Hauptmenü öffnen

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Sturzelbronn
Wappen von Sturzelbronn
Sturzelbronn (Frankreich)
Sturzelbronn
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarreguemines
Kanton Bitche
Gemeindeverband Pays de Bitche
Koordinaten 49° 3′ N, 7° 35′ OKoordinaten: 49° 3′ N, 7° 35′ O
Höhe 228–454 m
Fläche 32,51 km2
Einwohner 178 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 5 Einw./km2
Postleitzahl 57230
INSEE-Code
Website Sturzelbronn

Sturzelbronn (deutsch Stürzelbronn, lothr. Stirzelbrunn) ist eine französische Gemeinde mit 178 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen) in den Nordvogesen. Sie gehört zum Arrondissement Sarreguemines und zum Kanton Bitche und war im Mittelalter Sitz eines bedeutenden Klosters. Die Einwohner nennen sich Sturzelbronnois.

GeografieBearbeiten

Sturzelbronn ist die östlichste Gemeinde des Departements Moselle und des Bitscher Ländchens (Pays de Bitche). Sie liegt am Mühlenbach an der Grenze zur Pfalz und zum Département Bas-Rhin.

GeschichteBearbeiten

Entstanden ist die Ansiedlung an der Römerstraße von Bitche nach Wissembourg. Fragmente von Skulpturen zeugen noch von dieser Zeit. Die 1135 von Herzog Simon I. von Lothringen gegründete Zisterzienserabtei ist der eigentliche Ursprung der Ortschaft. Die Abtei Sturzelbronn hatte im Mittelalter weitreichende Besitzungen und Zehntrechte im Bitscher Land, das damals auch viele heute auf deutscher Seite liegende Ortschaften umfasste. 1799 wurde die Abtei aufgehoben.

Zu Beginn des Deutsch-Französischen Krieges gab es hier am 1. August 1870 ein Gefecht zwischen deutschen Reitern und französischen Soldaten, in dessen Verlauf ein bayerischer Chevauleger einem gestürzten preußischen Husaren das Leben rettete. Diese Szene verewigte der Militärmaler Louis Braun in einem Ölbild, das heute im Bayerischen Armeemuseum zu Ingolstadt ausgestellt ist und einst auch als Postkartenmotiv diente. Dadurch wurde „Das Gefecht von Stürzelbronn“ zu einem berühmten Begriff der bayerischen Heeresgeschichte.

Sturzelbronn war der letzte Ort Elsass-Lothringens, der im Zweiten Weltkrieg durch die Alliierten von der deutschen Besatzung befreit wurde, am 19. März 1945 in der Operation Undertone.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2014
Einwohner 234 239 239 205 178 189 194 179
 
St. Elisabeth

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Reste der Abtei, vor allem ein Tympanon mit esoterischen Motiven
  • Kirche St. Elisabeth von 1764

Freizeit und TourismusBearbeiten

In den Wäldern um Sturzelbronn hat der Vogesenclub viele Wanderwege markiert. Es sind bescheidene Einkehr- und Unterkunftsmöglichkeiten vorhanden, so auch ein Campingplatz und eine Hütte der Naturfreunde. Zwischen Bitche und Sturzelbronn liegt als Sperrgebiet der Truppenübungsplatz Bitsch.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sturzelbronn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien