Hauptmenü öffnen

Wikipedia β

Ringsheim

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ringsheim
Ringsheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ringsheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 15′ N, 7° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 169 m ü. NHN
Fläche: 11,31 km2
Einwohner: 2306 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 204 Einwohner je km2
Postleitzahl: 77975
Vorwahl: 07822
Kfz-Kennzeichen: OG, BH, KEL, LR, WOL Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 113
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 5
77975 Ringsheim
Webpräsenz: www.ringsheim.de
Bürgermeister: Pascal Weber (parteilos)
Lage der Gemeinde Ringsheim im Ortenaukreis
Ill (Elsass)Ill (Elsass)FrankreichLandkreis RastattBaden-BadenLandkreis CalwLandkreis EmmendingenLandkreis FreudenstadtRheinau (Baden)Lauf (Baden)SasbachLandkreis RastattLandkreis RottweilSchwarzwald-Baar-KreisAchernAchernAchernAppenweierBad Peterstal-GriesbachBerghauptenBiberach (Baden)DurbachEttenheimFischerbachFriesenheim (Baden)GengenbachGutach (Schwarzwaldbahn)Haslach im KinzigtalHausachHofstetten (Baden)HohbergHornbergKappel-GrafenhausenKappel-GrafenhausenKappelrodeckWillstättKehlKehlKippenheimKippenheimKippenheimLahr/SchwarzwaldLauf (Baden)Lauf (Baden)Lautenbach (Ortenaukreis)MahlbergMahlbergMahlbergMeißenheimMühlenbach (Schwarzwald)Neuried (Baden)NordrachOberharmersbachOberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)OberwolfachOffenburgOhlsbachOppenauOrtenberg (Baden)Ottenhöfen im SchwarzwaldRenchenRenchenRingsheimRingsheimRust (Baden)Rheinau (Baden)Rheinau (Baden)Rheinau (gemeindefreies Gebiet)SasbachSasbachSasbachSasbachwaldenSchuttertalSchutterwaldSchwanauSeebach (Baden)Seelbach (Schutter)Steinach (Ortenaukreis)WillstättWillstättWolfachZell am HarmersbachRheinKarte
Über dieses Bild

Ringsheim ist eine kleine Gemeinde im südlichen Ortenaukreis in Baden-Württemberg. Zur Gemeinde Ringsheim gehören außer dem Dorf Ringsheim keine weiteren Orte.

Ringsheim Panorama

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Ringsheim liegt in der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Rhein und dem ersten Anstieg des Schwarzwalds.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde grenzt im Norden an Kappel-Grafenhausen, im Osten an die Stadt Ettenheim, im Süden an die Stadt Herbolzheim im Landkreis Emmendingen und im Westen an Rust. Westlich von Schuttertal befindet sich eine nur forstlich genutzte Exklave.

Historische GeografieBearbeiten

In Ringsheim liegt die Wüstung Meistersheim.[2]

GeschichteBearbeiten

Frühe GeschichteBearbeiten

Angeblich haben bereits die Kelten die Erzvorkommen im nahe bei Ringsheim gelegenen angrenzenden Kahlenberg genutzt. Erste Siedlungsspuren gibt es aus dem 7. Jahrhundert. Aus dieser Zeit wird auch die Namensgebung vermutet: „Ringos Heim“. Der Bischof von Basel Adalbero verlieh 1002 das Marktregal an Ringsheim im Breisgau[3]. Bereits 1226 wird es als „Ringishein“ zum ersten Mal in einer Bulle von Papst Honorius III. urkundlich erwähnt. Große Teile des Ortes, der dem Bistum Straßburg unterstand, gehörten dem Kloster Ettenheimmünster. Es gehörte zum Oberamt Ettenheim.

19. und 20. JahrhundertBearbeiten

Mit der Säkularisation aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses kam Ringsheim 1803 an das Großherzogtum Baden. Dort gehörte es kurzzeitig (bis 1809) zum Amt Mahlberg und dann wieder zum Amt Ettenheim. Mit der badischen Kommunalreform von 1924 kam die Gemeinde zum Landkreis Lahr. Als dieser 1973 aufgelöst wurde, wurde der Ort dem neugebildeten Ortenaukreis zugeschlagen.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand.

Jahr Einwohner
1666 150
1692 250
1804 900
1861 1429
1900 1369
1910 1482
1950  1753
1956 1800
1961  2024
1970 1837
Jahr Einwohner
1980 1858
1990  1960
1995  2126
2000 2081
2005 2165
2006 2172
2007 2204
2008 2192
2009 2186
2010 2221
Jahr Einwohner
2011 2236
2012 2234
2013 2255
2014 2274
2015 2281
2016 2333
2017 2353

PolitikBearbeiten

 
Rathaus von Ringsheim

VerwaltungsgemeinschaftBearbeiten

Die Gemeinde gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Ettenheim an.

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Ringsheim hat 10 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
43,3 %
33,5 %
23,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+5,6 %p
-9,6 %p
+4,0 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 43,3 5 37,7 4
FWV Freie Wählervereinigung 33,5 3 43,1 4
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 23,2 2 19,2 2
gesamt 100,0 10 100,0 10
Wahlbeteiligung 60,1 % 64,9 %

BürgermeisterBearbeiten

  • 1890–1914: Rudolf Biehler
  • 1914–1919: Wilhelm Schauber
  • 1919–1928: Konstantin God
  • 1928–1934: Emil Weber
  • 1934–1945: Emil Schmidt
  • 1946–1948: Max Henninger
  • 1948–1969: Rudolf Biehler
  • 1969–1985: Ludwig Greber
  • 1985–2017: Heinrich Dixa
  • seit 2017: Pascal Weber

WappenBearbeiten

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In Silber ein blauer Ring, darin eine sechsblättrige goldbesamte rote Rose mit grünen Kelchblättern.“

PartnerschaftenBearbeiten

Ringsheim unterhält mit folgender Stadt eine Städtepartnerschaft:

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Ringsheim liegt im Gebiet des Tarifverbundes Ortenau. Der Bahnhof Ringsheim liegt an der Rheintalbahn (MannheimBasel). Dort halten stündlich Regionalexpress-Züge der Strecke Offenburg – Basel, außerdem Regionalbahnen.

Durch das Gemeindegebiet verlaufen die Bundesautobahn 5 mit der Anschlussstelle Ringsheim sowie die Bundesstraße 3 (Buxtehude - Weil am Rhein)

BildungBearbeiten

Mit der Karl-Person-Schule besitzt Ringsheim eine eigene Grundschule. Außerdem gibt es einen römisch-katholischen Kindergarten.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Pfarrkirche St. Johann-Baptist
  • Die Johanneskapelle ist eine im 17. Jahrhundert errichtete Kapelle mit Wandmalereien, östlich der B 3 beim "Ochsenbrunnen" gelegen.[4]
  • Die Pfarrkirche St. Johann-Baptist ist eine denkmalgeschützte spätbarocke Kirche, die 1784/85 unter Joseph Hirschbühl (Vorarlberger Baumeistersippe) erbaut wurde.[5]
  • Der Heubergturm ist ein 1969 vom Schwarzwaldverein errichteter 12,5 m hoher Aussichtsturm, der etwa 1 km östlich des Ortsrandes in den Weinbergen steht.[6] An der Brüstung der Aussichtsplattform sind Panoramatafeln angebracht.[7]

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 314–315
  3. Günther Seith, Die rechtsrheinischen Gebiete des Bistums Basel und ihr Uebergang an Baden, Das Markgräflerland, 1951/2
  4. Johanneskapelle auf der Webseite der Gemeinde Ringsheim: Geschichte
  5. Kirche auf der Webseite der Gemeinde Ringsheim: Geschichte
  6. Heubergturm auf badische-seiten.de
  7. Ein Ausblick mit Informationen auf der Webseite der Gemeinde Ringsheim: Aktuelles und Presse vom 26. September 2011, abgerufen am 20. Dezember 2014

WeblinksBearbeiten