Meisenthal

französische Gemeinde

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Meisenthal
Wappen von Meisenthal
Meisenthal (Frankreich)
Meisenthal
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarreguemines
Kanton Bitche
Gemeindeverband Pays de Bitche
Koordinaten 48° 58′ N, 7° 21′ OKoordinaten: 48° 58′ N, 7° 21′ O
Höhe 255–431 m
Fläche 6,36 km2
Einwohner 699 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 110 Einw./km2
Postleitzahl 57960
INSEE-Code

Meisenthal ist eine französische Gemeinde mit 699 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarreguemines und zum Kanton Bitche und ist Teil des grenzübergreifenden Biosphärenreservates Pfälzerwald-Nordvogesen.

GeografieBearbeiten

Meisenthal liegt etwa 15 Kilometer südlich von Bitche an der Grenze zum Département Bas-Rhin im Herzen des Regionalen Naturparks Vosges du Nord (Parc naturel régional des Vosges du Nord). Nach Saarbrücken sind es ungefähr 40 Kilometer, nach Kaiserslautern etwa 60 Kilometer.

GeschichteBearbeiten

1704 wurde erstmals eine Glashütte Meisenbach erwähnt, 1711 dann unter dem aktuellen Namen. Das Dorf entstand im 16. Jahrhundert um eine frühere Glashütte namens Glasthal, die im folgenden Jahrhundert wieder aufgegeben wurde. Die Glashütte ist Grund für den Glaspokal im Wappen der Gemeinde.

Die Glashütte stellte ihren Betrieb 1969 ein, es blieben zwei Thermometerfabriken und eine Spiegelproduktion.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1817 1852 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
Einwohner 405 735 856 876 812 828 793 766 773 699

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Glashütte Meisenthal

Der bekannte Jugendstil-Künstler Émile Gallé hat in Meisenthal gearbeitet und hier Objekte aus Glas hergestellt. Heute gibt es in Meisenthal ein Museum sowie ein Internationales Zentrum für Glaskunst (Centre International d'Art Verrier, CIAV), das u. a. mit der Hochschule der Bildenden Künste Saar zusammenarbeitet. Das CIAV ist insbesondere für den dort hergestellten Christbaumschmuck aus Glas berühmt. Angeblich geht diese Erfindung auf die Gegend von Meisenthal zurück, als im 19. Jahrhundert eine Ernte schlecht ausfiel und die bis dahin zum Schmuck des Weihnachtsbaums verwendeten Früchte knapp waren. Das Museum befindet sich im Maison du Verre et du Cristal, wo man auch Glasbläser bei der Arbeit beobachten kann.

SehenswertesBearbeiten

 
Historische Ansichtskarte
  • Maison du Verre et du Cristal, ein Glas- und Kristalmuseum
  • Breitenstein, auch bekannt als Zwölfapostelstein, ein Monolith mit einem Bildstock
  • Colonne de Meisenthal, eine zur Zeit Napoleons errichtete Säule
  • Dreipeterstein, ein historischer Grenzstein
  • Eiche Georgel und die Eiche der Freiheit
  • Glasthal, eine Glashütte aus dem 16. Jahrhundert

PersönlichkeitenBearbeiten

Zeitweise lebt der Holzbildhauer Stephan Balkenhol (* 1957) in Meisenthal.

WeblinksBearbeiten

Commons: Meisenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien