[1]

Gisiger war ein exzellenter Zeitfahrer. Als solcher gewann er vorwiegend Zeitfahr-Wettbewerbe, wie u. a. dreimal in Folge die Trofeo Baracchi, 1981 mit Serge Demierre, 1982 mit Roberto Visentini und 1983 mit Silvano Contini; 1981 und 1983 den Grand Prix des Nations und zahlreiche andere kleine Rennen. Zweimal gewann er Etappen des Giro d’Italia und je einmal der Tour de Suisse und der Tour de Romandie, 1981 den Trofeo Masferrer. Bei der Deutschland-Rundfahrt 1981 siegte er in der Bergwertung, 1987 beim Giro del Lago Maggiore.

Daniel Gisiger startete bei insgesamt 40 Sechstagerennen, von denen er sechs gewann. Allein viermal siegte er in Zürich (1983, 1984 und 1986 mit Urs Freuler und 1988 mit Jörg Müller).

Nach dem Ende seiner Laufbahn gestand Gisiger Doping mit Anabolika und Cortison.[1]

BeruflichesBearbeiten

Nach Beendigung seiner aktiven Radsportkarriere absolvierte Gisiger, der vier Sprachen fliessend spricht, eine Trainerausbildung in Frankreich und war in Neukaledonien, dem Geburtsland seiner Frau, als Verbandstrainer tätig. Anschließend arbeitete er als Trainer im Centre Mondial du Cyclisme des Weltradsportverbandes Union Cycliste Internationale in Aigle, aber die Zusammenarbeitet endete im Streit.[2] Seit 2007 ist Gisiger Nationaltrainer der Schweizer Bahn-Mannschaft.[2] Unter seiner Ägide errang der Schweizer Bahn-Vierer bei den UEC-Bahn-Europameisterschaften 2015 die Silbermedaille, und im selben Jahr wurde der Fahrer Stefan Küng Weltmeister in der Einerverfolgung.

ErfolgeBearbeiten

BahnBearbeiten

1975
  •   Schweizer Meister – Punktefahren
  •   Schweizer Meister – Mannschaftsverfolgung
1976
  •   Schweizer Meister – Punktefahren
1977
1982
1983
1984
1986
1987
  •   Schweizer Meister – Punktefahren
1988

StraßeBearbeiten

1977
1978
1981
1982
1983
1985
1987

Grand-Tour-PlatzierungenBearbeiten

Grand Tour 1978 1979 1980 1981 1982 1983 1984 1985 1986 1987 1988
  Giro d’Italia - - - 74 61 74 84 66 102 - 92
  Tour de France 75 - - - - - - - - - -
  Vuelta a España - - - - - - - - - - -

WeblinksBearbeiten

  Commons: Daniel Gisiger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Elmar Wagner: Lichtgestalt gegen den Untergang. 24. September 2006, abgerufen am 18. Januar 2017.
  2. a b Blick: Gisiger neuer Rad-Natitrainer. In: blick.ch. 3. Januar 2012, abgerufen am 18. Januar 2017.