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Durbach

Gemeinde im Ortenaukreis in Baden-Württemberg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Durbach
Durbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Durbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 30′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 208 m ü. NHN
Fläche: 26,33 km2
Einwohner: 3893 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 148 Einwohner je km2
Postleitzahl: 77770
Vorwahl: 0781
Kfz-Kennzeichen: OG, BH, KEL, LR, WOL
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 021
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Tal 5
77770 Durbach
Website: www.durbach.de
Bürgermeister: Andreas König
Lage der Gemeinde Durbach im Ortenaukreis
FrankreichLandkreis RastattBaden-BadenLandkreis CalwLandkreis EmmendingenLandkreis FreudenstadtRheinau (Baden)Lauf (Baden)SasbachLandkreis RastattLandkreis RottweilSchwarzwald-Baar-KreisAchernAchernAchernAppenweierBad Peterstal-GriesbachBerghauptenBiberach (Baden)DurbachEttenheimFischerbachFriesenheim (Baden)GengenbachGutach (Schwarzwaldbahn)Haslach im KinzigtalHausachHofstetten (Baden)HohbergHornbergKappel-GrafenhausenKappel-GrafenhausenKappelrodeckWillstättKehlKehlKippenheimKippenheimKippenheimLahr/SchwarzwaldLauf (Baden)Lauf (Baden)Lautenbach (Ortenaukreis)MahlbergMahlbergMahlbergMeißenheimMühlenbach (Schwarzwald)Neuried (Baden)NordrachOberharmersbachOberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)Oberkirch (Baden)OberwolfachOffenburgOhlsbachOppenauOrtenberg (Baden)Ottenhöfen im SchwarzwaldRenchenRenchenRingsheimRingsheimRust (Baden)Rheinau (Baden)Rheinau (Baden)Rheinau (gemeindefreies Gebiet)SasbachSasbachSasbachSasbachwaldenSchuttertalSchutterwaldSchwanauSeebach (Baden)Seelbach (Schutter)Steinach (Ortenaukreis)WillstättWillstättWolfachZell am HarmersbachKarte
Über dieses Bild

Durbach ist eine Gemeinde im Ortenaukreis in Baden-Württemberg (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Der Wein- und Erholungsort Durbach mit einer Gemarkungsfläche von 2633 Hektar an der Badischen Weinstraße, liegt in der Vorbergzone zwischen Rheinebene und Schwarzwald, etwa sieben Kilometer von der Kreisstadt Offenburg entfernt. Eingebettet in Rebhänge und insgesamt 42 Seitentäler erstreckt sich Durbach entlang dem gleichnamigen Bach.

GemeindegliederungBearbeiten

 
Ebersweier

Die Gemeinde gliedert sich in den Ortsteil Durbach mit 2664 Einwohnern und in den Ortsteil Ebersweier (1243 Einwohner), der 1973 im Zuge der Gebietsreform eingemeindet wurde. Zur Gemeinde Durbach gehören 47 Dörfer, Weiler, Zinken, Höfe und Häuser.

 
Durbach

Im Gemeindeteil Durbach liegen die abgegangenen Ortschaften Buchenbronn, Starzengrund und Stollenweier.[2]

NachbargemeindenBearbeiten

Die Gemeinde grenzt im Norden an Appenweier, im Osten an die Stadt Oberkirch, im Süden an die Stadt Gengenbach und an Ohlsbach und im Westen an die Kreisstadt Offenburg.

GeschichteBearbeiten

20. JahrhundertBearbeiten

Durbach gehörte früher zum Landkreis Offenburg, der 1973 im neuen Ortenaukreis aufging. Am 1. Januar 1973 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Ebersweier eingemeindet.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 
Durbach Bevölkerungsentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg.[4]

Jahr Einwohner
1871 2500
1880 2523
1890 2532
1900 2560
1910 2586
1925 2577
1933 2683
1939 2688
1950 2927
1956 3003
1961 3062
1966 3233
1970 3182
31. Dezember 1975 3490
31. Dezember 1980 3590
Jahr Einwohner
1985 3676
31. Dezember 1990 3827
31. Dezember 1995 3815
31. Dezember 2000 3901
31. Dezember 2005 3915
31. Dezember 2010 3814
31. Dezember 2015 3867
 
Östlicher Teil von Durbach, Blick vom Weinlehrpfad. In der Bildmitte die Winzergenossenschaft

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 64,4 % zu folgendem Ergebnis:[5]

7
7
Insgesamt 14 Sitze
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 64,4 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
47,7 %
52,3 %
Gewinne/Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
-2,9 %p
+2,9 %p

BürgermeisterBearbeiten

  • 1939–1945: Josef Anton Huber
  • 1945–1946: Josef Singler
  • 1946–1948: Franz Xaver Müller
  • 1948–1969: Andreas Glanzmann
  • 1969–1993: Hans Weiner
  • 1993–2001: Wolfgang Pühler
  • 2001–2014: Toni Vetrano
  • 2014 bis heute: Andreas König

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber auf blauem Dreiberg ein roter Kelch besteckt mit zwei pfahlweisen roten spitzeckigen Deckeln (Patenen), der obere größer.“

Gestalt und Form des Durbacher Wappens ist dem des ehemaligen „Hauses Staufenberg“ entnommen („In Silber auf blauem Dreiberg ein roter Kelch, erhöht von zwei pfahlweise roten, spitzeckigen Deckeln, der obere größer. Auf dem silbernen Stechhelm (auf gelehntem Schild) mit rot-silbernen Decken ein wachsender, mit zwei Büffelhörnern besteckter, silberngewandeter Menschenstumpf, darin die Schildelemente.“). Die älteste erhaltene Form des Siegels, das des Cunradi de Stollenberg (1273), einem Staufenberger Geschlecht, enthält den „Stauf“, einen Kelch oder Becher. "Stauf" und "Berg" bilden als „redendes Wappen“ den Namen „Staufenberg“. Als Stauf wurde in alter Zeit auch ein Berg mit steilen Hängen bezeichnet, einem umgestülpten Kelch entsprechend. Die Deckel entstanden aus Ringen um den Kelch, die dann die Form von Patenen annahmen und zuletzt als gespitzte Deckel über dem Kelch schwebten.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Durbach unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

VerwaltungBearbeiten

Mit der Stadt Offenburg und den Gemeinden Hohberg, Ortenberg und Schutterwald hat die Gemeinde eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kirche in Durbach
 
Weingut und Schloss Staufenberg

Die Veranstaltungsreihe Kultur im Schloss umfasst Autorenlesungen und Konzerte. Das Herbstfest auf Schloss Staufenberg (zweites Oktoberwochenende) widmet sich jedes Jahr einem anderen Thema. 2006 stand es unter dem Motto 200 Jahre Baden. 2007 wurde der 225. Geburtstag des Klingelberger Rieslings gefeiert.

Auch die Staufenburg-Klinik bietet Patienten, und Besuchern ein Kulturprogramm mit Konzerten und Ausstellungen.

Theater und MuseenBearbeiten

2002 und 2005 war Schloss Staufenberg Kulisse eines Freilichttheaterstückes.

SkulpturenparkBearbeiten

 
Stehender Torso im Skulpturenpark

Südlich der Staufenburg-Klinik liegt der weitläufige Skulpturenpark Durbach mit 73 Werken internationaler Bildhauer.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Die wirtschaftliche Grundlage der Gemeinde basiert auf Weinbau/Landwirtschaft, Tourismus und Fachkliniken. Ergänzt wird diese Struktur durch rund 100 Gewerbebetriebe, wovon die meisten fünf bis 15 Mitarbeiter beschäftigen. Im Ort gibt es zwei Bäckereien, zwei Metzgereien, Lebensmitteleinzelhandel, Friseure, Elektrohandel, Ärzte und Apotheke.

BildungBearbeiten

Es gibt in Durbach eine zweizügige Grundschule mit einer Grundschulförderklasse, die Staufenberg-Schule. Daneben gibt es einen kommunalen, einen kirchlichen und einen Kindergarten in freier Trägerschaft. Der kommunale Kindergarten in Ebersweier sowie der Katholische Kindergarten St. Heinrich in Durbach wurden mittlerweile zur Kindertagesstätte mit einem umfassenden Betreuungsangebot ausgebaut.

Landwirtschaft und WeinbauBearbeiten

Der Wein- und Obstbau ist eine der Haupterwerbsquellen der Durbacher. Die Lagen gehören zur Region Ortenau im Weinbaugebiet Baden. Seit dem 12. Jahrhundert (zurückverfolgbar bis 1180) wird in Durbach Wein kultiviert. In der Durbacher Winzergenossenschaft gibt es mehr als 80 Vollerwerbslandwirte sowie rund 200 Nebenerwerbswinzer. Die Durbacher Winzergenossenschaft gehört zusammen mit den 12 privaten Weingütern zu den meistprämierten Weinerzeugern in Deutschland und Europa. Durbach ist der Weinort mit den meisten privaten Weingütern in Baden-Württemberg. Gleichzeitig ist Durbach der derzeit einzige Weinort, in dem alle 12 Weinerzeuger ihre Produkte an einem Platz anbieten (Durbacher LÄDELE). Das Weingut Graf Wolff Metternich gilt als das älteste Weingut in Durbach und der Ortenau. Die Weingüter Heinrich Männle und Andreas Laible sind seit 2006 in den Kreis der 20 besten Europäischen Weingüter der Welt gewählt worden. Das Weingut Markgraf von Baden gehört dem Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter an. Durbach ist der Ort auf der Welt mit der größten zusammenhängenden Anbaufläche für Savagnin Rose (Roter Traminer, in der Ortenau auch Clevner genannt). Diese Rebsorte wird weiterhin in Heiligenstein/Elsass (Frankreich), Visperterminen (Schweiz), Klöch (Österreich) und Tramin/Termeno (Italien) angebaut.

TourismusBearbeiten

Das Weingut Schloss Staufenberg ist im Privatbesitz von Max Markgraf von Baden. Es thront als Wahrzeichen hoch über Durbach. Von der Schlossterrasse auf dem 383 Meter hohen Bergkegel besteht ein Rundblick über waldbedeckte Schwarzwaldkuppen, Weinberge, den zu Füßen liegenden Ort bis hin zur oberrheinischen Tiefebene und dem Straßburger Münster. Schloss Staufenberg ist über Wanderwege und eine Straße zu erreichen.

 
Schloss Staufenberg

RehabilitationBearbeiten

Die Mediclin Staufenburg-Klinik in Durbach ist eine Fachklinik für Innere Medizin mit den Fachbereichen Diabetologie, Onkologie/Urologie und Rheumatologie/Orthopädie.

Schwerpunkte der Klinik liegen auf der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen, insbesondere Typ-1- und Typ-2-Diabetes, Tumorerkrankungen der Nieren und Harnwege sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Durbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VI: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2. S. 392–394
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 500.
  4. Bevölkerungsentwicklung in Baden-Württemberg von 1871 bis 2013@1@2Vorlage:Toter Link/www.statistik.baden-wuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 2014@1@2Vorlage:Toter Link/www.statistik.baden-wuerttemberg.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.