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GeografieBearbeiten

Der Ort liegt etwa 15 Kilometer südwestlich von Bitche im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord. Der Ort ist mit dem nordöstlich anschließenden Nachbarort Meisenthal fast zusammengewachsen. Zur Landschaftspflege werden die von Verbuschung bedrohten Wiesen um Soucht von Schottischen Hochlandrindern beweidet.

GeschichteBearbeiten

 
Soucht auf einer historischen Postkarte

Im Jahr 1629 wurde einem Glasmacher aus Münzthal die Genehmigung erteilt, eine neue Betriebsstätte zu gründen. Als Anekdote ist überliefert, der Landesherr habe auf die Frage des Glasmachers, wo er sich niederlassen solle, geantwortet : « Sucht! » (= suchen Sie!). Dies sei dann der Name der Siedlung geworden. Die Glaserei von Soucht überstand als einzige der zahlreichen Glashütten im Bitscher Land den Dreißigjährigen Krieg. Als gegen 1700 jedoch das in der Umgebung verfügbare Holz verbraucht war, siedelte der Betrieb nach Meisenthal um und wurde dort bis 1969 fortgeführt. Vor 1930 entwickelte sich in Soucht das Handwerk der Holzschuhmacherei. Holzschuhe (im Lothringer Platt Klumpe) waren in jener Zeit in der regionalen Glas- und Hüttenindustrie als Fußbekleidung und Schutz vor den heißen Flüssigkeiten viel in Gebrauch. Ein letzter von einst über 60 Holzschuhmachern (fr: sabotiers) ist in Soucht heute noch tätig.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2014
Einwohner 1231 1304 1318 1304 1255 1188 1180 1070

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Eine Mühle aus dem 17. Jahrhundert ist seit 1892 außer Betrieb. Die Pfarrkirche St. Vierge wurde 1770 erbaut; sie beherbergt drei gläserne Leuchter und eine Kreuzwegdarstellung. Das Museum der Holzschuhherstellung wurde in einer originalgetreu erhaltenen Werkstatt eingerichtet.

VerkehrBearbeiten

  • Soucht liegt an der Départementalstraße 83 Meisenthal – Rahling.
  • 1897 wurde die Stichbahn von Wingen nach Münzthal gebaut und auch Soucht erhielt eine Bahnstation. Mit dem Niedergang der Glasindustrie wurde 1969 die Bahnstrecke stillgelegt.

LiteraturBearbeiten

  • Soucht: Village des Verriers et des Sabotiers, Sarreguemines 1999

WeblinksBearbeiten

  Commons: Soucht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien