Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt 1937/38

Die Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt 1937/38 war die fünfte Spielzeit der seit 1933 als Unterbau zur Gauliga Mitte fungierenden zweitklassigen Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt. Durch das Scheitern von Saxonia Tangermünde in der diesjährigen Aufstiegsrunde und den gleichzeitigen Abstieg des nun illiquiden Magdeburger FC Viktoria 1896 aus der übergeordneten Gauliga, wurde die Klasse nach längerer Zeit wieder mit zwölf Vereinen ausgespielt. Gefeierter Meister wurde zum ersten Mal, der FV Fortuna Magdeburg, der sich dann später in der anschließenden Relegationsrunde als Zweitplatzierter für die höhere Liga qualifizierte. Dabei absolvierte der Verein seine Heimspiele in ihrer neuen Heimstätte: Am Schöppensteg, weil ihr altes Domizil an der Rothenseer Straße der Errichtung einer Wohnsiedlung weichen musste. Der SV Wacker Bernburg beeindruckte als Neuling und landete mit nur einem Punkt Rückstand auf dem zweiten Rang und lieferte dem großen Favoriten und allen Interessierten ein eindrucksvolles Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum letzten Spieltag. Die Thalenser Neulinge schlugen sich ebenfalls äußerst achtbar und hielten standhaft die Klasse, wenn auch sehr knapp. Viktoria 03 Zerbst verabschiedete sich in dieser Saison für immer vom Zweitliga-Fußball. Der überforderte VfB 1906 Schönebeck enttäuschte chancenlos und taumelte schon frühzeitig und ohne jede Aussicht auf ein Ticket für die nächste Spielzeit am Ende des 12er-Feldes dem ungewollten Kreisklassen-Fußball entgegen. Dafür entlohnte die Saison aber mit purer Spannung, dargeboten durch die vier starken Protagonisten der end-saisonalen Tabellen-Spitze.

Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt 1937/38
Meister FV Fortuna Magdeburg
Aufsteiger FV Fortuna Magdeburg
Absteiger Viktoria 03 Zerbst
VfB 1906 Schönebeck
Mannschaften 12
Spiele 132  (davon 132 gespielt)
Tore 637  (ø 4,83 pro Spiel)
Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt 1936/37
Gauliga Mitte 1937/38
1. Kreisklassen ↓
Viktoria 03 Zerbst – Abschied vom Zweitliga-Fußball 1937/38
Spielorte der Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt 1937/38
(Blau = Meister / Gelb = Absteiger)

Dem SV 09 Staßfurt und der Germania aus Wernigerode, vor Jahresfrist zusammen abgestiegen, gelang der sortige Tandem-Wiederaufstieg.

AbschlusstabelleBearbeiten

Tabellen, Zahlen und Resultate sind aus den im Unterpunkt Quellen notierten Zeitungen entnommen.

Gespielte Spiele: 132__/__Erzielte Tore: 637
[ 5. Spielzeit – Saison-Beginn:  05.09.1937 ]

Pl. Verein Sp. Tore Quote Punkte
1. FV Fortuna Magdeburg 22 66:29 2,27 29:15
2. SV Wacker Bernburg (N) 22 60:44 1,36 28:16
3. VfL Viktoria-Neustadt 1860 (A) 22 52:48 1,08 27:17
4. Saxonia 07 Tangermünde (M) 22 60:56 1,07 27:17
5. FC 1915 Mildensee 22 41:42 0,97 23:21
6. FC Viktoria 09 Stendal 22 63:46 1,37 22:22
7. MSC Preußen 99 22 55:49 1,12 21:23
8. FC Preußen 02 Burg 22 56:52 1,07 21:23
9. FC Germania Halberstadt 22 45:56 0,80 20:24
10. SpVgg 04 Thale (N) 22 46:64 0,71 20:24
11. SV Viktoria 03 Zerbst 22 52:62 0,83 19:25
12. VfB 1906 Schönebeck 22 41:89 0,46   7:37
Legende
Qualifikation für Aufstiegsrunde 37/38 zur Gauliga Mitte
Absteiger in die 1. Kreisklassen
(M) Titelverteidiger des Vorjahres
(A) Absteiger aus der Gauliga Mitte
(N) Aufsteiger aus den 1. Kreisklassen

(bei Punktgleichheit entschied in allen Klassen und Runden jeweils der Torquotient über die Tabellen-Platzierung)

AufstiegsrundeBearbeiten

In der Aufstiegsrunde spielten die 4 Gewinner der einzelnen 1. Kreisklassen um die beiden Aufstiegsplätze zur Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt 1938/39.

Gespielte Spiele: 12__/__Erzielte Tore: 53____/____ Ausspielung: [ 08.05. – 03.07.1938 ]

 
SV 09 Staßfurt – Prompte Rückkehr in die gewohnte Liga 1937/38
Pl. Verein Sp. Tore Quote Punkte
1. SV 09 Staßfurt
(Sieger Kreisklasse Anhalt)
6 12:10 1,20 8:40
2. VfL Germania Wernigerode
(Sieger Kreisklasse Harz)
6 17:13 1,30 7:50
3. SV 07 Bernburg
(Sieger Kreisklasse Anhalt)
6 9:11 0,81 6:60
4. Stendaler BuTC
(Sieger Kreisklasse Altmark)
6 15:19 0,79 3:90
Legende
Aufsteiger in die Bezirksklasse Magdeburg-Anhalt

QuellenBearbeiten

  • Zeitung Sport-Telegramm 1937 und 1938