St. Marien am Behnitz

Kirchengebäude in Berlin
St. Marien am Behnitz

St. Marien am Behnitz ist die zweitälteste römisch-katholische Kirche im Großraum Berlin (nach der Sankt-Hedwigs-Kathedrale). Sie gehört zum Ortsteil Spandau, wurde im Auftrag und auf Kosten privater Besitzer in den Jahren 2002/2003 aufwendig restauriert und steht unter Denkmalschutz. Ihr Architekt ist August Soller aus der Schinkelschule.

LageBearbeiten

Die Kirche liegt an der Straße Behnitz, Ecke Am Juliusturm im Kolk Spandau, dem nördlichen Bereich der Ortslage Altstadt Spandau, nahe der Juliusturmbrücke.

GeschichteBearbeiten

Die Anfänge auf dem GewehrplanBearbeiten

Die Geschichte der ersten katholischen Kirche in Spandau nach der Reformation – die mittelalterliche katholische Pfarrkirche St. Nikolai war 1539 protestantisch geworden – begann mit der Gründung der königlichen Gewehrfabrik, für die eine eigene katholische Kirche vorgesehen war. Nach dem Willen des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. (im Volksmund „Soldatenkönig“ genannt), sollte die preußische Armee mit Waffen aus Landesproduktion ausgerüstet werden, damit das Geld nicht für Importe ins Ausland fließen sollte, sondern „im Lande bleibt“.

Die fehlenden Facharbeiter, die hauptsächlich in den Waffenfabriken der katholischen Stadt Lüttich in Belgien angeworben wurden, wollten aber nur dann ins protestantische Preußen übersiedeln, wenn ihnen freie Religionsausübung garantiert würde, einschließlich eines Seelsorgers in ihrer Sprache und dessen Versorgung. Durch königliches Dekret von 1722 wurde ihnen dies zugesichert, ebenfalls das Recht, ein paar Kühe zu halten. Die Forderung, eigenes Bier brauen zu dürfen, hatte der König allerdings abgelehnt.[1] Rund 200 Personen – etwa 26 Meister und mehrere Gesellen mit ihren Familien – reisten schließlich an, begleitet von dem Dominikanerpater Ludovicus Belo (Belau) OP aus dem Konvent in Wesel, der auch Seelsorger für die katholischen Arbeiter des Potsdamer Standorts der Gewehrfabrik war. Die Rüstungsarbeiter und ihre Familien auf dem Gewehrplan gehörten nicht zur Stadt Spandau, sondern bildeten in politischer und in kirchlicher Hinsicht eine eigene Gemeinde, die nicht der städtischen Gerichtsbarkeit, dem „ordinären Stadtmagistrat“ unterlag, sondern „immediate“ (unmittelbar) dem königlichen Hofgericht, so die Anordnung des Königs vom 2. September 1722. Kirchlich standen sie außerhalb der Reichweite der evangelischen Pastoren an St. Nikolai und bildeten eine Missionsstation, die dem Apostolischen Vikariat des Nordens unterstand.[2]

 
Die 1766/67 erbaute zweite Kirche auf dem Gewehrplan

Im Jahr 1723 entstand östlich der Zitadelle Spandau auf der Gemarkung Plan (später: Gemarkung Gewehrplan und Pulverfabrik) außerhalb der Spandauer Stadtmauern diese erste katholische Kirche, ein kleiner einfacher Fachwerkbau, der dem Doppelpatrozinium der Apostel Petrus und Paulus unterstellt war. Es war die erste neu entstandene katholische Kirche in Preußen nach der Reformation, der Bau der Hedwigskirche in Berlin begann 1747. Schon 1735 musste das Kirchlein restauriert werden. 1742 war es so baufällig, dass König Friedrich der Große den Abriss und einen Neubau verfügte. Durch die Schlesischen Kriege verzögerte sich das Vorhaben. Erst 1767 war der Neubau fertig, eher ein schlichtes Bethaus als eine Kirche. Auch hier ließ die Bauqualität offenbar zu wünschen übrig – nur 17 Jahre später klagte der damalige Seelsorger Joseph Groß OP in einem Brief an den König, dass die Kirche „jetzo einer Wüsteney viel mehr als einem Gotteshause ähnlich sei“. Eine größere Reparatur erfolgte dann im Jahr 1803.[3] Durch die Bulle De salute animarum nahm Papst Pius VII. 1821 im Rahmen der Neuumschreibung der katholischen Diözesen in Deutschland nach dem Wiener Kongress eine Neuordnung der Diözesen und Kirchenprovinzen in Preußen vor; Spandau ging vom Apostolischen Vikariat des Nordens in die Fürstbischöfliche Delegatur für Brandenburg und Pommern des Bistums Breslau über und wurde Pfarrei; seit den 1820er-Jahren amtierte ein Kirchenvorstand.[4]

Planung und Bau der Kirche am BehnitzBearbeiten

Seit etwa 1825 wurde abermals über einen Neubau nachgedacht, auch darüber, ihn an anderer Stelle zu errichten. Die katholische Gemeinde der Militärstadt Spandau war inzwischen sehr viel größer geworden, in erster Linie durch den Zuzug von Soldaten, die in römisch-katholischen Landesteilen angeworben worden waren. Die alte Kirche war also nicht nur baufällig, sondern am alten Standort auch fehl am Platze, da es kaum noch römisch-katholische Arbeiter in der Gewehrfabrik gab. In der Stadt Spandau lebten zu der Zeit dreimal so viele Katholiken wie auf dem Gewehrplan. Von den ursprünglichen Siedlern waren etliche in die Heimat zurückgekehrt, in andere Gewerbezweige und Regionen gewechselt oder in die Stadt Spandau gezogen. Die Wohnbedingungen auf dem von Wassergräben durchzogenen, feuchten Gewehrplan waren ungünstig und förderten Rheuma, Gicht und Erkältungskrankheiten. Eine Ursache für die Verkleinerung der katholischen Gemeinde auf dem Gewehrplan war der Umstand, dass viele Mitglieder Ehen mit protestantischen Partnern eingingen und in die evangelische Erziehung der Kinder einwilligten. Zudem war die Fußgängerbrücke als direkter Weg zwischen Stadt und Gewehrplan gesperrt worden, da sie baufällig war und die Regierung und die Eigentümer der Fabrik sich nicht einigen konnten, wer für die Reparatur aufkommen sollte. Um die Kirche zu erreichen, war ein Umweg von 5 km notwendig.[5][6] Gegen eine Verlegung der Kirche vom Gewehrplan nach Spandau richtete sich eine Bittschrift mehrerer auf dem Plan wohnhafter Arbeiter vom 31. Mai 1836 sowie des Küsters und des Organisten, die um ihre Stellung fürchteten; dies wurde jedoch mit Rücksicht auf wehrstrategische Gründe abgelehnt. In den 1840er-Jahren schlossen sich 19 Männer der Gemeinde, die mit protestantischen Frauen verheiratet waren und ihre Kinder protestantisch erzogen, der von Johannes Ronge initiierten deutschkatholischen Bewegung an, jedoch blieb es bei dieser Gruppe.[7]

Nach langen Verhandlungen und nach Klärung der Kosten begann man am 7. Juli 1847 mit dem Abbruch eines Hauses am vorgesehenen Bauplatz. Am 8. September 1847 konnte der Grundstein für ein neues Kirchengebäude gelegt werden, diesmal innerhalb der Stadtmauern, am sogenannten „Behnitz“, einem der beiden ältesten Siedlungsgebiete in Spandau. Das Patrozinium dieser Marienkirche erinnert an das 1239 von den askanischen Markgrafen gestiftete Benediktinerinnenkloster St. Marien südlich der Stadt, das 1558 infolge der Reformation aufgehoben worden war.[8] Sie ist die zweitälteste katholische Kirche Berlins und älteste Marienkirche in der Mark nach der Reformation.[9] Die Inschrift auf einer Bleiplatte im Grundstein lautete:

„Dieser Stein wurde ad maj. D. gl. et B.M.V.H. am 8ten Sept. 1847 als Grundstein zu dieser von Sr. Majestät dem Könige Friedrich Wilhelm IV. erbetenen Kirche im Auftrage des Fürstbischofs von Breslau Melchior von Diepenbrock von dem damaligen Ortspfarrer Franz Teuber gesegnet und gelegt in Gegenwart des diesen Bau ausführenden Königl. Bauinspektors Manger, des Mauerermeisters Ribbe und der Kirchenvorsteher A. Gerspacher und C. Bechmann. Sancta Maria ora pro nobis.“

[10]

Die Weihe erfolgte am 21. November 1848 durch den Breslauer Weihbischof Daniel Latussek, da Fürstbischof von Diepenbrock aus gesundheitlichen Gründen nicht anreisen konnte. Am Tag darauf spendete der Weihbischof das Sakrament der Firmung erstmals wieder in Spandau seit der Reformation.[11]

Nach Fertigstellung der Kirche fanden die Sonntagsgottesdienste in der neuen Kirche statt, einige Werktagsmessen weiterhin in der Kirche am Gewehrplan. Der Pfarrer blieb zunächst bei der alten Kirche wohnhaft, da sich der Bau eines neuen Pfarrhauses auf dem Behnitz aus finanziellen Gründen verzögerte. Als die Wohnbedingungen immer unzumutbarer wurden und Pfarrer Theodor Warnatsch deshalb sogar erkrankte, bezog er eine Mietwohnung in der Stadt, nach ihm auch Pfarrer Hanel. Erst im Juni 1852 wurden Kirche, Pfarrhaus und Garten auf dem Gewehrplan für 1.560 Reichstaler – weniger als die von Regierungsinspektor Friedrich Wilhelm Butzke veranschlagten 2000 Taler – dem Militärfiskus überschrieben. Von dem Erlös wurde 1852–1854 das Pfarrhaus hinter der Kirche auf dem Behnitz fertiggestellt. Die Gebäude auf dem Gewehrplan wurden anschließend abgetragen.[12][13]

Der KirchenbauBearbeiten

VorbereitungenBearbeiten

 
St. Marien am Behnitz 1848

Das Grundstück, vordem der Familie Stienauer gehörend, war im Besitz des Tischlermeisters Bernhard, der es für 3000 Reichstaler und die Zusicherung, beim Kirchenbau mit Aufträgen bedacht zu werden, der katholischen Gemeinde überließ. König Friedrich Wilhelm IV. bewilligte einen Zuschuss in Höhe von 12.970 Reichstalern, der die Kosten für einen einfachen Fachwerkbau decken konnte. Die Gemeinde jedoch wollte mehr und entschied sich einstimmig für einen Massivbau, der allerdings 5.420 Reichstaler teurer werden würde.[14] Die zusätzlichen Kosten wurden durch eine Landeskollekte (etwa 5.000 Reichstaler) und freiwillige monatliche Beiträge aufgebracht, zu denen sich 76 katholische Haushalte bereiterklärten, wodurch mit einigen Spenden weitere 1.009 Reichstaler aufgebracht wurden. Der König bewilligte später weitere 2.477 Reichstaler und 10 Groschen, darunter 500 Reichstaler für die von ihm gewünschten vier Ecktürmchen. Insgesamt beliefen sich die Kosten auf 21.458 Reichstaler.[15]

Pläne für einen Kirchenneubau waren damals der Oberbaudeputation, der zentralen Behörde für das preußische Bauwesen zur Prüfung vorzulegen. In diesem Fall hatte der Geheime Oberbaurat August Soller das entscheidende Gutachten zu liefern. Er lehnte den eingereichten Plan ab, da er nicht im Sinne des Königs „im kirchlichen Stile“ gehalten sei, bot aber an, eigene Entwürfe zu liefern. Diese Entscheidung hatte einen verständlichen Hintergrund. Einerseits war er selber Katholik und widmete sich daher womöglich dem Kirchbau in Spandau besonders interessiert, wie die Architekturhistorikerin Eva Börsch-Supan vermutet. In den Jahren zuvor waren zudem in Preußen für schnell wachsende Gemeinden mit geringen Geldmitteln zahlreiche einfache, hausartige Kirchen nach dem Vorbild antiker Bauformen entstanden. Sie orientierten sich an der „Normalkirche“, einem Musterentwurf Karl Friedrich Schinkels, den Friedrich Wilhelm III. in Auftrag gegeben hatte.

Ähnlich sah auch der Entwurf aus, den Soller zu beurteilen hatte. Der neue König Fridrich Wilhelm IV. bevorzugte aber seit Beginn seiner Regierung 1840 ein alternatives Kirchenbauprogramm, das er schon als Kronprinz entwickelt hatte – und seine Beamten kannten natürlich diese Vorstellungen. Als Leitbild diente jetzt die altchristliche Basilika, ebenfalls ein einfacher Ziegelbau, der jedoch durch die abgestufte Form – ein höheres Mittelschiff zwischen zwei Seitenschiffen – formal interessanter wirkte. Außerdem galt diese Bauform als Schöpfung der christlichen Apostel und der König wollte damit, sozusagen in ihrem Geist, den religionsfremden Strömungen der Zeit entgegenwirken.

Sollers Gegenentwurf wurde dem König vorgelegt – wie die Entwürfe für alle Kirchen, zu denen er Geld gab – und von ihm gebilligt, kam aber mit Änderungsvorschlägen zurück: vier „Thürmchen im Zinkgussverfahren“ sollten dem Bau hinzugefügt werden. Das war nicht ungewöhnlich. Speziell für das Interesse des Königs an zusätzlichen Kirchtürmen gibt es weitere Beispiele, etwa die Friedrichswerdersche Kirche in Berlin; es gelang ihm dort freilich nicht, Schinkels berühmtes Bauwerk nachhaltig zu verändern. Stilistisch waren die Thürmchen von St. Marien etwas bedenklich: es handelte sich um neugotische Schmuckformen, sogenannte „Fialen“, mit denen der König mehrfach Neubauten anreicherte, die im übrigen weit frühere Baustile nachbildeten.[16]

Die BauausführungBearbeiten

 
Innenansicht 1861. Ölbild

Den Bau der Kirche leitete der königliche Bauinspektor Julius Manger, der lange Zeit auch als ihr Architekt galt. Der Bau wurde durch ortsansässige Handwerksmeister vorgenommen. St. Marien am Behnitz gehört unverkennbar zu den Bauten der damaligen Berliner Schule. Sie ist ein Ziegelbau, außen unverputzt, drei Fensterachsen lang, relativ schmal und hoch. Die Farbe der Ziegel ist ein sehr helles Terrakotta (der warme Farbton gebrannter Tonerde, der von beinahe Weiß über Braun bis zu Tiefrot reichen kann). Schlanke Eckpilaster und verhältnismäßig steile Dachschrägen entwickeln eine gewisse Tendenz zur Vertikalen. Dennoch wird, besonders in der Seitenansicht, die horizontale Ausrichtung nach klassischen Vorbildern deutlich, fast alle Einzelformen sind in diesem frühen Rundbogenstil gehalten. Den einfachen Fenstern der Seitenschiffe entsprechen in der Senkrechten die Zwillingsfenster des Mittelschiffs. Fenster und Tür sind in je zwei Rundbogenstreben mit einem Kreis darüber gegliedert, eine italienischen Renaissancepalästen entlehnte Form. Die Kirche lag in nordwestlicher Ausrichtung westlich der Straße – dem Behnitz – und war von Nachbargebäuden eingefasst. Dementsprechend ist die Fassade eindeutig als Schauseite ausgebildet.

Die ursprüngliche Innenausstattung geht wahrscheinlich nicht auf Soller zurück, sondern wurde von Manger veranlasst. Ein Interieurbild von 1861 macht den damaligen Zustand deutlich. Die Obergaden liegen auf achteckigen Pfeilern, von denen die vier mittleren frei stehen, die äußeren sind zur Orgelempore bzw. zum Chor mit Zungenmauern verbunden. mit Wände und Pfeiler waren hell ockerfarben gestrichen, die dunkelbraune Kassettendecke mit weißen Lilien bemalt, die drei Altarnischen mit Sternenhimmeln und marmorierten Wänden versehen. Während eine Farbgebung dieser Art ebenso wie die gesamte Architektur auch bei den evangelischen Kirchen der Zeit anzutreffen war, sahen die Ausstattungsstücke hier ganz anders aus. Alles sollte kostbar wirken und war leuchtend farbig – die Altarbilder, die Kanzel mit ihrer reichen Vergoldung, die Kronleuchter mit Glasbehang und die starkfarbigen Kreuzwegstationen an den Pfeilern des Langhauses. Dabei waren die finanziellen Mittel der Gemeinde eng begrenzt. Die westlich gelegene Apsis war wahrscheinlich fensterlos. Bis 1895 stand darin ein hohes Altarretabel, das behrrscht wurde von einem halbrund abschließenden Gemälde einer thronenden Madonna, umgeben von Engeln, unter einem wimpergartigen Rahmen mit Fialen.[17]

Skulpturen der Heiligen Petrus und Paulus kamen aus der Kirche am Gewehrplan in die neu erbaute Marienkirche; sie waren vermutlich die Patrone der alten Kirche.[18] Sie sind bis heute erhalten und befinden sich in der Kirche, genauso wie die Kanzel, das Taufbecken, die Kommunionbank und eine Statue des heiligen Josef.[19]

Ab 1852 wurde hinter der Kirche ein Pfarrhaus aus Backstein gebaut und 1854 fertiggestellt. Beiderseitig der Kirche standen zwei Schulgebäude. Das südseitige war 1827 gebaut worden und wurde 1857 durch eine Mauer abgegrenzt. Östlich stand das Garnison-Schulhaus, welches die katholische Gemeinde 1878 bei einer öffentlichen Versteigerung erwarb. Nachdem es um ein Stockwerk erhöht worden war, diente es ab 1881 als Gemeindeschule, für die die Pfarrgemeinde zwei Lehrer und eine Lehrerin anstellte; Schulgeld brauchte nicht gezahlt zu werden.[20]

Weitere GeschichteBearbeiten

Seit ihrer Fertigstellung war die Kirche am Sonntag nach Fronleichnam Zentrum der Spandauer Prozession, die in den 1830er-Jahren an der alten, provisorischen Kirche auf dem Gewehrplan entstanden war. Kern war nach dem Hochamt in der Kirche die feierliche eucharistische Prozession rund um den Kolk, der damals noch eine Insel war. Zeitweise nahmen mehrere Tausend Katholiken aus Berlin und Charlottenburg teil. Die Prozession wurde im Rahmen des preußischen Kulturkampfes ab 1875 nicht mehr genehmigt, weil sie als Provokation der römisch-katholischen Minderheit gegenüber der Mehrheitsbevölkerung verstanden wurde.[21]

Zwischen 1851 und 1878 waren mehrfach kleinere Reparaturen notwendig, deren Kosten die Regierung übernahm. Bereits 1868 war der Kirchturm baufällig und musste von der Gemeinde neu aufgebaut werden. Wegen des Kulturkampfs in Preußen gab es nach 1878 keine staatliche Unterstützung mehr.[22] Besitzer, Nutzung und Zustand Kirche wechselten mehrfach. 1894 bekam ein Breslauer Kirchenausstatter den Auftrag für einen neuen Hochaltar und zwei Seitenaltäre. Gleichzeitig erhielten die Altarräume und die Kanzel neue Wandmalereien beziehungsweise Vergoldungen. Die alten Altäre wurden zu Brennholz verarbeitet, was dem Kirchenvorstand eine Rüge der preußischen Regierung wegen mangelnder Pietät eintrug.

 
Die Fassade, Teilansicht

Um 1900 lebten rund 9000 Katholiken in Spandau, die Gemeinde war vor allem infolge der Auflassung der Festung und die darauf folgende Industrialisierung erheblich angewachsen, vor allem durch Zuwanderung aus den katholischen preußischen Ostprovinzen. Die bisherige Kirche mit 350 Sitzplätzen[23] war für etwa 750 Gemeindemitglieder zur Zeit ihrer Errichtung ausreichend - eine Stellprobe ergab, dass sie maximal für 800 Menschen Platz bot -, aber für die größere Zahl von Katholiken trotz vier heiliger Messen am Sonntagvormittag zu klein geworden.[24] Also wurde eine größere Kirche gebaut – an anderer Stelle, weil denkmalpflegerische Überlegungen und der moorige Untergrund den Abriss und einen größeren Neubau am alten Platz nicht zuließen. Die neue Pfarrkirche Maria, Hilfe der Christen wurde am 30. Oktober 1910 geweiht. Für St. Marien am Behnitz wurden verschiedene Nutzungskonzepte diskutiert und verworfen (Lagerhalle, Kino, Turnhalle), schließlich konnte das Gebäude 1910 mit Gewinn an die Militärverwaltung verkauft werden, für den Raumbedarf der Spandauer Garnisonsgemeinde reichte es gerade aus. Sicherheitshalber hatten die Militärs zuvor 800 Mann zur Kapazitätsberechnung einrücken lassen, sie „hatten bequem Platz“.[25]

Zunächst nahm die neue Verwaltung einige Umbauten vor und ließ, offenbar aus einer Haltung protestantisch-preußischer Schlichtheit, alle Altäre, Figuren und Bänke einheitlich mit brauner Farbe überziehen; die traditionell dominierenden Farben einer Marienkirche waren Blau, Rot und Gold gewesen. Neu angebrachte Wandmalereien wiesen Bezüge zum Militärischen auf (St. Joseph, Patron der Pioniere usw.). Im Ersten Weltkrieg und nach seinem Ende 1918, als das deutsche Heer teilweise aufgelöst und die meisten Militärseelsorger entlassen wurden, fanden kaum noch Gottesdienste statt. 1921 wurde die Kirche geschlossen, erst 1936 erneut geweiht und bis 1945 als Garnisonkirche genutzt, nachdem während der Zeit des Nationalsozialismus wieder ein Heer aufgebaut worden war.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt St. Marien am Behnitz starke Schäden, diente aber dennoch von 1944 bis 1952 als stets überfülltes Ausweichquartier für die fast vollständig zerstörte Pfarrkirche Maria, Hilfe der Christen am Askanierring (heute: Flankenschanze). In den folgenden Jahren setzte sich der Verfall der Kirche fort. Erst 1962 begannen Instandsetzungs- und Renovierungsarbeiten durch das Verwaltungsamt für ehemaligen Reichsgrundbesitz im Namen des damaligen Eigentümers, der Bundesrepublik Deutschland. Bei dieser Gelegenheit wurde der vorhandene Putz mit allen alten Wandmalereien spurlos abgeschlagen, die Wände danach neu verputzt und einfarbig gestrichen.

Ein Schwelbrand im Jahr 1970 leitete abermals den zunehmenden Verfall des Gebäudes ein, das kirchlich kaum noch genutzt wurde. 1995 erwarb das Erzbistum Berlin die Kirche von der Bundesrepublik. An der geringen Nutzung änderte sich dadurch nichts, nur kleine freikirchliche und ausländische Gemeinden hielten gelegentlich Gottesdienste ab. Als deutlich wurde, dass sich an diesem Zustand nichts ändern ließ, die notwendige Sanierung aber für das Erzbistum zu teuer werden würde, bot man St. Marien am Behnitz zum Verkauf an. Die neuen Besitzer planten musikalische und literarische Veranstaltungen, verpflichteten sich aber auch, die Räume durch anerkannte Religionsgemeinschaften liturgisch nutzen zu lassen.

Sanierung und RestaurierungBearbeiten

Nach dem Kauf durch ein Berliner Ehepaar Ende 2001 begannen zwischen den neuen Eigentümern und den Beauftragten verschiedener interessierter Institutionen Diskussionen über Art und Weise sowie den Umfang der Wiederherstellungsarbeiten. Dabei war auch grundsätzlich über die Ziele von Denkmalpflege zu sprechen. Aktuell wird überwiegend ein konservatorischer Standpunkt vertreten, also die Bewahrung eines Zustandes als Ergebnis eines geschichtlichen Prozesses, und nicht unbedingt die Wiederherstellung eines verloren gegangenen frühen Zustandes. In dieser Frage bestand Übereinstimmung, der Eigentümer beabsichtigte ohnehin nur bauerhaltende Maßnahmen und kaum etwas darüber hinaus.

 
Mittelschiff mit Blick zum Altar

Bald stellte sich heraus, dass die bautechnischen Arbeiten sehr viel umfangreicher ausfallen mussten, als gedacht. In diesem insgesamt größeren Rahmen wollte der Bauherr nun doch auf eine historische Gestaltung zurückgreifen. Die Vertreter der Denkmalbehörden waren skeptisch, weil zunächst über keinen der verloren gegangenen Zustände ausreichende Informationen vorhanden waren. Nach Abwägung aller Umstände entschied man sich aber gemeinsam für eine Rekonstruktion der 1894/1895 erneuerten Ausstattung. Hier lagen zwei relativ genaue Schwarzweißfotos vor, und aus der inzwischen wiederentdeckten ersten Farbfassung der Altäre ließen sich Schlüsse ziehen auf die Farbgebung des Innenraums insgesamt, die seinerzeit, wie man wusste, einen einheitlichen Charakter hatte. Hilfreich für das Einverständnis der Denkmalbehörde war wohl auch die Tatsache, dass alle Maßnahmen ohne jede öffentliche Förderung ausschließlich mit privaten Mitteln finanziert wurden.

Die Arbeiten begannen im Juli 2002 und konnten nach nur 13 Monaten abgeschlossen werden. Dann war der stark im Verfall begriffene Bau außen und innen saniert, die technischen Anlagen waren modernisiert und die Ausstattung mit Hilfe von etwa 60 Restauratoren der verschiedensten Arbeitsgebiete wiederhergestellt. Zuletzt wurden an der Fassade die „Thürmchen“ angebracht, die Friedrich Wilhelm IV. einst verlangt hatte, die aber in der Zwischenzeit verloren gegangen und nun aus Sandstein neu angefertigt worden waren.

OrgelBearbeiten

 
Blick auf die Orgel

Eine erste Orgel in der neu erbauten Kirche stammte von der Berliner Orgelbaufirma Lang & Dinse. Ihre Größe und bis wann sie sich in der Kirche befand, ist nicht bekannt. Die Gemeinde konnte sich die Orgel zum Preis von 245 Reichstalern leisten, weil beim Bau des Kirchengebäudes Geld gespart werden konnte.[26][27] 1964 wurde im Rahmen einer Restaurierung der Kirche eine kleine Serienorgel der Firma Walcker auf der Orgelempore aufgestellt. Wegen deren begrenzten Klangvolumens entschied sich der Eigentümer der Kirche, ein neues Instrument bauen zu lassen.[28]

Die heutige Orgel wurde im Jahr 2003 von der Orgelbaufirma Alexander Schuke Potsdam erbaut. Das Instrument hat 35 Register auf zwei Manualen und Pedal. Ton- und Registertraktur sind mechanisch. Eine Besonderheit ist das waagerecht über dem Spieltisch angeordnete 8-Fuß-Zungenregister Fanfaro als Solostimme.[29]

I Hauptwerk C–g3
01. Bordun 16′
02. Principal 08′
03. Rohrflöte 08′
04. Viola di Gamba 08′
05. Flaut douce 08′
06. Octave 04′
07. Spitzflöte 04′
08. Quinte 0223
09. Octave 02′
10. Cornett V (ab fo)
11. Mixtur V 02′
12. Cymbel III
13. Trompete 08′
II Schwellwerk C–g3
14. Lieblich Gedackt 16′
15. Holzprincipal 08′
16. Praestant 08′
17. Salicional 08′
18. Doppelrohrflöte 08′
19. Quintatön 08′
20. Octave 04′
21. Fugara 04′
22. Nachthorn 04′
23. Nassat 0223
24. Piccolo 02′
25. Terz 0135
26. Progressio harmonique IV
27. Oboe 08′
28. Fanfaro horizontal 08′
Tremulant
Pedalwerk C–f1
29. Principal 16′
30. Subbass 16′
31. Octavbass 08′
32. Cello 08′
33. Octave 04′
34. Posaune 16′
35. Trompete 08′

GlockenBearbeiten

Die ersten beiden Glocken, die nach dem Bau der Kirche in den Turm kamen, waren der heiligen Maria und dem heiligen Franz von Assisi geweiht.[30] Sie wurden am 22. Juli 1848 in Berlin gegossen und erklangen wenige Tage später zum ersten Mal. Auch die Glocken zum Preis von 235 Reichstalern wurden, wie die Orgel, aus Geldmitteln finanziert, die beim Bau des Kirchengebäudes eingespart wurden.[31]

Im Turm der Kirche hängen heute zwei Bronzeglocken.[32]

Nr. Schlag­ton Gewicht
(kg)
Durch­messer
(mm)
Höhe
(mm)
Gießer Gussjahr Inschrift (in der Flanke)
1 e" 154 636 550 Fa. F. Otto[33][34] 1937 + ST. MICHAEL RUFE DEIN VOLK / A.D. 1937
(in zwei Reihen, gegenüber das Gießereizeichen)
2 fis" 082 560 430 Petit & Gebr. Edelbrock 1963 ST. CAROLUS SERVIRE DOMINO CUM LAETITIA
(lat.: ‚Heiliger Karl – Dem Herrn dienen in Freude‘)

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Gunther Jahn: Sakralbauten. St. Marien – Behnitz. In: ders.: Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin. Stadt und Bezirk Spandau. Gebr. Mann Verlag, Berlin 1971, S. 178–181.
  • Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau. Ein vergessenes Werk August Sollers. Nicolaische Verlagsbuchhandlung GmbH, Berlin 2004, ISBN 3-89479-117-9.
  • Franz Kohstall: Geschichte der Katholischen Pfarrgemeinde zu Spandau : ein Beitrag zur 50 jährigen Jubelfeier der Pfarrkirche St. Maria am 15. November 1898. Kommissionsverlag der Germania, Berlin o. J. [1898] (112 S.)

WeblinksBearbeiten

Commons: St. Marien am Behnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. König Friedrich Wilhelm I., 2. September 1722, zitiert bei: Franz Kohstall: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde Spandau. Spandau 1924, S. 28f.
  2. Franz Kohstall: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde Spandau. Spandau 1924, S. 29.33.
  3. Gunther Jahn: Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin. Stadt und Bezirk Spandau. Berlin 1971, S. 142–145.
  4. Franz Kohstall: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde Spandau. Spandau 1924, S. 46.
  5. Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Vorgeschichte. In: Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau. Ein vergessenes Werk August Sollers. Berlin 2004, S. 23–38, hier S. 33f.
  6. Gunther Jahn: Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin. Stadt und Bezirk Spandau. Berlin 1971, S. 142–145, hier S. 143.
  7. Franz Kohstall: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde Spandau. Spandau 1924, S. 48.50.
  8. Gebhard Streicher, Erika Drave: Berlin Stadt und Kirche. Morus-Verlag, Berlin 1980, ISBN 3-87 554-189-8, S. 240.
  9. Christine Goetz: Kunst und Kirche. In: Kath. Kirchengemeinde Maria, Hilfe der Christen (Hrsg.): Festschrift 100 Jahre Maria, Hilfe der Christen Berlin-Spandau 1910–2010. Oranienburg (WMK-Druck) o. J. [2010], S. 15–19, hier S. 15.
  10. Franz Kohstall: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde Spandau. Spandau 1924, S. 53.
    ad maj. D. gl. et B.M.V.H. = lateinisch ad majorem Dei gloriam et Beatae Mariae Virginis honorem ‚zur größeren Ehre Gottes und zur zur Ehre der seligen Jungfrau Maria‘: Sancta Maria ora pro nobis = ‚Heilige Maria, bitte für uns‘.
  11. Franz Kohstall: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde Spandau. Spandau 1924, S. 54f.
  12. Franz Kohstall: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde Spandau. Spandau 1924, S. 57.
  13. Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Vorgeschichte. In: Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau. Ein vergessenes Werk August Sollers. Berlin 2004, S. 23–38, hier S. 38.
  14. So bei: Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Vorgeschichte. In: Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau. Ein vergessenes Werk August Sollers. Berlin 2004, S. 23–38, hier S. 33ff.; nach Franz Kohstall: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde Spandau. Spandau 1924, S. 51 sollte ein einfaches Fachwerkhaus laut Voranschlag 16.541 Rtlr. 3 Groschen 5 Pfennige kosten, ein dekoratives Fachwerkhaus 18.613 Rtlr. 3 Groschen 5 Pfennige, ein Massivhaus 20.889 Rtlr, 23 Goschen 8 Pfennige, in dem Finanzierungsgesuch an den König war nach Kohstall (S. 50) auch von 5.420 Reichsthalern Mehrkosten die Rede.
  15. Franz Kohstall: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde Spandau. Spandau 1924, S. 51.
  16. Eva Börsch-Supan: St. Marien am Behnitz – ein Werk August Sollers. In: Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau. Ein vergessenes Werk August Sollers. Berlin 2004, S. 49–54, hier S. 50ff.
  17. Eva Börsch-Supan: St. Marien am Behnitz – ein Werk August Sollers. In: Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau. Ein vergessenes Werk August Sollers. Berlin 2004, S. 49–54, hier S. 52ff.
  18. Helmut Kißner: Die Mutter. Die Kirche St. Marien am Behnitz. In: Kath. Kirchengemeinde Maria, Hilfe der Christen (Hrsg.): Festschrift 100 Jahre Maria, Hilfe der Christen Berlin-Spandau 1910–2010. Oranienburg (WMK-Druck) o. J. [2010], S. 23f., hier S. 23.
  19. Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Vorgeschichte. In: Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau. Ein vergessenes Werk August Sollers. Berlin 2004, S. 23–38, hier S. 38.
  20. Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Vorgeschichte. In: Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau. Ein vergessenes Werk August Sollers. Berlin 2004, S. 23–38, hier S. 38; auf der dort S. 40 gezeigten Zeichnung von 1868 scheint die Beschriftlung der beiden Schulgebäude vertauscht zu sein.
  21. Lena Krull: „Ein Glanzstück des jungen Berliner Katholizismus“. In: Lena Krull (Hrsg.): Prozessionen in Preußen. Katholisches Leben in Berlin, Breslau, Essen und Münster im 19. Jahrhundert. (= Religion und Politik, Band 5.) Ergon-Verlag, Würzburg 2013, ISBN 978-3-89913-991-4, S. 216–251.
  22. Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Vorgeschichte. In: Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau. Ein vergessenes Werk August Sollers. Berlin 2004, S. 23–38, hier S. 38.
  23. Christine Goetz: Kunst und Kirche. In: Kath. Kirchengemeinde Maria, Hilfe der Christen (Hrsg.): Festschrift 100 Jahre Maria, Hilfe der Christen Berlin-Spandau 1910–2010. Oranienburg (WMK-Druck) o. J. [2010], S. 15–19, hier S. 15.
  24. Franz Kohstall: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde Spandau. Spandau 1924, S. 72.
  25. Andreas Tacke: Zu den Umbau-, Abriss- und Neubauplänen zwischen 1896 und 1900. Christoph Hehl und St. Marien am Behnitz. In: Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau. Ein vergessenes Werk August Sollers. Berlin 2004, S. 87–94, hier S. 92.
  26. Franz Kohstall: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde Spandau. Spandau 1924, S. 52f.
  27. Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Vorgeschichte. In: Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau. Ein vergessenes Werk August Sollers. Berlin 2004, S. 23–38, hier S. 38.
  28. Tibor Kiss, Matthias Schuke: Die neue Orgel. In: Helmut Kißner, Cordia Schlegelmilch: Die Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau. Ein vergessenes Werk August Sollers. Berlin 2004, S. 291–298, hier S. 291.
  29. Nähere Informationen zur Orgel
  30. Martin Recker: Die Geschichte der Gemeinde St. Marien und ihrer Gotteshäuser. In: Kath. Kirchengemeinde Maria, Hilfe der Christen (Hrsg.): Festschrift 100 Jahre Maria, Hilfe der Christen Berlin-Spandau 1910–2010. Oranienburg (WMK-Druck) o. J. [2010], S. 11–14, hier S. 12.
  31. Franz Kohstall: Geschichte der katholischen Pfarrgemeinde Spandau. Spandau 1924, S. 52f.
  32. Klaus-Dieter Wille: Die Glocken von Berlin (West). Geschichte und Inventar. Gebr. Mann Verlag, Berlin 1987, ISBN 3-7861-1443-9, S. 143.
  33. Gerhard Reinhold: Otto-Glocken. Familien- und Firmengeschichte der Glockengießerdynastie Otto. Selbstverlag, Essen 2019, ISBN 978-3-00-063109-2, S. 588, insbesondere S. 540.
  34. Gerhard Reinhold: Kirchenglocken – christliches Weltkulturerbe, dargestellt am Beispiel der Glockengießer Otto, Hemelingen/Bremen. Nijmegen/NL 2019, S. 556, insbesondere S. 498, urn:nbn:nl:ui:22-2066/204770 (Dissertation an der Radboud Universiteit Nijmegen).

Koordinaten: 52° 32′ 20,8″ N, 13° 12′ 28,4″ O

Dieser Artikel wurde am 21. Februar 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.