Wulverdinghe

französische Gemeinde

Wulverdinghe, niederländisch und westflämisch Wulverdinge, ist eine französische Gemeinde mit 309 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Nord in der Region Hauts-de-France. Sie ist Teil des Arrondissements Dunkerque und Mitglied des Gemeindeverbandes Hauts de Flandre. In Wulverdinghe wurde bis in die 1970er Jahre noch mehrheitlich Westflämisch gesprochen.

Wulverdinghe
Wulverdinge
Wappen von Wulverdinghe
Wulverdinghe (Frankreich)
Wulverdinghe
Region Hauts-de-France
Département Nord
Arrondissement Dunkerque
Kanton Wormhout
Gemeindeverband Hauts de Flandre
Koordinaten 50° 50′ N, 2° 15′ OKoordinaten: 50° 50′ N, 2° 15′ O
Höhe 14–71 m
Fläche 2,92 km2
Einwohner 309 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 106 Einw./km2
Postleitzahl 59143
INSEE-Code

Mairie Wulverdinghe

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Wulverdinghe liegt im Westen Französisch-Flanderns, etwa zwölf Kilometer nördlich von Saint-Omer im äußersten Norden Frankreichs. Das Gemeindegebiet liegt am Südwestrand der flandrischen Ebene. Das Bodenrelief steigt nach Süden hin allmählich an und erreicht an der Südgrenze der Gemeinde 71 m über dem Meer.

Zu Wulverdinghe gehört der Ortsteil Berstoeke. Hier entspringt das Flüsschen Clinke Becque, das den Canal de la Haute Colme speist, der von Watten nach Dünkirchen führt.

Nachbargemeinden von Wulverdinghe sind Millam im Norden, Volckerinckhove im Osten, Lederzeele im Südosten, Saint-Momelin im Süden sowie Watten im Westen.

GeschichteBearbeiten

Der Name des Dorfes stammt aus dem 7. Jahrhundert, als die Franken Besitz von der Gegend nahmen. Er lautete Wulfafrithinga (mit den Bedeutungen „Wolf“ und „Friede“). Im Jahr 1161 wird eine Villa Wulverdinghe an der Römerstraße von Watten nach Cassel erwähnt. 1186 taucht in einer Urkunde die Schreibweise Wulveric auf. Im Jahr 1190 schenkten die Grafen von Flandern der Abtei Saint-Bertin Waldgrundstücke in Wulverdinghe.[1]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017
Einwohner 157 232 198 206 227 230 253 309
Quellen: Cassini[2] und INSEE[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Wulverdinghe

 
Kirche Saint-Martin

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

In der Gemeinde sind neun Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Getreideanbau, Milchwirtschaft, Rinder- und Geflügelzucht).[5]

In der nahen Gemeinde Watten besteht Anschluss an die Fernstraße von Dünkirchen nach Saint-Omer. Durch den Norden der Gemeinde Wulverdinghe führt die Bahnlinie LGV Nord von Paris zum Eurotunnel.

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes du Nord. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-119-8, S. 345.

BelegeBearbeiten

  1. auf yserhouck.free.fr@1@2Vorlage:Toter Link/yserhouck.free.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (französisch)
  2. Wulverdinghe auf cassini.ehess.fr
  3. Wulverdinghe auf insee.fr
  4. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 11. September 2015 (französisch).
  5. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

WeblinksBearbeiten

Commons: Wulverdinghe – Sammlung von Bildern