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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schwaförden
Schwaförden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schwaförden hervorgehoben
Koordinaten: 52° 44′ N, 8° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Diepholz
Samtgemeinde: Schwaförden
Höhe: 55 m ü. NHN
Fläche: 25,96 km2
Einwohner: 1467 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27252
Vorwahl: 04277
Kfz-Kennzeichen: DH, SY
Gemeindeschlüssel: 03 2 51 032
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Poststraße 157
27252 Schwaförden
Website: www.schwafoerden.de
Bürgermeister: Wilfried Schlichte (CDU)
Lage der Gemeinde Schwaförden im Landkreis Diepholz
Landkreis DiepholzNiedersachsenNordrhein-WestfalenNordrhein-WestfalenLandkreis OsnabrückLandkreis Nienburg/WeserBremenDelmenhorstLandkreis VerdenLandkreis VechtaLandkreis OldenburgLandkreis CloppenburgStemshornLemfördeQuernheimBrockumMarlQuernheimHüdeLembruchDümmerDiepholzDrebberBarnstorfWetschenDickelRehdenHemslohBarverFreistattWehrbleckBahrenborstelVarrelKirchdorfWagenfeldBarenburgBarenburgEydelstedtSulingenDrentwedeScholenEhrenburgNeuenkirchenMaasenBorstelSiedenburgMellinghausenStaffhorstSchwafördenAsendorfAffinghausenSudwaldeSchwarmeMartfeldBruchhausen-VilsenTwistringenBassumSykeWeyheStuhrKarte
Über dieses Bild

Schwaförden (plattdeutsch: Swabern) ist eine Gemeinde im Landkreis Diepholz in Niedersachsen.

Jugendwaldheim Hahnhorst

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Schwaförden liegt südlich vom Naturpark Wildeshauser Geest ungefähr in der Mitte zwischen Bremen und Minden. Die Gemeinde ist Verwaltungssitz der Samtgemeinde Schwaförden, mit den Orten Affinghausen, Ehrenburg, Neuenkirchen, Scholen, Schwaförden und Sudwalde.

KlimaBearbeiten

Es herrscht gemäßigtes Seeklima, beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Schwaförden 8,5 °C–9,0 °C, und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20–25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden.

GeschichteBearbeiten

Das Gebiet ist seit der jüngeren Steinzeit besiedelt, was unter anderem archäologische Untersuchungen in einem Neubaugebiet 2019 ergaben. Dabei wurden Siedlungsreste aus der späten Bronzezeit und frührömischen Eisenzeit aus der Zeit des ersten Jahrtausends v. Chr. gefunden.[2]

In der römischen Epoche führte nördlich von Schwaförden ein römischer Versorgungsweg von der Weser bis nach Friesland. Schwaförden ist eine typisch sächsische Siedlung mit verstreuten Höfen die sich wie Perlen an einer Schnur an einer Straße aufreihen. Schwaförden gehörte im Jahr 750 n. Chr. zum Kerngebiet des Stammes der Sachsen und war eine Siedlung des Unterstammes der Engern. Schwaförden wurde erstmals 1025 in einer Schenkungsurkunde von dem Grafen Mito von Minden an die Herren zu Hoya erwähnt.

Während des Dreißigjährigen Krieges brannten die großen Buchen- und Eichenwälder, die zuvor für die Eichelmast der Schweine gebraucht wurden, rund um den Ort ab und wurden anschließend mit schnell wachsenden Nadelbäumen wieder aufgeforstet. Durch den immensen Holzverbrauch von Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren die mühsam wiederaufgeforsteten Wälder nahezu restlos gerodet. Daraufhin wurde von Johann Erdmann ein neues Projekt ins Leben gerufen mit dem Ziel, möglichst viele unterschiedliche Baumarten auf einem möglichst kleinem Gebiet unterzubringen. Dieses Experiment startete 1903 und dauert bis heute an.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. März 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Mallinghausen eingegliedert.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Die ersten Aufzeichnungen, die die Einwohner Schwafördens auflisteten, stammen aus einer Steuererhebung von 1583 und beschrieb etwa fünfzehn Gehöfte in Größe und Bewaffnung (Lanzen, Hellebarden, Beile oder Schilde) mit ungefähr achtzig Einwohnern. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Einwohnerzahl an und erreichte in jüngster Zeit 1500 Einwohner.

ReligionBearbeiten

Im Jahre 1525 wurde Schwaförden evangelisch und bildet seit 1575 mit Scholen eine Kirchengemeinde. Die gotische Kirche Schwafördens ist ein einschiffiger Gewölbebau und wurde zwischen 1200 und 1500 errichtet. Ein Teil der Apsis und ein Rundbogen am Turm stammen aus der romanischen Epoche. Die Kirche ist mit vielen Malereien ausgeschmückt worden, die von Wandermönchen im 15. Jahrhundert gemalt wurden. Diese Malereien wurden übertüncht und um 1900 wiederentdeckt, freigelegt und restauriert.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat aus Schwaförden setzt sich aus 11 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • CDU 5 Sitze
  • SPD 5 Sitze
  • WGS 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016)

BürgermeisterBearbeiten

Der ehrenamtliche Bürgermeister Wilfried Schlichte (CDU) wurde am 9. September 2001 gewählt.

WappenBearbeiten

Im gespaltenen Schild im linken Feld in Rot einen goldenen Schlüssel und im Rechten Feld in Gold einen schwarzen Schrägbalken.

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

EisenbahnBearbeiten

Die Gemeinde liegt an der stillgelegten, aber noch vorhandenen Eisenbahnstrecke Sulingen–Bassum. Am Bahnhof, dessen Empfangsgebäude mittlerweile abgerissen ist, hielten früher in einigen Fahrplanperioden die Eilzüge Bremen–Bielefeld(–Frankfurt). Die nächstgelegene Station ist heute der Bahnhof in Bassum.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2017 (Hilfe dazu).
  2. Siedlungspuren im Erdreich in Kreiszeitung vom 13. Juni 2019
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 189.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Schwaförden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien