Varrel

Gemeinde im Landkreis Diepholz, Deutschland

Varrel ist eine Gemeinde im Landkreis Diepholz in Niedersachsen.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Varrel
Varrel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Varrel hervorgehoben

Koordinaten: 52° 37′ N, 8° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Diepholz
Samtgemeinde: Kirchdorf
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 43,83 km2
Einwohner: 1514 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km2
Postleitzahl: 27259
Vorwahl: 04274
Kfz-Kennzeichen: DH, SY
Gemeindeschlüssel: 03 2 51 043
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Website: www.varrel.de
Bürgermeister: Heinrich Hustedt
Lage der Gemeinde Varrel im Landkreis Diepholz
Landkreis DiepholzNiedersachsenNordrhein-WestfalenNordrhein-WestfalenLandkreis OsnabrückLandkreis Nienburg/WeserBremenDelmenhorstLandkreis VerdenLandkreis VechtaLandkreis OldenburgLandkreis CloppenburgStemshornLemfördeQuernheimBrockumMarlQuernheimHüdeLembruchDümmerDiepholzDrebberBarnstorfWetschenDickelRehdenHemslohBarverFreistattWehrbleckBahrenborstelVarrelKirchdorfWagenfeldBarenburgBarenburgEydelstedtSulingenDrentwedeScholenEhrenburgNeuenkirchenMaasenBorstelSiedenburgMellinghausenStaffhorstSchwafördenAsendorfAffinghausenSudwaldeSchwarmeMartfeldBruchhausen-VilsenTwistringenBassumSykeWeyheStuhrKarte
Über dieses Bild

Geografische LageBearbeiten

Zu Varrel gehören auch die Dörfer Brümmerloh und Dörrieloh. In der Gemeinde leben 1.700 Menschen auf einer Fläche von 4.383 ha. Sie ist Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Kirchdorf, die ihren Verwaltungssitz im Ort Kirchdorf hat.

GeschichteBearbeiten

Der Name Varrel soll aus dem plattdeutschen Begriff fort für Durchfahrt entstanden sein.
Varrel wurde erstmals 1232 urkundlich erwähnt. Das Küsterhaus von 1832 diente bis 1982 auch als Schule und seit 1991 kulturellen Zwecken. Ein Großbrand vernichtete 1869 die alte Varreler Kirche sowie 35 umliegende Gebäude und wichtige Dokumente. Die Marienkirche stammt von 1871. Bis etwa 1880 befand sich in Varrel ein Nebenzollamt, später ein Hauptzollamt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden Vertriebene aus Ostpreußen und Schlesien sowie deutschstämmige Familien aus Bessarabien hier eine Heimat.[2]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Dörrieloh eingegliedert.[3]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat aus Varrel setzt sich aus 11 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • UWG 11 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016)

BürgermeisterBearbeiten

Seit 2011 ist Heinrich Hustedt ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Varrel. Gemeindedirektor war von 1974 bis 2004 Armin Tiemann.

Bisherige Amtsinhaber:

  • 1974–1991: Fritz Speckmann
  • 1991–2011: Ortwin Stieglitz
  • seit 2011: Heinrich Hustedt

WappenBearbeiten

Blasonierung: Das Wappen der Gemeinde Varrel zeigt über einem roten gewellten Schildfuß gespalten von Blau und Gold, vorne ein goldenes anstoßendes Kreuz und hinten einen blauen stilisierten Baum; im Schildfuß eine goldene Flugschar.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
St. Marienkirche
  • Die St. Marienkirche ist ein neugotischer Backsteinbau. Sie wurde 1870/71 nach Plänen von Conrad Wilhelm Hase errichtet. Dabei wurden die Außenmauern eines 1869 abgebrannten Vorgängerbaues verwendet. Der kelchförmige achteckige Taufstein stammt aus dem 15. Jahrhundert, die sonstige Innenausstattung (Kanzel, Orgel, Gestühl) aus der Zeit des Neubaus der Kirche.[4]
  • Das Küsterhaus befindet sich im Ensemble mit der Kirche im Ortskern und wird seit 1991 für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Es war ursprünglich das alte Schul- und Küsterhaus, das bis 1833 erbaut wurde. In den Räumlichkeiten befand sich bis 1982 die Grundschule Varrel. Auf Initiative des Vereins Kultur im Küsterhaus wurde das Gebäude 1989 von Grund auf saniert.[5]

InfrastrukturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Varrel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2019 (Hilfe dazu).
  2. https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/wenn-erinnerungen-wehtun-2903454.html
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 189.
  4. VARREL Kr. Diepholz. Ev. Kirche. In: Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bremen Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 1291 f.
  5. Das Küsterhaus in Varrel – Das Haus