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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hasloh
Hasloh
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hasloh hervorgehoben
Koordinaten: 53° 42′ N, 9° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Pinneberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Quickborn
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 11,07 km2
Einwohner: 3623 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 327 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25474
Vorwahl: 04106
Kfz-Kennzeichen: PI
Gemeindeschlüssel: 01 0 56 021
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
25451 Quickborn
Website: www.hasloh.de
Bürgermeister: Bernhard Brummund (SPD)
Lage der Gemeinde Hasloh im Kreis Pinneberg
AppenBarmstedtBevernBilsenBokelBokholt-HanredderBönningstedtBorstel-HohenradenBrande-HörnerkirchenBullenkuhlenEllerbekEllerhoopElmshornGroß NordendeGroß Offenseth-AspernHalstenbekHaselauHaslohHeedeHeidgrabenHeistHelgolandHemdingenHetlingenHolmKlein NordendeKlein Offenseth-SparrieshoopKölln-ReisiekKummerfeldLangelnLutzhornMoorregeNeuendeichOsterhornPinnebergPrisdorfQuickbornRaa-BesenbekRellingenSchenefeldSeesterSeestermüheSeeth-EkholtTangstedtTorneschUetersenWedelWesterhornHaseldorfSchleswig-HolsteinHamburgNiedersachsenKreis SegebergKreis SteinburgElbeKarte
Über dieses Bild

Hasloh ist eine Gemeinde im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Hasloh liegt nördlich der Hansestadt Hamburg, westlich von Norderstedt, östlich von Pinneberg und südlich von Quickborn.

Hasloh liegt direkt an der Bundesstraße 4. Östlich des Ortes verläuft die Bundesautobahn 7. Durch den Ort führt die Bahnstrecke Hamburg-Altona–Neumünster der AKN. Der Ort hat somit Anschluss an das Verkehrsnetz des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV). Bis zum Flughafen Hamburg sind es rund 20 Minuten, in die Innenstadt von Hamburg 25 Minuten mit dem Pkw.

GeschichteBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung geht auf 1253 zurück, als sich das Dorf noch Herslo nannte. Herslo geht auf einen indogermanischen Wortstamm zurück und bedeutet „sumpfige, ebene Fläche“. Damals trat ein Dominus Hartmannus de Herslo, also Herr Hartmann von Herslo als Zeuge auf. Im 16. Jahrhundert gehörte Hasloh dem Amtsregister des Amtmanns Clamer Heine zur Waldvogtei, zusammen mit Lokstedt, Niendorf, Garstedt, Quickborn, Renzel, Winzeldorf, Bönningstedt, Schnelsen und Hummelsbüttel.

Am 6. September 1971 musste unmittelbar nach dem Start vom Flughafen Hamburg eine Maschine der Paninternational mit 121 Menschen an Bord bei Hasloh auf der Bundesautobahn 7 notlanden. Die BAC One-Eleven kollidierte mit einer Autobahnbrücke und zerbrach in mehrere Teile, wobei 22 Personen getötet wurden. In die Tanks für die Wassereinspritzung zur Steigerung der Startleistung der Triebwerke war anstelle von reinem demineralisiertem Wasser versehentlich zusätzlich Kerosin gefüllt worden (siehe Paninternational-Flug 112).

ReligionBearbeiten

Hasloh hat eine evangelisch-lutherische Kirche, die der Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh angehört. Fünf Kilometer von Haslohs Zentrum befindet sich die katholische Kirche St. Marien, Quickborn.

PolitikBearbeiten

Zum 1. Januar 2013 verließ Hasloh das Amt Pinnau, hat jetzt den Status einer amtsfreien Gemeinde und wird seither im Rahmen einer Verwaltungsgemeinschaft durch die Stadt Quickborn verwaltet.[2]

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung
    
Insgesamt 19 Sitze

GemeindevertretungBearbeiten

Ergebnis der Kommunalwahl vom 6. Mai 2018:

Partei Prozent Sitze
SPD 45,0 % 9
CDU 23,8 % 4
FDP 15,0 % 3
PfH* 16,1 % 3

* Perspektive für Hasloh e.V.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Von Gold und Blau schräglinks geteilt. Oben eine rot geaderte schwarze Rose mit goldenem Kelch und grünen Blattspitzen, unten an abgeschnittenem goldenen Zweig ein aufrecht stehendes goldenes Eichenblatt, darunter am gleichen Zweig ein Stengel mit einer goldenen, aufrecht stehenden Eichel und einer nach unten zeigenden Eichelschale.“[3]

Der Ortsname Hasloh deutet an, dass der Ort in einer „sumpfigen Waldgegend“ (Loh) gegründet worden ist, in welcher der Hirsch (Has = Ableitung von Hertes oder Hartes = Hirsch) heimisch war. Die verwaltungsrechtliche Zugehörigkeit der Gemeinde zur späteren Waldvogtei der Herrschaft Pinneberg bestätigt diese auf den Ortsnamen gestützte Annahme. Die charakteristischen Eichenwälder hatten lange Bestand. Noch gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier Eichenrinde zum Gerben von Fellen und Häuten gewonnen. Eichenblatt und Eichel im Wappen von Hasloh erinnern an die Bedeutung der Eichenwälder für den Ort. Eine schwarze Rose züchtete erstmals Anfang der 1930er-Jahre der Hasloher Rosenzüchter Max Krause. Sie wurde unter dem Namen „Nigrette“ weltbekannt. An dieses floristische Verdienst eines Hasloher Bürgers erinnert die Figur der Rose im Wappen.[3]

StädtepartnerschaftBearbeiten

Die Stadt Liebenwalde in Brandenburg ist Partnerstadt von Hasloh.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

ParksBearbeiten

Einen eigentlichen Park im Ortskern hat Hasloh nicht. Doch an der Straße nach Tangstedt befindet sich der Pfingstwald. Alljährlich am Pfingstsonntag treffen sich dort die Einwohner des Ortes, um bei kühlen Getränken und unter den Klängen des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Hasloh gemeinsam das Pfingstfest zu feiern.

SportBearbeiten

Größter Sportverein ist der TuS Hasloh von 1928. Der Verein hat 846 Mitglieder, davon rund 400 Jugendliche und bietet Sport in mehr als 20 Sparten an. Darunter Fußball, Leichtathletik, Karate und Volleyball. Zwei Rasen-Sportplätze und eine große Sporthalle werden vom TuS genutzt. 1998 wurde das Sportlerheim mit Umkleideräumen, Sporträumen, Büros und einem Klubraum fertiggestellt.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Die Volksspielbühne Hasloh führt regelmäßig Stücke im Saal des Landgasthofes Schadendorf an der Kieler Straße auf.

BildungBearbeiten

Die einzige Schule vor Ort ist die Peter-Lunding-Schule, eine Grundschule. Sie wurde am 15. Januar 1952 ihrer Bestimmung übergeben. Weiterführende Schulen befinden sich in Bönningstedt und in Quickborn.

InfrastrukturBearbeiten

Seit dem Jahr 2013 betreibt die azv Breitband GmbH ein eigenes Glasfasernetz. Die zu Grunde liegende Technik basiert auf Fibre to the Home und bietet eine Datenübertragungsrate von derzeit 50 Mbit/s (symmetrisch).

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Kurt Lütjohann (1918- † nach 2000), Lehrer und niederdeutscher Autor, war von 1946 bis 1958 Lehrer in Hasloh
  • Willy Fresch (* 1. April 1927 in Hamburg; † 18. Januar 2010 ebenda) lebte seit 1976 in Hasloh und gründete die ortsansässige Volksspielbühne
  • Jobst Hirscht (* 1948), Polizeibeamter und Leichtathlet, wohnt in Hasloh

LiteraturBearbeiten

  • Hasloh – Unsere Dorfgeschichte. von Liselotte Groppel, Gemeinde Hasloh 1989
  • Hasloh – 1948. von Kurt Lütjohann, Prüfungsarbeit des Lehrers Kurt Lütjohann zur 2. Lehrerprüfung 1950. Herausgegeben als Reproduktion von der Geschichtswerkstatt Hasloh e. V. 2006

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hasloh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2017 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Pinneberger Tageblatt, 14. September 2012
  3. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein