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Vienotība
Einigkeit
Parteilogo der Einigkeit
Parteivorsitzender Arvils Ašeradens
Partei­vorsitzender Arvils Ašeradens
Gründung 6. August 2011
Haupt­sitz Kaļķu iela 28
Rīga, LV-1050
Aus­richtung Liberaler Konservatismus
Farbe(n) Grün
Europapartei Europäische Volkspartei (EVP)
EP-Fraktion Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten)
Website www.vienotiba.lv

Vienotība (deutsch Einigkeit, kurz V) ist eine politische Partei in Lettland, die am 6. August 2011 gegründet wurde. Es handelt sich um die Verschmelzung der liberal-konservativen Parteien Jaunais laiks, Pilsoniskā savienība und Sabiedrība citai politikai. Seit 2010 bestand Vienotība bereits als Wahlbündnis.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Am 29. Januar 2009 wurde ein Vertrag über die Zusammenarbeit der drei beteiligten Parteien abgeschlossen.[1] Zeitweise war auch eine Beteiligung der Parteien des Bündnisses Visu Latvijai im Gespräch.[2] Am 6. März 2010 fand der Gründungskongress von „Vienotība“ statt.[3] Ģirts Valdis Kristovskis wurde zum Vorsitzenden gewählt und Valdis Dombrovskis als möglicher Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten genannt.

Bei der Wahl zur 10. Saeima am 2. Oktober 2010 wurde Vienotība mit 31,22 % der Wählerstimmen stärkste Kraft im Parlament und bildete eine Koalition mit dem Parteienbündnis Latvijas Zemnieku savienība/Latvijas Zaļā partija (ZZS). Im Rahmen eines Rotationsprinzips wurde Solvita Āboltiņa im März 2011 Vorsitzende des Bündnisses.

Am 6. August 2011 wurde Vienotība als Partei gegründet. Bei der Parlamentswahl im September 2011 erhielt die Partei 18,8 % der Wählerstimmen und bildete mit der Zatlera reformu partija und Nacionālā apvienība "Visu Latvijai!"–"Tēvzemei un Brīvībai/LNNK" (NA) die neue Regierung. Vienotība stellte im Kabinett Dombrovskis III erneut den Ministerpräsidenten. Nach Dombrovskis' Rücktritt am 27. November 2013 wurde Laimdota Straujuma, ebenfalls Mitglied der Vienotība und zuvor Landwirtschaftsministerin im Kabinett Dombrovskis III, am 22. Januar 2014 zur neuen Ministerpräsidentin gewählt. Sie war damit die erste Frau an der Regierungsspitze Lettlands und ihr Kabinett umfasste neben den Mitgliedern der bisherigen Koalitionäre auch die des neuen zusätzlichen Partners ZZS.

Bei der Europawahl in Lettland 2014 konnte die Vienotība mit 46,2 % deutlich stärkste Partei werden, sie gewann vier der acht lettischen Mandate im Europäischen Parlament. Bei der Wahl zur 12. Saeima im selben Jahr gewann Vienotība 23 der 100 Sitze.[4] Laimdota Straujuma wurde daraufhin als Ministerpräsidentin eine Koalition aus Vienotība, ZZS und NA wieder gewählt, blieb aber nur bis 2016 im Amt und wurde von Māris Kučinskis von der ZZS abgelöst.

Nach verschiedenen Skandalen und Abspaltungen musste die Partei, die zu den Wahlen 2018 im Wahlbündnis Jaunā Vienotība (neue Einigkeit) zusammen mit mehreren regionalen Kleinparteien angetreten war, erhebliche Verluste hinnehmen. Das neue Bündnis schaffte mit 6,69 % allerdings den (Wieder)einzug ins lettische Parlament und konnte 8 Abgeordnete entsenden.[5] Mit Krišjānis Kariņš konnte die Partei – obwohl sie der kleinste unter den fünf Koalitionspartnern ist – wieder den Ministerpräsidenten stellen. Zudem besetzt sie die Posten des Außenministers (Edgars Rinkēvičs) und des Finanzministers (Jānis Reirs).

WahlergebnisseBearbeiten

Ergebnisse bei den Parlamentswahlen
Jahr Stimmen Anteil Mandate Platz
2010 301.424 31,9 %
33/100
1
1.
2011 172.567 18,8 %
20/100
3.
2014 199.535 21,9 %
23/100
2.
2018 56.542 6,7 %
8/100
2
7.
Ergebnisse bei den Europawahlen
Jahr Stimmen Anteil Mandate Platz
2014 204.979 46,2 %
4/8
1.
2019 124.193 26,2 %
2/8
2
1.
1 Als Wahlbündnis bestehend aus der liberal-konservativen Neue Ära, der konservativen Bürgerunion und der sozialliberalen Gesellschaft für politischen Wandel.
2 Im Wahlbündnis Jaunā Vienotība zusammen mit mehreren Regionalparteien.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.delfi.lv/news/national/politics/jl-paraksta-sadarbibas-vienosanos-ar-ps-un-scp.d?id=23087194
  2. http://www.delfi.lv/news/national/politics/visu-latvijai-grib-iesaistities-vienotiba.d?id=28252095
  3. http://www.delfi.lv/news/national/politics/nodibina-partiju-apvienibu-vienotiba-dombrovskis-varetu-but-premjera-kandidats.d?id=30396817
  4. Nach Auszählung aller 1054 Wahlbezirke bekanntgegebenes Wahlergebnis. Centrālā vēlēšanu komisija (CVK), 6. Oktober 2014, abgerufen am 9. Oktober 2014 (lettisch).
  5. offizielle Ergebnisse der zentralen Wahlkommission