Aawangen
Wappen von Aawangen
Staat: Schweiz
Kanton: Thurgau (TG)
Bezirk: Münchwilen
Politische Gemeinde: Aadorfi2w1
Postleitzahl: 8522
Koordinaten: 710130 / 263532Koordinaten: 47° 30′ 48″ N, 8° 54′ 3″ O; CH1903: 710130 / 263532
Höhe: 495 m ü. M.
Website: www.haeuslenen.ch
Karte
Aawangen (Schweiz)
Aawangen
www

Aawangen ist eine ehemalige Ortsgemeinde und eine Ortschaft der Gemeinde Aadorf im Bezirk Münchwilen des Schweizer Kantons Thurgau.

Die Ortsgemeinde Aawangen gehörte von 1803 bis 1995 zur Munizipalgemeinde Aadorf.[1] 1996 vereinigte sich Aawangen mit den Ortsgemeinden Aadorf, Ettenhausen, Guntershausen bei Aadorf und Wittenwil zur politischen Gemeinde Aadorf.[2]

GeographieBearbeiten

Aawangen ist ein Kirchdörflein an der Lützelmurg mit den Weilern Burg, Friedtal, Huzenwil und Moos sowie dem erst im 18. Jahrhundert um die Taverne «Zum Häusli» entstandenen, seit 1980 als Wohnort der Agglomeration Frauenfeld stark wachsenden Häuslenen.[1]

GeschichteBearbeiten

 
Gemeindestand vor der Fusion im Jahr 1996

Aawangen wurde 844 (?) als Oninwanc erstmals urkundlich erwähnt. Das Stift Kreuzlingen löste im 12. Jahrhundert die wichtigsten früheren Grundherren wie das Kloster St. Gallen die Kyburger ab. Bis 1263 waren die Kyburger, ab 1265 die Habsburger Kastvögte. Letztere entfremdeten Aawangen dem Stift: 1340 erfolgte die Belehnung der Hohenlandenberger. 1520 bzw. 1522 erlangte Kreuzlingen seine alten Vogteirechte wieder. Bis 1798 wurde das niedere Gericht Aawangen durch Amtmänner verwaltet.[1]

Die Pfarrei der Kirche St. Michael – ursprünglich eine Eigenkirche der Freiherren von Murkart – entstand im 12. Jahrhundert aus der Pastoration Kreuzlingens. 1280 erfolgte die Inkorporation. Dieses blieb auch nach der Reformation von 1529 bis 1848 Kollator. 1910 kam es zur Personalunion und 1967 dann zur Vereinigung mit evangelischen Kirchgemeinde Aadorf. 1974 wurde die thurgauisch-zürcherische Kantonsgrenze zur Grenze der Kirchgemeinde[1] und Hagenbuch wurde der reformierten Kirchgemeinde Elgg zugeteilt.[3]

Im 19. Jahrhundert siedelte sich Industrie an. 1858 eine Papierfabrik und spätere Spinnerei, 1865 bis 1921 eine Wattefabrik und Fadenwäscherei.[1]

BevölkerungBearbeiten

 
Spruchhaus Aarwangen
Bevölkerungsentwicklung Aawangen[1]
Jahr 1850 1930 1980 1990
Einwohner 264 215 256 465

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Das Bauernhaus Spruchhaus ist in der Liste der Kulturgüter in Aadorf aufgeführt.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d e f André Salathé: Aawangen. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
    Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht.
  2. 2000 T4 Wohnbevoelkerung ab 1850.xlsx Auf der Webseite der Dienststelle für Statistik des Kantons Thurgau, abgerufen am 1. November 2019.
  3. Ueli Müller: Hagenbuch. In: Historisches Lexikon der Schweiz.