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Gutach (Schwarzwaldbahn)

Gemeinde in Deutschland, Baden-Württemberg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gutach (Schwarzwaldbahn)
Gutach (Schwarzwaldbahn)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gutach (Schwarzwaldbahn) hervorgehoben
Koordinaten: 48° 15′ N, 8° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 294 m ü. NHN
Fläche: 31,74 km2
Einwohner: 2258 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km2
Postleitzahl: 77793
Vorwahlen: 07833, 07831
Kfz-Kennzeichen: OG, BH, KEL, LR, WOL
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 039
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 38
77793 Gutach (Schwarzwaldbahn)
Webpräsenz: www.gutach-schwarzwald.de
Bürgermeister: Siegfried Eckert
Lage der Gemeinde Gutach (Schwarzwaldbahn) im Ortenaukreis
Ill (Elsass)Ill (Elsass)FrankreichLandkreis RastattBaden-BadenLandkreis CalwLandkreis EmmendingenLandkreis FreudenstadtRheinau (Baden)Lauf (Baden)SasbachLandkreis RastattLandkreis RottweilSchwarzwald-Baar-KreisAchernAchernAchernAppenweierBad Peterstal-GriesbachBerghauptenBiberach (Baden)DurbachEttenheimFischerbachFriesenheim (Baden)GengenbachGutach (Schwarzwaldbahn)Haslach im KinzigtalHausachHofstetten (Baden)HohbergHornbergKappel-GrafenhausenKappel-GrafenhausenKappelrodeckWillstättKehlKehlKippenheimKippenheimKippenheimLahr/SchwarzwaldLauf (Baden)Lauf (Baden)Lautenbach (Ortenaukreis)MahlbergMahlbergMahlbergMeißenheimMühlenbach (Schwarzwald)Neuried (Baden)NordrachOberharmersbachOberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)OberwolfachOffenburgOhlsbachOppenauOrtenberg (Baden)Ottenhöfen im SchwarzwaldRenchenRenchenRingsheimRingsheimRust (Baden)Rheinau (Baden)Rheinau (Baden)Rheinau (gemeindefreies Gebiet)SasbachSasbachSasbachSasbachwaldenSchuttertalSchutterwaldSchwanauSeebach (Baden)Seelbach (Schutter)Steinach (Ortenaukreis)WillstättWillstättWolfachZell am HarmersbachRheinKarte
Über dieses Bild

Gutach (Schwarzwaldbahn) ist eine Gemeinde an der Badischen Schwarzwaldbahn am Fluss Gutach im mittleren Schwarzwald im Ortenaukreis. Den amtlichen Zusatz Schwarzwaldbahn trägt die Gemeinde zur Unterscheidung von Gutach im Breisgau, welches im Breisgau etwas weiter südlich im Landkreis Emmendingen liegt. Zusammen mit den Nachbarorten Kirnbach und Reichenbach ist Gutach die Heimat des Bollenhutes. Dieser Teil der hiesigen Tracht ist inzwischen weltweit als Symbol für den Schwarzwald bekannt.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Gutach liegt auf einer Höhe von 259 m bis 850 m. Die Gemarkung umfasst etwa 3200 Hektar.

GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Gutach (Schwarzwaldbahn) gehören das Dorf Gutach (Schwarzwaldbahn), die Siedlung Beim Mattenbauernhof, der Weiler Wannenbach, die Zinken Herrenbach, Linker Sulzbach, Ramsbach, Rechter Sulzbach, Riesenbach und Wonnenbach, die Häuser und Höfe Beim Löwen, Berntenhof, Bühlerstein, Ebersbach, Saumerhöfe und Wellerhof, die Höfe Blumbach, Bühl, Ob der Kirche und Singersbach und die Wohnplätze Alte Straße, Am Felsen, Bahnhof, Buck, Eckle, Engengraben, Herrengarten, Hohweg, Hohwegschule, Hohwiel, Insel, Leimen, Mausloch, Neudorf, Pfaffenbach, Rebberg, Säge, Steingrün, Turm, Vor-Blumbach, Vor-Ebersbach, Vordersingersbach Vordersulzbach und der Steinenbach.[2]

GeschichteBearbeiten

 
Sonntag in Gutach 1905 von Wilhelm Hasemann
 
Gutacherin in Tracht, 1898

Bis 1810 gehörte Gutach zu Württemberg.

Im Grenzvertrag zwischen Württemberg und Baden, der am 2. Oktober 1810 in Paris abgeschlossen wurde,[3] kamen mehrere „Stäbe“ des Oberamtes Hornberg, so die Gemeinde Gutach, die Städte Hornberg und Schiltach und die Gemeinde Kirnbach an das Großherzogtum Baden.

Dort gehörte der Ort zunächst zum Bezirksamt Haslach und fiel dann 1864 an das Bezirksamt Wolfach, aus dem 1939 der Landkreis Wolfach wurde.

Als dieser 1973 aufgelöst wurde, kam Gutach an den neuen Ortenaukreis.

ReligionenBearbeiten

Seit 1275 ist in Gutach eine Kirche erwähnt, die von den Herren von Hornberg errichtet worden war.

Der Ort ist seit der Einführung der Reformation vorwiegend evangelisch geprägt.

Außerdem hat die katholische Gemeinde in Gutach ein separates Gotteshaus, und zwar die Kirche St. Peter und Paul direkt neben der Gutach.

Links ist die evangelische Peterskirche (Bleistiftzeichnung von Wilhelm Hasemann) abgebildet, daneben der Grabstein der Familie Hasemann im Friedhof hinter der Peterskirche, rechts davon ein Foto der Peterskirche (2017). Ganz rechts befindet sich die katholische Kirche St. Peter und Paul (2017).

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

  • 2003 bis heute: Siegfried Eckert (CDU).

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Gutach hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
40
30
20
10
0
32,2 %
26,8 %
21,7 %
19,4 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+3,4 %p
+2,4 %p
-3,1 %p
-2,6 %p
FWV Freie Wählervereinigung 32,2 4 28,8 3
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 26,8 3 24,4 3
FDP Freie Demokratische Partei 21,7 3 24,8 3
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 19,4 2 22,0 3
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung 61,8 % 62,0 %

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Gutach (Schwarzwaldbahn) unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Wie der Name sagt, liegt Gutach an der Schwarzwaldbahn zwischen Triberg und Offenburg, der ältesten Gebirgsbahn Deutschlands. Der Ort Gutach besitzt allerdings keinen Bahn-Haltepunkt mehr. Seit dem Fahrplanwechsel 2014 gibt es den Haltepunkt Gutach-Freilichtmuseum beim Vogtsbauernhof für die Ortenau-S-Bahn.[4] Nachbarorte an der Bahn sind Hornberg und Hausach. Durch den Ort führt die Bundesstraße 33.

BildungBearbeiten

Neben der Hasemannschule, einer Grundschule, gibt es in Gutach einen Kindergarten.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Gutach liegt am Großen Hansjakobweg, einem Wanderweg, der an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

MuseenBearbeiten

 
Freilichtmuseum Vogtsbauernhof

In Gutach steht das Freilichtmuseum Vogtsbauernhof mit mehreren alten Bauernhöfen aus dem Schwarzwald und zahlreichen historischen Nebengebäuden.

FreizeitBearbeiten

Eine weitere Attraktion für die Gäste ist seit August 2004 der Park mit allen Sinnen. Im Juli 2006 eröffnete die neue Sommerrodelbahn Gutach-Bob.

KriegerdenkmalBearbeiten

Der im Ort ansässige Bildhauer Curt Liebich schuf das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

PersönlichkeitenBearbeiten

 
Grabmal Hasemann

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Weitere Persönlichkeiten, die in der Gemeinde gewirkt habenBearbeiten

  • Wilhelm Hasemann (1850–1913), Maler; wirkte und starb in Gutach
  • Gustav Adolf Müller (1866–1928), Schriftsteller, Journalist und Archäologe; verbrachte seine letzten Lebensjahre in Gutach
  • Curt Liebich (1868–1937), Bildhauer, Professor; Ehrenbürger von Gutach[5]
  • Max Ludwig (1873–1940), Schriftsteller, Maler und Grafiker; lebte zeitweise in Gutach

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. VI: Regierungsbezirk Freiburg. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2, S. 339–340.
  3. Gränzvertrag zwischen dem Königreich Würtemberg und dem Großherzogthum Baden. Abgerufen am 25. September 2014.
  4. Vogtsbauernhof: Freilichtmuseum in Gutach hat nun eigenen Bahnhalt. badische-zeitung.de, archiviert vom Original am 8. Oktober 2017; abgerufen am 15. Dezember 2014.
  5. Dresslers Kunsthandbuch, Band 1, Seite 610