Liste nordamerikanischer Indianerstämme

In dieser Liste nordamerikanischer Indianerstämme werden die wichtigsten nordamerikanischen Konföderationen, Nationen, Völker, Stämme und Gruppierungen gelistet, geordnet nach den nordamerikanischen Kulturarealen. Nicht jeder Eintrag ist als eigenständige Gruppierung zu verstehen. Teilweise handelt es sich um künstlich erschaffene übergeordnete Kategorien bzw. sprachliche Gruppierungen.

Nordamerikanische Kulturareale

Die indianischen Gruppierungen sind nicht als absolut zu verstehen. Vielmehr waren sie stets im Wandel begriffen; Völker spalteten sich, andere schlossen sich einem dritten an und gingen darin auf. Für viele gibt es verschiedene Bezeichnungen.

Kulturareal ArktisBearbeiten

Dieses Kulturareal umfasst den äußersten Norden Nordamerikas nahe bzw. über dem nördlichen Polarkreis von der Aleuten-Inselkette vor Alaska ostwärts über die Polargebiete Kanadas bis Grönland und wird von drei Ethnien der Eskimo-Aleutischen-Sprachfamilie bewohnt:

  • Aleuten (Alëuten) (entweder von Aliut, einer Siedlung der Aliutoren, von Anklyt ("Küstenvolk"), der Selbstbezeichnung der Küsten-Chukchi[1] oder von Allitkhukh ("Gemeinschaft") aus dem West-Aleutischen, Eigenbezeichnung in Aleutischer Sprache (Unangam Tunuu): Unangan (Östlicher Dialekt) bzw. Unangas (Westlicher Dialekt), beides "Küstenvolk", Einzahl: Unangax̂[2])
  • Eskimo-Völker (abgel. von Cree: ᐊᔭᐢᑮᒧᐤ ayaskîmow = "Schneeschuhflechter"[3], zwei Dialektgruppen mit verschiedenen Eigenbezeichnungen in den Eskimosprachen)[4]
    • Inuit (in Kanada und Grönland) bzw. Eskimo (in Alaska, USA) oder "Östliche Eskimo"
      • Iñupiat (früher: Inyupik - "wahres/echtes Volk", Einzahl: Iñupiaq - "wahre/echte Person", auch: Alaska Inuit)
      • Inuvialuit ("wahres/echtes Volk", Einzahl: Inuvialuk - "wahre/echte Person", auch Westliche Kanadische Inuit)
      • Inuit ("Menschen", Einzahl: Inuk - "Person/Mensch", auch: Östliche Kanadische Inuit)
      • Kalaallit (Einzahl: Kalaaleq[5], auch: Grönland Inuit)
    • Yupik oder "Westliche Eskimo" (Eigenbezeichnung: Yupiit - "wahres/echtes Volk", Einzahl: Yup'ik - "wahre/echte Person")
      • Alutiiq ("Person von den Aleuten", Plural: Alutiit - "Volk von den Aleuten", um Verwechslung mit den "Aleuten" zu vermeiden wird vermehrt die ursprüngliche Eigenbezeichnung als Sugpiaq ("wahre/echte Person", Plural: Sugpiat - "wahre/echtes Volk") verwendet; auch: Pazifik-Golf-Yupik)
      • Yup'ik oder "Yupiaq" ("wahre/echte Person", Plural: Yupiit / Yupiat - "wahres/echtes Volk"; auch: Central Alaskan Yup'ik, Central Yup'ik, Alaska Yup'ik)
      • Siberische Yupik oder "Yuit" (Plural: Yuits, Eigenbezeichnung: Yupighyt - "wahres/echtes Volk")

Kulturareal SubarktisBearbeiten

Die borealen Nadelwälder (Taiga) und Waldtundren der Subarktis umfassen Zentralalaska sowie fast ganz Kanada bis zum Sankt-Lorenz-Strom im Osten (mit Ausnahme der Seeprovinzen und Prärieprovinzen) und wurden von oft als "subarktische Jäger" oder "Karibu-Jäger" bezeichnete Ethnien zweier Sprachfamilien bewohnt; im Nordwesten/Westen im Interior Alaska und Nordwesten Kanadas die Nördlichen Athabasken (Dene) der Nördlichen Athapaskischen (Athabaskischen)-Sprachengruppe und im Zentrum/Osten Kanadas nördlich der Aspen Parkland vom Süden der Nordwest-Territorien bis zur James Bay die "Nördlichen Algonkin" der Zentral-Algonkin-Sprachgruppe.

Alaska-Athabasken (Alaska-Dene)[6]

I. Zentrale Alaska-Athabasken bzw. Binnen-Athabasken (kulturell stark von Yupik und Iñupiat im Norden/Nordwesten (die Koyukon, Holikachuk und Ingalik) bzw. von Chipewyan (Dënesųłiné) und North und South Slavey der "Nördlichen Athabasken (Dene)" im Osten beeinflusst)

  • Koyukon (Dinaa, Tl'eeyegge Hut'aane – „Volk mit einer gemeinsamen Sprache“[7], oftmals jedoch nach der Zugehörigkeit ihrer regionalen Band/Gruppe als Hut'aane / Hotana – „Bewohner einer Gegend“, „Volk entlang, von, vom …“; Namensherkunft: Koyukukhotana – „Volk am Koyukuk River“, nordwestlichste Gruppe der Alaska-Dene)
  • Kaiyuhkhotana oder Lower Yukon Koyukon (entlang des Yukon River zwischen dem Anvik River und Koyukuk River, einschließlich des Entwässerungsgebiets des Innoko River nördlich des 63. Breitengrads Nord, wurden sowohl von den Koyukukhotana als auch von den Yukonikhotana / Unakhotana als Feinde betrachtet, nur sie leisteten mit Kämpfen den Europäern Widerstand)
  • Koyukukhotana oder Koyukuk River Koyukon (im Entwässerungsgebiet des Koyukuk River)
  • Yukonikhotana / Unakhotana oder Upper Yukon Koyukon (im Entwässerungsgebiet des Yukon River südlich der Einmündung des Tanana River bis zur Mündung des Koyukuk River)
  • Holikachuk oder Innoko (Dina, oftmals jedoch nach der Zugehörigkeit ihrer regionalen Band/Gruppe als Doogh Hit'an – „Einheimische“, „Locals“, „Bewohner einer Gegend“ oder „Volk entlang, von, vom …“; Namensherkunft: Xiyighelinghdi (Huligachagat) bzw. "Holikachuk" ist die indigene Bezeichnung einer inzwischen aufgegebenen Siedlung und Yooniq - "Hochland" bzw. "Innoko" bezieht sich auf ihre Stammesgebiete entlang des Middle und Upper Innoko River im Westen Alaskas; fälschlich oftmals mit den Koyukon zusammengefasst, obwohl sie kulturell den Deg Xinag/Deg Hit'an am nächsten stehen)
  • Deg Xinag oder Ingalik (Dena oder Dina, heute Deg Xinag bzw. Deg Hit'an – „Einheimische“, „Locals“, „Bewohner einer Gegend“ oder „Volk entlang, von, vom …“ (diente ursprünglich zur Bestimmung der Zugehörigkeit zu einer regionalen Band/Gruppe); Namensherkunft: Yup'ik-Wort Ingqiliq – „Jene, die Läuseeier haben“, „Jene, die verlaust sind“[8], wird von den Deg Xinag/Deg Hit'an als beleidigend abgelehnt, lebten entlang des Anvik, Innoko, Lower Yukon sowie des Middle Kuskokwim Rivers, daher in älterer Literatur auch Anvik-Shageluk Ingalik, Kuskokwim Ingalik oder Yukon Ingalik genannt; oftmals fälschlich als Kaiyuhkhotana den "Lower Yukon Koyukon" zugerechnet)
  • Gwich'in oder Kutchin (Dinjii Zhuu – „kleine Leute“ im Sinne von „demütige Leute“; Namensherkunft: Gwich’in – „Bewohner einer Gegend“, nördlichste Gruppe aller Indianer, lebten meist nördlich des Polarkreises in den Yukon Flats entlang des Yukon Rivers, Porcupine Rivers, Chandalar Rivers, Peel River, Mackenzie River und Arctic Red River im Norden vom Yukon und der Nordwestterritorien sowie im Nordosten Alaskas)
  • Hän (Han) (Jëjee, Hän Hwëch'in – „Volk entlang des Flusses, d. h. des Yukon River“, oftmals jedoch nach der Zugehörigkeit ihrer regionalen Band/Gruppe als Hwëch'in – „Bewohner einer Gegend“ oder „Volk entlang, von, vom …“; Namensherkunft: Anglisierung ihrer Eigenbezeichnung Hän Hwëch'in bzw. des Gwich'in-Worts hangʷičʼin (Han Gwich'in), was beides „Volk entlang des (Yukon) Flusses“ bedeutet, lebten beiderseits des oberen Yukon Rivers und des Klondike Rivers im Yukonterritorium und Alaska – oftmals unter der Bezeichnung "Hankutchin" fälschlich als eine Band der Gwich'in betrachtet)
  • Upper Kuskokwim oder Kolchan / Goltsan (Dina'ena[9], heute jedoch: Dichinanek' Hwt'ana oder Digenegh xit'an- „Volk entlang des mit viel Holz gesäumten Flusses, d. h. des Kuskokwim Rivers“; Namensherkunft: wurden nach ihrem Stammesgebiet entlang des Upper Kuskokwim River im Südwesten Alaskas benannt oder nach der Tanaina-Bezeichnung Gheltsana oder Giltsane – „die Fremden, die Anderen“ für benachbarte im Inland wohnende Athabasken[10][11] – oftmals fälschlich als McGrath Ingalik bezeichnet, obwohl ihre Sprache und Kultur den Tanana/Lower Tanana näher steht als den Deg Hit'an (Ingalik), zudem wurden sie irrtümlich auch als Tundra Kolosh / Koulischen den Tlingit zugerechnet, da im Russischen Letztere als Koloshi (Колоши) bezeichnet wurden, was auf das Sugpiaq-Alutiiq-Wort kulut'ruaq für Labret-Piercing zurückgeht)

Tanana Athabasken (hatten keine gruppenübergreifende Eigenbezeichnung, da sie sich nicht als eine Ethnie verstanden, je nach Sprache bzw. Dialekt: Dena, Dendeh, Dendeey oder Dineh, jedoch oftmals nach der Zugehörigkeit ihrer regionalen Band/Gruppe als Kokht'ana, Koxt'een / Koxt'en iin oder Koht'iin – „Bewohner einer Gegend“ oder „Volk entlang, von, vom …“[12]; Namensherkunft: Anglisierung des Gwich'in-Worts Tanan Gwich'in – „Volk entlang des Tanana River (Tanan Gwinjik)“ oder des Koyukon-Worts Ten Hut'aane – „Volk entlang des (Flusswasser) Pfades“, da diese den Tanana River Tene No' – „Wasserpfad“ nannten, wird meist als Sammelbegriff für drei regionale Gruppen verwendet, die verwandte Sprachen bzw. Dialekte sprechen, lebten im Flussgebiet des Tanana River im Osten vom Interior Alaska sowie teilweise im angrenzenden Yukon)

  • Tanana / Lower Tanana und/oder Middle Tanana (Dena bzw. Kokht'ana, auch: Untere / Mittlere Tanana)
  • Tanacross oder Tanana Crossing (Dendeh / Dendeey bzw. Koxt'een / Koxt'en iin)[13]
  • Upper Tanana (Dineh bzw. Koht'iin, auch: Obere Tanana)

II. Südliche Alaska-Athabasken bzw. Südliche Alaska-Dene (kulturell stark von den militärisch sowie politisch mächtigen Tlingit im Süden sowie anderen Ethnien der Nordwestküstenkultur beeinflusst)

  • Ahtna (Ahtena) oder Copper-River-Athabasken (Anglisierung des Autonyms einer der vier regionalen Ahtna-Bands als Atna Hwt'aene / Atnahwt'aene („Volk am Fluss der Ahtna, d.h. Copper River ('Atna' tuu)“), meist fälschlich als „Eis-Menschen“ wiedergegeben. Alle Ahtna-Bands begriffen sich zuerst als eigenständige Gruppe/Band und nannten sich Koht'aene [kote-an-eh] / Hwt'aene („Bewohner einer Gegend“, „Volk entlang, von, vom ...“) ergänzt um die Ortsangabe (Dorf, Berg oder Fluss); weitere Varianten: Ahtna, Ahtena, Atnatana, Ahtnakotana, Ahtna-Khotana oder Ahtna-Kohtaeneda)
  • Lower (Copper River) Ahtna oder Atna Hwt'aene / Atnahwt'aene („Volk [an der Mündung des] 'Atna' River, d.h. Copper River“ in den Golf von Alaska)
  • Central Ahtna / Middle Ahtna oder Dan'ehwt'aene (Copper Center bis zu Gakona-Chistochina)
  • Western Ahtna oder Tsaay Hwt'aene / Dze Ta Hwt'aene („Volk inmitten der Berge, der Nutzotin Mountains“) bzw. Hwtsaay Hwt'aene / Hwtsaay hwt'aene (Volk von Hwtsaay Nene' , dem als "kleines Waldstückland" genannten Hochland entlang des Upper Gulkana und Upper Susitna River, von Tazlina Lake bis zu Cantwell)[14]
  • Upper (Copper River) Ahtna oder Tatl'a Hwt'aene / Tatl'ahwt'aene / Taa'tl'aa Denae („Volk vom Oberlauf des ('Atna') Copper River“, von Chistochina bis zu Mentasta Lake)
  • Dena'ina (früher zumeist als Tanaina bekannt, einer Anglisierung ihrer Eigenbezeichnung, die einzelnen Dena'ina identifizierten sich jedoch meist mit einer bestimmten regionalen Band/Gruppe und bezeichneten sich meist als Ht’ana („Bewohner einer Gegend“ oder „Volk entlang, von, vom …“) ergänzt um eine Ortsangabe.)

Dene und/oder nördliche Athabasken

I. Dene (die heutige Bezeichnung Dene ("Volk") hat zwei Bedeutungen und wird dementsprechend unterschiedlich verwendet; meist (und im engeren Sinn) wird der Begriff Dene nur für fünf (nach anderer Definition sechs) athabaskischsprachige Bands in Denendeh („Land der Dene“, den heutigen Nordwest-Territorien) und Nunavut sowie einigen Teilen von Manitoba, Alberta im Norden Kanadas benutzt)

  • Chipewyan (Denésoliné oder Dënesųłiné – „Volk des kargen, öden Landes“; Namensherkunft: die feindlichen Woodland und Plains Cree bezeichneten die Chipewyan und Yellowknife als ᒌᐘᔮᐣ Cīpwayān / ᒌᑆᔮᓐ / ᒌᑇᔮᐣ Cîpwâyân bzw. ᐁᐧᒌᐸᐧᔮᓂᐤ Wêcîpwayâniw / ᐁᐧᒌᐸᐧᔮᐣ Wêcîpwayân – „Volk, das spitz zulaufende Felle/Häute trägt“, womit sie auf den typischen Schnitt und Stil der Chipewyan-Parkas hinwiesen)[15]. Das algonkin-sprachige Volk der in den USA meist Chippewa genannten Anishinabe (Ojibwe) hat trotz der Ähnlichkeit des Namens nichts mit den Chipewyan zu tun)
  • Yellowknives (T'atsaot'ine – „Volk des Wasser-Auswurfs“, einer bildlichen Umschreibung des im Fluss vorkommenden Kupfers oder Acha'otinne – „Waldland-Volk“, Namensherkunft: europäische Pelzhändler nannten sie Yellowknife („Gelbmesser“), Red Knife („Rotmesser“), Red Indians („Rote Indianer“) oder Copper Indians („Kupfer-Indianer“), da diese rot-gelblich schimmernde Kupfermesser benutzten und der Coppermine River und Yellowknife River in ihrem Stammesgebiet reich an diesem Metall waren. Fälschlich unter ihrer Chipewyan-Bezeichnung Tandzán-hot!ínne – „Jene, die am schmutzigen See leben“ als eine regionale Chipewyan Großgruppe betrachtet, betrachteten sich die Yellowknife als eigenständige Ethnie mit wiederum mehreren Bands/Lokalgruppen und waren den Chipewyan meist äußerst feindlich gesinnt)
  • Dogrib (Tłįchǫ bzw. Tåîchô – „Hunderippe“ oder Tłįchǫ Done – „Hunderippen-Volk“; Namensherkunft: Adaption ihrer Eigenbezeichnung ins Englische)

Slavey (umfassen zwei regionale sowie sprachliche Stammesgruppen; die „South Slavey (Deh Cho Dene)“ - „Volk am großen Fluss (Mackenzie River)“ und die „North Slavey (Sahtu / Sahtu Dene)“ - „Volk am Great Bear Lake“; die heute übliche Bezeichnung leitet sich aus der Bezeichnung der Plains und Woodland Cree ab, die Angehörige dieser Dene Bands auf Grund ihres friedlichen Charakters als ᐊᐊᐧᐦᑳᑲᐣ Awahkâkan - „Sklave“ oder ᐊᔭᐦᒋᔨᓂᐤ Ayahciýiniw - „Fremder“ bezeichneten; um Verwechslungen mit dem englischen Begriff slave für Sklave zu vermeiden, werden die verschiedenen Gruppen heute als "Slavey" - anstatt früher als "Slave" bezeichnet.)

  • North Slavey (Dene wá, die weniger von Fischfang als von der Jagd in den Wäldern und Tundren der Berge und Ebenen lebenden Bands nannten sich Ɂehdzo Got’ı̨ne – „Fallensteller-Volk“, heute zumeist jedoch Sahtú Dené / Sahtu Dene – „Volk am Great Bear Lake“, unterteilten sich nochmals in vier regionale, kulturelle sowie unterschiedliche Dialekte sprechende Gruppen)
  • Hare(skin) Dene (K'ahsho Got'ine / K'áshot' Got'ine – „Volk mit großen Pfeilspitzen“ oder K'a so Got'ine / Katoo Got'ine – „Volk der großen Weiden“, Namensherkunft: Hare(skin) Dene ist vermutlich eine Falschübersetzung von Gahwié Got'ine – „Kaninchen(Fell)-Volk“, da sie gewebte Kleidung aus Schneehasen-Fellen trugen)
  • Mountain Slavey (Mountain Dene) (Shita Got'ine / Shúhtagot'ine – „Volk inmitten der Berge“)
  • Willow Lake Dene (K'áálǫ Got'ine – „Volk am Willow Lake“)
  • Sahtú Dene (Great Bear Lake Dene) (Sahtú Got'ine/Sahtúot'ine/Sahtú Dene – „Volk am Great Bear Lake“, entwickelten ab 1850 eine eigenständige Identität als "Sahtúot'ine/Sahtú Dene", nachdem während des Pelzhandels K'ahsho Got'ine Bands, die beiden Dogrib (Tłįchǫ) Bands Satihot'in ("Bear Lake Volk") und Et'at'in ("People Next to Another People") sowie einige Shita Got'ine, Gwich’in und South Slavey bei Déline (Fort Franklin) am Sahtú (Great Bear Lake) bevorzugt zum handeln kamen. Die verschiedenen Dene Bands bewohnten gemeinsame Siedlungen rund um das Fort und am Seeufer und heirateten untereinander, ihr Dialekt weist große Einflüsse des Dogrib (Tłįchǫ Yatiì) auf)
  • South Slavey (Deneke oder Dene[16], heute bezeichnen sich die South Slavey in Alberta und British Columbia als Dene Tha („Wahres Volk“), wohingegen sich die South Slavey in den Nordwestterritorien als Deh Cho Dene („Volk entlang des Mackenzie River“) identifizieren, werden zumeist in drei Großgruppen unterteilt, die jeweils Stammesgebiete mit unterschiedlich verfügbaren Ressourcen bewohnten und daher eine voneinander abweichender Lebensweise entwickelt hatten[17])
  • Dene Tha'/Deneða/Dene Dháa („Wahres Volk“, früher meist Deneke - „Volk“, entlang des Hay River, Petitot River und im Flussgebiet des Liard Rivers im Nordosten British Columbias und Nordwesten Albertas)
  • Deh Gah Got'ine („Volk am Fluss, d.h. am Mackenzie River“, westlich des Großen Sklavensees, da sie zumeist bei Fort Providence handelten, bezeichneten die familiär mit ihnen verwandten Métis das Fort als Deh Gah Got’ie Koe („Ort/Heimat des Volks am Fluss“)
  • Deh Cho Dene („Volk am großen Fluss, d.h. Mackenzie River“, im Mackenzie River-Flussgebiet)

II. Nördliche Athabasken (wird der Begriff Dene erweitert (dies geschieht vermehrt in neuerer Fachliteratur sowie seitens der assoziierten Ethnien) werden zudem folgende Bands und Stammesgruppen ebenfalls als Dene betrachtet, meist werden diese jedoch zum Unterschied zu den oben aufgeführten Dene nördliche Athabasken oder (oftmals in Kanada) einfach Athabasken genannt (dieser Begriff kann wiederum die oben aufgeführten Bands der eigentl. Dene mit einschließen.))

  • Tutchone (je nach Dialekt: Dan oder Dän, meist bezeichneten sie sich jedoch nach der Zugehörigkeit ihrer regionalen Band/Gruppe als Huč’an oder Ku Dän – „Volk von “; Namensherkunft: Dechan to hot'yan – „Volk, das in den Wäldern lebt“ bezeichnete eine Tutchone Band im Stewart River (Na Cho Nyak) Valley, dies wurde dann als „Tutchone“ oder Wood Indians / Stick Indians als Stammesbezeichnung für alle Bands/Gruppen übernommen[18], trotzt der vormals gebräuchlichen Stammesbezeichnung als Tutchonekutchin gehören sie nicht den Gwich'in (Kutchin) an; kulturell-sprachlich unterscheidet man zwei Großgruppen)
  • Northern Tutchone (Dan oder Huč’an, nördlich / nordöstlich des Lake Laberge)
  • Southern Tutchone (Dän oder Ku Dän, südlich / südwestlich des Lake Laberge)

Nahanni / Nahanni Dene (historische Bezeichnung verschiedener Dene Bands zwischen dem Upper Liard River und dem 64. Breitengrad Nord[19])

  • Tsetsaut (Wetaɬ bzw. Wetalth; Namensherkunft: T'set'sa'ut, Ts'a̱ts'aaw oder Jits'aawit („Volk im Landesinnern“) war unter den Gitxsan, Tsimshian und Nisga’a ein Sammelbegriff für mehrere benachbarte feindlichen Bands der nördlichen Athabasken – neben den Tsetsaut auch für die Sekani, Kaska Dena, Tahltan und Tagish, zur Unterscheidung von diesen Athabasken nannte man die Tsetsaut auch eigentl. Tsetsaut oder Westliche Tsestaut und manche Gruppen der heutigen Tahltan auch Östliche Tsestaut)
  • Sekani (je nach Dialekt: Tsek’ene, Tse Keh Nay, Tsay Keh Dene – „Volk in den steinigen Bergen“; Namensherkunft: eine Anglisierung ihrer Eigenbezeichnung, lebten entlang des Upper Fraser River nordwärts entlang der Rocky Mountain Trench bis zum Quellgebiet des Kechika River, eines Nebenflusses des Liard River, am Williston Lake, nordwestwärts über den Takla Lake einschließlich entlang des Finlay River und Parsnip River, wurden oftmals aufgrund kultureller und sprachlicher Ähnlichkeiten mit den benachbarten Dane-zaa (Daneẕaa) als eine ihrer Untergruppen betrachtet, die sich vor den vordringenden bewaffneten Plains Cree in die Berge geflüchtet hatte)
  • Dane-zaa oder Tsattine (je nach Dialekt: Daneẕaa, Dane-Zaa, Dunne Tsaa, Dunne-za / Dunne Za oder Dunneza – „das wahre, prototypische Volk“; Namensherkunft: die Dakelh bezeichneten sie als Tsat'en, Tsattine oder Tza Tinne und die Cree als Amiskiwiyiniw oder Amisk Wiyiniwak „Bieber-Volk“ bzw. „Volk inmitten von Bibern“, daher wurden sie früher im Englischen oft als Beaver und im Französischen als Gens de Castor und in ethnologischen Berichten als Tsatinne bezeichnet, vor 1800 lebten die Dane-zaa weiter östlich nahe dem Athabaska und Clearwater Rivers und nordwärts bis zum Lake Athabasca sowie in Gebieten nördlich des Upper Peace River, nach schweren Kämpfen mit in ihre östlichen Gebiete vordringenden bewaffneten Plains Cree, schlossen sie mit diesen ca. 1800 am Peace River Frieden, die Plains Cree mussten südlich und östlich und die Dane-za endgültig nördlich und westlich des Peace River bleiben)


Tlingit (auch: Tlinkit, abgeleitet von ihrer Eigenbezeichnung als Lingít - „Volk der Gezeiten“)

  • Inland-Tlingit (die „Inland-Tlingit“ leben entlang der großen Binnenseen und dem Abfluss des Taku River sowie im südlichen Yukon, übernahmen die Ernährungs- und Jagdweise ihrer athabaskischen Nachbarn in der Taiga, jedoch dominierten die „Inland-Tlingit“ den Handel zur Pazifikküste und beherrschten bald manche kleinere athabaskische Ethnien politisch-militärisch sowie kulturell, z. B. übernahmen die Tagish ihre Sprache und identifizierten sich fortan als Tagish Ḵwáan als eine regionale Tlingit-Stammesgruppe)
  • Teslin Tlingit (abgeleitet von der Eigenbezeichnung als Deisleen Ḵwáan - “Big Sinew Tribe”)
  • Taku River Tlingit (abgeleitet von Tʼaaḵu Ḵwáan - "Geese Flood Upriver Tribe", korrekte historische Eigenbezeichnung lautet jedoch Áa Tlein Ḵwáan - “Big Lake Tribe”, leben rund um Atlin Lake (Áa Tlein / Â Tłèn - "großer See") und entlang des Taku River (T'aaḵu Héeni))


Nördliche Algonkin (alle Ethnien der "Nördliche Algonkin" sprachen Varianten der Zentralen Algonkin-Sprachen)

I. Cree–Montagnais–Naskapi (sprechen verschiedene Varianten der Cree-Sprache, eines Dialektkontinuums)

Innu (Montagnais-Naskapi) (standen kulturell sowie teilweise politisch/militärisch den East Cree (Östlichen Cree) nahe)

  • Naskapi (Eigenbezeichnung: ᓇᔅᑲᐱ, Naaskaapii - „Volk jenseits des Horizonts, d.h. der Missionare“[20], vermutlich eine Adaption der Innu-Bezeichnung als Unashkapi - „Person, die zivilisierte Bräuche nicht kennt [wiederum bezugnehmend auf ihre Entfernung von den europäischen Siedlungen/Missionen]“[21], leben im Nordosten von Québec und Norden von Labrador)
  • Innu („Person“, Plural: Innut / Innuat - „Volk“, auch: „Östliche Naskapi“ genannt)
  • Iiyuw / Iyiyiw („Person“, Plural: Iiyiniihch - „Volk“, auch: „Westlliche Naskapi“ genannt)
  • Innu (Eigenbezeichnung: Innut / Innuat bzw. Ilnuatsh - „Volk“; Einzahl: Innu bzw. Ilnu - „Person“, früher meist Montagnais (französisch für „Bergbewohner“) genannt, leben im Osten der Labrador-Halbinsel. Um eine Verwechslung mit den zu den Eskimo-Völkern gehörenden Inuit zu vermeiden, wird heute jedoch nur die Singular-Form „Innu / Ilnu“ verwendet und auf die korrekte Pluralform als „Innut / Innuat / Ilnuatsh“ verzichtet.)
  • Innu („Person“, Plural: Innut / Innuat - „Volk“, auch: „Östliche Montagnais“ genannt)
  • Ilnu („Person“, Plural: Ilnuatsh - „Volk“, auch: „Westliche Montagnais“ bzw. „Südliche Montagnais“ genannt)
  • Atikamekw (Eigenbezeichnung: Atikamekw iriniwok – „Volk der Heringsmaräne (Lake Whitefish)“, auch: Atikamekokw, Atihkamekw, Attikamekw, Attikamek, Atikamek, die französischen und britischen Kolonisten übernahmen diese Bezeichnung als Têtes-de-Boules („Kugelköpfe“ oder „Rundköpfe“, womit die Franzosen ebenfalls die Fischsorte bezeichneten) bzw. als Whitefish People, zumeist jedoch einfach: Nehiraw / Nehirowisiw oder Iriniw - „Mensch / Person“, wörtlich: „geschickter Mensch in Harmonie mit der Umwelt“, „eine Person, die fähig ist autonom und selbstbestimmt zu leben“, Plural: Nehirowisiwok / Nehiraw-iriniw - „geschicktes, autonomes Volk“, bewohnten Gebiete der heutigen Verwaltungsregionen Mauricie, Lanaudière sowie Teile der Laurentides und Centre-du-Québec im Süden der Provinz Québec)

Cree (oftmals werden die „Atikamekw“ als eine weitere Gruppe der Cree angesehen)

  • Nördliche James Bay Cree/East Cree (Eigenbezeichnung: Iyyiw / ᐄᔨᔨᐤN Iiyiyiu - „Person“, Plural: Iiyiyiuch / Iyiyuuch - „Volk“, heute: Eeyou (Singular und Plural), lebten als Vollnomaden meist in der lichten Waldtundra von der Jagd auf Elche und in der offenen Tundra auf Karibus; zudem vom Fischfang sowie dem Sammeln von Wurzeln und Wildpflanzen, weitere Bezeichnung: ᐧᐄᓂᐹᑰN Wiinipaakuu - „Person, die am nicht trinkbaren/salzigen Wasser, d.h. der James Bay/Hudson Bay lebt“, Plural: Wiinibeyk Iiyuu / Wiinipakw Iiyiyuu – „Volk, das am nicht drinkbaren/salzigen Wasser, d.h. der James Bay/Hudson Bay lebt“)
  • Südlichen James Bay Cree/East Cree (Eigenbezeichnung: Iyniw / ᐄᓅ Iinuu / ᐄᔨᔫS Iiyiyuu - „Person“, heute: Eenou (Singular und Plural), lebten als halbnomadische Jäger und Sammler, die in den offenen Flechtenwäldern der borealen Zone Elche, Karibus und Kleinwild jagten. Manche Küsten-Gruppen betrieben auch Feldbau, fischten und ernteten Ahornsirup, weitere Bezeichnung: ᓅᐦᒋᒦᐅᐄᔨᔨᐤN Nuuhchimiiuiiyiyiu - „Person, die am trinkbaren Wasser/Flüssen lebt, d.h. im Inland“, Plural: Nuuchcimiihc Iiyuu / Nuuchimiich Iinuu – „Volk, das am trinkbaren Wasser/Flüssen lebt, d.h. im Inland“)[23]
  • Moose Cree (Eigenbezeichnung: Ililiw - "Volk", weitere übliche Stammesbezeichnungen sind Moosonee oder Mōsonī - „Volk von der Elchinsel“, die heute übliche Bezeichnung „Moose Cree“ leitet sich entweder von Môsoniy („Elchinsel“), dem historischen Name für ein Sommerquartier, oder von Môso-sîpiy (Moose River („Elch-Fluss“)), dem Namen des Flusses in dem sich die Insel befindet, ab. Zusammen mit den "Eastern Swampy Cree/Western James Bay Cree" wurden sie auch als Central Cree, Lowland (Homeguard) Cree, West Main Cree oder Western James Bay Cree bezeichnet; die Moose Cree identifizieren sich selbst als „Swampy Cree“, so dass oft nur auf Grund sprachlicher Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen unterschieden werden kann.)
  • Swampy Cree (abgeleitet aus dem Cree ᒪᐢᑫᑯᐃᐧᔨᓂᐤ Maskêkowiýiniw, Maškēkowak, Maskekowiyiniwak, Omaškêkowak, Omaskekiw - „Volk des Sumpflandes“, Eigenbezeichnung: Nēhinawak / Néhinaw - "Volk", Einzahl: ᐃᓂᓃᐎᐤ Ińinîwiw oder ᐃᓂᓂᐤ Ińiniw -„Einheimische Person / Cree“, lebten in Nordosten von Saskatchewans, Norden Manitobas sowie entlang der Ufer der Hudson Bay und James Bay in Ontario und Quebec; werden geographisch in zwei Kultur-und Dialektgruppen unterteilt.)
  • East[ern] Swampy Cree/Western James Bay Cree (zusammen mit den „Moose Cree“ oft als Central Cree, Lowland (Homeguard) Cree, West Main Cree oder Western James Bay Cree bezeichnet, weitere Bezeichnung: James Bay Mushkego)
  • West[ern] Swampy Cree (werden auch oft als Lowland (Half-Homeguard) Cree)
  • Woodland Cree (Woods Cree) (Eigenbezeichnung: Nīhithawak - "Volk", weitere übliche Bezeichnun in Alberta Bush Cree, jeweils Adaptionen aus der Cree-Sprache - die „Woodland Cree“ bezeichneten sich selbst als Sakāwithiniwak/Sakâwiyinîwiw – „Volk im Waldland“; die weitere übliche Bezeichnung als Northern Cree („Nördliche Cree“) leitet sich von Kîwêtinôtâwiyiniw – „Nördlich lebendes Volk“ ab, der Bezeichnung der südlich lebenden „Plains Cree“, die später auch von den Woodland Cree übernommen wurde, kulturell und geographisch unterteilen sie sich in zwei Dialektgruppen)
  • eigentl. Woodland Cree / Woods Cree oder in Alberta Bush Cree (Eigenbezeichnung: Nīhithawak - "Volk", die Bezeichnung "Bush Cree" geht auf die „Swampy Cree“ zurück, die diese als ᓅᐦᒋᒦᐎᓂᓂᐤ/ᓅᐦᒋᒦᐏᓂᓂᐤ Nôhcimîwińińiw - „Person aus dem Busch (Wildnis)/ aus dem Inland (Hinterland)“[24] bzw. ᐸᑾᒋᓂᓂᐤ/ᐸᑿᒋᓂᓂᐤ Pakwacińińiw - „Person aus dem Busch (Wildnis / Hinterland), d.h. Person die selten zur Siedlung kommt“ bezeichneten, da die „Woodland Cree“ sich von den Siedlungen der Europäer meist fern hielten)
  • Rocky Cree / Rock Cree (auch als Misinipi Cree bezeichnet, Eigenbezeichnung: ᐊᓯᓃᐢᑳᐃᐧᔨᓂᐤ Asinîskâwiýiniw / Asinîskâwiyiniw / Asinīskāwiyiniwak – „Volk im steinigen/felsigen Land, d. h. Rocky Mountains“), lebten geographisch zwischen „Plains Cree“ und „Woodland/Woods Cree“, waren daher kulturell von beiden Gruppen beeinflusst, politisch-militärisch Teil der ᓀᐦᐃᔭᐤ ᐸᐧᐟ Nēhiyaw-Pwat („Cree-Assiniboine-Konföderation“ oder „Iron Confederacy“) und somit mit den „Plains Cree“ verbündet, übernahmen sie jedoch bald die Sprachvariante der „Woodland/Woods Cree“.

II: Anishinabe (Eigenbezeichnung: ᐊᓂᔑᓈᐯ Anishinaabe - „Person“, auch: Anicinape/Anihšināpē, korrekter Plural: ᐊᓂᔑᓈᐯᒃ Anishinaabeg/Anishinabek - „Erstes Volk“, „Originales Volk“, bezeichnet eine Gruppe kulturell sowie historisch eng verwandter Ethnien, die alle verschiedene Varianten/Dialekte des Anishinaabemowin/Ojibwemowin (ᐊᓂᔑᓈᐯᒧᐎᓐ) sprechen.)

  • Oji-Cree (auch: Severn Ojibwa oder Northern Ojibwa genannt, leben vom Missinaibi River im Nordosten von Ontario westwärts bis zum Lake Winnipeg im Westen; entstanden aus Mischehen von Cree und Ojibwe, ihre „ᐊᓂᔑᓂᓂᒧᐏᐣ/Anishininiimowin“-Sprache ist eine Dialektvariante des Anishinaabemowin/Ojibwemowin mit starken Einflüssen aus dem Cree - daher ihre heutige Stammesbezeichnung als „Oji-Cree“; Eigenbezeichnung: Anishinaabe / Anishinini - „Erste Person“ bzw. Anishinaabeg / Anishininiwag - „Erstes Volk“, werden historisch-kulturell allgemein den Anishinabe zugerechnet, identifizieren sich jedoch selbst als „Swampy Cree“ [und nicht als Ojibwe] - in Kanada daher meist als „Cree“ bezeichnet.)
  • Ontario Saulteaux (Östliche Saulteaux) (Französisch: „Menschen von den Stromschnellen“, diese Bezeichnung verweist auf ihre Ursprungsheimat um Sault Ste. Marie in Ontario, leben im Gebiet rund um Rainy Lake und Lake of the Woods im Nordwesten von Ontario und Südosten von Manitoba, auch als Woodland Saulteaux bezeichnet; werden oftmals auch zum „Kulturareal des Nordöstlichen Waldlandes“ gerechnet)

Kulturareal NordwestküsteBearbeiten

Kulturareal KalifornienBearbeiten

Kulturareal SüdwestenBearbeiten

Kulturareal Großes BeckenBearbeiten

Kulturareal PlateauBearbeiten

Dieses Kulturareal umfasste das Interior Plateau in British Columbia (bestehend aus dem Fraser-Plateau geprägt durch den Fraser River und West Road (Blackwater) River sowie dem Thompson Plateau entlang des Thompson River und dem südlich sich anschließenden Columbia Plateau entlang des Columbia River in Teilen der US-Staaten Washington, Oregon und Idaho zwischen der Kaskadenkette und den Rocky Mountains (manchmals als Columbia Basin um das Flussgebiet in British Columbia erweitert)); das Plateau war durch eine gemeinsame Kultur geprägt sowie zumeist durch Binnen-Salish, verschiedene Penuti-sprachige Völker (darunter die Sahaptian und Klamath-Völker) - im äußersten Norden gab es noch Nördliche Athabasken und die Ktunaxa, die eine isolierte Sprache sprachen.


Nördliche Athabasken

  • Chilcotin (Tsilhqot'in – „Volk des blauen Wassers“ oder „Volk entlang des Flusses“, Tsilh – „blau“, qo – „Wasser“ und t'in – „Volk“; Namensherkunft: eine Anglisierung ihrer Eigenbezeichnung, lebten entlang des Chilcotin River im Chilcotin Plateau zwischen Fraser River und den Coast Mountains im Süden British Columbias, wurden bekannt durch den Chilcotin-Krieg unter Führung des Häuptlings Klattasine (Lhats'asʔin)[25] (Chinook Wawa: „Wir wissen seinen Namen nicht“), der sich gegen die Erschließung / Durchquerung des Landes während des Cariboo-Goldrauschs vergeblich wehrte)
Carrier („Träger“ oder in älteren Quellen oftmals Taculli, ist eine historische Sammelbezeichnung für zwei Stammesgruppen die zwei eng verwandte Sprachen sprechen, Namensherkunft: englische Übersetzung des Sekani-Namens für „Dakelh-Gruppen“ als Aghelhne oder Aɣelne – „Jene, die etwas tragen“ bzw. „die Träger“, da die Dakelh-Witwen die Asche ihrer verstorbenen Männer drei Jahre lang in einem Tragesack umhertrugen)
  • Nicola (River) Athapasken (auch: Thompson River Athapasken, Similkameen, Nicola-Similkameen, ursprüngliche Bewohner des Nicola River Valley und Similkameen River auf dem Thompson-Plateau, werden manchmal als ursprünglich zu den „Chilcotin (Tsilhqot'in)“ zählende Gruppe betrachtet, die ihnen militärischen Schutz bietenden „Swxexmx/Nicola“-Nlaka'pamux bezeichneten sie als Stu'wix/Stuwi'hamuq/Stuwihamuk – „Fremde“ und bildeten zusammen mit der „Spaxomin/Spahomin Band“ der Nördlichen Okanagan und den Nicola Athapasken unter der Führung des Okanagan-Oberhäuptlings Nkwala/N'kwala (anglisiert: Nicola, 1780/1785 — ~1865, Spokane-Name: Hwistesmetxe'qen – „Schreitender Grizzly“) eine mächtige militärisch-politische Stammesallianz, die allg. als Nicola Valley peoples („Völker des Nicola Tals“) bezeichnet wurde, heute „Lower Nicola Indian Band“, „Coldwater Indian Band“, „Nooaitch First Nation“ und „Shackan First Nation“.)

Carrier („Träger“ oder in älteren Quellen oftmals Taculli, ist eine historische Sammelbezeichnung für zwei Stammesgruppen die zwei eng verwandte Sprachen sprechen, Namensherkunft: englische Übersetzung des Sekani-Namens für „Dakelh-Gruppen“ als Aghelhne oder Aɣelne – „Jene, die etwas tragen“ bzw. „die Träger“, da die Dakelh-Witwen die Asche ihrer verstorbenen Männer drei Jahre lang in einem Tragesack umhertrugen)

wahre / eigentliche Carrier (Zentrale / Südliche Carrier)
  • Carrier oder Dakelh (offiziell wird heute die Eigenbezeichnung der südlichen und mittleren Bands als Dakelh / Dakelh-ne – „Volk das über Wasser reist“ (eine Kontraktion der Bezeichnung uda ukelh und ne) gebraucht, die nördlichen Bands bezeichneten sich jedoch als Yinkadinee / Yinka Déné – „Menschen der Welt“.)
Babine (Nadot'en)-Wet'suwet'en (Westliche / Nördliche Carrier)
  • Babine (Yinka Whut'en – „Menschen der Welt“; Namensherkunft: französische Pelzhändler beobachteten beim Erstkontakt, dass Frauen der Babine Labret-Piercings (Lippenpiercings) trugen und nannten sie daher Babine (in etwa „lippig“), lebten entlang des Babine Rivers sowie rund um den Babine Lake, Trembleur Lake und den Takla Lake im zentralen Innern von British Columbia; oft fälschlicherweise als "Nördliche Carrier" bezeichnet)
  • Wet'suwet'en (Yinka Whut'en – „Menschen der Welt“ und um sich von anderen Gruppen abzugrenzen als Wet'suwet'en bzw. Wit'suwit'en – „Volk vom Bulkley River“; lebten teilweise in den Coast Mountains und Hazelton Mountains sowie im Flussgebiet des Bulkley River (Wet'sinkwha / Wa Dzun Kwuh), einschließlich des Broman Lake und François Lake; oft fälschlicherweise als "Westliche Carrier" bezeichnet)


Binnen-Salish

I. Nördliche Binnen-Salish

  • Secwepemc („Menschen, die sich an einem Ort/Platz ausbreiten/verstreuen“ oder „verstreute Menschen“, die bis heute meist gebräuchliche englische Stammesbezeichnung als „Shuswap“ rührt von shuh-kwehp-im / suh-Wep-muh / she-whep-m der englischen Aussprache der indigenen Eigenbezeichnung her; bildeten eine lose politische Allianz von circa 35 Hausgruppen/Stammesgruppen.)
  • Sexqéltkemc bzw. Shuswap Lake Division/Shuswap Lake Shuswap (heutige „Adams Lake Indian Band“, „Shuswap Indian Band“, „Little Shuswap Indian Band“, „Neskonlith Indian Band“ und „Splats'in First Nation“.)
  • Stietamuk/Styétemx bzw. Lake Division/Lake Shuswap (nach mehreren Epidemien schlossen sich die Überlebenden der „Green Lake/Timber Band“ der heutigen „Canim Lake Band“ an und die Überlebenden der „Lac la Hache Band“ der heutigen „Williams Lake Band“ an.)
  • Setlemuk/Setlomuk/Sétlhemx bzw. Cañon Division/Canyon Shuswap (die „Riske Creek Band“, „North Canyon Band“, „South Canyon Band“ und „Chilcotin Mouth Band“ wurden während der Pockenepidemie an der Pazifikküste Nordamerikas 1862 fast ausgerottet, die Überlebenden finden sich heute zumeist unter der „Esk'etemc First Nation“, einige unter der „High Bar First Nation“.)
  • Stkamlulepsemuk bzw. Kamloops Division/Kamloops Shuswap (heutige „Skeetchestn Indian Band“ und „Tk’emlúps Indian Band“.)
  • Stlemhulehamuk bzw. Fraser River Division/Fraser River Shuswap (die „Soda Creek Indian Band“, „Deep Creek Band“ und „Buckskin [Creek] Band“ schlossen sich zur heutigen „Xat'sull First Nation“ zusammen; die „Dog Creek Band“, „Empire Valley Band“ und die „Canoe Creek Band“ schlossen sich zur heutigen „Canoe Creek Band“ zusammen; die „Alkali Lake Band“ und die „Chilcotin Mouth Band“ schlossen sich zur heutigen „Esketemc First Nation“ zusammen; die „Big Bar Band“ und „High Bar Band“ schlossen sich zur heutigen „High Bar First Nation“ zusammen; die „Clinton Band“ ist die heutige „Whispering Pines / Clinton Indian Band“; die „Williams Lake Band/Sugar Cane Band“ verlor ihre eigenständige Identität.)
  • Tekkakalt/Tqéqeltkemx bzw. North Thompson Division/North Thompson Shuswap („North Thompson Indian Band“ - heutige „Simpcw First Nation“, ein Teil der „Shuswap Indian Band“ - „Kinbasket Shuswap Band“ - ist heute Teil der Ktunaxa.)
  • Zaktcinemuk/Sexcinemx bzw. Bonaparte Division/Bonaparte Shuswap („Pavilion Indian Band“ - heutige „Ts'kw'aylaxw First Nation“, „Bonaparte River Band“ - heutige „Bonaparte Indian Band“ sowie die bereits im 19. Jhd. ausgestorbene „Main Thompson (Snekwaˀetkwemx) Band“.)
  • Upper Stʼatʼimc/Stl'atl'imx (Upper Lillooet bzw. Fraser River Lillooet, leben in der Umgebung der heutigen Stadt Lillooet sowiee entlang des Fraser River, sie bezeichnen sich im Stʼatʼimcets-Dialekt als STLA'tlei-mu-wh-talk bzw. STLA'-tlei-mu-wh - „Volk von Satʼ (Lillooet)“, heutige „Xaxli’p First Nation (Xaxli’pmec - „Volk von Xa'xlip/Cacli'p (Fountain)“)“, „Bridge River Indian Band (Xwísten - „lächelnder Ort (Bridge River)/lächelndes Volk“)“, „Cayoose Creek Indian Band (Sekw'el'was)“, „T'it'q'et First Nation“, „Ts'kw'aylaxw First Nation (T’s’kw’aylaxw „Volk vom frostigen Ort (Pavilion)“)“.)
  • Lower Stʼatʼimc/Stl'atl'imx (Lower Lillooet bzw. Mount Currie Lillooet, leben in der Umgebung des heutigen Mount Currie, im Pemberton Valley sowie südwärts bis zu Skookumchuck, sie bezeichnen sich im Ucwalmícwts-Dialekt als LEEL'-wat-OOL bzw. Lil̓wat7úl - „das wahre Volk/die wahren Lillooet“, hiervon wurden die Wörter Lillooet und Lilwat abgeleitet, eine weitere Eigenbezeichnung is Ucwalmícw - „Volk des Landes“, heutige „Lil'wat First Nation“, „Samahquam First Nation“, „Skatin First Nations (Skatin - „Volk von Skatin/SkookumChuck“)“, „Douglas First Nation (Xa'xtsa- Volk von Xa'xtsa (Port Douglas)“.)
  • Lakes Lillooet (abgel. von ihrer Eigenbezeichnung als Lexalexamux oder Tsala'lhmec - „Volk am See“; heutige „N'quatqua First Nation“ und „Seton Lake Indian Band (Tsal'alhmec - „Volk am See, dem Seton Lake“)“.))
  • Nlaka'pamux oder Thompson (River) Salish/Indians (auch: Ntlakapamux, abgel. von der Eigenbezeichnung einer ihrer zwei Stammesgruppen als Nłeʔkepmxc - „Canyon Volk“, historisch auch als Hakamaugh/Klackarpun oder Couteau/Kootomin/Knife Indians - „Messer-Indianer“ bekannt, oft nannten sie sich einfach Seytknmx - „das Volk“, unterteilen sich in zwei große regionale Stammes- und Dialektgruppen)
  • Nlaka'pamux/Nłeʔkepmxc („Canyon Vok“) bzw. Thompson (River) Salish (mehrere Bands im Fraser Canyon und Thompson Canyon, sprechen Nlaka'pamuctsin; heutige „Ashcroft Indian Band“, „Boothroyd Indian Band“, „Boston Bar First Nation“, „Kanaka Bar Indian Band“, „Oregon Jack Creek Indian Band“, „Spuzzum First Nation“, „Skuppah Indian Band“, „Lytton First Nation“, „Cook's Ferry First Nation“, „Nicomen First Nation“ und die „Siska First Nation“.)
  • Swxexmx/Scw̓̓éxmx („Volk entlang der Bachläufe, d.h. im Nicola River Valley“) bzw. Nicola (mehrere Bands im Tal des Nicola River (Scw'ex – „Bach“ genannt, eines bedeutenden Nebenflusses des Thompson River), sprechen Scw'exmxcin; verbündeten sich mit der „Spaxomin/Spahomin Band“ der Nördlichen Okanagan und den bereits im Nicola-Tal siedelnden - und heute ausgestorbenen - athapaskisch-sprachigen „Nicola (River) Athapasken/Thompson River Athapasken“ unter der Führung des Okanagan-Oberhäuptlings Nkwala/N'kwala (anglisiert: Nicola, 1780/1785 — ~1865, Spokane-Name: Hwistesmetxe'qen – „Schreitender Grizzly“) zu einer mächtigen militärisch-politische Stammesallianz, die allg. als Nicola Valley peoples („Völker des Nicola Tals“) bezeichnet wurde; heutige „Coldwater Indian Band“, „Nooaitch First Nation“, „Shackan First Nation“, „Lower Nicola Indian Band“ und „Upper Nicola Band“.)

II. Südliche Binnen-Salish

Colville-Okanagan (Nsyilxcən)-sprachige Völker (Syilx Völker)

  • Colville[26] (historisch auch als Scheulpi/Chualpay/Swhy-ayl-puh bezeichnet - vermutlich abgeleitet von den Bezeichnungen der benachbarten Coeur d'Alene als „Sqhwiyi̱'ɫpmsh“ und der Spokane als „Sxʷyelpetkʷ“, Eigenbezeichnung: Sx̌ʷýʔłpx - „scharfkantige Bäume“, heute Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)
  • Sanpoil (Eigenbezeichnung: Sńpʕawílx bzw. Sinpohellechac - „grau soweit man sehen kann/grau so weit das Auge reicht“, heute Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)
  • Nespelem (auch: Nespelim/Nespilim, Aufnahme ihrer Eigenbezeichnung als Nspilm - „Prairie [Volk]“, werden manchmal als eine Band der Sanpoil betrachtet, heute Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)
  • Sinkaietk (auch: Lower/Southern Okanagon/Okanagan, die heutige Bezeichnung ist eine Adaption der Eigenbezeichnung als SinEqāie'tku – „Volk vom Wasser, das nicht gefriert (nuqaie'tku), d.h. Lower Okanogan River“, fünf Bands am Zusammenfluss von Columbia und Okanogan River sowie im Lower Okanagan River Valley, heute Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)
  • Okanagan oder Okanogan (in Kanada Okanagan, in den USA Okanogan oder Northern Okanagon/Okanagan genannt, leitet sich entweder von S-Ookanhkchinx - “transport toward the head or top end” mit Bezug auf die saisonalen Wanderungen zur Jagd und Handel der Syilx vom Okanagan Lake entlang des Okanogan River bis zu dessen Mündung in den Columbia River (lt. Okanagan) oder von Uknaqin - “seeing over the top” - „über den Tellerrand schauen“ - könnte jedoch auch heißen „sich an der Spitze [der Völker] stehend sehen“ (lt. Colville Tribes) her, Eigenbezeichnung (je nach Dialekt): Sqilxʷ / Suknaqʼinx / Syilx - „Volk“, heute wird jedoch meist „Syilx“ verwendet, dieses Wort hat mehrere Wurzeln: Yil - „das Fertigen eines Seils [aus mehreren einzelnen Fasern (Personen)]“ + x am Ende hat einen fordernden Charakter, sprich: es wird wörtlich eine Stammesseilschaft bzw. Stammeseinheit verlangt, heute jeweils Teil mehrerer kanadischer First Nations, nur die „Inkamip Band“ hatte sich den Sinkaietk angeschlossen und ist nun Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)
  • Sinixt (auch: Sin-Aikst, Senjextee, Senijextee oder Arrow Lakes Band, Eigenbezeichnung: Sńʕaýckstx - „Gesprenkelter Fisch“, heute Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)
  • Methow (auch: Mitois, abgel. von Eigenbezeichnung als Mətxʷu - „Niedrige Hügel um ein tiefes Tal“, heute Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)

Columbia-Wenatchi (Nxaảmxcín)-sprachige Völker

  • Sinkiuse (auch: Sinkiuse-Columbia wegen ihrer Verbindung zum Columbia River, Eigenbezeichnung: Škwáxčənəxʷ - „Volk, das entlang des Flussufers lebt“, heute Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)
  • Entiat (Eigenbezeichnung: Šntiyátkʷəxʷ - „Volk entlang des grasbewachsenen Wassers“ oder einfach Nxaʔảmxəxʷ - „die Einheimischen, die hiesigen Menschen“, heute Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)
  • Wenatchi (auch: Wenatchee, die historisch oft gebräuchliche Bezeichnung als P'squosa/Pisquose leitet sich vom Namen der „Sinpusqôisoh Band“ der Wenatchi ab, die Eigenbezeichnung: Šnp̍əšqʷáw̉šəxʷi - „Volk in der Mitte“, die Mehrheit ist heute Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“, eine Minderheit der „Confederated Tribes and Bands of the Yakama Nation“.)
  • Chelan (Adaption der Wenatchi-Variante Tsi-Laan - „tiefes Wasser, d.h. Lake Chelan“ bzw. von ihrer Eigenbezeichnung als Ščəl̕ámxəxʷ - „Volk vom tiefen Wasser, d.h. Lake Chelan“, heute Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)

Salish-Spokane-Kalispel-sprachige Völker (Montana Salish/Séliš)

  • Flathead (heute vermehrt nach ihrem bevorzugten Rückzugsgebiet - dem Bitterroot Valley - als Bitterroot Salish bezeichnet, um die irreführende Bezeichnung als Flathead - „Plattkopf/Flachkopf“ zu überwinden, von ihrer Eigenbezeichnung als Seliš bzw. Selish/Salish – „das Volk“ leitet sich die Bezeichnung für die Salish-sprachigen Völker (und ihrer Sprache) ab, heute Teil der „Confederated Salish and Kootenai Tribes of the Flathead Nation“.)
  • Spokane (auch: Spokan - wird meist als „Volk der Sonne“ wiedergegeben, lt. einer Stammeslegende leitet sich jedoch der von Spukcane her (dem Geräusch, das eine Schlange verursacht, wenn eine Person auf einen hohlen Baum schlägt, in dem sich die Schlange versteckt), oft wird auch als Autonym Spoqe'ind/Spoqín/Sp'q'n'iʔ/Sp'q'n'i - „Rundkopf“ wiedergegeben (vermutlich grenzten sie sich dadurch zu den benachbarten - nicht Salish-sprachigen Stämmen - ab, bei denen die Abflachung der Stirnpartie mittels Schädeldeformation üblich war), heute nennen sie sich meist einfach Sqeliz bzw. Sqelix͏ʷ - „das Volk, die Menschen“.)
  • Lower Spokane (Untere Spokane) (Eigenbezeichnung als Scqesciłni/Scqecioni - „Volk von Little Falls“ oder Sineka'lt - „[Volk] bei den Fällen, vermutlich den Little Falls“, heute Teil des „Spokane Tribe of the Spokane Reservation“.)
  • Middle Spokane (Mittlere Spokane) bzw. South Spokane (Südliche Spokane) (Eigenbezeichnung als Snxʷme̓nʔey/Snx'w'meney - „Volk entlang des Steelhead-Forellen-Flusses, d. h. des Little Spokane River“ oder Squasi'lni - „Fischer (nach einem Siedlungsnamen)“, heute ist die Mehrheit Teil des „Spokane Tribe of the Spokane Reservation“ sowie eine kleine Gruppe Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)
  • Upper Spokane (Obere Spokane) (Eigenbezeichnung als Sntʔtʔúlixʷ/Sntu't'ulixi - „Volk entlang der Wasserfälle“ oder Snxwemi'ne - „Volk am Steelhead-Forellen-Platz“, heute ist die Mehrheit Teil des „The Coeur D’Alene Tribe, Coeur D’Alene Reservation, Idaho“, eine Minderheit Teil der „Confederated Salish and Kootenai Tribes of the Flathead Nation“ sowie eine kleine Gruppe Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)
  • Kalispel oder Pend d’Oreille (unterteilen sich geographisch-kulturell in zwei abweichende Dialekte sprechende Stammesgruppen, die bezogen auf die Lage ihrer Stammesgebiete entlang des Pend Oreille River (einschließlich des Clark Fork) als Lower Pend d’Oreille/Lower Kalispel bzw. „stromabwärts/flussabwärts lebendes Volk“ oder als Upper Pend d'Oreille/Upper Kalispel bzw. „stromaufwärts/flussaufwärts lebendes Volk“ bezeichnet werden, die Grenze zwischen den beiden Stammesgruppen wird von Forschern bei der heutigen Stadt Plains am Clark Fork River in Montana gezogen, die beiden heute üblichen Stammesbezeichnungen leiten sich einmal aus der Eigenbezeichnung der „Upper Pend d'Oreille/Upper Kalispel“ als Kullyspelm bzw. Ql̓ispé - „Quamash Volk“ ab, da deren essbare Zwiebeln eine wichtige Nahrungsgrundlage darstellten sowie des Exonyms französischer Kolonisten und Händler für die „Lower Pend d’Oreille/Lower Kalispel“ als Pend d’Oreille - „[etwas] hängt am Ohr (herunter)“ in Anlehnung an die großen Muschelohrringe, die von ihnen getragen wurden.)
  • Kalispel oder „Lower Pend d’Oreille/Lower Kalispel“ (auch: Western Kalispel, Idaho Kalispel oder Lake (Pend Oreille) Kalispel, lebten vom heutigen Plains, Montana, westwärts entlang des Clark Fork bis zum Lake Pend Oreille und Priest Lake im Idaho Panhandle und nordwärts (flussabwärts) entlang des Pend Oreille River im Nordosten Washingtons und Südosten British Columbias, wobei sich ihr Stammeszentrum im Gebiet des Lake Pend Oreille befand, heutige „Kalispel Indian Community of the Kalispel Reservation“ und „The Coeur D'Alene Tribe, Coeur D'Alene Reservation, Idaho“.)
  • Chewelah (früher auch als Slate’use oder Tsent bezeichnet, alle Bezeichnungen beruhen auf ihrer Eigenbezeichnung als Slet̓éw̓si – „Volk im Tal“, ursprünglich eine Band der „Lower Pend d’Oreille/Lower Kalispel“, lebten in die Gegend der gleichnamigen Stadt Chewelah im Stevens County in den Chewelah Mountains (auch: Calispell Mountains) sowie im Colville River Valley im Nordosten Washingtons, wurden später militärisch-politisch von den „Lower Spokane (Untere Spokane)“ dominiert, heute als „Chewelah Band of Indians“ Teil des „Spokane Tribe of Indians“.)
  • Pend d’Oreille oder „Upper Pend d'Oreille/Upper Kalispel“ (auch: Eastern Kalispel oder Montana Kalispel, lebten im Nordwesten Montanas östlich von Plains südwärts (flussaufwärts) entlang des Clark Fork fast bis zu Missoula bei der Mündung des Blackfoot Rivers, sowie nordwärts (flussabwärts) entlang des Flathead Rivers bis rund um den Flathead Lake - dieser war unter den Montana-Salish-sprachigen Stämmen als Čɫq̓étkʷ - „breites/weites Wasser“ bekannt, daher war ihr Autonym auch Silkatkmlschi bzw. Sɫq̓etkʷmsčin̓t - „Volk das am Ufer des breiten/weiten Wassers (Flathead Lake) lebt“, heute Teil der „Confederated Salish and Kootenai Tribes of the Flathead Nation“.)
  • Salish-Tunaxe oder Plains Salish (auch: Salish-Tuna'xa/Tona'xa, Eigenbezeichnung Ql̓ispé-Tun̓áx̣n, lebten östlich der kontinentalen Wasserscheide entlang des Sun River, Dearborn River und im Great Falls-Gebiet nördlich der „Bitterroot Salish“ und südlich der nicht Salish-sprachigen „Kutenai-Tunaxe“, zwischen 1700 und 1750 durch mehrere Kriegszüge der westwärts vordringenden berittenen und bewaffneten Blackfoot und zusätzlich durch Epidemien dezimiert, schlossen sie sich fast ausgerottet benachbarten Salish-Stämmen an, heute Teil der „Confederated Salish and Kootenai Tribes of the Flathead Nation“.)
  • Semteuse (auch: Sematuse, vermutlich „leichtsinniges/törichtes Volk“, lebten westlich der kontinentalen Wasserscheide im Bitterroot River Valley und Missoula Valley südwestlich der „Salish-Tunaxe/Tuna'xa/Tona'xa“ sowie südöstlich der „Lower und Upper Pend d’Oreille“, wurden ebenfalls durch kriegerische Auseinandersetzungen mit den Blackfoot und Epidemien fast ausgerottet und schlossen sich ebenfalls benachbarten Salish-Stämmen an, heute Teil der „Confederated Salish and Kootenai Tribes of the Flathead Nation“.)
  • Coeur d'Alene (wörtlich: „Herz der Ahle“, gemeint jedoch: „engherzig“, diesen Namen gaben Ihnen auf Grund ihres Geschicks und der Hartnäckigkeit bei Preisverhandlungen frustrierte französische und irokesische Pelzhändler, Eigenbezeichnung: Schi̲tsu'umsh bzw. Skitswish - „Das entdeckte Volk“ bzw. „Jene, die hier gefunden werden“, heute „The Coeur D'Alene Tribe, Coeur D'Alene Reservation, Idaho“.)


Penuti-sprachige Völker (Upper und Middle Chinook (Tsinúk)-Völker, Kalapuya-Völker, Takelma, Sahaptian-Völker, Molalla und Klamath-Modoc)

I. Chinook (Tsinúk)-sprachige Völker

  • Wasco (auch: Galasqo genannt, die heutige Stammesbezeichnung leitet sich von Wacq!ó - „Tasse, kleine Schale“ ab, dem Namen eines markanten schalenförmigen Felsens in der Nähe des wichtigsten historischen Dorfes, die Wasco Bands auf der Washington-Seite/Nordseite des Columbia Rivers sind heute Teil der „Confederated Tribes and Bands of the Yakama Nation“, die Wasco Bands auf der Oregona-Seite/Südseite des Columbia Rivers der „Confederated Tribes of Warm Springs“.)
  • Dalles Wasco (auch: eigentl. Wasco)
  • Hood River Wasco
  • Watlala (auch: Cascades genannt, oftmals als eigenständige Gruppe angesehen.)
  • Wishram (auch bekannt als Tlakluit und Echeloot, heute Teil der „Confederated Tribes and Bands of the Yakama Nation“.)


II. Kalapuya-sprachige Völker (auch: Calapooia bzw. Calapooya genannt, die Kalapuya bewohnten den Großteil des Willamette River Valleys in Oregon und waren geographisch-sprachlich in drei von Nord nach Süd orientierten und benannten Stammesgruppen unterteilt, die drei verschiedene Dialektkontinua sprachen.)

Nördliche Kalapuya
  • Tualatin Kalapuya (auch: Wapato Lake Indians genannt, Eigenbezeichnung: Tfalati bzw. Atfalati, lebten in ca. 24 Dörfern in den Tualatin Plains entlang des Tualatin River sowie in Hügeln im Gebiet der heutigen Stadt Forest Grove, am Wapato Lake, entlang des North Yamhill River und Lower Willamette River sowie evtl. bei Portland im Nordwesten von Oregon.)
  • Yamhill Kalapuya (lebten entlang der wahrscheinlich nach ihnen benannten South Yamhill und Yamhill River, Eigenbezeichnung: Yamel/Yamell/Yamhala, heute Teil der „Confederated Tribes of Siletz Indians“.)
Zentrale/Mittlere Kalapuya (Santiam Kalapuya)
  • Pudding River Kalapuya (auch: French Prairie Tribe genannt, lebten entlang des Pudding River und Molalla River, Eigenbezeichnung: Ahantchuyuk.)
  • Luckiamute (River) Kalapuya (lebten entlang des wahrscheinlich nach ihnen benannten Luckiamute River, Eigenbezeichnung: Luckiamute, heute Teil der „Confederated Tribes of Siletz Indians“.)
  • Santiam (River) Kalapuya (lebten entlang und zwischen dem North Santiam River und South Santiam River, Eigenbezeichnung: Santiam.)
  • Marys River/Mary’s River Kalapuya (lebten entlang des Marys River, Eigenbezeichnung: Chepenafa bzw. Chenapinefu.)
  • Muddy River Kalapuya (lebten entlang des Muddy River/Creek sowie im Gebiet der heutigen Stadt Monroe, Oregon, Eigenbezeichnung: Chemapho.)
  • Calapooia (River) Band Kalapuya (auch: Brownsville Kalapuya oder Calapooia Kalapuya, lebten entlang des Calapooia River, Eigenbezeichnung: Tsankupi.)
  • Mohawk (River) Kalapuya (lebten entlang des Mohawk River, Eigenbezeichnung: Peyu bzw. Pee-you.)
  • Chafan/Chifin Kalapuya (lebten im Gebiet der heutigen Stadt Eugene an der Mündung des McKenzie River in den Willamette River - dieses Gebiet nannten sie Chifin, Eigenbezeichnung: Tsanchifin, Chafan bzw. Chifin.)
  • Long Tom Kalapuya (auch: Lungtum Calapooia genannt, lebten entlang des Long Tom River, Eigenbezeichnung: Chelamela.)
  • Winnefelly/Winefelly Kalapuya (auch: Pleasant Hill Calapooia genannt, lebten entlang des Mohawk, McKenzie und Coast Forks des Willamette Rivers, Eigenbezeichnung: Winnefelly/Winefelly)
Südliche Kalapuya (Yoncalla) (auch: Umpqua Kalapuya genannt, lebten entlang des Upper Umpqua River, Eigenbezeichnung Yoncalla/Yonkalla oder Kommema, heute Teil der „Confederated Tribes of Siletz Indians“.)


III. Takelma-sprachige Völker

IV. Sahaptian-sprachige Völker (Sahaptin bezeichnet die ein Dialektkontinuum bildenden „Sahaptin-Sprachen (Ichishkíin Sɨ́nwit)“ und Sahaptin-Völker (unter Ausschluss der Nez Percé) - Sahaptian bezeichnet die gemeinsame Sprachfamilie aus „Sahaptin-Sprachen (Ichishkíin Sɨ́nwit)“ sowie der „Nez-Percé-Sprache (Niimiipuutímt)“.)

  • Nez Percé (auch: Nez Perce - franz. für „durchbohrte/durchstochene Nase“, die Lewis-und-Clark-Expedition von 1805 bezeichnete sie als Chopunnish – evtl. abgeleitet von cú·pʼnitpeľu (cú·pʼnit – „Piercing mit einem spitzen Gegenstand“ und peľu – „Volk“, „das gepiercte Volk“) - diese Bezeichnung ist vermutlich eine Verwechslung mit den Chinook am Unterlauf des Columbia River - die sich mit den Nez Percé Fischgründe und Handelsplätze teilten- und deren Sprache, die Grundlage des Chinook Wawa bildete, der Lingua franca unter den Stämmen des Nordwestens, lt. Überlieferung bezeichneten sie sich vor der Übernahme des Pferdes als Cuupn'itpel'uu/Tsoop-Nit-Pa-Loo – „wir gingen aus dem Wald/den Bergen heraus“, heutige offizielle Eigenbezeichnung: Nimi'ipuu - „wahres Volk“, ca. 1800 der bevölkerungsreichste und militärisch mächtigste Stamm des Columbia River Plateaus, unterteilen sich in zwei große regionale Dialektgruppen, die sich auch kulturell unterscheiden[27], berühmt durch den Nez-Percé-Krieg von 1877.)
  • Upper/Upriver Nez Percé (die Bands auf der Ostseite des Snake River in Idaho orientierten sich mehr an der Lebensweise der im Osten lebenden Plains-Stämmen, heute Teil des „Nez Perce Tribe of Idaho“.)
  • Lower/Downriver Nez Percé (die Bands auf der Westseite des Snake River waren traditionelle Vertreter der Plateau-Kultur, heute Mehrheit Teil des „Nez Perce Tribe of Idaho“, die „Wallowa (Willewah)/Walwáma (Walwáama) Band“ ist heute als „Nez Perce of Chief Joseph's Band“ Teil der überwiegend Salish-sprachigen „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)
  • Cayuse (auch: Kyeuuse/Kyuuse bzw. Cai-uses/Cayouses/Skyuse/Kaius, ihre Stammesbezeichnung leitet sich wahrscheinlich vom franko-kanadische Wort Cailloux für „Steine“ oder „Felsen“ bzw. „Felsen-Volk“ ab, in ihrer heute ausgestorbenen Sprache nannten sie sich Te-taw-ken - „Wir, das Volk“ oder Lik-si-yu- „das Volk“, nach der Übernahme des Lower/Downriver-Dialekts der Nez Percé übernahmen sie deren Bezeichnung als ihre eigene und nannten sich nun fortan Weyiiletpuu/Wailetpu - „Das Volk des Weidelgras“, lebten im Westen der Nez Percé entlang der Oberläufe des Walla Walla River, Umatilla River und Grande Ronde River sowie von den Blue Mountains westwärts bis zum Deschutes River in Washington and Oregon, werden oftmals fälschlich als „Weyiiletpuu (Wailetpu)/Yeletpo Band“ der Nez Percé betrachtet; heute Teil der „Confederated Tribes of the Umatilla Indian Reservation (CTUIR)“.)

Nordwestliche Sahaptin-Völker

  • Yakama (bis 1994 Yakima genannt, eine Stammesgruppe sprachlich-kulturell eng verwandter fünf Bands des Columbia River Plateau, deren Stammesgebiete ihr Zentrum entlang des Yakima Rivers (und dessen Nebenflüssen) im Bundesstaat Washington hatten, die Herkunft des Namens Yakama ist umstritten: die Sahaptin-Wörter E-yak-ma - „eine wachsende Familie“ oder Iyakima - „die Schwangeren“ beziehen sich wahrscheinlich beide auf die Größe der Population der Lower Yakama gegenüber benachbarter kleinerer Stämme, andere Interpretationen sind Yákama - „Schwarzbär“ oder Ya-ki-ná - „Ausreißer/Flüchtende“, historisch waren sie auch als Waptailnsim - „Volk des engen Flusses“ und Pah-quy-ti-koot-lema /Pakiutlema - eine Adaption der Eigenbezeichnung als Pa'kiut'lĕma - „Volk von der Schlucht“ der Bewohner des Hauptdorfes „Pa'kiut“ der Átanŭm-ħlama Band der Lower Yakama bekannt.)
  • Lower Yakama / eigentliche Yakama (die Bedeutung ihrer Eigenbezeichnung als Mámačat/Mámachat - „Yakima Person“ bzw. Mámačatpam/Mámachatpam - „Yakima Volk“ ist bis heute unbekannt, da sich ihr Stammesgebiet generell östlich der Kaskadenkette im Einzugsgebiet des Unterlaufs des Yakima Rivers befand, wurden sie auch „Lower Yakima“ genannt und als größte Band der „Yakama/Yakima-Stammesgruppe“ werden sie oftmals als „eigentliche Yakama“ bezeichnet.)
  • Upper Yakama / Kittitas (die Bedeutung der Bezeichnung Kittitas ist umstritten, es wird jedoch als „weiße Kreide“ oder „Schiefergestein“ wiedergegeben, Eigenbezeichnung: Pshwánwapam / Psch-wan-wap-pam - „Volk der vielen Felsen, d.h. Volk der Felsen/Berge“, da sich ihr Stammesgebiet generell meist nördlich des Wenas Creek und des Selah Creek sowie entlang des Oberlaufs des Yakima Rivers befand, wurden sie zur Unterscheidung von den Yakama Bands am Unterlauf des Flusses oftmals als „Upper Yakima“ bezeichnet, heute Teil der „Confederated Tribes and Bands of the Yakama Nation“.)
  • Klikatat / Klickitat (evtl. eine falsche englische Transkription des Lokativs látaxat für einen wichtigen Fischgrund bei den Fällen des Klickitat Rivers oder von ládaxat, einem Upper Chinook (Kiksht)-Wort für ein Klickitat-Dorf mit ebenfalls hier ansässigen Kiksht-sprachigen Wishram)[28], Eigenbezeichnung: Xwálχwaypam / Qwû'lh-hwai-pûm / X̣ʷáɬx̣ʷaypam - „Prairie Volk“ oder „Volk aus dem Dorf χwálχway (Steller‘s Jay‘)[am Zusammenfluss von Klickitat und Little Klickitat River]“, ihr Stammesgebiet befand sich nördlich des Columbia River in den Flusstälern und Prärien des Oberlaufs des Cowlitz, Lewis und Klickitat Rivers sowie entlang des White Salmon, Little White Salmon und Wind Rivers, die Mehrheit ist heute Teil der „Confederated Tribes and Bands of the Yakama Nation“, eine Minderheit der „Confederated Tribes of the Grand Ronde Community of Oregon (CTGR)“.
  • Cowlitz Klickitat, Lewis River Klickitat Band (Eigenbezeichnung: Taitnapam / Taidnapam / Táitinpam - „Volk vom Tieton River“, später fälschlich als Upper Cowlitz, Lewis River Cowlitz, Lewis River Chinook bezeichnet, ihr Stammesgebiet lag oberhalb des heutigen Mossyrock im Flussgebiet des Upper Cowlitz River, dessen Nebenflüssen Cispus River und Tilton River sowie entlang des Lewis River (eines Nebenflusses des Columbia Rivers), lt. ihrem Namen und Überlieferung stammten sie ursprünglich vom Tieton River (in Yakama: Táitin) im Gebiet der „Nahchísh-ħlama“, einer Band der Lower Yakama/eigentlichen Yakama östlich der Kaskadenkette und hatten starke sprachliche sowie familiäre Bande zu den Lower Yakama und den Klikatat / Klickitat, d sie zu den flussabwärts lebenden Sahlish-sprachigen Lower Cowlitz (Stlpulimuhkl) ebenfalls familiäre Bindungen hatten (und daher das ganze Territorium der Lower Cowlitz am Unterlauf bis zum Columbia River nutzen konnten), wurden sie fälschlich als eine ursprünglich Salish-sprachige „Cowlitz-Band“ betrachtet, heute als „Yakima Cowlitz“ oder „Lewis River Klickitat/Cowlitz Klickitat Band“ Teil der „Confederated Tribes and Bands of the Yakama Nation“.)
  • Meshal / Me-Schal / Mashel / Mica'l Band of Nisqually (Eigenbezeichnung: Mishalpam / Mical-ɫa’ma - „Eatonville Volk“, wörtlich: „Volk am Mashel River“, später Upper (Mountain) Nisqually genannt, ihr Stammesgebiet lag meist westlich der Kaskadenkette nordwestlich der Klikatat / Klickitat entlang des Mashel River, des Oberlaufs des Nisqually River und Puyallup Rivers und reichte bis zum Mount Rainier, teilten sich zudem Gebiete im Ohop Valley im Pierce County (im Gebiet der heutigen Städte Eatonville und Roy) mit den benachbarten und verwandten Klikatat / Klickitat – ihr Hauptdorf war Basha’labsh am Meshal River, eines Nebenflusses des Nisqually Rivers, nahe der heutigen Gemeinde La Grande, Washington. Heirateten in die flussabwärts (somit westlich und näher zur Küste ansässigen) benachbarten Südliches Lushootseed (Twulshootseed)-sprachigen Nisqually der Küsten-Salish und hatten spätestens im 19. Jahrhundert das Sahaptin zugunsten von Nisqually/Sqʷaliʼabš aufgegeben, heute Teil des „Nisqually Indian Tribe“.)

Nordöstliche Sahaptin

  • Wanapum oder Wanapam / Wánapam („Fluss Volk“, ihr Stammesgebiet befand sich einst südlich der Saddle Mountains beiderseits des Columbia Rivers flussabwärts bis zur Einmündung des Snake River, bedeutendster Siedlungsplatz sowie Fischgrund war die Flussenge bei Priest Rapids (Wánapam) mit der Siedlung P̓ná/P'na am rechten Flussufer, weitere wichtige Fischgründe waren bei White Bluffs mit der Siedlung Čamná am Zusammenfluss des Yakima und Columbia River (Heimat der Plash Ḵ'mɨɬ) und bei den Wanawish/Wanawíš Rapids (früher „Horn Rapids“ genannt, Heimat der Wawyúuk) im Benton County am Yakima River, heute Teil der „Confederated Tribes and Bands of the Yakama Nation“.)
  • Palouse oder Palus (die heutige Stammesbezeichnung leitet sich wahrscheinlich von der Eigenbezeichnung der bevölkerungsreichsten der drei Regional-Bands der Palouse/Palus - der Middle Palouse/Palus Band als Palúšpam - „Volk von Pa-luš-sa/Palus [einer ihrer bedeutendsten Siedlung]“ her, die benachbarten Nez Percé bezeichneten sie ebenfalls als Pa-loots-poo/Pelú`cpu und die Yakama Palúuspam/Pelúuspem, Eigenbezeichnung: Naxiyamtama - „Fluss Volk“, als bekannte Pferdezüchter entwickelten sie eine Vorliebe für gefleckte Pferde, die sie M‘amin nannten - die vermutlich nach ihnen benannten berühmten Appaloosa (von engl. “A Palouse Horse” - „ein Palouse Pferd“)[29], ihre Stammesgebiete entlang des Columbia, Snake und Palouse Rivers umfassten auch die Palouse-Prärie und somit unter allen Plateau-Stämmen das größte, fruchtbarste, offene und gut bewässerte Land, um große Pferdeherden grasen zu lassen und für diese ganzjährig genügend Futter zu haben, mit einigen westlichen Nez Percé Bands formten sie zweisprachige Bands und wurden von Außenstehenden fälschlich oft als „Pelloatpallah Band“ der Nez Percé betrachtet.[30])
  • Upper Palouse/Palus Band (die Lewis-und-Clark-Expedition von 1805 bezeichneten sie als „Chopunnish (Nez Percé)“, bildeten oft mit der „Almotipu Band“ und „Alpowna (Alpowai) Band“ der Nez Percé zweisprachige Dorfgemeinschaften, ihre Dörfer entlang des Clearwater River (von West nach Ost) Pinăwăwi/Penawawa, Witkispe, Wawawi, Alamotin und Alpowa wurden von Amerikanern und in den Verträgen jedoch als „Nez Percé-Dörfer“ identifiziert, heute Teil der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.[31])
  • Middle Palouse/Palus Band (lebten an der Mündung des Palouse Rivers in den Snake River sowie der Tucannon River Region, ihr Hauptdorf Pa-luš-sa/Palus gab dem Stamm der Palouse seinen Namen, oftmals Verbündete der „Pikunan (Pikunin) Band“ der Nez Percé, die Lewis-und-Clark-Expedition von 1805 bezeichneten sie als „Pelloatpallah (Nez Percé)“, die Mehrheit ist heute Teil der „Confederated Tribes and Bands of the Yakama Nation“, eine Minderheit der „Confederated Tribes of the Colville Reservation“.)
  • Lower Palouse/Palus Band (lebten entlang des Lower Snake River bis zur Mündung in den Columbia River in der Nähe der heutigen Metropolregion Tri-Cities, die Lewis-und-Clark-Expedition von 1805 bezeichneten sie als „Sokulks“ und „Chymnapums“, spätere Historiker identifizierten auch sie als „Nez Percé“, heute Teil der „Confederated Tribes and Bands of the Yakama Nation“.)
  • Chamnapam („Volk von Čamná“, ihre Hauptsiedlung Chemna/Čamná befand sich in der Nähe der heutigen Stadt Richland und war ein bedeutender Fischgrund am Zusammenfluss von Yakima River und Columbia River.)
  • Wauyukma (Wawiyuk̓kmá - „Snake River Volk“, ihr Dorf befand sich am Snake River nahe Fishhook Bend, Washington.)
  • Naxiyampam („Fluss Volk“, eventuell reichte ihr Stammesgebiet vom heutigen Palouse Falls State Park bei den Palouse Falls (Apɨ́tapɨt/Aputapat) (evtl. Cayuse-Wort für „Fels“) am Zusammenfluss des Palouse River mit dem Snake River bis zur Stadt Pasco (evtl. von Pašx̣ú - „Flussufer“) an der Mündung des Snake in den Columbia River, somit umfasste das Gebiet auch große Teile der „Lower Palouse/Palus Band“ der Palouse.)
  • Walla Walla (wörtlich: „viele Wasser“, Umatilla-Name Walawalałáma und Yakama-Name Waluulapam - „Volk von der Region Wallula, d.h. entlang des Walla Walla Rivers“, lebten in drei regionalen Bands entlang des Walla Walla Rivers und am Zusammenfluss des Snake and Columbia Rivers im Norden Oregons und Südosten Washingtons, die Mehrheit ist Teil der „Confederated Tribes of the Umatilla Indian Reservation“, eine Minderheit der „Confederated Tribes and Bands of the Yakama Nation“.)

Südliche Sahaptin (Columbia River Sahaptin)

  • Umatilla (abgeleitet von ihrer Eigenbezeichnung als Ímatalam / Imatalamłá - „Person aus Ímatalam“ bzw. Imatalamłáma - „Volk aus Ímatalam“, einer einstigen Siedlung an der Mündung des Umatilla Rivers[32], oft auch einfach Tanán - „Person“ bzw. Tanánma - „Volk“; heute Teil der „Confederated Tribes of the Umatilla Indian Reservation“.)
  • Skin-pah (auch: Sk’in-pa, Sk'in oder Sawpaw Band, abgeleitet von Sk̓inłáma - „Volk aus Sk̓ín“, einer bedeutenden Siedlung gegenüber von Celilo Falls (Wyam), heute Teil der „Confederated Tribes and Bands of the Yakama Nation“.)
  • Tenino oder „Warm Springs Bands“
  • Tygh oder „Upper Deschutes“
  • Tayxɫáma („Volk von Táyx̣, dem CDP Tygh Valley“ im Wasco County, Oregon.)
  • Tiɫxniɫáma (Sherar's Bridge)
  • Mliɫáma (heutige Warm Spring Reservation)
  • Wyam oder „Lower Deschutes“ (auch Celilo Indians, auch unter ihrem Umatilla-Namen als Wayamłáma bzw. Yakama-Namen als Wayámpam bekannt, Eigenbezeichnung jedoch Wayamłá, alle Bezeichnungen bedeuten „Volk von Celilo Falls (Wyam)“.)
  • Tinainu oder „Dalles Tenino“ (auch bekannt als eigentl. Tenino, Eigenbezeichnung als Tinaynuɫáma - „Volk aus Tináynu“, einer Wintersiedlung.)
  • Dock-Spus/Tukspush oder „John Day“ (abgeleitet von der Eigenbezeichnung als Takspasɫáma - „Volk aus Tákšpaš“, einer Wintersiedlung am John Day River.)

V. Molala-sprachige Völker (oftmals wird jedoch die „Molala-Sprache“ zu den isolierte Sprachen gezählt.)

  • Molalla oder Molala[33] (auch: Molale, Molalla, Molele, bewohnten das Willamette Valley und größtenteils die Kaskadenkette im Westen von Oregon vom Mount Hood im Norden bis zum Mount McLoughlin im Süden, die Mehrheit ist heute Teil der „Confederated Tribes of the Grand Ronde Community of Oregon“, eine Minderheit der „Confederated Tribes of Siletz Indians“.)
  • Northern Molalla (auch: Upper Molalla bzw. Valley Molalla, Eigenbezeichnung als Latiwi bzw. Lati-ayfk - „Volk“, lebten zwischen dem Molalla River und dem Upper Santiam River)
    • Molalla River Band (auch: Upper Molalla, lebten entlang des Molalla River im Norden des Molala Stammesgebiets)
    • Santiam River Band (auch: Santiam Molalla bzw. Valley Molalla, lebten vom Detroit Lake entlang des North und South Santiam River bis zum Upper Santiam River.)
  • Southern Molalla oder Eugene Molalla (auch: Lower Molalla bzw. Mountain Molalla, lebten durch Stammesgebiete mehrerer Kalapuya Bands von den Northern Molalla getrennt und wurden daher von Letzteren als Tulenyangsi - „weit entferntes Volk“ bezeichnet, hatten die Sprache ihrer mächtigen Nachbarn, der Klamath, übernommen, die Klamath bezeichneten sie als Chakankni bzw. Kuikni maklaks - „Volk vom Platz der Felsenbirnen“.)

VI. Klamath-Modoc-sprachige Völker

  • Klamath (die Mehrheit ist heute Teil der „Klamath Tribes“, eine Minderheit der „Quartz Valley Indian Community of the Quartz Valley Reservation of California“.)
  • Modoc (die Mehrheit ist heute Teil der „Modoc Nation“, eine Minderheit der „Klamath Tribes“.)

Isolierte Sprachen

  • Kutenai (in Kanada Ktunaxa oder Kootenay, in den USA Ksanka oder Kootenai genannt)
  • Upper Kutenai/Kootenai (heutige „Ɂakisq̓nuk/Akisqnuk First Nation (Columbia Lake Band)“, „ʔaq̓am/St. Mary's Indian Band“, „ʔakink̓umǂasnuqǂiʔit/Tobacco Plains Indian Band“ und der „Kyaknuqǂiʔit (Shuswap Indian Band)“.)
  • Lower Kutenai/Kootenai (heutige „Yaqan nu?kiy Band (Lower Kootenay First Nation)“, „ʔaq̓anqmi/Kootenai Tribe of Idaho (Idaho Ksanka)“ und als „K̓upawi¢q̓nuk (Ksanka Band)“ Teil der „Confederated Salish and Kootenai Tribes of the Flathead Nation“.)

Kulturareal Prärie und PlainsBearbeiten

Die Bezeichnung des Kulturareals als "Prärie und Plains" spiegelt schon die zwei geographisch-kulturell unterschiedlichen Großgebiete zwischen dem Mississippi River im Osten und den Rocky Mountains im Westen wieder; die Prärie (Prairi) (französisch: „Wiese“, „Weide“) umfasst alle Steppengebiete der Hochgrasprärie (bis zu 2,40 m hohe Gräser, die „Prärie im engsten Sinne“) westlich des Mississippis/östlich des Missouris bis auf eine Höhe von ca. 500 m, daran schließt sich die bis auf 1.800 m aufsteigende Hochebene der Great Plains („Großen Ebenen“) an, die Gebiete der Zentrale Mischgrasprärie (1,40 m hohe Gräser) und der Trockenen Kurzgrasprärie (bis zu 50 cm hohe Gräser) umfasst und westwärts bis ins Vorgebirge der Rocky Mountains, nordwärts bis in den Süden der kanadischen Prärieprovinzen und südwärts bis in den Norden Mexikos reicht. Die Prärie eignete sich durch zahlreiche Flussläufe und fruchtbarer Schwarzerde durchaus für den Ackerbau (ergänzt durch Fischerei, Wildtierjagd und Sammeln von Früchten und Wurzeln) und die dort lebenden Stämme wohnten in ortsfesten Dörfern aus eckigen oder runden kuppelförmige Erdhäuser, in den westlichen Randgebieten führten die Stämme ein halbsesshaftes bis zu halbnomadisches Leben (ergänzt durch Feldbau als auch die Jagd) in festen Winter- und Sommerlagern aus Pfahlbauten, Gras- und Lehmhütten. Die Stämme auf den trockeneren Great Plains hatten sich durch die Einführung des Pferdes seit dem 18. Jahrhundert in kriegerische Reiternomaden verwandelt, die mobile Lederzelte bewohnten (heute meist als Tipis bezeichnet), die auf von Pferden gezogenen Travois transportiert wurden. Die Büffeljagd lieferte ihnen Nahrung und Rohstoffe für die wichtigsten Gegenstände des täglichen Bedarfs. Die sesshaften/halbnomadischen Prärie-Stämme und die nomadischen Plains-Stämme unterschieden sich somit ursprünglich in der Wirtschaftsweise, der hieraus folgenden Lebensweise und der Rolle des Pferdes, hatten jedoch Mitte des 19. Jahrhunderts eine „gemeinsame“ Kultur entwickelt, so dass beide als Vertreter der Prärie-Indianer (im Englischen "Plains Indians" genannt) betrachtet werden.

Reiternomaden / nomadische Prairie-Indianer (Plains-Indianer)

Algonkin (die „Algonkin“-Ethnien der Prärien und Plains gehörten zwei regionalen Sprachgruppen an, den Zentralen Algonkin und Plains Algonkin)
I. Zentrale Algonkin

Anishinabe (Eigenbezeichnung: ᐊᓂᔑᓈᐯ Anishinaabe „Person“, korrekter Plural: Anishinaabeg/Anishinabek - „Erstes Volk“, „Originales Volk“, bezeichnet eine Gruppe kulturell sowie historisch eng verwandten Ethnien, die alle verschiedene Varianten/Dialekte des Anishinaabemowin/Ojibwemowin (ᐊᓂᔑᓈᐯᒧᐎᓐ) sprechen.)

  • Manitoba Saulteaux (Mittlere Saulteaux) (Französisch: „Menschen von den Stromschnellen“, diese Bezeichnung verweist auf ihre Ursprungsheimat um Sault Ste. Marie in Ontario; meist als Plains Ojibwe bezeichnet, da ihre Kultur Einflüsse sowohl von den „Ontario Saulteaux“ im Osten als auch den „Plains Saulteaux“ im Westen aufweist wurden sie auch als Bungi / Bungee (von bangii - „ein bisschen wie“) im Sinne „ein bisschen wie ein Plains Cree“ und ihre Métis-Verwandten ebenfalls als “Bungi / Bungee” im Sinne „ein bisschen wie ein Anishinabe“ bezeichnet, Eigenbezeichnung: ᓇᐦᑲᐍ Nakawē, Teil der "Nēhiyaw-Pwat / Cree-Assiniboine-Konföderation" bzw. „Iron Confederacy/Eiserne Konföderation“.)
  • Plains Saulteaux (Westliche Saulteaux) (Französisch: „Menschen von den Stromschnellen“, diese Bezeichnung verweist auf ihre Ursprungsheimat um Sault Ste. Marie in Ontario; meist als Plains Ojibwe bezeichnet, Eigenbezeichnung: ᓇᐦᑲᐍ Nakawē, Teil der "Nēhiyaw-Pwat / Cree-Assiniboine-Konföderation" bzw. „Iron Confederacy/Eiserne Konföderation“.)

Plains Cree (Western Cree) (abgeleitet von ihrer Eigenbezeichnung als Paskwâwiyiniw, Plural ᐸᐢᑳᐧᐤ ᓀᐦᐃᔭᐁᐧᐃᐧᐣ Paskwâwiyiniwak / Paskwa Wi Iniwak – „Volk auf den Plains (Ebenen)“, weitere Eigenbezeichnung: Nêhiýawak - „Volk“, Einzahl: ᓀᐦᐃᔭ Nêhiýaw - „Person“ bzw. ᓀᐦᐃᔭ ᐊᔨᓯᔨᓂᐤ Nêhiýaw-aýisiýiniw - „Cree-Person“; westlichste und südlichste Gruppe der Cree, lebten primär in Alberta und im südlichen Saskatchewan sowie in Manitoba, im Süden erstreckte sich ihr Gebiet bis zum Missouri River und Milk River im Norden Montanas, USA, größte Gruppe innerhalb der multi-ethnisch/sprachlichen ᓀᐦᐃᔭᐤ ᐸᐧᐟ Nēhiyaw-Pwat („Cree-Assiniboine-Konföderation“ oder „Iron Confederacy/Eiserne Konföderation“) auf den Nordwestlichen Plains)[34]

  • Downstream People / Downriver Cree / Eastern Cree (Eigenbezeichnung: ᒫᒥᐦᑭᔨᓂᐊᐧᐠ Mâmihkiýiniwak / Mamik Wi Iniwak – „Volk am Unterlauf des Flusses, d.h. im Osten“, auch: Mämäkitce-wünuûk – „Volk, das große (Geflügel-)Kaumägen isst“, östliche und südliche Gruppen, die östlich des Zusammenflusses von North und South Saskatchewan lebten)
  • Calling River Cree / Qu’Appelle Cree (Eigenbezeichnung: ᑳ ᑌᐯᐧᐃᐧᓰᐲᐃᐧᔨᓂᐊᐧᐠ Kâ-têpwêwisîpîwiýiniwak / Kitopwe Sipi Wi Iniwak)
  • Touchwood Hills Cree (Eigenbezeichnung: ᐳᓵᑲᓇᒌᐃᐧᔨᓂᐊᐧᐠ Posâkanacîwiýiniwak / Pasākanacīwiyiniwak, streiften zwischen Long Lake (Last Mountain Lake) und den Touchwood Hills, Saskatchewan)
  • Upstream People / Upriver Cree / Western Cree (Eigenbezeichnung: ᓇᑎᒦᐃᐧᔨᓂᐊᐧᐠ Natimîwiýiniwak / Natimiw Iyiniwak– „Volk am Oberlauf des Flusses, d.h. im Westen“, Einzahl: , auch: Nutimi-iniuûk – „Volk der Pappeln“, westliche und nördliche Gruppen, zugleich zahlenmäßig die größte Gruppe)
  • Beaver Hills Cree (Eigenbezeichnung: ᐊᒥᐢᑲᐧᒌᐃᐧᔨᓂᐊᐧᐠ Amiskwacîwiýiniwak / Amiskwacīwiyiniwak / Amisk Wachi Wi Iniwak – „Volk der Beaver Hills“, hatten ihre Streifgebiete rund um das spätere Edmonton (Amiskwāciwakahikan) („Beaver Hills House“) sowie rund um den Beaverhill Lake (Amisk Wachi Sakahikan))
  • Parklands Cree / Willow Cree (Eigenbezeichnung: ᐸᐢᑯᐦᑯᐹᐃᐧᔨᓂᐊᐧᐠ Paskohkopâwiýiniwak / Paskwa Kopew Wininiwak - „Volk im offenen Land, in den Parklands“ bzw. ᓃᐱᓰᐦᑯᐹᐃᐧᔨᓂᐤ Nîpisîhkopâwiýiniw – „Volk der Weiden“, Einzahl: Nîpisîhkopâwiyiniw)
  • River Cree (Eigenbezeichnung: ᓰᐲᐃᐧᔨᓂᐊᐧᐠ Sîpîwiýiniwak / Sipi Wi Iniwak– "Fluss Volk/Cree", streiften zwischen dem North Saskatchewan River und dem Battle River, handelten bei Fort Pitt, nutzten auch das Gebiet rund um Jackfish Lake und Onion Lake)
    • Woods River Cree (Sīpīwininiwak-sakāwiyiniwak, nördliche River Cree-Gruppe, fischten und jagten in den Seen und Wäldern)
    • Plains River Cree (Sīpīwininiwak-paskwāwiyiniwak, südliche River Cree-Gruppe, zogen oft auf die Plains zur Bisonjagd)
  • House Cree (Eigenbezeichnung: ᐋᐧᐢᑲᐦᐃᑲᓂᐃᐧᔨᓂᐊᐧᐠ Wâskahikaniwiýiniwak / Waskahikan Wi Iniwak – „Volk im Gebiet um Fort [Carlton]“, der Bezeichnung der Cree für Fort Carlton am North Saskatchewan River, das einst als “Carlton House” bezeichnet wurde)
II. Plains Algonkin

Arapaho-Atsina (Gros Ventre)-Stammesgruppe (umfassten ursprünglich fünf unabhängige Dialekt- und Stammesgruppen: die „Nanwacinaha’ana/Nawathi’neha“, die „Hánahawuuena/Hananaxawuune’nan“, die „Hinono’eino/Hinanae’inan (eigentlichen Arapaho)“, die „Beesowuunenno/Baasanwuune’nan“ und die „Haa’ninin/A’aninin (Gros Ventre/Atsina)“.)

  • Arapaho (üblicherweise wird der heutige Stammesname auf ein Pawnee-Wort zurückgeführt – entweder auf raapuh / raapih - „handeln“ oder tirapihu / larapihu - „Händler“, eine konkurrierende Lehrmeinung leitet den Namen jedoch von dem Absarokee (Crow)-Wort Alappaho - „Volk mit vielen Tätowierungen“ ab, das die europäischen Händler dann in Arapaho verballhornten – die Arapaho selbst kennen keinen „r“-Laut, Eigenbezeichnung: Hinono’eino / Hinanae’inan / Inuna-Ina - „unser Volk“ bzw. „Volk“, ist jedoch der gesamte Arapaho-Stamm gemeint, wird die Bezeichnung Hinono’eiteen - „Arapaho Nation“ verwendet.)
  • Nanwacinaha’ana / Nawathi’neha („im Süden/südlich lebendes Volk“) oder Nanwuine'nan / Náwunena, Noowothiineheeno' / Noowunenno („Südliches Volk“; später Teil der „Southern Arapaho (Südliche Arapaho)“ und heute Mitglied der „The Cheyenne and Arapaho Tribes of Oklahoma“.)
  • Hánahawuuena / Hananaxawuune’nan bzw. Aanû’nhawa („Felsenleute“, „Felsenvolk“, vielleicht mit Bezug auf die Rocky Mountains, ihre Stammesgebiete grenzten im Norden an die der Nanwacinaha’ana; später Teil der „Northern Arapaho (Nördliche Arapaho)“ und bewohnen heute als „The Northern Arapaho Tribe“ zusammen mit „Shoshone Tribe of the Wind River Reservation“ die Wind River Indian Reservation.)
  • Hinono’eino / Hinanae’inan bzw. Inuna-Ina (ursprünglich „wahre / eigentliche Arapaho“, später mit der Bedeutung als „unser Volk“ auf alle Arapaho übertragen; entwickelten sich später zum Nucleus der „Northern Arapaho (Nördlichen Arapaho)“ und Teil des „The Northern Arapaho Tribe“.)
  • Beesowuunenno / Baasanwuune’nan bzw. Bäsawunena (“Volk mit großen Behausungen” oder “Wigwam/Grashütten Volk”, lebten weiter nördlich der Hinono'eino, ihre Kriegstrupps nutzten unterwegs ähnliche Behausungen wie das Wigwam ähnlich der Algonkin-Stämme rund um die Großen Seen, laut Überlieferung verließen sie ihre ursprüngliche Heimat später als die anderen Arapaho-Gruppen (manche Arapaho und Linguisten behaupten daher auch ihr Name bedeute “Volk der Großen Seen” oder “Volk am großen Wasser”, jedoch ist heute keine allgemein anerkannte Übersetzung bekannt), später zum Großteil Teil der „Northern Arapaho (Nördliche Arapaho)“, einige der „Southern Arapaho (Südliche Arapaho)“ sowie der „Gros Ventre (Atsina)“ und heute Teil des „The Northern Arapaho Tribe“, der „The Cheyenne and Arapaho Tribes of Oklahoma“ sowie zusammen mit „Gros Ventre (Atsina)“ und „Upper Assiniboine“ Teil der „Fort Belknap Indian Community (Home of the Nakoda and Aaniih Nations)“.)
  • Gros Ventre (französisch: „Fetter Bauch“, in Kanada meist Atsina genannt; Eigenbezeichnung: Haa’ninin / A’aninin bzw. Ahahnelin / A’ani - „Volk der weißen Ton(erde)“ oder „Kalkvolk“, ursprünglich die nördlichste Dialekt-und Stammesgruppe der Arapaho, nach ihrer Abspaltung bezeichneten die Arapaho, da sie die Haa’ninin als unterlegen bzw. minderwertig betrachteten, als Hitouunenno, Hitúnĕna oder Hittiuenina - „Bettler“, wörtlich „Schmarotzer“ - die Franzosen missinterpretierten diese Bezeichnung in der Zeichensprache der Plains als Gros Ventres („Fette Bäuche“, statt des Zeichens für „Hunger“), im Englischen daher auch als Big Bellies bezeichnet; als zeitweise Verbündete der sonst feindlichen Blackfoot-Konföderation (circa 1793–1861) und ab 1861 der "Nēhiyaw-Pwat / Cree-Assiniboine-Konföderation" bzw. „Iron Confederacy/Eiserne Konföderation“, bewahrten und entwickelten sie eine eigene Identität als Ethnie, die Blackfoot bezeichneten die Haa’ninin als Atsíína – „wie ein Cree, d.h. Feind“ oder „Mutiges Volk“ oder als Piik-siik-sii-naa – „Schlangen, d.h. Feinde“; heute zusammen mit den „Upper Assiniboine“ Teil der „Fort Belknap Indian Community (Home of the Nakoda and Aaniih Nations)“ auf der Fort Belknap Indianerreservation.)

Cheyenne Nation (Tsêhéstáno) (ursprünglich drei verbündete verschiedene Dialekte sprechende Stämme; der Name „Cheyenne“ leitet sich vermutlich von der Bezeichnung „Šahíyena“ (der Dakota Sioux und Assiniboine) bzw. „Šahíyela“ (der Lakota Sioux) ab und bedeutet „kleine Šahíya“. Obwohl die Identität der Šahíya nicht bekannt ist, meinen viele Stämme, dass damit entweder die Cree oder die Anishinabe gemeint sind oder ein Volk, das wie die Cree, Anishinabe und Cheyenne der Algonkin-Sprachfamilie angehörte; später teilten sie sich in zwei geographische Hauptgruppen, den Southern (Südlichen) Cheyenne heute zusammen mit den „Southern (Südlichen) Arapaho“ Teil der „The Cheyenne and Arapaho Tribes of Oklahoma“ und den Northern (Nördliche) Cheyenne heute „Northern Cheyenne Tribe“.)

  • Tsitsistas (Eigenbezeichnung: Tsétsêhéstâhese, Einzahl: Tsétsėhéstaestse; eigentliche Cheyenne)
  • Suhtai / Sutaio (Eigenbezeichnung: Só'taeo'o / Só'taétaneo'o, Einzahl: Só'taétane, heirateten nur andere Só'taeo'o und siedelten immer separat von den anderen Cheyenne Bands)
  • Masikota (auch: „Cheyenne-Lakota“, ihr Name leitet sich wahrscheinlich aus den Lakȟótiyapi-Wörtern mazi („Eisen“) und kute („schießen“) ab, wörtlich: Mazikute/Masikota – „Jene die mit Eisen (Waffen) schießen“, vermutlich ursprünglich eine Lakota Band, die sich später den Cheyenne anschloss, unterhielten weiterhin durch viele gegenseitige Heiraten engste familiäre Kontakte mit Oglala Lakota und Sičháŋǧu (Brulé) Lakota und waren unter den Lakota als Sheo bekannt)

Blackfoot (Niitsítapi) Nation (in Kanada: „Blackfoot“, in den USA: „Blackfeet“, Englisch „Schwarzfuß/Schwarzfüße“, vier kulturell, historisch sowie gegenseitig verständliche Dialekte sprechende Stämme/Nationen, die Blackfoot-Stämme bezeichnen sich als Ni-tsi-ta-pi-ksi oder ᖹᐟᒧᐧᒣᑯ Ni-tsi-ta-pi/Niitsítapi - „Ursprüngliches, Erstes, Wahres Volk“. Die „Blackfoot“ dürfen nicht mit den feindlichen Sioux-sprachigen Sihásapa (Blackfoot Sioux) der Nördlichen Lakota-Sioux verwechselt werden.)

  • Siksika (Siksikawa) oder Blackfoot („Schwarzfuß“, abgel. von den Worten sik („schwarz“) und ka („Fuß“), die mittels des Infix -s-i- zusammengesetzt werden, Einzahl: Siksiká, Plural: Siksikáwa - „Schwarzfüße“, korrekter: Siksikáíkoaiksi[35]; die ersten Europäer trafen vermutlich zunächst auf die Siksika und übertrugen das Wort Blackfoot nun auf alle anderen drei Stämme/Nationen und später auf die Blackfoot-Konföderation, die zusätzlich die Gros Ventre/Atsina (Haa’ninin) und athapaskisch-sprachigen Sarcee (Tsuu T'ina) umfasste; auch als Northern (Nördliche) Blackfoot bezeichnet.)
  • Kainai (Kainaiwa) oder Blood (abgel. von aká – „viele“ und nínaa – „Häuptling“, wurden von anderen „Blackfoot (Niitsítapi)“ als Káínaa/Kááinaa, Plural: Káínawa/Akáínaa – „[Volk der] vielen Häuptlinge“, d. h. „die Hochmütigen“ bezeichnet, korrekter: Káínaikoaiksi; die im Englischen übliche Bezeichnung als Blood/Blood Tribe leitet sich aus dem Plains Cree als ᒥᐦᑯᐃᐧᔨᓂᐤ Mihkowiýiniw- „mit Blut [rot] befleckte Person/blutrote Person“, d. h. „grausame/blutrünstige Person“, Plural: Mihkowiyiniwak; auch als Middle (Mittlere) Blackfoot bezeichnet.)
  • Piegan (Piikuni) oder Peigan (abgel. von der Eigenbezeichnung als Piikuni / Piikáni bzw. Apiku'ni - „schlecht gegerbte Kleidung“, manchmal auch als „Räudige, mit Krätze verschmutzte Kleidung“ wiedergegeben, Plural: Piikániikoaiksi; auch als Southern (Südliche) Blackfoot bezeichnet.)
  • Peigan oder Nördliche Piegan (abgel. von der Eigenbezeichnung als Aapátohsipikáni / Apátohsipiikani, Plural: Aapatohisipiikunniwa - „Nördliche Piegan/Piikani“, korrekter: Aapátohsipikaniikoaiksi, manchmal auch: Skiníípikani; heutige „Piikani Nation“)
  • Piegan Blackfeet oder Südliche Piegan (abgel. von der Eigenbezeichnung als Aamsskáápipikani, Plural: Amsskapipiikunniwa - „Südliche Piegan/Piikani“, korrekter: Amsskáápipikaniikoaiksi, in den USA meist als Blackfeet bezeichnet; heutiger „Blackfeet Tribe“ im Nordwesten von Montana, USA.)
  • Inuk'sik oder Small Robes Band (auch: I-nuks'-iks / Inuck'siks, abgel. von Eigenbezeichnung als I’náksiyiiksi „Träger von kleinen Umhängetüchern/Schals“, oft wiedergegeben als „Wenig, dürftige Kleidung/kleine Roben“, wörtlich „Jene, die kleine(re) Kleidungsstücke tragen“; ursprüngliche größte und mächtigste Piegan/Piikani Band, durch Pocken und Angriffe der Absarokee (Crow) und Salish-Gruppen stark dezimiert, schlossen sie sich später den „Südlichen Piegan/Piikani“ an; heutiger „Blackfeet Tribe“.)


Westliche Sioux / Eigentliche Sioux
I. Missouri River Sioux
  • Absarokee (im Englischen “Crow”, im Französischen “Corbeaux” und [veraltet] im Deutschen “Krähen” genannt, abgel. von der Eigenbezeichnung als Apsáalooke / Absarokee (und weiteren Schreibvarianten), des Namens für einen krähenähnlichen Vogel, der bereits vor dem ersten Kontakt mit weißen Pelztierjägern ausgestorben war, weitere Eigenbezeichnung Bíilukaa / Biiluuke - „Unser Volk“, „Unsere Seite“, heutiger „Crow Tribe of Montana“.)
  • Mountain Crow (abgel. von der Eigenbezeichnung als Awaxaawaxammilaxpáake - „Berg-Volk“, als größte Absarokee Band auch als Ashalaho - „Viele Behausungen“ oder Ashkúale - „das Hauptlager“ oder „das größte, wichtigste Lager“ bezeichnet.)
  • River Crow (abgel. von der Eigenbezeichnung als Binnéessiippeele - „Jene, die entlang der Flussufer leben“ bzw. Peelatchiwilaxpáake - „Fluss Volk“, auch unter ihrem Spitznamen Ashshipíte („schwarz (von Rauch) gefärbte Tipis“) bekannt.)
  • Kicked In The Bellies (engl. Adaption ihres Spitznamens Eelalapito - „In ihre Bäuche getreten“, Eigenbezeichnung jedoch als Ammitaalasshé - „Zuhause abseits vom Hauptlager/Zentrum, d.h. der Ashkúale (Mountain Crow)“.)
II. Mississippi Valley Sioux
  • Assiniboine (abgel. von Plains-Cree-Wort ᐊᓯᓃᐃᐧᐹᐧᐟ Asinîwipwât, Plural: Asinîwipwâtak, Saulteaux-Wort Ahsinipwân bzw. Ojibwe-Wort Asinibwaan, Plural: Asinii-bwaanag - jeweils „Jene Sioux (Feinde), die auf Steinen kochen“, Eigenbezeichnung (Singular+Plural): Nakhóta / Nakhóda / Nakhóna - „Verbündete, Alliierte“ oder Nakonabi - „Freundliches Volk“, auch als “Stone Sioux” bekannt, Teil der "Nēhiyaw-Pwat / Cree-Assiniboine-Konföderation" bzw. „Iron Confederacy/Eiserne Konföderation“.)
  • Stoney (ursprünglich eine Splittergruppe der Assiniboine, ihre Stammesbezeichnung leitet sich aus der gleichen Wurzel ab wie die Bezeichnung "Assiniboine", Eigenbezeichnung als Iyethkabi bzw. Îyârhe Nakodabi - „Rocky Mountain Volk“, daher auch oft als “Stone Sioux” bezeichnet, Teil der "Nēhiyaw-Pwat / Cree-Assiniboine-Konföderation" bzw. „Iron Confederacy/Eiserne Konföderation“.)
  • Wood Stoney (abgel. von der Eigenbezeichnung Chan Tonga Nakoda „Volk der großen Wälder“, auch als Swampy Ground Assiniboine - „Assiniboine des Sumpflandes“ oder Grand River Assiniboine - „Assiniboine entlang des/der großen Flusses/Flüsse“ bekannt, nördliche Stammesgruppe, heutige „Alexis Nakota Sioux Nation“ und „Paul First Nation“.)
  • Mountain Stoney (abgel. von der Eigenbezeichnung Ye Xa Yabine Nakoda bzw. Hebina - „Volk der Rocky Mountains“, auch als Strong Wood / Thickwood Assiniboine - „Assiniboine der dichten Wälder“ bekannt, südliche Stammesgruppe, heutige „Wesley First Nation“, „Chiniki First Nation“ und „Bearspaw First Nation“, die zusammen die „Stoney Nakoda First Nation“ bilden.)
  • Lakota (früher meist Teton-Sioux, abgel. von Thítȟuŋwaŋ - „Bewohner der Prärie, d. h. der Ebenen“ genannt, heute wird "Lakota" bevorzugt, abgel. von der Eigenbezeichnung als Lakȟóta - „Verbündete, Alliierte“, Einzahl: Lakȟól, nannten sich untereinander meist einfach Wičháša/Wíŋyaŋ Ikčéka - „gewöhnliche, normale Person“, westliche und größte Otonwe/Tȟuŋwaŋ (Untergruppe) der Sioux bzw. Očhéthi Šakówiŋ – „Sieben Ratsfeuer [der Sioux]“)
Northern Lakota / Nördliche Lakota
  • Hunkpapa (abgel. von der Eigenbezeichnung als Húŋkpapȟa/Húŋkpapȟaya - “Camps at the Edge”, “End of [the Camp] Entrance”, “Head of the Camp Circle”, “Camps at End of Horns”, wörtlich etwa „Lager am Eingang“ oder „Am Kopfende des Lager-Kreises“, da die Hunkpapa während des Sonnentanz (Wi Wáŋyaŋg Wačhípi) ihren zeremoniellen Platz am Eingang zum Lagerkreis hatten)
  • Sihasapa oder Blackfeet Sioux (abgel. von der Eigenbezeichnung als Sihásapa - „schwarz gefärbe Fußsohlen“, meist als Blackfeet - "Schwarzfüße" wiedergegeben. Die „Blackfoot Sioux“ dürfen nicht mit den feindlichen Algonkin-sprachigen Siksika (Blackfoot) der Blackfoot (Niitsítapi) Nation verwechselt werden.)
Central Lakota / Mittlere Lakota
  • Minneconjou (abgel. von der Eigenbezeichnung als Mnikȟówožu / Hoȟwóžu - „Pflanzgefäße am Bach oder Wasser“, „Pflanzung am Wasser“)
  • Itazipco oder Sans Arc (beides. „Ohne Bogen“, abgel. von der Eigenbezeichnung als Itázipe Čholá / Itázipčho, auch Itazipcola / Hazipco - „Jene, die ohne Bogen jagen“ bzw. „Keine Bogen/Ohne Bogen“.)
  • Two Kettles (abgel. von der Eigenbezeichnung als Oóhenuŋpa / Oohenonpa - „zwei Kessel/zwei zubereitete Mahlzeiten“, mit der Bedeutung etwa „die Reichen“, einst Teil der Wanhin Wega Band der Minneconjou, ab ca. 1840 selbständig)
Southern Lakota / Südliche Lakota
  • Brulé (der Name „Brulé“ - „verbrannt“ ist eine französische Übersetzung der Stammesbezeichnung als Sičháŋǧu / Sicangu / Sichangu - „verbrannte (Ober)Schenkel“, da während der Flucht vor einem Präriefeuer viele Stammesmitglieder Brandwunden davontrugen.)
  • Oglala (Oglala / Oglála - “Scatter Their Own”, “Scatters Its Own” bedeutet in etwa „Die ihre Habe verschleudern“, wohl im Sinne von Großzügigkeit, selten: “Likes to Go Home”)


Numic-sprchige Völker
  • Comanche (span. Adaption des Begriffs Ko.ma’ntcia, Kɨmantsi, Kohmáhts, Koomahch - „Jene, die mich immer bekämpfen möchten“ aus der Sprache der Ute, die hiermit ursprünglich alle feindlichen Stämme auf den Südlichen Plains bezeichneten - später jedoch nur noch ihre mächtigsten Gegner, die Comanche, Eigenbezeichnung: Nʉmʉnʉʉ (Numunuu) / Numinu / Nemene / Nermernuh / Nimma oder Nömöne - „das Volk“, zusammen mit den verbündeten Kiowa und Kiowa Apache (Plains Apache) waren sie die dominante Militär- und Handelsallianz der Südlichen Plains und kontrollierten ein riesiges gemeinsam bewohntes Stammesgebiet, das auf Grund seiner fast nahtlosen Kontrolle durch den bevölkerungsstärksten und mächtigsten Stamm in dieser Allianz – den Comanche – daher von Spaniern/Mexikanern und später Amerikanern meist einfach als Comancheria bezeichnet wurde. Ihre Sprache - das Comanche bzw. Nʉmʉ Tekwapʉ - „Sprache des Volkes“ wurde neben dem Spanischen zur Lingua franca auf den Südlichen Plains, heutige „Comanche Nation“.)
  • Östliche Shoshone
  • Nördliche Shoshone
  • Bannock
  • Südliche Ute (die Herkunft konnte bisher aus keiner indigenen Sprache überzeugend abgeleitet werden, die erste Erwähnung des Namens in Form von "Yuta" ist in spanischen Dokumenten zu finden, es könnte sich jedoch um eine spanische Adaption einer Bezeichnung der Westlichen Apache für die nördlich lebenden Navajo als yutaháⁿ, yú·dàh - „Jene, die weit oben [im Norden] leben“ handeln; eine fehlerhafte Übertragung von Ethnonymen auf ursprünglich nicht mit diesem bezeichnete Gruppen war nicht selten, da die Europäer die einzelnen indigenen Ethnien voneinander nicht unterscheiden konnten, auch: Eastern Ute/Östliche Ute bzw. Plains Ute genannt, Eigenbezeichnung als núuchi-u / noochew / nuciu / nütci / nütciu - „Volk“, die Pluralform von núuchi / nooch / nü / nüni / nütc - „Mensch“, „Person“, heutiger „Ute Mountain Ute Tribe“.)
  • Kahpota bzw. Capote/Kapuuta Núuchi ("Volk mit Mänteln/Decken", abgel. aus dem Spanischen capote - „Mantel“, auch: Kapota, Capote, heute meist Capote Utes genannt, Verbündete der Ollero Band der Jicarilla Apache)
  • Mahgrahch bzw. Muache/Moghwachi Núuchi (auch: Mahgruhch, Moache, Mouache, Muwac, heute meist Moache Utes genannt, Verbündete der Llañero Band der Jicarilla Apache)


  • Kiowa (abgel. von der Eigenbezeichnung als Ka'igwu / Cáuigú - „Erstes Volk“, zusammen mit den kulturell-politisch als „Kiowa“ - sprachlich jedoch zu den „Apache“ zählenden - sog. „Kiowa-Apache / Plains Apache“ hatten sie sich ab 1790 dem dominanten Stamm der Südlichen Plains, den Comanche, angeschlossen und bildeten ab da die dominante Militär- und Handelsallianz der Südlichen Plains, heutiger „Kiowa Indian Tribe of Oklahoma“.)


Athapskisch-sprachige Völker

  • Kiowa-Apache oder Plains Apache (da sie sprachlich zu den „Apache“ zählen, politisch-kulturell jedoch Teil der „Kiowa“ waren, wurden sie meist als „Kiowa-Apache“ bezeichnet, heute vermehrt jedoch „Plains Apache“ oder unter Verwendung ihrer Eigenbezeichnung als Naishan / Naishan Dené bzw. Na-di'isha-de'na / Na'isha - „Jene, die Raub(?)Güter transportieren“ oder „Räuber, Diebe“, vermutlich ein Verweis auf ihre räuberische und kriegerische Tradition; die Kiowa bezeichneten sie daher ebenfalls als Semat - „Räuber, Diebe“, zusammen mit den bevölkerungsreicheren Kiowa hatten sie sich ab 1790 dem dominanten Stamm der Südlichen Plains, den Comanche, angeschlossen und bildeten ab da die dominante Militär- und Handelsallianz der Südlichen Plains. Die „Kiowa Apache“ konnten daher oftmals als Vermittler zwischen vorher verfeindeten Stämmen auftreten, z. B. zwischen Jicarilla-Apache, Mescalero-Apache, Lipan-Apache und den Comanche, für ihre Kiowa-Verbündeten schlossen sie einen dauerhaften Frieden mit den Mescalero-Apache und ermöglichten diesen den Zugang zu den Tewa-Pueblos, heutiger „Apache Tribe of Oklahoma“.)
  • Lipan Apache (span. Adaption als Hlepan / Klihpan und später als „Lipan“ ihrer Eigenbezeichnung als Hleh-pai Ndé bzw. Lépai-Ndé - „Das Hellgraue Volk“, Anfang des 16. bis Anfang des 18. Jahrhundert militärisch zusammen mit anderen Apache-Gruppen dominantierende militärisch-politische Macht auf den Südlichen Plains, ab ca. 1700 nach Auftauchen der Comanche und deren Verbündeten stark dezimiert und in die Randgebiete der Plains verdrängt, wurden ab ca. 1740 große Teil der einstigen Gran Apacheria östlich der Rocky Mountains zur Comancheria (dem Herrschaftsgebiet der Comanche), heute ist die Mehrheit Teil des „Mescalero Apache Tribe“, weitere des „Fort Sill Apache Tribe of Oklahoma“, des „Apache Tribe of Oklahoma“, des „Tonkawa Tribe of Indians of Oklahoma“ und des „San Carlos Apache Tribe“ sowie des „Lipan Apache Tribe of Texas“ und des „Choctaw-Apache Tribe of Ebarb“.)
  • Sarcee (in ethnologischen Berichten bis heute als Sarsi bezeichnet, Eigenbezeichnung: Tsuu T'ina / Tsu T'ina - „viele Menschen“ bzw. „eine große Anzahl von Menschen“, bildeten zusammen mit den jeweils Algonkin-sprachigen dominanten drei Stämme/Nationen der Blackfoot - Siksika (Siksikawa), Kainai (Kainaiwa) und Piegan (Piikuni) - und den Gros Ventre/Atsina (Haa’ninin) die mächtige Blackfoot-Konföderation, heutige Tsuutʼina Nation.)


Isolierte Sprachen

  • Tonkawa (die Stammesbezeichnung leitet von der Caddo-sprachigen „Waco (Hueco)“ bzw. "Iscani/Yscani Band" der Wichita-Völker her, die diese als Tonk-a-weya - „Jene, die zusammenbleiben“ bezeichneten, Eigenbezeichnung als Titska Watitch bzw. Tickanwa•tic - „Echte, wirkliche Menschen“, heutiger „Tonkawa Tribe of Indians of Oklahoma“.)


Halbsesshafte/sesshafte Prärie-Indianer

I. Nördliche Caddo / Plains Caddo
  • Arikaree oder Arikara/Ree (Stammesbezeichnung leitet sich wahrscheinlich von den Pawnee-Wörtern ariktaahca „hoch aufgestellte Hörner“, arikaraarurahwiʾat - „Hörner, die über dem Boden reiben / auf dem Boden kratzen, wie ein Wapiti“, aríkaraar - „gehörnt, haben Hörner“ oder einfach aríka - „Horn“, nimmt vermutlich Bezug auf ihre Tradition, zwei aufrechte Wapiti-Geweihstücke im Haar zu tragen, daher im Englischen auch als Elk People „Wapiti (Elk) Volk“ bezeichnet, Eigenbezeichnung: Sáhniš / Sahniš - „Volk“; spalteten sich im 16. Jahrhundert von den “Skidi / Skiri-Föderation” der Pawnee ab und wanderten langsam nordwärts, nördlichste Caddo-sprachige Ethnie, heute Teil der "Mandan, Hidatsa, and Arikara Nation, The Three Affiliated Tribes".)
  • Pawnee (Ihr Stammesname leitet sich wahrscheinlich von Paahúkasa / Pákspasaasi („Osage-Haarschnitt“) ab, der Bezeichnung für die unter Pawnee-Kriegern beliebte Frisur, die fälschlicherweise als Irokesenschnitt oder „Mohawk haircut“ bekannt ist. Eine weitere Version leitet die Stammesbezeichnung von Paarika („Horn“, jedoch wörtlich: „gehörnt sein [meist bezogen auf Tiere]“) oder Arika („Horn“, dem Ursprung der Stammesbezeichnung für die Arikara) ab, was auf die Form ihrer aufrecht frisierten Skalplocke verweist; Eigenbezeichnung: Cahriksicahriks / Cahiksicahiks - „Viele Personen“, manchmal wiedergegeben als „Männer von Männern“ oder „Wahre Männer“, später nannten sie sich Paári)
  • Skidi / Skiri-Föderation (abgl. von Ckirir /Tski'ki – „Wolf“ oder Tskirirara – „im Wasser stehender Wolf“, etwa: „Wolf-Volk“, Eigenbezeichnung Ckírihki Kuuruúriki - „Volk, das Wölfen ähnelt, sich wie Wölfe verhält“, bezogen auf den Charakter und die Tapferkeit der Tiere, daher von den Franzosen als Loup Pawnee und später von den Amerikanern als Wolf Pawnee bezeichnet.)
Southern Bands / Südliche Bands
  • Chaui oder Chawi (auch: Tsawi / Cáwiiʾi / Cawií meist als „Volk in der Mitte“, manchmal jedoch auch als „Jene, die um Fleisch betteln“ wiedergegeben, auf Grund ihrer politischen Führungsrolle von den Europäern als Grand Pawnee bezeichnet.)
  • Kítkehahki oder Kítkahaahki (auch: Kitkahaki / Kitkehaxki - „Jene, die in kleinen Erdhütten wohnen“ oder „Jene, die im kleinen Dorf mit schlammigen Boden wohnen“, auf Grund ihrer Dominanz entlang des Middle Republican Rivers auch als Republican Pawnee bezeichnet.)
  • Piitahawiraata oder Piítahaawìraata (auch: Pitahauirata / Pitahaureat / Pitahawirata - „Jene, die flussabwärts gehen, d.h. nach Osten“, von den Franzosen als Tapage Pawnee - „Schreiende, heulende Pawnee“ und daher später seitens der Amerikaner auch als Noisy Pawnee - „Laute, lärmende Pawnee“ bezeichnet - beide Fremdbezeichnungen stützen sich auf die Übersetzung von Piíta / Piíta als „Mann, Mensch“ und Rata als „schreien“.)
  • Kichai (auch: Keechi/Kitsai, abgeleitet von der Eigenbezeichnung als K'itaish); heute: „Wichita and Affiliated Tribes (Wichita, Keechi, Waco and Tawakoni“)
II. Südliche Caddo / Eigentliche Caddo
  • Wichita-Völker (heute: „Wichita and Affiliated Tribes (Wichita, Keechi, Waco and Tawakoni“))
  • Guichita (eigentl. Wichita, Eigenbezeichnung Kitikiti'sh / Kirikirish - „Waschbär-Augen-Volk“, da sie traditionell Markierungen um ihre Augen tätowierten.)
  • Taovaya (Tawehash)
  • Waco (Iscani, Hueco/Huaco)
  • Tawakoni/Towakoni (auch: Tahuacano, Tehuacana)


Westliche Sioux / Eigentliche Sioux

I. Missouri River Sioux
  • Hidatsa (leitet sich von der Eigenbezeichnung als Hiraacá / Hiratsa - „Volk der Weiden“ der größten der drei Hidatsa-Stammesgruppen ab, als sich nach schweren Verlusten durch Epidemien und Kriegen diese sich zu einer Gruppe zusammenschlossen, ihr ursprüngliches Autonym war Nuxbáaga - „Volk, die Menschen“, historisch waren sie auch unter dem Mandan-Namen der Hidatsa ab, , The nomadic Gros Ventre were called Minnetarees of Fort de Prairie, Minnetarees of the Prairie, Minnetarees of the Plains or Gros Ventres of the Prairie while the semisedentary Hidatsa were known as Minnetarees of the Missouri or Gros Ventres of the Missouri.heute Teil der "Mandan, Hidatsa, and Arikara Nation, The Three Affiliated Tribes".)
  • Awaxawi („Dorf auf dem Hügel“ bzw. Amahami - „zerklüftetes Bergland“, ihr Schöpfungsmythos ähnelt dem der Mandan, die ebenfalls berichten aus der Unterwelt am Devils Lake an die Erdoberfläche heraufgestiegen zu sein, später zogen sie nach Westen zu den Painted Woods (in der Nähe der Square Buttes) und ließen sich in der Nähe eines Dorfes der Mandan und eines anderen der Awatixa nieder.)
  • Awatixa („Dorf der verstreuten Hütten“ bzw. Awadixá - „Hohes Dorf“, laut ihrem Schöpfungsmythos kamen sie in der Nähe von Painted Woods vom Himmel auf die Erde herab, lebten zwischen dem Heart River und dem Knife River entlang des Middle Missouri River, von ihnen spalteten sich die späteren Mountain Crow ab)
  • Hiraacá / Hiratsa („Volk der Weiden“, auch eigentl. Hidatsa genannt, waren eine Konföderation zahlreicher nomadischer Hidatsa-Bands aus dem Norden und die größte Hidatsa-Stammesgruppe, hatten sich von der Awaxawi/Amahami Band getrennt und nach Süden zum Devil's Lake gezogen, zogen später westwärts und siedelten zusammen mit Mandan nördlich des Knife River als Ackerbauern in ortsfesten Dörfern; ihr Territorium erstreckte sich von der Mündung des Knife River den Missouri River flussaufwärts, entlang dessen Nebenflüssen im Westen und am Mouse River und Devils Lake im Nordosten, von ihnen spalteten sich die späteren River Crow ab.)
II. Mandan
  • Mandan (heute Teil der "Mandan, Hidatsa, and Arikara Nation, The Three Affiliated Tribes".)
III. Mississippi Valley Sioux / Mittlere Sioux
  • Westliche Dakota (Mittlere Dakota) (abgel. von der Eigenbezeichnung als Dakȟóta - „Verbündete, Alliierte“, Einzahl: Dakȟód, früher fälschlicherweise als „Nakota“ bezeichnet, nach den beiden großen zugehörigen Stammesgruppen auch als „Yankton-Yanktonai“ bekannt, da sie ihre Stammesgebiete zwischen den Lakota im Westen und den Dakota (Östliche Dakota) hatten, werden sie auch als „Mittlere Dakota“ bezeichnet, mittlere zwei Otonwe/Tȟuŋwaŋ (Untergruppen) der Sioux bzw. Očhéthi Šakówiŋ – „Sieben Ratsfeuer [der Sioux]“)
  • Yankton oder Iháŋktȟuŋwaŋ (“People of the End [of the Village]”, “Village at the End” - „Volk am Rand des Dorfes/am Dorfende“)
  • Yanktonai oder Iháŋktȟuŋwaŋna (“People of the End [of the Little Village]”, “Little Dwellers at the End”, “Little Village at the End” - „Volk am Rand des kleinen Dorfes/am Dorfende [des kleinen Dorfes]“)
  • Iowa oder Ioway (abgel. von der Dakota-Bezeichnung als Ayuhwa - „die Schläfrigen“, Eigenbezeichnung jedoch Bah-Kho-Je / Báxoje (auch: Pahotcha, Pahucha) - „grau[gefärbter] Schnee“, weil ihre Winterhütten mit Schnee bedeckt waren, der vom Feuerrauch grau gefärbt wurde, nach ihnen wurde der heutige US-Bundesstaat Iowa, der Iowa River sowie Iowa City benannt; heute „Iowa Tribe of Oklahoma“ und „Iowa Tribe of Kansas and Nebraska“.)
  • Oto oder Otoe (abgel. von der früheren Sioux-Bezeichnung als Wadóhda / Watóhta / Watúhta(na) - „Diejenigen, die kopulieren“ oder „Geliebte“, heutige Eigenbezeichnung: Jiwére / Chiwere - „von hier aus gehen“, heutiger „Otoe–Missouria Tribe of Indians“.)
  • Missouri oder Missouria (abgel. von dem Illinois-Wort Weemeehsoorita/Wimihsoorita - „Einer, der Einbäume hat“, Eigenbezeichnung: Niúachi / Niutachi / Yút^achi - „Jene, die dort wohnen (wo) Flüsse zusammenfließen, d.h. der Grand und Missouri River“, auch: „Menschen der Flussmündung, d.h. der Einmündung des Grand in den Missouri River“)
  • Omaha (abgel. vom Sioux-Wort Umáhan / Umánhan -„[Jene] Flussaufwärts“ oder „Flussaufwärts ziehendes/lebendes Volk“.)
  • Ponca (abgel. von der Eigenbezeichnung als Páⁿka / Ppáⁿkka - „Jene, die führen/vorangehen“[36], ursprünglich der Name des Clans der unter den „Dhegiha/Cegiha-Sioux“ die Migration westwärts auf die Prärien und Plains anführte (und somit „voranging/führte“), später trennten sie sich von den Omaha und entwickelten eine eigene Identität als Stamm, heute: „Ponca Tribe of Nebraska“ und „Ponca Tribe of Indians of Oklahoma“.)
  • Kansa oder Kaw („Volk des Südwinds“, auch Kanza/Kasa, ursprünglich ein Clanname unter den „Dhegiha/Cegiha-Sioux“ (Ḳáⁿ-ze/Kóⁿze unter den Omaha und Ḳáⁿse unter den Osage), trennten sich die „Ḳáⁿze (Kansa)“ später von der Utsehta Band (Little [Bone] Osage) der Osage und entwickelten eine eigene Identität als Stamm, nannten sich oft einfach Níkashiⁿga - „Person/Volk“[37], heutige „Kaw Nation“.)
  • Osage oder Wahzhazhe (abgel. von der Eigenbezeichnung als Wa-sha-she / Wa-zha-zhe / Wah-sha-she - „Wasser Volk“, der dominanten Phratrie unter den fünf Phratrien/Clan-Verbänden der Osage, die Franzosen gaben den Namen als Ouasage wider, die Briten/Amerikaner später als Osage, heutige „Osage Nation“.[38])
  • Little Osage Band oder Utsehta (“Little Bone Osage”)
  • Big Osage Band oder Pahatsi (“Big Bone Osage”)
  • Arkansas Band oder Santsukhdhi
  • Quapaw oder Ogaxpa (auch: Kwapa, abgel. von der Eigenbezeichnung als Okáxpa / Ogáxpa - „Jene, die flussabwärts leben“ oder „Flussabwärts ziehendens/lebendes Volk“, da ihre Vorfahren den Mississippi flussabwärts hinunterzogen, während die Omaha, Ponca, Osage und Kansa diesen flussaufwärts folgten, nachdem sie die Mündung des Ohio (River) verlassen hatten, nannten sich oft einfach Níkkašíka - „Person / Volk“, heutiger „Quapaw Tribe“.[39])

Kulturareal Südöstliches WaldlandBearbeiten

Südliche Caddo / Eigentliche Caddo

  • Hasinai oder Tejas (Texas)-Konföderation oder Neches-Angelina-Konföderation (abgeleitet aus dem Caddo Hasíinay – „Unser eigenes Volk“, umfassten neun verbündete Stämme vom Mittellauf des Sabine River, des Neches River und dessen linken Nebenfluss, dem Angelina River bis zum Trinity River im Osten von Texas, ihre Eigenbezeichnung als Ta'sha/Táyshaʼ - „Freunde / Verbündete“ wurde ins Spanische als Tejas und ins Englische als Texas übernommen und gab dem heutigen US-Bundesstaat Texas seinen Namen)
  • Natchitoches-Konföderation (abgeleitet aus dem Caddo-Wort Náshit'ush oder Nashitosh – „Papau (Pawpaw)“ bzw. Nacicit – „Ort, wo die Erde Ockerfarben ist“, dem Namen eines Baches in ihrem Territorium war der durch rote Erde floss (lt. einem frühen spanischen Historiker: Jose Antonio Pichardo), lebten entlang des Red River of the South im Nordosten von Texas und Nordwesten von Louisiana, ursprünglich zwei Stämme, später schlossen sich zwei weitere einst unabhängige Stämme an.)
  • Kadohadacho oder Caddo-Konföderation (Eigenbezeichnung: Kadawdáachuh oder Kä’dohadä’cho, auch als Real Caddo / Grand Caddo bezeichnet, waren namensgebend für alle Caddo-Konföderationen sowie deren Sprache, lebten nahe dem Great Bend of the Red River im Grenzgebiet von Texas, Oklahoma, Arkansas und Louisiana, ursprünglich vier Stämme, später schlossen sich mindestens fünf weitere einst unabhängige Stämme ihnen an.)


Westliches Sioux / Eigentliche Sioux

I. Mississippi Valley Sioux / Mittlere Sioux
II: Ohio Valley Sioux / Südöstliche Sioux
  • Tutelo (abgel. von Totiri / Totero / Totteroy / Tutera bzw. Toderichroone - „Flachköpfe“, der Bezeichnung der Irokesenliga (Haudenosaunee) für alle "Östlichen Sioux"-Völker (einschließlich der Catawba), da diese unter ihren männlichen Nachkommen eine künstliche Schädeldeformation durch beabsichtigte mechanische Umformung des menschlichen Kopfes, um ein von der Norm abweichendes Aussehen zu erzeugen, praktizierten, Eigenbezeichnung der Tutelo-sprachigen Stämme (Tutelo, Saponi, Monacan, Moneton, Manahoac) war Yesañ / Yesáh / Yesáng / Yesą / Yesan / Yesah / Yesą́ - „Volk“, korrekter „Fluss [Volk]“[40], waren in der frühen Kolonialzeit gegenüber den Monacan tributpflichtig und als Monahassanough und später Nahyssan bekannt - jeweils Adaptionen ihres Autonyms, ein Großteil suchte Schutz bei ihren einstigen Feinden, den Cayuga der Irokesenliga, heute daher Teil der „Six Nations of the Grand River“ in Ontario, Kanada, und „Cayuga Nation of New York“ sowie Occaneechee Band of the Saponi Nation.)
  • Saponi (vermutlich „Schwarzfüße“, daher oft als „Eastern Blackfoot“ bezeichnet, abgel. von den Tutelo-Saponi-Wörtern asé:pi - „schwarz“ oder asepihiyé - „schwarzfärben“ und içi / isī / isi - „Fuß“, waren in der frühen Kolonialzeit gegenüber den Monacan tributpflichtig und als Monasukapanough bekannt, Eigenbezeichnung der Tutelo-sprachigen Stämme (Tutelo, Saponi, Monacan, Moneton, Manahoac) war Yesañ / Yesáh / Yesáng / Yesą / Yesan / Yesah / Yesą́ - „Volk“, korrekter „Fluss [Volk]“[41], ein Großteil suchte Schutz bei ihren einstigen Feinden, den Cayuga der Irokesenliga, heute daher Teil der „Six Nations of the Grand River“ in Ontario, Kanada, sowie Occaneechee Band of the Saponi Nation und „Haliwa-Saponi Indian Tribe“.)
  • Occaneechi (auch: Occoneechee oder Akenatzy - die Bedeutung ist unbekannt, Eigenbezeichnung der Tutelo-sprachigen Stämme (Tutelo, Saponi, Monacan, Moneton, Manahoac) war Yesañ / Yesáh / Yesáng / Yesą / Yesan / Yesah / Yesą́ - „Volk“, korrekter „Fluss [Volk]“), heutige Occaneechee Band of the Saponi Nation und „Haliwa-Saponi Indian Tribe“.
  • Moneton (Eigenbezeichnung der Tutelo-sprachigen Stämme (Tutelo, Saponi, Monacan, Moneton, Manahoac) war Yesañ / Yesáh / Yesáng / Yesą / Yesan / Yesah / Yesą́ - „Volk“, korrekter „Fluss [Volk]“, lebten entlang des Kanawha River und dessen linken Hauptquellfluss New River in West Virginia.)
  • Manahoac oder Mahock (Konföderation mehrerer Siedlungen/Stämme: der „Hassinunga“, der „eigentl. Manahoac/Mahock“, der „Ontponea“, der „Shackaconia“, der „Stegaraki“, der „Tegninateo“ sowie der „Whonkentia“, Eigenbezeichnung der Tutelo-sprachigen Stämme (Tutelo, Saponi, Monacan, Moneton, Manahoac) war Yesañ / Yesáh / Yesáng / Yesą / Yesan / Yesah / Yesą́ - „Volk“, korrekter „Fluss [Volk]“)
  • Monacan (auch: Mannakin bzw. Manskin, Konföderation mehrerer Siedlungen/Stämme: der „eigentl. Monacan“, der „Mowhemenchugh“, der „Massinnacack“, der „Monahassanugh“, der „Monasickapanough“, der „Mowhem[en]cho / Massinnacack“ und weiterer namentlich nicht bekannter Siedlungen/Stämme, Eigenbezeichnung der Tutelo-sprachigen Stämme (Tutelo, Saponi, Monacan, Moneton, Manahoac) war Yesañ / Yesáh / Yesáng / Yesą / Yesan / Yesah / Yesą́ - „Volk“, korrekter „Fluss [Volk]“, heutige „Monacan Indian Nation“.)
III. Mississippi River Sioux

Östliches Sioux / Catawba

  • Adshusheer
  • Cape-Fear-Indianer (ihre Eigenbezeichnung war vermutlich Daw-hee, lebten im Mündungsgebiet des Cape Fear River)
  • Catawba (vermutlich abgel. von katapa - „teilen; trennen; [zer]brechen“ aus der Sprache der feindlichen Choctaw (Chahta)[42], historisch oft als Iswä / Iswa / Issa / Ysa / Esaw bekannt, abgel. von der Catawba-Bezeichnung für den Catawba und Wateree River als Iswa/Iswä/Iswąˀ/Iswą - „Fluss“, ihre Eigenbezeichnung lautet daher auch Ye Iswa - „Volk entlang des Flusses (Catawba und Wataree)“ oder Ye Iswa'here bzw. Yeh Is-wah H’reh - „Volk den Fluss entlang abwärts“, „Flussabwärts lebendes Volk“, abgel. von Yęę/Yę/Yįį - „Person“ bzw. Yęye/Yayeh - „Volk“ und Iswa/Iswä/Iswąˀ/Iswą - „Fluss“[43], manchmal wird auch Nieye bzw. Niye Yakanire - „Volk“, „Viele Menschen“ wiedergegeben, heutige „Catawba Indian Nation“.)
  • Cheraw oder Saraw/Saura (die Spanier/Portugiesen nannten sie Xualla / Xuala, die Engländer später Saraw, Saura, Charaw, Charraw, Suali, Sualy, die Stammesbezeichnung leitet sich vermutlich aus dem Catawba-Wort Sara - „Ort/Platz des hohen Unkrauts“ ab - evtl. die Bezeichnung einer ihrer beiden bekannten Siedlungen, lebten entlang des Oberlaufs des Dan River und Yadkin River, heute Teil der „Catawba Indian Nation“ und des „Lumbee Tribe of North Carolina“ sowie der „Sumter Band of Cheraw Indians“.)
  • Eno
  • Keyauwee (auch: Keyawee, Kewawee, Keiauwee, Keeowee, Keeowaw, Keeawawe, seit 1761 nicht mehr existent als separater Stamm, heute Teil der „Catawba Indian Nation“.)
  • Pee Dee
  • Santee (auch: Zantee, Seretee, Seratee, Sattee, vermutliche Bedeutung „Fluss Volk“, abgel. von iswan'ti - „[hier ist] der Fluss“, lebten entlang des Mittellaufs des Santee Rivers in South Carolina. Die Santee dürfen jedoch nicht mit den oft ebenfalls als „Santee“ bezeichneten Östlichen Dakota der Sioux verwechselt werden.)
  • Sewee („Inselbewohner“, lebten am Unterlauf des Santee Rivers.)
  • Shakori oder Shaccoree (auch: Cacores, Shocco oder Shacco, heute Teil der „Catawba Indian Nation“ sowie des „Haliwa-Saponi Indian Tribe“.)
  • Sissipahaw (auch: Saxahapaw, Sissipahau, die Spanier bezeichneten sie als Sauxpa, lebten entlang des nach Ihnen bezeichneten Haw River, einem linken Quellfluss des Cape Fear River, werden manchmal als eine Band der Shakori betrachtet.)
  • Sugeree (auch: Sagaree, Sataree, Suturee, Sugau, Sugan und Sagan, vermutlich abgeleitet von der Catawba-Bezeichnung als yensr grihere - „verdorbene Menschen“ oder „[Jene] vom Fluss, dessen Wasser man nicht trinken kann“, später in den Catawba aufgegangen, heute Teil der „Catawba Indian Nation“.)
  • Waccamaw Sioux oder Woccon (Ihre Eigenbezeichnung war wahrscheinlich Yauhhe - „Volk“ (Lawson 1709), lebten im Feuchtgebiet entlang des Waccamaw River sowie im Sumpf und Bruchwald am Ufer des Lake Waccamaw,[44] heutige „Waccamaw Siouan Indian Tribe“ und „Waccamaw Indian People“.)
  • Wateree (abgel. von der Eigenbezeichnung als Yeh Is-wah H’reh - „Volk entlang des [Wateree] River“, heute Teil der „Catawba Indian Nation“.)
  • Waxhaw (auch: Waxhau, Wisacky bzw. Gueça, heute Teil der „Catawba Indian Nation“.)
  • Winyaw (auch: Winyah, Weenee, Wineaw, lebten entlang des Black River und am Unterlauf des Pee Dee River, schlossen sich ca. 1720 den Waccamaw Sioux an.)


Südöstliche Algonkin


West-Maskoki/Muskogee

  • Chickasaw (vermutlich leitet sich der Name von chikasha ab und bedeutet entweder „Rebell“ oder „aus Chicsa stammend“, heutige „Chickasaw Nation“ und der Chaloklowa Chickasaw Indian People of South Carolina.)
  • Choctaw oder Chahta (die Herkunft der heutigen Stammesbezeichnung als „Choctaw“ ist umstritten: der Anthropologe John Swanton vermutet, dass er sich vom Namen eines früheren einflussreichen Häuptlings ableitet; der Historiker Henry Halbert hingegen, dass sich die Bezeichnung vom Choctaw/Chahta-Wort Hacha hatak - „Fluss-Volk“ herleitet.)
  • Chakchiuma
  • Houma
  • Tohome (auch: Thomez.)
  • Bayagoula (auch: Bayogoula.)
  • Mougoulacha (auch: Imongolosha - wahrscheinlich: „Volk von der anderen Seite“.)
  • Quinipissa oder Kinipissa
  • Acolapissa
  • Tangipahoa (abgel. vom Muskogee-Wort: Tonche Pahoha - „Volk des Mais“ oder „Maiskolben-Volk“.)

Ost-Maskoki/Muskogee

  • „Upper Towns / Upper Creek“ (verbündete Städte (idalwa) entlang des Coosa River, Tallapoosa River und Alabama Rivers, diese waren kulturell, religiös und politisch konservativer als die „Lower Towns / Lower Creek“.)
    • Abhika (eine der vier „Mutterstädte“ der „Maskoki/Muskogee/Creek“, oftmals wurden alle „Upper Towns / Upper Creek“ kollektiv als Abhika bezeichnet.)
    • Atasi
    • Coosa oder Kusa (einst das bedeutendste Häuptlingstum von Ost-Tennessee und Nord-Georgia)
    • Upper Eufala (eventuell ursprünglich Teil der Kealedji oder Hilibi.)
    • Hilibi
    • Hothliwahi (Ullibahali)
    • Itawa
    • Kealedji (eventuell ursprünglich Teil der Tuckabatchee.)
    • Tallapoosa (auch: Cadapouches, Canapouches, entlang des Tallapoosa River.)
    • Tuckabatchee (auch: Tuckabutche, abgel. von der Eigenbezeichnung als Tokepahce, eine der vier „Mutterstädte“ der „Maskoki/Muskogee/Creek“, lag vor der Umsiedlung am Tallapoosa River.)
    • Tuskegee (auch: Napochi genannt.)
    • Tallapoosa (auch: Cadapouches, Canapouches, entlang des Tallapoosa River.)
    • Wakokai
    • Alabama oder Alibamu (abgeleitet von Albaamaha, heute „Alabama–Coushatta Tribe of Texas“ und „Alabama–Quassarte Tribal Town“.)
    • Coushatta oder Koasati (auch: Quassarte, heutige „Coushatta Tribe of Louisiana“, „Alabama-Coushatta Tribe of Texas“ und „Alabama–Quassarte Tribal Town“.)
  • „Lower Towns / Lower Creek“ (verbündete Städte (idalwa) entlang des Chattahoochee River, Flint und Apalachicola Rivers und ostwärts entlang des Ocmulgee River und Oconee Rivers, waren auch als „Ochese Creek“ bekannt.)
    • Apalachicola
    • Apalachee
    • Coweta (eine der vier „Mutterstädte“ der „Maskoki/Muskogee/Creek“, die Bewohner wurden Caouitas bzw. Caoüita genannt; die Cherokee nannten daher alle „Lower Towns / Lower Creek“ einfach Anikhawitha - „Volk aus/von Coweta“.)
    • Cusseta oder Kasihta (eine der vier „Mutterstädte“ der „Maskoki/Muskogee/Creek“, entlang des Ocmulgee River.)
    • Lower Eufala (lebten entlang des Chattahoochee River.)
    • Upper Chehaw oder Chiaha
    • Hitchiti
    • Ocfuskee
    • Oconee
    • Ocmulgee
    • Okawaigi
    • Sawokli
    • Tamali
    • Yamasee (auch: Altamaha, einst eine multiethnische Konföderation, schlossen sie sich nach dem verlorenen Yamasee-Krieg 1717 den „Lower Towns / Lower Creek“ an.)


Isolierte Sprachen-sprechende Völker

  • Chawasha Band
  • Washa Band
  • Chitimacha Band
  • Yagenichito Band
  • Tunica (korrekter: Tunica-sprachige Völker[45], heute Teil des „Tunica-Biloxi Indian Tribe“.)
  • eigentl. Tunica (auch: Tonica, Tonnica, Thonnica, Eigenbezeichnung: Yoroni bzw. Onimahoni - „freie Person/freies Völker“.)
  • Yazoo (lebten entlang des nach ihnen benannten Unterlaufs des Yazoo River, nach der Beteiligung am Natchez-Aufstand und den darauffolgenden Chickasaw-Kriegen gegen Neufrankreich mussten sie sich den Chickasaw bzw. den Choctaw anschließen.)
  • Koroa (auch: Akoroa, Courouais, Eigenbezeichnung: Korwa, lebten neben den Yazoo entlang des Unterlaufs des Yazoo Rivers, waren ebenfalls am Natchez-Aufstand und Chickasaw-Kriegen beteiligt und schlossen hierauf den entweder den Chickasaw oder anderen Tunica-sprachigen Gruppen an.)
  • Tioux
  • Natchez (abgel. von Nah’-Chee / Nauche / W’Nahx’-Chee - „schnelle/schnellfüßige Krieger“, später suchten sie Schutz bei den Abihka der „Upper Towns / Upper Creek“ und wurden Teil der „Creek (Muskogee) Konföderation“.)
  • Yuchi (auch: Euchee, Uchee, Eigenbezeichnung: Tsoyaha - „Kinder der Sonne“, drei Bands schlossen sich später als eigenständige „Tribal Town“ der „Creek (Muskogee) Konföderation“ und weitere Bands den Shawnee, daher heute Teil der „Muscogee (Creek) Nation“ und des „Absentee Shawnee Tribe of Indians“.)


Kulturareal Nordöstliches WaldlandBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. die Aliutor(en) und Chukchi (Tschuktschen) gehören beide zur Gruppe der Paläosibirischen Völker auf Kamtschatka bzw. auf der Tschuktschen-Halbinsel, die eine Tschuktscho-kamtschadalische Sprache sprechen
  2. Unangam Tunuu
  3. Plains Cree dictionary
  4. Alaska Native Language Center - Inuit or Eskimo: Which name to use?
  5. man vermutet, dass es sich bei dem Wort "Kalaaleq" um ein Lehnwohrt der grönländischen Sprache bzw. "Kalaallisut" ("Wie ein Grönländer") handelt und von Skrælingar abstammt, der Bezeichnung der Grænlendingar (auf Grönland siedelnden Skandinavier) für die Ureinwohner Nordamerikas und damit auch Grönlands
  6. Da die meisten Athabasken (Das Wort "Athabasken" selbst ist eine Lehnwort aus der Woods Cree-Sprache, die mit Aδapaska˙w - „überall ist Gras oder Schilfrohr“ den Lake Athabasca bezeichneten) unter anglisierten Fremdbezeichnungen benachbarter – oftmals nichtathabaskischer Völker – bekannt wurden, sind hier die meist gebräuchlichen Stammesbezeichnungen wiedergegeben sowie (in Klammern) zuerst die Eigenbezeichnungen und dahinter die Namensherkunft. (Sofern nicht anders angegeben bedeuten die Eigenbezeichnungen jeweils einfach „Volk“ oder „Menschen“) Zumeist identifizierten sich die meisten Athabasken auf Grund des Prinzips Verwandtschaft und insbesondere ihres starken Individualismus – nach der Zugehörigkeit ihrer regionalen Band/Gruppe als „Bewohner einer Gegend“ oder „Volk entlang, von, vom ...“, um durch eine Ortsangabe (z. B. einem Fluss-, Berg- oder Dorfnamen) die Zugehörigkeit zu einer regionalen Band/Gruppe zu bestimmen.
  7. DEG XINAG ORAL TRADITIONS: RECONNECTING INDIGENOUS LANGUAGE AND EDUCATION THROUGH TRADITIONAL NARRATIVES
  8. "Ingalik" war eine Yup'ik-Sammelbezeichnung für alle Athabasken und später für alle Indianer
  9. Upper Kuskokwim (Dinak'i) dictionary
  10. Dickinanek’ Hwt’ana: A History of the people of the Upper Kuskokwim who live in Nikolai and Telida, Alaska.
  11. Natural Resource Utilization of four Upper Kuskokwim Communities
  12. Search for data in: Database Na-Dene family: Athapaskan group (13 lists)
  13. The Phonology and Morphology of the Tanacross Athabaskan Language
  14. Copper River Native Places – A report on culturally important places to Alaska Native tribes in Southcentral Alaska (Memento vom 13. Juli 2015 im Internet Archive)
  15. Edward S. Curtis: The North American Indian, Bd. 18: The Chipewyan. The Western woods Cree. The Sarsi, Classic Books Company 1928, S. 3.
  16. South Slavey Topical Dictionary Kátå’odehche Dialect
  17. allerdings ist es zweifelhaft, ob die genannten drei Großgruppen (und deren Bezeichnungen) bereits vor Kontakt mit Europäern von den South Slavey überhaupt unterschieden oder wahrgenommen wurden.
  18. Northern Tutchone Dictionary – Introduction
  19. zur Verwirrung trug zudem bei, dass so verschiedene Völker wie die T'aaku Kwáan der Tlingit (Lingit), die Pelly River Northern Tutchone, die Tagish, Kaska Dena, Tahltan, Sekani (Tsek’ene), Daneẕaa, Sahtu Dene und die Tsetsaut (Wetaɬ) als „Nahanni / Nahani Dene“ bezeichnet wurden
  20. Naskapi Dictionary
  21. Innu-Aimun Dictionary
  22. The Eenou-Eeyou Cree Community Foundation
  23. East Cree Dictionary (Southern / Northern)
  24. Im Norden Kanadas bezieht sich der Begriff "Bush" auf Regionen inmitten der borealen Nadelwälder sowie die weiten Ebenen, die nur von wenigen Straßen erschlossen sind (und somit fernab der Zivilisation liegen). In den südlichen Teilen des Landes wird der Begriff im Allgemeinen nicht verwendet.
  25. Dictionary of Canadian Biography – KLATSASSIN (Klatsassan, Klattasine), Chilcotin Chief
  26. Confederated Tribes of the Colville Reservation - A Brief History
  27. Columbia River Inter-Tribal Fish Commission - Member Tribes Overview
  28. eine andere weit verbreitete Vermutung für den Ursprung des Stammesnamens „Klickitat“ könnte eventuell ebenfalls ein Chinook-Wort mit der Bedeutung „jenseits (der Rocky Mountains)“ sein
  29. Lee Manes, ein früher Appaloosa Pionierzüchter und von 1950 bis 1952 Direktor des Appaloosa Horse Club’s sagt: „Die Appaloosas wurden von den Palouse Gruppen und den ganz westlichen Gruppen, wie den Alpowa gezüchtet. Wären die östlichen Gruppen der Nez Perce voluminöse Appaloosazüchter gewesen und wären im Palouse Country nur wenige gezüchtet worden, hätten die Appaloosas mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit einen anderen Namen erhalten, wie zum Beispiel Kooskooskee.“ (P. J. Wagner, American Appaloosa Anthology 1999; 95). Anmerkung: die Nez Perce bezeichneten den Clearwater River als Koos-Koos-Kai-Kai - „klares Wasser“.
  30. The International M’amin Horse Registry - In Honor of the Palouse Tribe
  31. Journals of the Lewis & Clark Expedition
  32. Language Program - Confederated Tribes of the Umatilla Reservation - Umatilla Language
  33. - Oregon Encyclopedia - Molalla Peoples
  34. die „Plains Cree“ und „Rocky Cree“ und Sioux-sprachigen Assiniboine und Stoney bildeten die dominanten Gruppen innerhalb der Konföderation, später schlossen sich ihnen die Saulteaux (Plains Ojibwa) (Cree: ᓇᐦᑲᐃᐧᔨᓂᐤ Nahkawiýiniw, später adaptierten die Cree die französische Bezeichnung als Soto) an; mit der Expansion der Cree nach Norden, Westen und Südwesten integrierten sie größere Gruppen von Irokesen, Chipewyan, Dane-zaa, Kutenai, Flathead und später Gros Ventre in ihre Bands/Gruppen. Lose verbündet mit dieser Stammeskonföderation waren benachbarte Stämme (Kutenai und Secwepemc) oder indianische Handelspartner (Nez Percé, Flathead), die jedoch politisch unabhängig waren. Da die verschiedenen Cree-, Assiniboine-, Stoney- und Ojibwa Bands oft untereinander heirateten und in gemeinsamen Camps lebten, war fast jede Band der „Cree-Assiniboine“ ethnisch-sprachlich gemischter Herkunft und viele Bands waren nur noch nominell “Cree/Nehiyaw”, “Nakoda (Assiniboine und Stoney)/Pwat-sak” oder “Saulteaux (Plains Ojibwa)/Soto”, da sie von Außenstehenden oft ethnisch und politisch nicht voneinander zu unterscheiden waren. Diese Stammeskonföderation war auf den Plains lange ein dominanter Handelspartner und entwickelte daher auch politisch-familiäre Kontakte zu europäischen Pelzhändlern, Fallenstellern, Waldläufern und Jägern, aus diesen Ehen entstand eine neue indigene Ethnie, die Métis, die ebenfalls militärisch enge Verbündete waren.
  35. Blackfoot online dictionary
  36. Omaha-Ponca Dictionary
  37. Kanza Vocabulary
  38. Osage Nation
  39. Quapaw Tribe
  40. Living Dictionary - Tutelo-Saponi (Monacan)
  41. Comparative Siouan Dictionary - Language Tutelo
  42. Webonary.org - Choctaw Dictionary
  43. Catawba Cultural Preservation Project - Dictionary
  44. Proceedings of the 39th Siouan and Caddoan Languages Conference - Another Catawba lexicon
  45. Tunica-English Dictionary