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Carl August Buchholz (Orgelbauer)

Orgelbaumeister

LebenBearbeiten

Carl August Buchholz lernte das Handwerk des Orgelbauers bei seinem Vater Johann Simon Buchholz. Seinen ersten eigenen Orgelneubau fertigte er 1817 für die Prenzlauer Sabinenkirche an. Seit 1821 war er federführend beim Bau der Orgeln mit dem Vater. Die Werkstatt befand sich in der Kleinen Hamburger Straße/Ecke Auguststraße in Berlin-Mitte. Der Vater ließ ihm die Möglichkeiten, technische Neuerungen beim Orgelbau auszuprobieren.

Car August Buchholz war seit dem 9. September 1820 verheiratet mit Christiane Wilhelmine Kunsemüller, der Tochter eines Arztes aus Wittstock. Der Sohn Carl Friedrich Buchholz (* 7. Juli 1821 in Berlin; † 17. Februar 1885 in Berlin) lernte zunächst beim Vater und war um 1847/48 bei Aristide Cavaillé- Coll in Paris als Geselle tätig. Ab 1848 arbeitete er dann wieder beim Vater.

Carl August Buchholz wurde 1853 von der Akademie der Künste zum Akademischen Künstler ernannt.

Nach seinem Tod 1884 führte der Sohn Carl Friedrich Buchholz die Werkstatt kurzzeitig weiter und starb etwa ein halbes Jahr später selber.

OrgelbauBearbeiten

Carl August Buchholz baute ausschließlich mechanische Orgeln mit Schleifladen. Charakteristisch für seine Bauweise waren keilförmig geschnittene Schleifen, die in keilförmige Schleifenbänder gedrückt wurden. Dadurch konnten Veränderungen der Hölzer durch klimatische Bedingungen, zum Beispiel in feuchten Gegenden ausgeglichen werden. Buchholz führte als Neuerung auch Barkerventile und Schwellwerke ein. Die Mechanik war mit Wellenbrettern, nach dem Vorbild von Joachim Wagner und Ernst Marx ausgeführt. Einige kleinere Orgeln waren seitenspielig mit Wellenrahmen gebaut.

Carl August Buchholz ließ die Prospekte bei größeren Orgeln meist von Architekten wie Karl Friedrich Schinkel entwerfen. Bei kleineren Instrumenten entwarf er die Vorlagen selber. Die Prospektgestaltung weist eine erstaunliche Vielfalt aus. Buchholz arbeitete mit Organisten wie August Wilhelm Bach und Carl August Haupt bei der Gestaltung der Disposition zusammen. Bei einigen größeren Orgeln gibt es auffällige Ähnlichkeiten der Dispositionen im Haupt- und Oberwerk mit der Orgel von Joachim Wagner in der Berliner Marienkirche, die Buchholz 1829 restauriert hatte.[1]

Carl August Buchhol gilt als der bedeutendste Orgelbauer in der Mark Brandenburg in seiner Zeit. Seine Bauweise war durch höchste handwerkliche Präzision gekennzeichnet. Buchholz war sehr bescheiden und verzichtete weitgehend auf eine übermäßige Selbstdarstellungen.

SchülerBearbeiten

Catl August Buchholz prägte etliche junge Orgelbauer, die dann selbstständig in verschiedenen Gegenden tätig wurden

WerkeBearbeiten

Insgesamt baute Buchholz zwischen 1817 und seinem Tode im Jahr 1884 140 neue Orgeln. Hinzu kommen 20 Umbauten bzw. Restaurierungen. Alle von Buchholz geschaffenen Orgeln verfügen über rein mechanische Schleifladen mit den von ihm erfundenen Keilschleifen.

Zu Buchholz’ bedeutendsten Werken zählt die 1839 im siebenbürgischen Kronstadt gebaute Orgel in der evangelischen Schwarzen Kirche: Die Buchholz-Orgel der Schwarzen Kirche ist mit 63 Registern auf vier Manualen das größte von Buchholz gebaute Instrument und noch heute erhalten geblieben.

Im Jahr 1821 vollendete er noch zusammen mit seinem Vater die Orgel in der Barther Marienkirche. Diese Orgel war mit einer 42-stimmigen, auf zwei Manuale und Pedal verteilten Disposition und einem Manualumfang bis ins dreigestrichene g für die damalige Zeit nahezu revolutionär. Sie ist heute die Buchholz-Orgel mit dem größten Originalbestand in Deutschland. Die frühromantische Orgel ist von europäischer Bedeutung.[2]

Die größte Buchholz-Orgel in Deutschland steht in der Stralsunder Nikolaikirche (siehe Orgel der St. Nikolaikirche) und stammt aus dem Jahr 1841.

Werkliste (Auswahl)Bearbeiten

NeubautenBearbeiten

Die Größe der Instrumente wird in der fünften Spalte durch die Anzahl der Manuale und die Anzahl der klingenden Register in der sechsten Spalte angezeigt. Ein großes „P“ steht für ein selbstständiges Pedal, ein kleines „p“ für ein angehängtes Pedal. Die letzte Spalte beinhaltet Angaben zum ursprünglichen und heutigen Zustand. Eine Kursivierung zeigt an, dass die betreffende Orgel nicht mehr oder lediglich der Prospekt erhalten ist.

Mit Johann Simon BuchholzBearbeiten

Carl August Buchholz baute in den Jahren 1812 bis 1825 zusammen mit seinem Vater Johann Simon die nachfolgend aufgeführten Orgeln.

Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen
1812 Altentreptow St. Petri II/P 23 Teile und Register in eine 1865 von Barnim Grüneberg gebaute Orgel integriert, 2002/2003 durch die Orgelbau- und Restaurierungswerkstatt Scheffler restauriert; heute II/P/31[3]
1817 Berlin Oberpfarr- und Domkirche II/P 32 1886 Erweiterung durch Gebr. Dinse (Berlin), 1893 abgebaut; Dom 1905 durch Neubau mit neuer Orgel ersetzt
1817 Neulietzegöricke Ev. Kirche I 2 nicht erhalten
1817 Neu Hardenberg Ev. Kirche II/P 21 Das von Schinkel entworfene Gehäuse von 1817 ist erhalten, darin 1924 Neubau durch W. Sauer (Opus 1284).
1818 Demmin St. Bartholomaei II/P 40 Restauriert 1999/2000 durch die Orgelbau- und Restaurierungswerkstatt Scheffler (Sieversdorf) → Orgel der St. Bartholomaeikirche
1819 Ahrensfelde Ev. Kirche I 5 nicht erhalten
1820 Baruth/Mark Stadtkirche St. Sebastian II/P 21 nicht erhalten
1820 Britz bei Eberswalde Ev. Dorfkirche I/P 7 erhalten
1820 Gristow Ev. Kirche I/P 13 im 19. Jahrhundert durch Barnim Grüneberg erweitert; erhalten
1821 Berlin-Schöneberg Ev. Dorfkirche I/P 11 Das Instrument wurde am 26. Februar 1945 zerstört, als die Kirche ausbrannte.
1821 Barth St. Marien II/P 42 Restauriert durch die Orgelwerkstatt Wegscheider (Dresden) → Orgel der Marienkirche
1821 Greifswald St. Jakobi II/P 28 Instrument 1955 bei einem Turmbrand zerstört
1822 Wachow Ev. Kirche I/P 14 1911 Reparatur und Dispositionsänderung durch A. Schuke, Originalsubstanz weitgehend erhalten
1822 Berlin Institut für Kirchenmusik II/P 13 1888 abgebaut
1823 Rixdorf bei Berlin Bethlehemskirche   I/P 13 Seit 1895 in der Dorfkirche Alt Gaarz
1823 Seelübbe Ev. Kirche II/P In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts durch ein Werk von Albert Kienscherf (Eberswalde) ersetzt.
1823 Teltow St. Andreas I/P 17 zerstört
1824 Stargard St. Marien III/P 32 nicht erhalten
1825 Osterburg St. Nikolai II/P 22 mehrfach umgebaut[4]

Eigene NeubautenBearbeiten

Von 1817 bis 1847 baute er allein folgende Orgeln.

Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen
1817 Prenzlau Sabinenkirche Erster eigenständiger Orgelbau von C. A. Buchholz in der Werkstatt des Vaters, zerstört
1824 Görzke Ev. Kirche I/P 14 1882 Erweiterung um ein zweites Manual durch Friedrich Lobbes; erhalten
1826 Berlin-Britz Ev. Dorfkirche I/P 9 1888 ersetzt durch einen Neubau der Gebr. Dinse/Berlin (II+P/10), darin Teile (Holzpfeifen) von 1826 erhalten. → Orgel
1826 Rolofshagen Ev. Dorfkirche I/P 7 im 19. Jh. von Mehmel erweitert; zerstört: 1986 stürzte die Dorfkirche auf Grund fehlender Dachsanierung ein
1827 Berlin-Kaulsdorf Jesuskirche I/P 1912 durch einen Neubau der Gebr. Dinse (Berlin) ersetzt
1829 Pütte Ev. Dorfkirche II/P 14 Restauriert 2014 durch die Firma Historische Tasteninstrumente Schmidt (Rostock)
1829 Stralsund Heilgeistkirche II/P 17 1969 Erweiterungsumbau durch Alexander Schuke; Prospekt und 8 Register erhalten
1830 Grimmen St. Marien   II/P 26 1992 Neubau durch Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt; Gehäuse erhalten
1830 Merz Ev. Kirche I 5 um 1875 Erweiterungsumbau durch Wilhelm Remler; erhalten
1829–1831 Berlin-Mitte Friedrichswerdersche Kirche III/P 33 1891 Neubau durch Gebr. Dinse (Berlin) unter Verwendung von alten Pfeifen und des Prospektes, 1944/1945 zerstört
1831 Gützkow St. Nikolai II/P 14 erweitert durch W. Sauer (Frankfurt/Oder)
1831 Tribsees St. Thomas II/P 24 1996 Restaurierung durch Orgelbau- und Restaurierungswerkstatt Rainer Wolter
1832 Greifswald Dom St. Nikolai III/P 44 1988 umgebaut von Jehmlich Orgelbau DresdenOrgel
1832 Lassan St. Johannis   II/P 17 1986 Generalüberholung durch Orgelbau- und Restaurierungswerkstatt Rainer Wolter (Dresden)
1833 Falkenrehde Ev. Kirche I 5 1911 Neubau durch Alexander Schuke
1833 Soest Reformierte Brunsteinkapelle II/P 10 1873 nach Alt-St. Thomä überführt, dort 1913 ersetzt
1834 Berlin-Mitte St. Elisabeth II/P 18 1945 zerstört
1834 Berlin-Mitte Heilig-Geist-Kapelle I/P 10 1906 Abbau, Verbleib unbekannt
1834 Berlin-Moabit St. Johannis II/P 11 nicht erhalten
1834 Berlin-Wedding Nazarethkirche II/P 11 1896 durch Neubau von Walcker ersetzt
1834 Berlin-Gesundbrunnen St. Paul II/P 11 1906 durch Neubau von Walcker ersetzt
1834 Frankfurt (Oder) St. Marien III/P 54 Kunstschätze wurden während des Zweiten Weltkriegs ausgelagert, Orgel zerstört
1835 Liebenwalde Ev. Kirche II/P 20 1898 durch Neubau von Hollenbach ersetzt
1836 Altfriedland Klosterkirche I 1945 beschädigt, 1954 ersetzt
1836 Elsey Ev. Stiftskirche Kloster Elsey Orgelerneuerungen 1953/1969/1994; nicht erhalten
1836 Garz/Rügen St. Petri II/P 12 1914 Umbau durch Barnim Grüneberg; 1995 Restaurierung durch Orgelbau- und Restaurierungswerkstatt Rainer Wolter
1838 Wotenick St. Nikolai I/P 8 1874 Erweiterung durch Friedrich Albert Mehmel (Stralsund), 2008 Überholung durch die Firma Mecklenburger Orgelbau
1839 Hanshagen Kirche Hanshagen   I/P 8 1860 durch Friedrich Albert Mehmel um ein zweites Manual erweitert und 1954 durch Barnim Grüneberg jr. aus Greifswald klanglich umgestaltet, ab den 1980er Jahren unspielbar, 2010 von S. Müller provisorisch einige Register wieder spielbar gemacht, 2017/2018 von Firma Historische Tasteninstrumente Schmidt (Rostock) repariert
1839 Kronstadt, Siebenbürgen, heute Brașov Schwarze Kirche IV/P 63 2001 Restaurierung durch Orgelbau Stemmer (Zumikon/CH); weitgehend erhalten → Orgeln der Schwarzen Kirche (Brașov)
1839 Stoltenhagen Ev. Kirche I/P 9 2001/2005 Teilrestaurierung durch Wolter
1839/1840 Berlin-Mitte Arbeitshauskirche zerstört
1840 Altreetz Ev. Kirche II/P 18 zum großen Teil erhalten[5]
1840 Leplow St. Katharinen I/P 8 1971 nach Groß Bünzow umgebaut, 2010/2011 durch Orgelwerkstatt Scheffler restauriert
1840 Neuruppin St. Marien III/P 40 Gehäuse erhalten
1840 Tempelfelde Ev. Kirche II/P 10 mit Physharmonika im Oberwerk, 1885 mit Kirche durch Brand zerstört[6]
1841 Schlemmin Ev. Dorfkirche I/P 8 Prospektpfeifen wurden 1917 für Kriegszwecke abgegeben, 2001–2002 restauriert durch Fa. Martin-Christian Schmidt[7]
1841 Stralsund St. Nikolai III/P 56 Orgel der St.-Nikolai-Kirche
1842 Abtshagen Heilgeistkirche   I/P 8 2001 Restaurierung durch Wolter (Dresden)
1842 Bobbin St. Pauli I/p 4 1881 Umbau und Erweiterung auf I/P/6 durch Barnim Grüneberg; 2007 Restaurierung und Prospekteinbau durch Wolter; Wiedereinweihung am 31. August 2008[8][9]
1842 Stralsund St. Annen und Brigitten I 4 nicht erhalten
1842 Wrechow, Neumark, heute Orzechów Ev. Kirche I/P 10 wahrscheinlich in schlechtem Zustand oder nicht mehr erhalten[10]
1842 Wusterhusen Johanneskirche II/P 15 1923 Erweiterung durch Heintze
1844 Berlin-Mitte Klosterkirche II/P 25 im April 1945 zerstört
1844 Koblenz-Stolzenfels St. Menas I 1942 durch eine Klais-Orgel ersetzt
1844 Velgast Ev. Christuskirche   I/P 8 1995 Restaurierung durch Wolter
1845 Tribohm Ev. Dorfkirche   I/P 7 1917 mussten die Prospektpfeifen für Kriegszwecke abgegeben werden. 1994 denkmalschutzgerechte Restaurierung durch Hinrich Otto Paschen (Kiel)[11]
1845 Pelplin Domkirche   III/P 55 1908 Erweiterung durch Bruno Goebel; erhalten → Orgeln der Kathedrale Pelplin
1846 Berlin-Köpenick Schlosskirche   I/P Gehäuse erhalten, darin 1987 Neubau durch A. Voigt (Bad Liebenwerda)
1846 Berlin-Lichtenberg Alte Pfarrkirche I/P 7 1887 ersetzt durch Neubau von W. Sauer (Frankfurt/Oder), um 1944 zerstört
1846 Berlin-Mitte St. Nikolai   III/P 50 1902 Neubau durch W. Sauer unter Verwendung des Gehäuses und alten Materials; 1944 zerstört
1846 Berlin-Wilmersdorf Ev. Dorfkirche I/P 1898 im Zuge des Kirchenneubaus abgebaut
1846 Britz bei Eberswalde Dorfkirche I/P 7 2017 Restaurierung durch Schuke[12][13]
1846 Bönen Alte Kirche nicht erhalten
1846 Stralsund-Voigdehagen Kirche Voigdehagen   II/P 15 2003/2006 Generalüberholung/Teilrestaurierung durch Wolter (Dresden)
1846/47 Berlin-Mitte Deutscher Dom II/P 24 1882 Abbau, Teile nach Ueckermünde für die Stadtkirche verkauft
1847 Berlin-Mitte Gertraudenkirche 1881 Abbau (Kirche wurde abgerissen)
1847 Prenzlau St. Marien II/P 33 1945 zerstört
1847 Schmölln Ev. Kirche I/P 10 1897 Umsetzung nach Schenkenberg (Kreis Prenzlau), dort 1900 verbrannt
1848 Berlin Private Synagoge II/P 9 nicht erhalten
1848 Berlin-Kreuzberg Irvingianerkirche erhalten ??
1848 Berlin-Mitte St. Georgen III/P 42 nicht erhalten
1848 Oranienburg Evangelisches Seminar erhalten ??
1848 Damgarten St. Bartholomäus II/P 13 1971 ersetzt durch W. Sauer
1848 Görlsdorf, Uckermark Evangelische Kirche I/p 4 es fehlen viele Pfeifen[14]
1848 Lüdershagen St. Georg I/P 9 erhalten
1848 Röpersdorf, Uckermark Evangelische Kirche I/P 9 in schlechtem Zustand erhalten
1848 Soldin, Neumark, heute Myślibórz Französisch-Reformierte Kirche II/P 12 1925 Umsetzung nach Wolgast; 2001 Restaurierung und Aufstellung in Falkenhagen bei Freienwalde[15]
1849 Blindow, Uckermark Evangelische Kirche II/P 11 1911 durch Barnim Grüneberg teilweise ersetzt, einige Register und Gehäuse erhalten[16]
1849 Boitzenburg, Uckermark Pfarrkirche St. Marien auf dem Berge   II/P 14 1850 durch Carl Friedrich Buchholz ergänzt[17][18]

Mit Carl Friedrich Buchholz als GehilfenBearbeiten

Ab 1850 wurde der Sohn Carl Friedrich Buchholz einige Male als Gehilfe genannt.[19]

Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen
1850 Alt Lietzow, heute Berlin-Charlottenburg Dorfkirche nicht erhalten
1850 Berlin-Mitte Invalidenhaus, Evangelische Kapelle I/P 9 nicht erhalten
1850 Berlin-Mitte Invalidenhaus, katholische Kapelle wahrscheinlich nicht erhalten
1850 Potsdam Kadettenhaus I/P 10 wahrscheinlich nicht erhalten
1850 Grieben Dorfkirche II/P 9 wahrscheinlich erhalten[20]
1851 Neukünkendorf, Uckermark Dorfkirche I/P 7 Zuschreibung; später auf I/P/8 erweitert, erhalten[21]
1851 Berlin-Moabit Gefängniskirche erhalten ???
1854 Falkenthal Ev. Dorfkirche I/P 8 erhalten[22]
1853 Leppin, Mecklenburg Dorfkirche I/P 9 erhalten[23]
1854 Friedersdorf bei Seelow Ev. Dorfkirche I/P 9 1999 ersetzt[24]
1854 Berlin-Mitte Reformierte Synagoge Johannisstraße II/P 18 1912 ersetzt[25]
1855 Berlin-Friedrichshain St. Markus II/P 30 wahrscheinlich nicht erhalten
1855 Templin, Uckermark St. Maria und Magdalenen II/P 37 in Gehäuse von Gottlieb Scholtze von 1769, 1921 ersetzt durch Jehmlich mit einigen Pfeifen, Barockgehäuse erhalten [26]
1856 Berlin-Friedrichshain St. Andreas II/P 27 wahrscheinlich zerstört
1856 Brodowin, Uckermark Dorfkirche   I/P 9 erhalten[27]
1856 Hennigsdorf bei Berlin Martin-Luther-Kirche II/P nicht erhalten
1856 Schwedt/Oder, Uckermark St. Katharinen I/P nicht erhalten
1856 Stüdenitz Dorfkirche I/P 10 zum großen Teil erhalten[28]
1856 Berlin-Prenzlauer Berg Elisabethstift Kapelle I/P 7 Erbauer unbekannt, Vermutung Buchholz, Lange oder Dinse[29]
1857 Berlin-Kreuzberg Realschule II/P 9 wahrscheinlich nicht erhalten
1857 Königsberg in Preußen St. Johannis 1945 zerstört
1857 Memel, Ostpreußen St. Johannis III/P 42 nicht erhalten
1858 Berlin-Friedrichshain St. Bartholomäus II/P 17 nicht erhalten
1858 Berlin-Rosenthal Ev. Dorfkirche I/P 9
1859 Berlin-Pankow Dorfkirche Zu den vier Evangelisten II/P 14 nicht erhalten
1859 Schippenbeil, Ostpreußen, heute Sępopol Stadtkirche, heute St. Michael II/P 23 erhalten[30][31]
1859 Stolpe bei Berlin Dorfkirche I/P 8 mit Ferdinand Lange; erhalten[32]
1860 Berlin-Kreuzberg St. Lukas II/P 28 nicht erhalten
1860 Berlin-Mitte St. Michael nicht erhalten
1860 Berlin-Mitte St. Petri IV/P 60 später auf 72 Register erweitert, 1945 zerstört[33]
1860 Hohengüstow Dorfkirche II/P 11
1860 Schlatkow Dorfkirche I/P 6
1861 Bredow Dorfkirche II/P 11 erhalten ?[34]
1862 Berlin-Mitte Königliche Oper nicht erhalten

Als Carl August Buchholz & SohnBearbeiten

Ab etwa 1866 arbeitete die Firma als Carl August Buchholz & Sohn.

Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen
1866 Berlin-Mitte Große Synagoge III/P 45 spätestens 1945 zerstört
1867 Grieben Evangelische Kirche II/P 9
1867 Lanke Evangelische Kirche I/P 9
1868 Flatow Evangelische Kirche II/P 12
1868 Neu Boltenhagen St. Marien II/P 8
1869 Diedersdorf Evangelische Kirche I/P 7
1869 Düpow Evangelische Kirche I/P 9 [35]
1869 Melkof Gutskirche Melkof   II/P 10 2018 durch den Plauer Orgelbaumeister Andreas Arnold restauriert.[36]
1869 Potsdam St. Peter und Paul II/P 25
1870 Netzelkow Evangelische Kirche
1872 Klein Oschersleben Ev.-luth. Kirche   II/P 14
1876 Gutengermendorf Evangelische Kirche
1878 Potsdam Bethlehemkirche
1882 Saal der Reichshallen Berlin-Mitte II/P 18 1893 in St. Matthias (Berlin) aufgestellt, 1914 ersetzt.
1884 Nossendorf Ev.-luth. St. Marien
1884 Alt Gaarz Ev. Kirche Rerik I/P 13
1884 Ribbeck Evangelische Kirche I/P 22
? Brandenburg an der Havel St. Johannis II/P 18

Umbauten und InstandsetzungenBearbeiten

Jahr Ort Gebäude Bild Manuale Register Bemerkungen
1826 Bad Wilsnack St. Nikolai
1828 Stralsund St. Marien Stellwagen-Orgel
1829 Berlin-Mitte St. Marien
1833 Berlin Dorotheenstädtische Kirche
1833 Berlin-Mitte Friedrichswerdersche Kirche
1837 Zachow Dorfkirche [1] I/P 11 Instrument von Joachim Wagner[37]
1840 Osterburg Martinskapelle
1845 Angermünde St. Marien
1851 Berlin-Mitte Parochialkirche Mit Sohn
1851 Berlin-Kreuzberg Jerusalemskirche
1851 Berlin-Spandau St. Nikolai Mit Sohn
1851 Boitzenburg St. Marien auf dem Berge Mit Sohn
1857 Nauen St. Jacobi   Mit Sohn
1861 Halberstadt Dom St. Stephanus und Sixtus Mit Sohn → Orgel
1864 Brandenburg an der Havel St. Katharinen Mit Sohn
1865 Brandenburg an der Havel St. Gotthardt Mit Sohn
1877 Berlin-Mitte Sophienkirche Mit Sohn

LiteraturBearbeiten

  • Carl August Buchholz †. In: Die Orgel- und Pianobau-Zeitung. Band 6, 1884, S. 226.
  • Wolf Bergelt (Hrsg.): „Dein tief betrübter Papa“. Ein Beitrag zur Buchholz-Forschung. Freimut & Selbst, Berlin 1996.
  • Franz Gerhard Bullmann: Hardenberg, Zelter und Orgelbauer Buchholz. In: Albert Dunning (Hrsg.): Visitatio Organorum. (Festschrift Maarten Albert Vente zum 65. Geburtstag). Band I. Buren 1980, S. 99–102.
  • Susi Jeans: The Organ Builders J. S. and C. A. Buchholz of Berlin. In: Organists' Review. Band 72, 1987, S. 207–210.
  • Salomon Kümmerle: Buchholz, Firma. In: Encyklopädie der evangelischen Kirchenmusik. Band 1, 1888, S. 196 f.
  • Hans-Dieter Meyer: Buchholz und Haupt, oder: Wie der Barkerhebel nach Deutschland kam. In: Ars Organi. Band 52, 2004, S. 75–80.
  • Uwe Pape: Buchholz, Familie. In: Musik in Geschichte und Gegenwart 2. Personenteil Band 3. Bärenreiter/Metzler, Kassel/Stuttgart 2000, S. Sp. 1179–1183.
  • Uwe Pape, Wolfram Hackel, Christhard Kirchner (Hrsg.): Lexikon norddeutscher Orgelbauer. Band 4. Berlin, Brandenburg und Umgebung einschließlich Mecklenburg-Vorpommern. Pape Verlag, Berlin 2017. ISBN 978-3-921140-06-2. S. 77–79.
  • Dietrich W. Prost: Das Wirken der Berliner Orgelbauer Buchholz in Vorpommern. In: Acta Organologica. Band 20, 1988, S. 149–160.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Carl August Buchholz Schwarze Kirche Kronstadt (Memento)
  2. orgel-information.de: Die Orgel in St. Marien zu Barth, abgerufen am 2. Februar 2019.
  3. Matthias Gretzschel: Orgeln in Mecklenburg-Vorpommern. Für die Zeit gerettet. In: Hamburger Abendblatt. Axel Springer AG, Hamburg 2003, ISBN 3-921305-26-8.
  4. Orgel in Osterburg, abgerufen am 27. Januar 2019.
  5. Orgel in Altreetz Institut für Orgelforschung
  6. Geschichte der Orgel in Tempelfelde Institut für Orgelforschung Brandenburg
  7. Raimund Nitzsche: Kriegswaffen, Mondphasen, Holzwürmer. Nach 40 Jahren Schweigen soll die Schlemminer Orgel wieder erklingen. Aus der Pommerschen Kirchenzeitung vom Pfarramt Ahrenshagen am 10. Februar 2001, abgerufen am 2. Februar 2019.
  8. Ostsee-Zeitung, Regionalausgabe Rügen, vom 2. September 2008.
  9. Orgel in Bobbin Organindex (beschränkter Zugriff)
  10. Keine Artikel in polnischen Orgeldatenbanken Musicam Sacram und Wirtualne Centrum Organowe
  11. Orgel in Ahrenshagen Organindex (beschränkter Zugriff)
  12. Orgel in Britz Institut für Orgelforschung, mit handschriftlichem Dispositionsentwurf von Buchholz
  13. Wiederinbetriebnahme der Orgel youtube
  14. Hannes Ludwig: Orgelhandbuch Brandenburg. Teil 2. Uckermark (Ostteil). Freimut & Selbst, Berlin 2008, S. 124.
  15. Orgel in Falkenhagen Institut für Orgelforschung
  16. Orgelhandbuch Uckermark, 2, S. 60.
  17. Uwe Pape, Wolfram Hackel, Christhard Kirchner (Hrsg.): Lexikon norddeutscher Orgelbauer. Band 4. Berlin, Brandenburg und Umgebung. Pape Verlag, Berlin 2017, S. 79 unter Buchholz, Carl Friedrich.
  18. Hannes Ludwig: Orgelhandbuch Brandenburg. Teil 1. Uckermark (Westteil). Freimut & Selbst, Berlin 2007.
  19. Uwe Pape, Wolfram Hackel, Christhard Kirchner (Hrsg.): Lexikon norddeutscher Orgelbauer. Band 4. Berlin, Brandenburg und Umgebung. Pape Verlag, Berlin 2017. S. 79.
  20. Orgel in Grieben Orgeldatabase (niederländisch)
  21. Hannes Ludwig: Orgelhandbuch Brandenburg. Teil 2. Uckermark (Ostteil). Freimut & Selbst, Berlin 2008. S. 206.
  22. Orgel in Falkenthal Orgeldatabase
  23. Orgel in Leppin Orgelmuseum Malchow
  24. Geschichte der Orgel in Friedersdorf Institut für Orgelforschung Brandenburg
  25. Information Orgeldatabase
  26. Heutige Orgel in Templin Orgeldatabase, mit Buchholz-Disposition (niederländisch)
  27. Orgel in Brodowin Institut für Orgelforschung Brandenburg
  28. Orgel in Stüdenitz Orgeldatabase
  29. Information Orgeldatabase
  30. Orgel in Sępopol Wirtualne Centrum Organowe (polnisch)
  31. Werner Renkewitz, Jan Janca, Hermann Fischer (Hrsg.): Geschichte der Orgelbaukunst in Ost- und Westpreußen von 1333 bis 1944. Band II, 2. Von Johann Preuß bis E. Kemper & Sohn, Lübeck/Bartenstein. Siebenquart, Köln 2015. S. 675.
  32. Information Orgeldatabase
  33. Orgel der Petrikirche Berlin Orgeldatabase
  34. Information Orgeldatabase
  35. Orgel Dorf Düpow
  36. Das Schweigen beendet. In: svz.de. 7. Dezember 2018, abgerufen am 7. Dezember 2018.
  37. Karl Richter: Zachow (Czachów). In: Schinkel und ein Rätseltext oder: Zachow gibt uns noch zu denken. 20. März 2007. S. 2. Online (PDF, 1,5 MB) auf der Website Orgellandschaft Brandenburg, abgerufen am 21. Mai 2013.