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Die Kreiszeitung gehört zu den fünf größten Tageszeitungen in Niedersachsen.[1] Sie erscheint in der Stadt Syke (Landkreis Diepholz) etwa 20 Kilometer südlich von Bremen. Die verkaufte Auflage beträgt 57.008 Exemplare, ein Minus von 30,3 Prozent seit 1998.[2]

Kreiszeitung

Beschreibung Tageszeitung
Sprache Deutsch
Verlag Kreiszeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Erstausgabe 1859
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage 57.008 Exemplare
(IVW 1/2019, Mo–Sa)
Chefredakteur Hans Willms
Weblink Mediengruppe Kreiszeitung
ZDB 2279582-0

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Die Anfänge des Blattes gehen bis in das Jahr 1859 zurück, als der Buchdrucker Gustav Knauer in der Grafschaft Hoya (heute Landkreis Nienburg/Weser) mit der Herausgabe eines periodisch erscheinenden Blattes begann. 1872 gründete das Unternehmen einen weiteren Verlag im benachbarten Syke. Die beiden Blätter wurden regional führend. 1943 wurde die Zusammenlegung beider Blätter verfügt. Ab 1945 durfte die Kreiszeitung nicht mehr erscheinen.

Ab dem 1. Oktober 1952 erschien die von den Verlagseignern neu gegründete Kreiszeitung für die Grafschaft Hoya wieder. 1971 fusionierte das Blatt mit dem Allgemeinen Anzeiger Brinkum bei Bremen (Gemeinde Stuhr). 1974 begann eine Kooperation mit der Aller-Weser-Zeitung in Verden, die zwei Jahre später mit der Kreiszeitung Syke fusionierte. Mit der Kreisreform 1977 fusionierte der Syker Verlag mit den südlichen Nachbarn im neuen Landkreis Diepholz, dem Diepholzer Kreisblatt und der Sulinger Kreiszeitung. 2004 kam es zur vorerst letzten Fusion. Die Kreiszeitungs-Verlagsgesellschaft übernahm die Mehrheitsbeteiligung am Verlag Karl Sasse in Rotenburg (Wümme), der unter anderem die Rotenburger Kreiszeitung herausgibt. Im Gegensatz zu allen übrigen Zeitungstiteln der Kreiszeitung Mediengruppe ist die Rotenburger Kreiszeitung in der Anzeigentarifgemeinschaft „Bremer Anzeigenblock“ der Bremer Tageszeitungen AG.

AuflageBearbeiten

Die Kreiszeitung hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 30,3 Prozent gesunken.[3] Sie beträgt gegenwärtig 57.008 Exemplare.[4] Das entspricht einem Rückgang von 24.779 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 93,8 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[5]

 


BedeutungBearbeiten

Das Blatt erscheint in zwei niedersächsischen Landkreisen quasi monopolartig oder deutlich dominierend (Landkreis Diepholz, Landkreis Verden) und in drei weiteren Landkreisen in Teilgebieten (Landkreis Oldenburg, Landkreis Rotenburg (Wümme), Landkreis Nienburg). Das Erscheinungsgebiet liegt damit in zwei Dritteln des einwohner- und kaufkraftstarken Bremer Umlandes, wodurch sich die Kreiszeitung Syke neben der Bremer Tageszeitungen AG (Weser-Kurier, Bremer Nachrichten, Verdener Nachrichten, Syker Kurier, Regionale Rundschau, Achimer Kurier, Wümme-Zeitung, Osterholzer Kreisblatt, Die Norddeutsche, Delmenhorster Kurier) zu einem großen Faktor der Zeitungslandschaft der Region entwickelt hat. Unter dem Namen Diepholzer Kreisblatt erscheint die Zeitung darüber hinaus im nordwestlichen Teil des Kreises Minden-Lübbecke (Nordrhein-Westfalen).

Kreiszeitung VerlagsgesellschaftBearbeiten

Die Kreiszeitung erscheint in folgenden Kopfausgaben:

Der Verlag ist mit zahlreichen Außenredaktionen und Geschäftsstellen im Erscheinungsgebiet sowie mit einer eigenen Lokalredaktion in Bremen vertreten. Er betreibt am Verlagssitz in Syke eine Vollredaktion, die die Mantelseiten für zahlreiche andere Blätter des Ippen-Konzerns liefert. Die Kreiszeitung mit ihren Tochterunternehmen ist außerdem ein bedeutender Druckdienstleister. Neben eigenen Tageszeitungen und Wochenblättern werden auf den drei Rotationen des Verlages (Berliner, Rheinisches und Nordisches Format) in Syke und Walsrode unter anderem täglich rund 300.000 Exemplare der Bild-Zeitung gedruckt.

Haupteigner der Kreiszeitung Syke ist mit 50,4 Prozent der Anteile der Verleger Dirk Ippen, dessen Gruppe aus kleinen bis mittleren Lokal- und Regionalblättern mittlerweile zu einem der größten deutschen Zeitungskonglomerate angewachsen ist. Die übrigen Anteile liegen in den Händen der lokalen Alt-Verleger der Ursprungsblätter.

MK Digital wurde zur Plietsch GmbHBearbeiten

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Im Februar 2014 wurde MK-Digital unter der Leitung von Florian Jamer als Agentur innerhalb der Mediengruppe Kreiszeitung gegründet. Die Agentur mit anfangs drei Beschäftigten bietet die Leistungen einer Full-Service-Agentur an. Bis August 2014 stieg die Zahl der Beschäftigten auf fünf. Sie sind zuständig für Vermarktung, Grafik und Konzeption, technische Entwicklung und Corporate Publishing sowie Online-Vermarktung. Am 1. Oktober 2016 wurde die Abteilung aus der Mediengruppe Kreiszeitung ausgegliedert und in Plietsch GmbH umfirmiert.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten