TG ist das Kürzel für den Kanton Thurgau in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Oberwangenf zu vermeiden.
Oberwangen
Wappen von Oberwangen
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Münchwilen
Politische Gemeinde: Fischingeni2w1
Postleitzahl: 8376
Koordinaten: 715544 / 254449Koordinaten: 47° 25′ 51″ N, 8° 58′ 13″ O; CH1903: 715544 / 254449
Höhe: 587 m ü. M.
Oberwangen TG

Oberwangen TG

Karte
Oberwangen TG (Schweiz)
Oberwangen TG
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Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 1972

Oberwangen im Murg­tal ist eine ehemalige Ortsgemeinde und eine Ortschaft der politischen Gemeinde Fischingen im Bezirk Münchwilen des Kantons Thurgau in der Schweiz.

Die bis dahin zur Munizipalgemeinde Fischingen gehörende Ortsgemeinde fusionierte am 1. Januar 1972 zur Einheitsgemeinde Fischingen.

GeschichteBearbeiten

754 wurde Oberwangen erstmals als Wangas erwàhnt. Dem Kloster St. Gallen wurden 754, dem Konstanzer Petershausen um 996 Güter von Oberwangen übertragen. Der Fronhof Dussnang-Oberwangen gehörte den Grafen von Toggenburg. Konstanzer Bischof Heinrich von Tanne (von 1233 bis 1248 im Amt) erwarb diese Güter und bildete damit das Amt Tannegg, welches 1693 bis 1798 dem Kloster Fischingen gehörte. Oberwangen war stets Teil der Pfarrei Dussnang. Die erstmals 1494 erweiterte Kapelle Martinsberg wurde während der Reformation profaniert, ab 1540 aber wieder als Gotteshaus benutzt. Der gotische Chor und der barocke Kuppelbau aus den Jahren 1727 bis 1730 prägen die heutige Kapelle.[1]

In Oberwangen wurde Forst-, Vieh- und Milchwirtschaft betrieben, es gab eine Käserei, Sägen sowie eine Ziegelei. Die ab dem 17. Jahrhundert betriebene Au-Mühle stellte 1932 ihren Betrieb ein. 1885 bis 1930 blühte die Schifflistickerei.[1]

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung Oberwangen
Jahr 1831 1850 1920 1970
Einwohner 408 496 519 487

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Kapelle St. Martin auf einem Hügel in Oberwangen wurde im 10. Jahrhundert erbaut und 1693 und 1727 von Johann und Jakob Grubenmann durch einen Kuppelbau erweitert. Sie besitzt eine Hund-Orgel (nach dem Orgelbauer Joseph Hund) aus dem Jahre 1811.[2]

BilderBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Benno Schildknecht: Die Kirchen von Dussnang und Oberwangen TG. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 417). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1987, ISBN 3-85782-417-4.

WeblinksBearbeiten

Commons: Oberwangen TG – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Erich Trösch: Oberwangen. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
    Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht.
  2. Benno Schildknecht: Die Kirchen von Dussnang und Oberwangen TG. (Schweizerische Kunstführer, Nr. 417). Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1987, ISBN 3-85782-417-4.
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