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Eberhard Friedrich Walcker

deutscher Orgelbauer, Begründer einer Dynastie von Orgelbauern
Eberhard Friedrich Walcker
Absage von Wilhelm Strebel wegen der 100-Jahrfeier Walckers, Brief vom 20. August 1920

Eberhard Friedrich Walcker (* 3. Juli 1794 in Cannstatt; † 2. Oktober 1872 in Ludwigsburg) war ein deutscher Orgelbauer und wie noch sein Enkel Oskar Walcker (1869–1948, Unternehmensinhaber seit 1916) „Walcker Hof-Orgelbaumeister unter König Wilhelm II. von Württemberg und Lieferanten des Vatikans“.[1] Das auf ihn zurückgehende Orgelbauunternehmen in Ludwigsburg gehörte zeitweilig zu den größten und renommiertesten weltweit.

BeschreibungBearbeiten

Eberhard Friedrich wurde als Sohn des Orgelbauers Johann Eberhard Walcker, der 1780 in Cannstatt seine Werkstatt gegründet hatte, geboren. 1820 überführte er die Firma nach Ludwigsburg, dem langjährigen Firmensitz. Eberhard Friedrich Walcker gilt als der bedeutendste deutsche Orgelbauer des 19. Jahrhunderts. Er erlangte Bedeutung durch verschiedene technische und klangliche Verbesserungen, insbesondere durch die Vervollkommnung der Kegellade. Er wurde in der Orgelbauwerkstatt seines Vaters Johann Eberhard Walcker ausgebildet und gründete 1821 in Ludwigsburg seine eigene Werkstatt (ab 1854 unter dem Namen E. F. Walcker & Cie.). Sein erstes bedeutendes Werk war die 1833 vollendete Orgel in der Frankfurter Paulskirche (Opus 9), die international Beachtung fand.

Zu Walckers epochemachenden Innovationen im Orgelbau gehören die Perfektionierung und Verbreitung der Kegellade, eine für die deutsche Orgelromantik stilbildende Dispositionsweise sowie die von Abbé Vogler inspirierte konsequente Ausnutzung der Teiltöne. Walcker gelang der Bau des ersten offenen 32'-Registers, das, konstruktionsbedingt, klanglich einschließlich der tiefen Töne befriedigend ausfiel. Auch ist ihm die Einführung des Jalousieschwellers in Deutschland zu verdanken; einer Einrichtung, die er – vermittelt durch Vogler – aus England und Frankreich übernahm.

SchülerBearbeiten

Carl Gottlieb Weigle begann im Jahr 1826 eine Lehre als Orgelbauer bei seinem Schwager Eberhard Friedrich Walcker. Später wurde er der erste Gehilfe bei fast allen großen Orgelbauten der Firma, insbesondere dem Umbau der Stuttgarter Stiftskirchenorgel von 1837 bis 1845. Im Jahr 1845 machte er sich mit einer eigenen Werkstatt in Stuttgart selbstständig, die als Firma Orgelbau Friedrich Weigle weitergeführt wurde.

Im Jahr 1864 gründete der zuvor bei Walcker angestellte Orgelbauer Johann Nepomuk Kuhn mit einem weiteren Mitarbeiter in Männedorf am Zürichsee die Firma Orgelbau Kuhn.

EntwicklungBearbeiten

Die Firma blieb bis 1974 in Ludwigsburg. 1957 wurde eine Zweigniederlassung in Wien gegründet, die dann 1961 nach Guntramsdorf übersiedelte. Nach einer Zwischenstation in Murrhardt wechselte die Hauptfirma nach Bliesransbach (Ortsteil von Kleinblittersdorf) im Saarland. Nach einer Insolvenz 1999 werden beide Firmen ab dem Jahr 2000 durch die Söhne Werner Walcker-Mayers gesellschaftsrechtlich selbständig geführt als Orgelbau Michael Walcker-Mayer in Guntramsdorf und als Orgelbau Gerhard Walcker-Mayer in Bliesransbach.[2] Beide Firmen fertigen weiter Walcker-Orgeln und sehen sich in der Orgelbautradition der Firma Walcker.

Werkliste (Auswahl)Bearbeiten

Werke Eberhard Friedrich WalckersBearbeiten

Jahr Opus Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen
1821 1 Kochersteinsfeld Evangelische Kirche I 9 1820 als erstes Instrument der Ludwigsburger Orgelbauwerkstätte Walcker erbaut und 1902 bei Link in Giengen modernisiert. Sie befindet sich heute im Residenzschloss Ludwigsburg (Bild).
1823 2 Weinsberg Johanneskirche II 16 Gehäuse und ein Register erhalten, Neubau 1956 (Weigle) und 2005 (Mühleisen)
1823 3 Kleingartach ?
1833 9 Frankfurt Paulskirche   III/P+P 74
1839 35 Stuttgart Stiftskirche Stuttgart IV 74 1837–1839 Umbau der Orgel aus der Klosterkirche Zwiefalten. Neugotisches Prospekt und Umsetzung auf die Westempore, auf 80 Register erweitert. 1944 völlig zerstört. 1950 Neubau (Walcker)
1823 36 Frauenzimmern I 10
1839 37 Sankt Petersburg St. Petri III 63 Nicht erhalten
1843 46 Schramberg St. Maria III 35
1844 Riga Dom zu Riga IV 124 Die Orgel wurde in das Gehäuse ihrer Vorgängerin (Jacob Raab, 1601) eingebaut. Zur Einweihung erklang die zu diesem Anlass komponierte Bearbeitung des Chorals Nun danket alle Gott von Franz Liszt. Es handelt sich um die größte mechanische Orgel ihrer Zeit; sie ist eine der letzten erhaltenen großen Orgeln der Romantik.[3]
1846 62 Hoffenheim Evangelische Kirche II 27 Klangdenkmal der Frühromantik[4]
[5]
1847 68 Heilbronn Kilianskirche III 50 zerstört beim Luftangriff auf Heilbronn 1944. 1959 Neubau (Walcker)
1848 78 Markgröningen Bartholomäuskirche   II 33 1978 erhielt die Kirche eine neue, von der Orgelbaufirma Vier erbaute Orgel. Das Prospekt der Walcker-Orgel wurde an die neue Orgel angepasst, sowie 12 Register übernommen.
1849 82 Kloster Maulbronn Klosterkirche II 21 1949–1970 umgebaut, Neubauten 1972 (Walcker) und 2013 (Grenzing).
1849 86 Wurmberg Petruskirche Wurmberg I 13
1854 126 Neuhausen auf den Fildern St. Petrus und Paulus (Neuhausen auf den Fildern) II 32 2005 restauriert durch Hermann Eule Orgelbau[6]
1855 127 Mannheim Hauptsynagoge 22 erste Orgel in einer badischen Synagoge.[7] Neubau 1899 durch Walcker. 1938 zerstört.
1855 130 Zagreb Kathedrale von Zagreb III 52 Disposition heute: IV/78
2005 restauriert von M. Walcker-Mayer[8]
1857 144 Ulm Ulmer Münster IV/P+P 100 1885 erweitert und umgesetzt
1857 150 Frankfurt Frankfurter Dom III 51 Nicht erhalten
1859 165 Frankfurt Frankfurter Synagoge II 37 verbrannt in der Reichspogromnacht 1938
1860 170 Mimbach Christuskirche Mimbach II 16 spielbar aber renovierungsbedürftig
1863 191 Wiesbaden Marktkirche III 53 Mehrfach umgebaut
1863 193 Boston Methuen Memorial Music Hall (ehemals Boston Music Hall) IV 89 Die Orgel besitzt heute 84 Register auf vier Manualen und Pedal. Das Instrument hat elektropneumatische Traktur. Der originale Spieltisch von Walcker ist vorhanden, jedoch nicht angeschlossen. Stattdessen bedient man die Orgel von einem fahrbaren Spieltisch.
1866 216 Kempten St. Lorenz II 36 1938 erfolgte durch Josef Zeilhuber ein Erweiterungsumbau, wobei ein Teil des alten Pfeifenwerks übernommen wurde. Das Instrument verfügt seitdem über 64 Register.
1865 213 Mülhausen/Els. Temple Saint-Étienne III 62 Mehrfach verändert, insbesondere 1953 durch die Orgelmanufaktur Schwenkedel.
1869 252 Dirmstein Dirmsteiner Laurentiuskirche, protestantischer Teil   I/P 11 Ist bis heute in Verwendung.
1869 Waldkirch Stiftskirche St. Margarethen II 26 Restauriert 1973 und 2003[9]
1870 Neuenburg NE Kollegiatkirche Neuenburg III/P 45 Die Orgel ist derzeit nicht in Nutzung. Das Schleifladen-Instrument hat 45 Register auf drei Manualen und Pedal.
1872 272 Bad Dürkheim Schlosskirche II 23 Nicht erhalten
1872 Merzhausen (Usingen) Evangelische Kirche II/P 11 Werk erhalten; ursprünglich 1872 von Walcker (ohne Gehäuse) für die ev. Schlosskirche Bad Homburg für 5000 Mk erbaut und dann per Beschluss der Gemeinde Merzhausen vom 30. November 1909 für ca. 1500 Mk angekauft; Brüstungsorgel über dem Altar mit siebenteiligem Barockprospekt (Erbauer unbekannt; am 4. Juni 1778 samt Spielwerk für 375 fl. aus der kath. Peter-und-Pauls-Kirche in Bad Camberg erworben; 19′ hoch und 12′ breit; auf dem Mittelturm thront König David und auf den Seitentürmen Posaunenengel; barocke "Ohren"; Prospekt aus Zinkpfeifen; linker Seitenturm und die beiden übereinander angeordneten Pfeifenfelder rechts davon sind blind [Spieltisch dahinter]; ein Großteil der Pfeifen steht rechts des Prospektes in einem eigenen Orgelkasten); zwei Kastenbälge.[10]
1873 292 Webenheim Martin-Luther-Kirche II 15 1958 Umbau durch Lotar Hintz (Heusweiler), 1985 eine Teilrenovierung durch die Firma Walcker (Kleinblittersdorf). Das Instrument besitzt 15 Register verteilt auf 2 Manuale und Pedal. Die Windladen sind mechanische Kegelladen.

Werke der Firma E. F. Walcker & Cie.Bearbeiten

Jahr Opus Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen
1876 325 Oppegård Oppegård kirke 4 1930 um zwei Registern erweitert, 1976 ausgetauscht. Restauration der Orgel 2008-9 durch Christian Scheffler
1878 306 Wien Votivkirche   III/P 61 1915 konnte ein elektrisches Gebläse installiert werden, 1917 mussten die Prospektpfeifen abgeliefert werden, die man 1923 durch Zinkpfeifen ersetzte. 1995/96 erfolgte durch Klais eine „konservative Restaurierung“. Das Instrument ist das einzige Werk dieser Bauweise und Größe, das weitgehend unverändert geblieben ist, es gilt als eines der bedeutendsten Klangdenkmale der Welt.[11]Disposition
1879 363 Blieskastel Präparandenschule Blieskastel, heute kath. Teil Stiftskirche (Neustadt an der Weinstraße)   I/P 6 Im Originalzustand erhalten, verblendet mit Barockprospekt von Franz Ignaz Seuffert[12]
1884 413 Riga Dom zu Riga IV/P 124
1884 424 Annaberg-Buchholz St.Annenkirche III/P 65 Orgel
1886 471 Oberstenfeld Stiftskirche Oberstenfeld II/P 21
1887 509 Horgenzell-Wilhelmskirch Pfarrkirche St. Johannes Baptist II/P 11 Erhalten, 1964 von der Werkstatt Reiser Orgelbau umgebaut
1890 Gingen an der Fils Johanneskirche 13 ersetzt 1987
1891 600 Frankfurt a. M. Kaiserdom St. Bartholomäus III/P 60 Erste große pneumatische Kegelladenorgel von Walcker.[13]
1893 638 Lübeck Lübecker Dom III/P 64 1942 zerstört
1895 744 Sternberg Stadtkirche Sternberg II/P 21 Pneumatische Kegelladenorgel
1895 732 Rom Petersdom II/P 20

2 Stentorstimmen, 1953–1962 von Tamburini umgebaut.

1896 770 Aachen Christuskirche III/P 45 1938 abgebrochen und durch neue Walcker-Orgel ersetzt, die 1944 zerstört und 1959 endgültig abgerissen wurde
1897 777 Straßburg Paulskirche, Hauptorgel   IV/P 75
1897 793 Saverne Evangelische Kirche II/P 24
1898 Straßburg Saint-Pierre-le-Vieux protestant, Hauptorgel   II/P 24
1901 1085 Heidelberg-Weststadt Christuskirche III/P 41 Restaurierung 2009/2010[14]
1901 942 Neudietendorf ev. Brüderkirche   III/P 28
1902 Herne Kreuzkirche II/P 34
1902 986 Koblenz Evangelische Kirche Koblenz-Pfaffendorf 9 1950 umgebaut, in den 1960er Jahren versetzt und 1994 von der Orgelbauwerkstatt Willi Peter renoviert
1902 988 Stotternheim Kirche St. Peter und Paul   II/P 22 im historischen Prospekt der Vorgängerorgel von Johann Michael Hesse (1767–1776)
1902 905 Königswinter Christuskirche   II/P 15 1976 durch ein Werk der Werkstatt Gebr. Oberlinger Orgelbau ersetzt, Prospekt (nach Plänen des Honnefer Architekten Stein) noch erhalten.
1903 1052 Ludwigsburg Garnisonskirche   III/P über 50 1957 nachteilig (leicht) verändert
1903 1112 Krefeld Lutherkirche   II/P 30 2009/10 restauriert; Rückführung in den Urzustand von 1904.[15]
1904 1146 Ulm St. Georg   47 2004 Restauriert durch die Werkstatt Orgelbau Kuhn.[16]
1905 1190 Antwerpen ev. Kirche „De Brabantse Olijfberg“[17] 1984 restauriert durch Kaat en Tijhuis (Kampen, Niederlande)
1906 1319 Berlin-Moabit Heilige-Geist-Kirche   41 2006 Restauriert durch Michael Mauch, Stuttgart
1906 1321 Berlin-Moabit Reformationskirche 42 Nach Kriegsschäden nur notdürftig repariert und ab 1964 durch einen Neubau von Detlef Kleuker ersetzt. Vier Register wurden 1966 in die Chororgel der Reformationskirche übernommen.
1906 1143 Bad Nauheim Dankeskirche (Bad Nauheim) Umgebaut 1965. Dabei wurde das Fernwerk stillgelegt. Am 15. Oktober 2011 wurde dieses wieder in Betrieb genommen.
1907 1371 Eupen Belgien ev. Friedenskirche   2005 restauriert[18]
1908 Barcelona Palau de la Música Catalana   2003 restauriert
1908 Hamburg Laeiszhalle (Musikhalle Hamburg)   1950 im Thalia Theater in Wuppertal aufgestellt – 1954 stark verändert in St. Engelbert, Köln-Riehl installiert; dort 2008 von Orgelbau Klais restauriert und dem Originalcharakter angenähert[19]
1909 Dortmund St. Reinoldi V/P 105 Im Zweiten Weltkrieg zerstört, 1958 mit 72 Registern auf 4 Manualen und Pedal bei elektropneumatischer Traktur neu errichtet.
1910 Berlin Rheingau-Oberschule Pneumatische Orgel
1987 Restaurierung
1910 1537 u. 5744 Lübeck St. Gertrud   II/P 1980 Renovierung (ebenfalls durch Walcker, opus 5744), um ein Auxiliaire mit sechs Registern ergänzt; zusätzlich eingebaut ein neuer, beweglicher Spieltisch
1911 Wiesbaden Lutherkirche   III/P 50 1986/87 und 2011 als Zweitorgel durch die Werkstatt Klais in Bonn restauriert. Dabei wurde die ursprüngliche Disposition wiederhergestellt.[20]
1911 1609 Ilmenau Stadtkirche St. Jakobus   III/P 65 1961 neuer Spieltisch durch Fa. Sauer (Frankfurt/Oder), 1992/93 Restaurierung sowie Rekonstr. Spieltisch durch Orgelwerkstatt Scheffler →Orgel
1911 Nordhausen St. Maria auf dem Berg II/P 29 Orgel bei der Bombardierung Nordhausens im Zweiten Weltkrieg zerstört
1912 1668 Kairo-Boulaq, Gaalastr. Kirche der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde in Kairo und ganz Ägypten 2011–2012 Renovierung durch Gerhard Walcker-Mayer
1912 1700 Hamburg St.-Michaelis-Kirche (Hamburg) V/P 163 1944/45 zerstört, zeitweise die größte Kirchenorgel der Welt
1912 1702 Idstein Unionskirche (Idstein)  
1913 1747 Wildervank Grote Kerk (PKN kerk) II/P 25 2001 Renovierung durch S. de Wit Orgelbau (Niederlande)[21]
1915 1863 Rjukan Rjukan kirke II/P 23 1926–27 erweitert und umgesetzt, 1965 verbrannt
1922 2000 Cork Cathedral of St. Mary and St. Anne, Hauptorgel 62
1925 2094 Recklinghausen Städtischer Saalbau III/P 71 Ende März 1945 beschädigt, 1967 im Zuge von Umbauarbeiten im Saalbau abgebrochen.
1927 2150 Gelsenkirchen Hans-Sachs-Haus
(Profanbau)
IV/P 91 Restaurierungen 1982, 1989, 2003–2007; seit 2007 eingelagert in der Werkstatt Orgelbau Romanus Seifert & Sohn.[22][23]
1928 Ulm Martin-Luther-Kirche (Ulm), Hauptorgel III/P 38 Restaurierungen 1961 und 2007–2010 durch die Werkstatt Orgelbau Lenter, Sachsenheim
1930 Gernstedt Kirche Gernstedt ?/? ? 31 neue Prospektpfeifen eingebaut, Orgel gereinigt und nachintoniert
1931 2311 München Auferstehungskirche   III/P 45
1932 Medellín Catedral Metropolitana de Medellín   III/P 51 Restaurierung 2009/2010
1934/35 2432 Berlin-Mariendorf Martin-Luther-Gedächtniskirche   III/P 50 Orgel
1936 2550 Nürnberg Luitpoldhalle V/P 220
1936 Hemsbach Christuskirche II/P 29
1937 2576 Schnega Werkstatt Hugo Körtzinger   III/P 61 Zunächst als "Walcker" Kleinorgel nach dem Multiplex-System mit 6 Grundstimmen und 41 Registern geliefert. Im Zuge von 3 großen Erweiterungen in den Jahren 1939, 1942 und 1948 auf 30 Register + 31 Transmissionen (insgesamt über 2000 Pfeifen) erweitert. Die Privatorgel steht in einem Künstleratelier und ist vollständig erhalten. Die Komplettrestaurierung läuft und soll bis Sommer 2016 abgeschlossen sein.
1941 2727 Berlin-Französisch Buchholz St. Johannes Evangelist II/P 10 Orgel
1959 Mannheim-Neckarau Matthäuskirche   III/P 37
1959 3772 Wanne-Eickel Johanneskirche II/P 28 1994 Erweiterung um ein Rückpositiv. Seitdem 35 Register auf 3 Manualen.
1959 Innsbruck Jesuitenkirche III/P[24] 34[24] Disposition von Anton Heiller. 2007–2011 von Rösel & Hercher Orgelbau restauriert; die Register Schalmey und Cornett sowie die Tremulanten wurden ergänzt.
1959 3804 Berlin-Neukölln Martin-Luther-Kirche III/P 35 Orgel
1960 Düsseldorf Apostolische Gemeinschaft   II/P 15
1960 3975 Schwäbisch Gmünd St. Franziskus   III/P 35 Orgel[25]
1960 St. Wendel Aula des Gymnasium Wendalinum II/P 18
1961 Erlangen St. Matthäus III/P 46
1961 Mannheim-Friedrichsfeld Johannes-Calvin-Kirche   II/P 24
1962 Memmingen St. Martin   III/P

1998 ersetzt

1962 Ravensburg Christkönigkirche   III/P 32 + 1
1962 Bad Vilbel Christuskirche Bad Vilbel III/P 30 Grunderneuerung 2013
1962 Berlin-Steglitz Baptisten-Kapelle II/P 16 Orgel
1962 4209 Berlin-Kreuzberg Christus-Kirche II/P 14 Orgel
1962 Berlin-Neukölln Brüdergemeine II/P 15 Orgel
1963 Stuttgart-Bad Cannstatt Evangelische Stadtkirche   III/P 39 1998 generalsaniert durch Kopetzki, seither 44 Reg.
1964 Berlin-Schöneberg Apostel-Paulus-Kirche   III/P 38
1964/72 4480 & 5300 Fürth Kirche St. Paul Haupt- und Chororgel: jeweils III/P 54 & 13 1964 Hauptorgel, 1972 Chororgel. Gebaut nach Entwürfen von Walter Supper
1965 4531 Berlin-Lankwitz Dreifaltigkeitskirche   III/P 34 Orgel
1965 Hof (Saale) St. Lorenz (Hof)   II/P 20 2012 renoviert durch Orgelbau Hörl
1966 4578 Obertiefenbach (Beselich) St. Ägidius III/P 33 Orgel[26]
1967 Landshut Erlöserkirche III/P 35 Orgel
1967–1969 5000 Ulm Ulmer Münster, Westorgel V/P 100
1970 5262 München St. Gabriel   III/P 40
1970 5400 Salzburg Mozarteum   IV/P 57 2010 durch einen Neubau Hermann Eules ersetzt
1970 Berlin-Zehlendorf Diakonieverein II/P 10 Orgel
1972 5510 München St. Karl Borromäus II/P 26
1976 Oberhausen-Sterkrade St. Clemens III/P 37 Orgel; das Schwellwerk stammt aus dem Jahr 1986 von der Firma Orgelbau Klimke aus Bottrop
1977 5547 Murrhardt Stadtkirche   37 Gebaut nach einem Entwurf von Helmut Bornefeld
1978 Wuppertal St. Suitbertus   III/P 39 In desolatem Zustand, soll ersetzt werden[27]
1983 5837 München Vaterunserkirche II/P 10
1995 5923 Saarwellingen Blasiuskirche III/P 43 Verwendung eines Großteiles des Pfeifenmateriales der Vorgängerorgel von Haerpfer & Erman

Werke der Firma W. Walcker-Mayer & Cie., Niederlassung ÖsterreichBearbeiten

Siehe: Orgelbau M. Walcker-Mayer

LiteraturBearbeiten

  • Theodor Schott: Walcker, Eberhard Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 40, Duncker & Humblot, Leipzig 1896, S. 657–659.
  • Pfarrei und Kirche St. Petrus und Paulus, Neuhausen a.d.F. (Arbeitsgemeinschaft Heimatforschung, Neuhausen a.d.F.). Mit Beitr. von Markus Dewald, Markus Grohmann, Maria E. Gründig, Wolfgang Zoll. Neuhausen a.d.F.: 1997.
  • Orgeln in Württemberg, hrsg. v. Helmut Völkl, Neuhausen-Stuttgart 1986, ISBN 3-7751-1090-9.
  • Orgelwissenschaft und Orgelpraxis: Festschrift zum 200jährigen Bestehen des Hauses Walcker. Hrsg. von Hans Heinrich Eggebrecht. (Walcker-Stiftung für Orgelwissenschaftliche Forschung). Murrhardt-Hausen: Musikwiss. Verl.-Ges., 1980.
  • Hans Brandauer: Die neue Orgel in der Johanneskirche in Gingen an der Fils. Festschrift zur Orgeleinweihung in der Johanneskirche Gingen am 5. Juli 1987, hrsg. v. der Evangelischen Kirchengemeinde Gingen, Gingen/Fils 1987, S. 17–19.
  • Johannes Fischer: Das Orgelbauergeschlecht Walcker in Ludwigsburg. Kassel u. a.: Bärenreiter 1966.
  • Ferdinand Moosmann und Rudi Schäfer: Eberhard Friedrich Walcker, 1794–1872. Musikwissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Kleinblittersdorf 1994, ISBN 3-920670-34-5.
  • Hermann FischerWalcker, Eberhard Friedrich. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 13, Bautz, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7, Sp. 186–189.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Adreßbuch von Ludwigsburg 1914
  2. nach Abschnitt Geschichte bei walcker.at
  3. Baltikum, 1. Auflage 2005, Verlag Karl Baedeker, Seite 300
  4. Christoph Bossert: Bedeutung der Walcker-Orgel in Hoffenheim
  5. Gerhard Walcker-Mayer: Die Walcker-Orgel in Hoffenheim (Memento vom 26. Januar 2012 im Internet Archive)
  6. Restaurierung der Walcker-Orgel in Neuhausen auf den Fildern
  7. Volker Keller: Die ehemalige Hauptsynagoge in Mannheim, in: Stadtverwaltung Mannheim, Gesellschaft der Freunde Mannheims u. d. ehemaligen Kurpfalz (Hrsg.): Mannheimer Hefte, 1982, Heft 1. Mannheim 1982
  8. Restaurierungsbericht der Zagreber Orgel
  9. Orgelbeschreibung; Webseite der Seelsorgeeinheit Waldkirch
  10. Franz Bösken, Quellen und Forschungen zur Orgelgeschichte des Mittelrheins, Mainz 1975, Band 2 (A-K), S. 44, und v. a. Band 2 (L-Z), S. 617f.
  11. Votivkirche.at: Die Orgeln der Votivkirche; abgerufen am 15. Dez. 2012
  12. Webseite im Walcker-Portal zur Neustadter Orgel
  13. Gerhard Walcker-Mayer: Opus 600 Frankfurt Dom Bj. 1891 “pneumatisch” (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive), 25. April 2007, blog.walckerorgel.de
  14. walckerfreunde.de
  15. Disposition: http://www.walcker-orgel-krefeld.de/
  16. Disposition auf der Seite www.ulmer-orgeln.de
  17. Beschreibung und Disposition, Protestantse Kerk Antwerpen (Memento vom 2. Januar 2016 im Internet Archive)
  18. Beschreibung der Orgel Friedenskirche in Eupen (PDF; 521 kB)
  19. Orgel Klais: St. Engelbert, Riehl
  20. Orgeln bei LK mit Bild
  21. Walckerorgel der Grote Kerk in Wildervank (NL)
  22. Die Konzertorgel im Musiksaal des Hans-Sachs-Hauses, aus: Festschrift zur Eröffnung des Hans-Sachs-Hauses, 1927
  23. Opus 2150 (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) (PDF; 4,5 MB), Disposition u. a. Details
  24. a b Disposition der Walcker-Orgel der Jesuitenkirche in Innsbruck. Jesuitenkirche Innsbruck, abgerufen am 5. Dezember 2013.
  25. Disposition St. Franziskus Schwäbisch Gmünd auf schwaebisch-gmuend.de (Memento des Originals vom 8. November 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schwaebisch-gmuend.de
  26. Franz-Josef Sehr: 125 Jahre Pfarrkirche "St. Ägidius" Obertiefenbach. In: Jahrbuch für den Kreis Limburg-Weilburg 2013. Der Kreisausschuss des Landkreises Limburg-Weilburg, Limburg-Weilburg 2012, ISBN 3-927006-49-1, S. 121–123.
  27. Katholische Pfarrgemeinde St. Laurentius Wuppertal: Unsere Orgel braucht Hilfe! (Nicht mehr online verfügbar.) 31. März 2016, archiviert vom Original am 23. August 2016; abgerufen am 25. Oktober 2016.