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Der Bahnhof Köln-Nippes befindet sich überwiegend im gleichnamigen Stadtteil Nippes in Köln. Er liegt an der Bahnstrecke Köln – Krefeld – Kleve und diversen zulaufenden Verbindungsstrecken. Der von der Kölner S-Bahn bediente Bahnhofsteil Köln-Nippes Pbf liegt im benachbarten Stadtteil Bilderstöckchen. Im Stadtteil Nippes existieren heute nur noch wenige Meter Gleisstrecke.

Köln-Nippes
Personenbahnhof Köln-Nippes, 2006
Personenbahnhof Köln-Nippes, 2006
Daten
Lage im Netz Zwischenbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung KKN
IBNR 8003372
Kategorie 4
Eröffnung 15. November 1855
Profil auf Bahnhof.de Koeln-Nippes
Lage
Stadt/Gemeinde Köln
Ort/Ortsteil Nippes
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 59′ 4″ N, 6° 55′ 18″ OKoordinaten: 50° 59′ 4″ N, 6° 55′ 18″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen

Inhaltsverzeichnis

Lage und AufbauBearbeiten

Der Bahnhof umfasst mehrere Bahnhofsteile. Neben dem eigentlichen Bahnhof Köln-Nippes (KKN) sind dies (Stand: 2016) die Bahnhofsteile Köln-Nippes Bez 1 (KKN B), Köln-Nippes Bez 4 (KKN G), Köln-Nippes Etzelstraße Abzw (KKN E), Köln-Nippes Nf (KKN N), Köln-Nippes Pbf (KKN P) und Köln-Nippes Wendeanlage (KKN W). Die Bahnhofsteile Bez 1, Bez 4 und Nf befinden sich in Höhe des ehemaligen Rangierbahnhofs und heutigen Abstellbahnhofs an der VzG-Strecke 2615 (Köln West – Köln-Longerich), die parallel zur Strecke Köln Hbf – Krefeld – Kleve verläuft. Über den Bezirk 1 besteht eine Verbindung zum Gleisnetz der HGK.[3] Die VzG-Strecke 2610 (Köln Hbf – Kleve), die eigentliche Hauptstrecke, ist über den Bahnhofsteil Etzelstraße Abzw mit den übrigen Strecken verbunden. Die VzG-Strecke 2620 (Köln Hbf – Köln-Worringen) dient dem S-Bahn-Verkehr. An ihr befinden sich die Bahnhofsteile Personenbahnhof (Pbf) und Wendeanlage, am Bahnhofsteil Etzelstraße Abzw mündet sie in die VzG-Strecke 2610. Zwischen Köln-Nippes und Köln-Longerich weist diese Strecke keine eigenen Gleise auf.[4]

Die leit- und sicherungstechnischen Anlagen des Bahnhofs werden seit dem 13. April 1975 vom Stellwerk Nf, einem Relaisstellwerk der Bauart SpDrS60 mit Nummernstellpult, gesteuert.[5] Das Stellwerk ersetzte mehrere mechanische und elektromechanische Stellwerke aus dem frühen 20. Jahrhundert. Die S-Bahnstrecke bis einschließlich Köln-Chorweiler Nord und die Abzweigstelle Köln Etzelstraße werden von Nf aus ferngestellt.[6]

GeschichteBearbeiten

 
ICE-Instandhaltungswerk Köln, 2018

Der Bahnhof ging mit der Eröffnung der Streckenabschnitts Cöln Crefelder Bf – Neuss am 15. November 1855 in Betrieb.[7] Betreiber der Strecke war zunächst die Cöln-Crefelder Eisenbahn-Gesellschaft, die 1860 von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) übernommen wurde.[8] Nach der Übernahme durch die RhE entstand bei Nippes die Central-Werkstätte der Gesellschaft. Etwa zeitgleich ging der Rangierbahnhof Nippes in Betrieb. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Rangierbahnhof im Zuge des allgemeinen Ausbaus der Kölner Güterverkehrsanlagen umfangreich erweitert.[9] 1914 ging das Bahnbetriebswerk Köln-Nippes in Betrieb.[10]

Seit 1975 ist der Bahnhof in das Netz der S-Bahn Rhein-Sieg, der heutigen S-Bahn Köln eingebunden.[11] Mit der Inbetriebnahme der Kölner Stammstrecke ging der neue Personenbahnhof Köln-Nippes am 26. Mai 1990 in Betrieb.[4] Dieser befindet sich südlich des Rangierbahnhofs an der Hartwichstraße. Das historische Bahnhofsgebäude, das mehrere hundert Meter von dem neuen Haltepunkt entfernt an der Escher Straße liegt, wurde aufgegeben. Das Gebäude steht seit 2002 unter Denkmalschutz und dient zu Wohnzwecken.[12]

Das 1991 aufgelöste Bw Köln-Nippes, zuletzt als Bw Köln 1 bezeichnet, dient seit 1992 als Heimat des Eisenbahnmuseums Köln, der bekannteste Untermieter ist das Rheinischen Industriebahn-Museums.[13] Auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs ging 2015 ein S-Bahn-Betriebswerk der DB Regio in Betrieb.[14] Am 23. Februar 2018 wurde das ICE-Instandhaltungswerk Köln eingeweiht. Das Werk ist das erste CO2-neutrale Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn.[15] Für den Bau wurden das ehemalige Empfangsgebäude und das in der Nähe befindliche ehemalige Stellwerk R 4 abgerissen. Alle diese Einrichtungen befinden sich im Stadtteil Bilderstöckchen.

BedienungBearbeiten

Der Personenbahnhof wird von den Linien S 6 (Essen Hbf – Köln-Nippes) der S-Bahn Rhein-Ruhr und S 11 der S-Bahn Köln (Bergisch Gladbach – Düsseldorf Flughafen Terminal) der S-Bahn Köln bedient. Die S 6 wird in den Hauptverkehrszeiten über Köln-Chorweiler nach Köln-Worringen verlängert.[1]

Linie Verlauf Takt Betreiber
S 6 Essen Hbf     Essen Süd E-Stadtwald E-Hügel E-Werden Kettwig Kettwig Stausee Hösel Ratingen Ost D-Rath   D-Rath Mitte     D-Derendorf D-Zoo D-Wehrhahn   Düsseldorf Hbf     D-Volksgarten D-Oberbilk   D-Eller Süd D-Reisholz   D-Benrath       D-Garath D-Hellerhof Langenfeld-Berghausen Langenfeld (Rheinland) Lev.-Rheindorf Lev.-Küppersteg Leverkusen Mitte   Lev.-Chempark K-Stammheim K-Mülheim     K-Buchforst K-Messe/Deutz     Köln Hbf     K-Hansaring   K-Nippes (– K-Geldernstraße/Parkgürtel   K-Longerich K-Volkhovener Weg – U K-Chorweiler   U K-Chorweiler Nord K-Blumenberg K-Worringen)
Nippes-Worringen nur in der HVZ
20 min DB Regio NRW
S 11 D-Flughafen Terminal – D-Unterrath – D-Derendorf – D-Zoo – D-Wehrhahn   – Düsseldorf Hbf     – D-Friedrichstadt – D-Bilk   – D-Völklinger Straße – D-Hamm – NE Rheinpark-Center – NE Am Kaiser   – Neuss Hbf     – Neuss Süd – Norf – NE-Allerheiligen – Nievenheim – Dormagen   – Dormagen-Chempark – Köln-Worringen – K-Blumenberg – K-Chorweiler Nord – K-Chorweiler   – K-Volkhovener Weg – K-Longerich – K-Geldernstraße/Parkgürtel   – K-Nippes – K-Hansaring   – Köln Hbf     – K-Messe/Deutz     – K-Buchforst – K-Mülheim     – K-Holweide – K-Dellbrück – Duckterath – Bergisch Gladbach 20 min DB Regio NRW

Außerdem kann zu folgenden Buslinien umgestiegen werden:

Linie Fahrstrecke
127 Longerich, Longericher Str. – Longerich   – Pesch – Mengenich – Ossendorf – Bilderstöckchen – Geldernstraße/Parkgürtel   – Nippes   – Nippes, Merheimer Platz – Hansaring   – Ebertplatz – Lentpark
142 UbierringChlodwigplatzVolksgarten – Südbahnhof – Weißhausstr. – Universität – Weinsbergstr./Gürtel – Bahnhof Ehrenfeld   – Liebigstraße – Nippes   – Nippes, Merheimer Platz

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bahnhof Köln-Nippes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gleise in Serviceeinrichtungen (KKN), DB Netz AG (PDF; 1,13 MB)
  2. a b André Joost: Streckenarchiv 2620 – Köln Hbf – Köln-Worringen. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 23. Juli 2017.
  3. Holger Kötting: Liste Deutscher Stellwerke auf stellwerke.de, vom 26. Oktober 2015, abgerufen am 23. Juli 2017.
  4. André Joost: StellwerksArchiv Köln-Nippes Nf. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 23. Juli 2017.
  5. André Joost: BetriebsstellenArchiv Köln-Nippes. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 23. Juli 2017.
  6. André Joost: Streckenarchiv 2610 – Köln – Kranenburg (Grenze). In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 23. Juli 2017.
  7. Eintrag zu Güter- und Rangierbahnhof Köln-Nippes. Stationsgebäude und Stellwerk Rt 4 in der Datenbank „KuLaDig“ des Landschaftsverbands Rheinland Gutachten gemäß § 22 Absatz 3 Satz 1 zum Denkmalwert gemäß § 2 DSchG NW von Dr. Walter Buschmann, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, vom 11.12.2007, abgerufen am 23. Juli 2017.
  8. Eintrag zu Bahnbetriebswerk in Nippes in der Datenbank „KuLaDig“ des Landschaftsverbands Rheinland Gutachtliche Stellungnahme zum Denkmalwert, Gutachten von Dr. Walter Buschmann, LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, vom 16.05.1995, abgerufen am 23. Juli 2017.
  9. André Joost: Linieninfo S11 – D Flughafen – Neuss – Köln – B. Gladbach. In: NRWbahnarchiv. Abgerufen am 23. Juli 2017.
  10. Bernd Schöneck: Sechzigviertel: Neue Pläne für alten Bahnhof. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 23. Februar 2012, abgerufen am 22. August 2017.
  11. Bw Köln-Nippes. In: rimkoeln.de. Rheinisches Industriebahn-Museum e. V., abgerufen am 23. Juli 2017.
  12. Peter Berger: Bahn nimmt neues S-Bahn-Werk in Nippes in Betrieb. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 13. Mai 2015 (ksta.de [abgerufen am 23. Juli 2017]).
  13. ICE-Werk in Nippes eröffnet. In: WZ.de. 26. Februar 2018, abgerufen am 5. Mai 2018.