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Neil Stephens

australischer Sportdirektor (Radsport) und Radrennfahrer
Neil Stephens Straßenradsport
Neil Stephens (2005)
Neil Stephens (2005)
Zur Person
Vollständiger Name Neil Anthony Stephens
Spitzname Stevo
Geburtsdatum 1. Oktober 1963
Nation AustralienAustralien Australien
Disziplin Straßenradsport
Zum Team
Aktuelles Team Karriereende
Funktion Fahrer
Karriereende 1998
Team(s)
1985
1986
1987
1988
1989
1990
1991
1992–1996
1997–1998
Peugeot-Michelin
Santini-Cierre
Ever Ready-Amaco
Zero Boys
Caja Rujal-Paternina
Artiach-Royal
Paternina Sport
ONCE
Festina-Lotus
Wichtigste Erfolge
eine Etappe Tour de France
MaillotAustralia.PNG Australische Straßen-Radmeisterschaften – Straßenrennen 1991, 1994
Team(s) als Sportlicher Leiter
2000–2001
2005–2006
2008–2010
2012–2018
2019–
Linda McCartney Racing Team
Liberty Seguros-Würth
Caisse d’Epargne
Orica GreenEdge
UAE Team Emirates
Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2019

Neil Stephens (* 1. Oktober 1963 in Canberra) ist ein australischer Sportlicher Leiter im Radsport und ehemaliger Radrennfahrer.

Sportliche KarriereBearbeiten

Neil Stephens war von 1985 bis 1998 Profi. Zunächst bestritt er hauptsächlich Rennen in seinem Heimatland, wie etwa die Herald Sun Tour, die Midlands Tour und das Memorial Michael Toyne. Zweimal – 1991 und 1994 – wurde er australischer Meister im Straßenrennen.

Ab 1990 fuhr Stephens zunehmend auch Rennen in Europa, wie die Tour of Britain und die Portugal-Rundfahrt. Zwischen 1992 und 1998 startete er siebenmal bei der Tour de France, konnte sich aber nie weit vorne platzieren. Im Jahre 1997 gewann er die 17. Etappe von Fribourg nach Colmar. 1996 nahm er am Straßenrennen der Olympischen Spiele in Atlanta teil und belegte Rang 19. Im selben Jahr wurde er Zehnter im Einzelzeitfahren der Straßen-Weltmeisterschaften

Ende 1998 trat er im Zuge der Festina-Affäre vom aktiven Radsport zurück.

DopingBearbeiten

Wenige Tage vor Start der Tour de France 1998 wurde ein Betreuer des Teams Festina, Willy de Voet, in Frankreich festgenommen. Im Auto des Masseurs wurden 400 Ampullen Epo und Anabolika gefunden.[1] Im Zuge der Ermittlungen gab Neil Stephens zu, mit Epo gedopt worden zu sein, jedoch sei dies ohne sein Wissen geschehen. Er habe geglaubt, es handele sich um Vitaminpräparate. Er wurde nie sanktioniert.[2]

BeruflichesBearbeiten

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn arbeitete Stephens für verschiedene Teams als Sportlicher Leiter. Von 2012 bis 2018 war er für die australische Mannschaft Orica GreenEdge tätig. Als bekannt wurde, dass Stephens sowie sein wegen Dopings gesperrt gewesener Festina-Teamkamerad Matthew White in die Teamleitung von Orica GreenEdge berufen wurden, wurden kritische Stimmen laut.[3] 2019 wurde er Sportlicher Leiter bei UAE Team Emirates.[4]

Palmarès (Auswahl)Bearbeiten

1985
1986
1988
1990
1991
1994
1995
1996
1997

Grand-Tour-PlatzierungenBearbeiten

Grand Tour 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998
  Giro d’Italia 78 - - - - - 57 - - - - - -
  Tour de France - - - - - - 74 DNF 52 60 49 54 DNF
  Vuelta a España - - - - - - 66 - - - - 55 -

WeblinksBearbeiten

  Commons: Neil Stephens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Wie der Festina-Skandal 1998 die Tour lahmlegte. In: Die Welt. 11. Juli 2008, abgerufen am 10. Mai 2015.
  2. Cycling4Fans - Doping: S. In: Cycling4Fans. Abgerufen am 10. Mai 2015.
  3. Rupert Guinness: Doping questions remain for GreenEDGE. In: smh.com.au. 7. September 2013, abgerufen am 25. Januar 2019 (englisch).
  4. Neil Stephens joins Peiper as directeur sportif at UAE Team Emirates. In: Cycling News. 21. November 2018, abgerufen am 25. Januar 2019.