Hans Adolf Krebs

deutscher, später britischer Mediziner und Biochemiker

Sir Hans Adolf Krebs (* 25. August 1900 in Hildesheim; † 22. November 1981 in Oxford[1]) war ein deutscher, später britischer Mediziner, Internist und Professor für Biochemie. Er war ein Pionier der Erforschung von biochemischen Prozessen in lebenden Zellen und entdeckte drei wichtige Schlüsselzyklen biochemischer Stoffwechselreaktionen.

Hans Adolf Krebs

An der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg entdeckte Krebs eine Reihe chemischer Reaktionen, mit denen im Säugetiergewebe die Entgiftung von Ammoniak im so genannten Harnstoffzyklus stattfindet. Nach seiner Entlassung als jüdisches Fakultätsmitglied und seiner Vertreibung aus Deutschland 1933 arbeitete er vorübergehend im Arbeitskreis von Frederick Hopkins in Cambridge. Später wirkte er an der University of Sheffield, zunächst als Dozent für Pharmakologie und nach dem Krieg als Professor für Biochemie und Leiter des Medical Research Council-Referats für Zellstoffwechsel. Dort untersuchte Krebs den Abbau von Nahrungsmitteln zur Gewinnung von Energie zum Leben im Citratzyklus. Für diese Entdeckung zeichnete ihn das Nobelkomitee 1953 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin aus.

Von 1954 bis zu seiner Pensionierung 1967 lehrte er an der University of Oxford, wo er die die Gluconeogenese im Glyoxylatzyklus entdeckte. Die Untersuchungen von Hans Adolf Krebs bereiteten den Weg für die moderne biochemischen Forschung und stellten Prinzipien auf, die für das Verständnis der menschlichen Physiologie grundlegend sind. Aus seiner wissenschaftlichen Schule gingen zahlreiche Biochemiker und spätere Professoren wie James Bassham, Arnost Kleinzeller und Hans Leo Kornberg hervor.

Leben und WerkBearbeiten

Hans Adolf Krebs wurde 1900 als Sohn von Georg Krebs, einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt und seiner Frau Alma, geborene Davidson, als das mittlere von drei Kindern in Hildesheim geboren. Obwohl beide Eltern aus jüdischen Familien stammten, versuchte diese, sich zu assimilieren, die Kinder besuchten den evangelischen Religionsunterricht.[2]

Ab 1910 besuchte er das Gymnasium Andreanum in Hildesheim. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs im September 1918 wurde er zur Fernmeldetruppe in die kaiserliche deutsche Armee eingezogen.[3] Nach dessen Beendigung im November desselben Jahres nahm er das Studium der Medizin an der Georg-August-Universität Göttingen auf, wo er Vorlesungen in Chemie und Physik hörte, etwa bei Adolf Windaus, der später für seine Arbeiten über die Struktur des Cholesterins mit dem Nobelpreis in Chemie ausgezeichnet wurde.[4]

Nach einem Wechsel an die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg besuchte er dort Vorlesungen über den Intermediärstoffwechsel bei Franz Knoop, der dort damals Professor für Physiologische Chemie war.[5] Knoop hatte durch einfache Fütterungsversuche mit Fettsäuren verschiedener Kettenlänge, deren terminale Methylgruppe durch eine Phenylgruppe ersetzt war, eine Theorie der Fettsäureoxidation entwickelt. Fettsäuren mit einer geraden Anzahl an Kohlenstoffatomen lieferten im Urin von Kaninchen unabhängig von der Gesamtkettenlänge immer Glucuronsäureester der Benzoesäure, während Fettsäuren mit einer ungeraden Anzahl von Kohlenstoffatomen immer Glucuronsäureester der Phenylessigsäure lieferten. Knoop schloss daraus, dass Fettsäuren immer am γ-Kohlenstoff zu Essigsäure und einer um zwei Kohlenstoffatomen kürzeren Fettsäure oxidiert werden. Die Einfachheit von Knoops Versuchen und seine Schlussfolgerungen auf Basis von chemischen Regeln beeindruckten Krebs und erweckten in ihm den Wunsch, dieses Vorgehen auf die Entschlüsselung von Stoffwechselzyklen anzuwenden.[5] Krebs wechselte 1922 noch an die Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er 1923 sein Staatsexamen ablegte. Er wechselte danach erneut, diesmal an die Universität Hamburg, wo er 1924 im Arbeitskreis des Anatomen Wilhelm von Möllendorff promoviert wurde.[2] Anschließend studierte Krebs ein Jahr Chemie in Berlin und arbeitete nebenbei als unbezahlter Assistent in der Chirurgie.[6]

Ausbildung bei Otto WarburgBearbeiten

 
Otto Warburg in seinem Labor im Oktober 1931.

Nach seiner Promotion kam er durch die Vermittlung Bruno Mendels in Kontakt mit Otto Warburg. Dieser nahm ihn 1926 in seinen Arbeitskreis am Kaiser-Wilhelm-Institut für Zellphysiologie in Berlin-Dahlem auf, wo er vier Jahre bis 1930 als Assistent des späteren Nobelpreisträgers arbeitete. Bei Warburg erlernte er unter anderem die Technik der Manometrie zur Messung des Sauerstoffverbrauchs von Gewebeschnitten. Dies erlaubte die Untersuchung biochemischer Stoffwechselvorgänge in tierischen Geweben. Diese Technik wurde für Krebs zu einem wertvollen Werkzeug, das er später für seine eigenen Arbeiten verfeinerte.[7]

Obwohl Krebs an der biochemischen Forschung interessiert war, riet ihm Warburg von einer wissenschaftlichen Karriere ab.

“Die Bank wird fragen, welchen Beruf Sie haben und wenn Sie sagen, Sie seien Biochemiker, werden Sie keinen Pfennig bekommen, aber wenn Sie ihm sagen, Sie seien ein Doktor, bekommen Sie wahrscheinlich alles, was Sie haben wollen.”

Otto Warburg[2]

Krebs folgte diesem Rat und arbeitete nach 1930 zunächst in Hamburg-Altona als Assistenzarzt.

Entdeckung des HarnstoffzyklusBearbeiten

 
Schema des Harnstoffzyklus. Die Reaktionen finden sowohl im Mitochondrium (oben) als auch im Cytosol (unten) statt. 1: L-Ornithin; 2: Carbamoylphosphat; 3: L-Citrullin; 4: Argininosuccinat; 5: Fumarat; 6: L-Arginin; 7: Harnstoff; L-Asp: L-Aspartat; CPS-1: Carbamoylphosphat-Synthetase I; OTC: Ornithin-Transcarbamylase; ASS: Argininosuccinat-Synthase; ASL: Argininosuccinat-Lyase; ARG1: Arginase 1; Pi: Phosphat; PPi: Pyrophosphat; AMP: Adenosinmonophosphat; ADP: Adenosindiphosphat; ATP: Adenosintriphosphat.

Schon bald fehlte ihm das wissenschaftliche Arbeiten und er verließ Hamburg. Er nahm 1931 eine Stelle als Assistent von Siegfried Thannhauser an der Universitätsklinik Freiburg an, der ihm ein Labor für wissenschaftliche Arbeiten zur Verfügung stellte. Neben seiner Tätigkeit als Assistenzarzt untersuchte er zusammen mit seinem ersten Doktoranden Kurt Henseleit die Harnstoffsynthese aus Ammoniak beziehungsweise Ammoniumsalzen in der Tierleber.[2]

Versuche von Woldemar von Knieriem und Ernst Leopold Salkowski hatten gezeigt, dass Ammoniumsalze im Körper zu Harnstoff abgebaut werden. Es wurde zunächst spekuliert, dass dies analog der Wöhler´schen Harnstoffsynthese über Ammoniumcyanat (NH4OCN) oder über Ammoniumcarbamat (H2NCOONH4) erfolgen würde.[8] Harnstoff ist weniger giftig als Ammoniak, der meisten Säugetiere scheiden ihn mit dem Urin aus. Ein Nachweis für die biochemische Synthese des Harnstoffs über diese Reaktionswege gelang jedoch nicht.

Für seine Studien entwickelten er und Henseleit zunächst eine verbesserte Kochsalzlösung für Gewebeschnitte, die der ionischen Zusammensetzung des Blutplasmas mehr entsprach als die der bis dahin verwendeten Kochsalzlösungen. Gegenüber der von Warburg verwendeten Lösung enthielt diese unter anderem zusätzlich Magnesium, Phosphat und Sulfat und entsprach in seiner Zusammensetzung in etwa der des Blutplasmas. Die Lösung, die als Krebs-Henseleit-Lösung oder Krebs-Henseleit-Puffer bezeichnet wird, erwies sich allen bis dahin bekannten Plasma-Sole-Ersatzstoffen als weit überlegen.

Stoffkonzentrationen in Blutserum und Salzlösungen (in mg per 100 ml Serum (mg%))[8]
Stoff Säugetierserum
[Mittelwert in mg%][9]
Warburgsche
Lösung in [mg%]
Krebs-Henseleit-
Lösung [mg%]
Natrium (Na+) 320 355 327
Kalium (K+) 22 10,5 23
Calcium (Ca2+) 10 8,8 10
Magnesium (Mg2+) 2,5 0 2,9
Chlorid (Cl-) 370 466 454
Phosphat (PO43-) 10 0 11
Sulfat (SO42-) 11 0 11,4
Hydrogencarbonat (HCO3-) 54 Vol.% 56 Vol.% 54 Vol.%
Kohlenstoffdioxid (CO2) 2,5 Vol.% 2,5 Vol% 2,5 Vol%
pH-Wert 7,4 7,4 7,4

Bei den Untersuchungen fiel auf, dass die Leber von gut ernährten Ratten mehr Harnstoff bildete als die Leber von Tieren, die bis zu 48 Stunden gehungert hatten. Krebs versuchte, durch Zugabe von verschiedenen Stoffen die Harnstoffproduktion aus Ammoniak von Hungerlebern zu steigern. Der Zusatz von Kohlenhydraten zeigte nur einen relativ kleinen Einfluss auf die Harnstoffbildung, Stoffe wie Glycerin, Citronensäure und Ameisensäure zeigten keine steigernde Wirkung.[8] Als Krebs und Henseleit den Einfluss von Aminosäuren auf die Harnstoffbildung untersuchten, zeigte sich ein großer Einfluss von L-(+)-Ornithin, besonders bei gleichzeitiger Zugabe von Lactat, auf die Harnstoffbildung.[8] Neben Ornithin steigerte ebenfalls die Aminosäure Citrullin die Harnstoffbildung aus Ammoniak. Formal lässt sich Citrullin aus Ornithin, Kohlenstoffdioxid und Ammoniak unter Abspaltung von Wasser darstellen. Die Addition von Ammoniak an Citrullin unter Wasserabspaltung führt zum Arginin. Bei äquimolarer Zugabe von Ammoniak und Citrullin entstand im Rahmen der experimentellen Genauigkeit ein Mol Harnstoff pro Mol Ammoniak. Damit war nachgewiesen, dass der zur Harnstoffbildung benötigte zweite Stoffmengenanteil Ammoniak aus dem Citrullin stammen musste.[8]

 
Reaktionsmechanismus: Die Aminogruppe von Ornithin greift den Carbonylkohlenstoff von Carbamoylphosphat (CP) nukleophil an und bildet einen tetraedrischen Übergangszustand. Durch die Ladungsumlagerung wird Citrullin und Phosphat frei.[10]

Die erste Veröffentlichung über den Harnstoffzyklus aus dem Jahr 1932 war mit über 2400 Zitationen zwischen 1961 und 1981 Krebs meist zitierte. Er selbst glaubte, dass die hohe Zahl an Zitaten auf die in dem Artikel beschriebene, von ihm und Henseleit entwickelte Kochsalzlösung zurückzuführen sei.[11]

Durch die Entdeckung des Harnstoffzyklus habilitierte er sich 1932. Die Aufklärung des Harnstoffzyklus brachte Krebs umgehend höchste akademische Anerkennung. Er wurde zu Vorträgen eingeladen, etwa auf Einladung von Otto Meyerhof am Kaiser Wilhelm-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg, Frederick Gowland besprach seine Arbeit im Detail bei der Jahrestagung der Royal Society.[12] Noch im Januar 1933 schlug Carl Neuberg ihn für einen Lehrstuhl an der Universität Münster vor.[13]

Bereits im Mai 1933 wurde ihm als Jude 1933 durch die „Rassengesetze“ (Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums) die Lehrbefugnis entzogen. Krebs, der sowohl religionsfern erzogen als auch gelebt hatte, kommentierte dies mit den Worten:

“Hitler hat mich zum Juden gemacht.”

Hans Adolf Krebs[14]

Sein Doktorand Kurt Henseleit wurde als Student und Vertrauter von Krebs im Dritten Reich ebenfalls von einer weiteren akademischen Karriere ausgeschlossen. Er praktizierte als Internist in Friedrichshafen, wo er 1972 starb.[11]

Zeit in SheffieldBearbeiten

 
Citratzyklus.

1935 wurde er Dozent. Hans Adolf Krebs heiratete 1938 Margaret Fieldhouse. Aus der Ehe gingen zwei Söhne, Paul und John, und eine Tochter Helen, hervor.[15] Sein Sohn John Krebs ist Zoologie-Professor in Oxford und Mitglied des House of Lords.

1937 entdeckte er den Citratzyklus, der auch heute oft noch Krebs-Zyklus genannt wird. Die Fachzeitschrift Nature lehnte im Jahr 1937 Krebs’ Arbeit zum Citratzyklus ab. Die Zeitschrift begründete dies mit dem Hinweis, es lägen schon genügend Zuschriften vor, um 7 bis 8 Wochen mit Korrespondenz zu füllen, und ergänzte:

“...it is undesirable to accept further letters at the present time.”

„...es ist nicht wünschenswert, zum jetzigen Zeitpunkt weitere Zuschriften anzunehmen.“[16]

Krebs sah sich in Folge gezwungen, seine Erkenntnisse in der weit weniger bekannten Zeitschrift Enzymologia in den Niederlanden zu veröffentlichen.[17][18] 1988, sieben Jahre nach Krebs’ Tod, veröffentlichte ein anonymer Redakteur in Nature einen Brief, in dem er die Ablehnung der Arbeit von Krebs als den „ungeheuerlichsten Fehler“ des Journals bezeichnete.

1945 wurde er Professor für Pharmakologie an der Universität Sheffield.

Für letztere Entdeckung wurde ihm 1953 (zusammen mit Fritz Albert Lipmann, New York) der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin verliehen.

Jahre in OxfordBearbeiten

 
Die katalysierten Reaktionen der Isocitratlyase und Malatsynthase im Detail.

1954 wurde er als Nachfolger von Rudolph Peters auf den Whitley Chair of Biochemistry der Universität Oxford berufen und zum Fellow des Trinity College ernannt. Der Umzug seines Arbeitskreises nach Oxford erwies sich auf Grund der dort zunächst beengten Verhältnisse als schwierig. Später zog das von Krebs geleitete Medical Research Council in den vierten Stock des neuen Biochemiegebäudes.[4] Krebs’ Interessengebiet war der intermediäre Metabolismus. 1958 wurde er Knight Commander des Order of the British Empire und damit in den persönlichen Adelsstand erhoben.

Nach seiner Emeritierung 1967 arbeitete Hans Adolf Krebs in einem vom Medical Research Council finanzierten Labor an der Radcliffe Infirmary in Oxford, wo er bis zu seinem Tod 1981 über einhundert Arbeiten veröffentlichte.[19]

Ehrungen und MitgliedschaftenBearbeiten

 
Hans Adolf Krebs und Fritz Albert Lipmann bei der Nobelpreisfeier 1953.
 
Gedenktafel in der Uniklinik Freiburg.

Hans Adolf Krebs wurde für seine wissenschaftlichen Leistungen vielfach geehrt. Das Nobelkomitee zeichnete ihn 1952 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin aus. Königin Elisabeth II. adelte ihn 1958 als Knight Commander of the Order of the British Empire und er erhielt die Anrede „Sir“.[20] Seine Geburtsstadt Hildesheim ernannte ihn 1966 zum Ehrenbürger. 1972 wurde er in die Auslandsmitgliedschaft des Deutschen Ordens Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste berufen.[5] Die Mitgliedschaft in diesem Orden ist auf 40 der angesehensten deutschen Bürger sowie der gleichen Anzahl ausländischer Mitglieder beschränkt.

Er war Fellow der Royal Society (1947), Mitglied der American Academy of Arts and Sciences (1957), Royal College of Physicians (1958), Mitglied der American Philosophical Society (1960), Mitglied der National Academy of Sciences (1964), des Royal College of Pathologists (1967), Ehrenmitglied der Leopoldina (1969), Korrespondierendes Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften (1971), Korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1974) und Fellow der Royal Society of Edinburgh (1976).[5] Weiterhin war es Mitglied der Nationalen Akademien für Medizin Frankreichs (1952), Belgiens (1962) und Argentiniens (1977). Krebs war Honorary Fellow der Trinity und Girton Colleges in Cambridge sowie der St. Catherine's, St. Cross und Green Colleges in Oxford.[5]

Krebs erhielt zwischen 1954 und 1980 die Ehrendoktorwürde von 21 Universitäten, darunter die der Medizinischen Hochschule Hannover, der University of Cambridge, der University of Chicago, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, und der Universität Sheffield..[5]

Er erhielt 1953 den Albert Lasker Award for Basic Medical Research der American Public Health Association, die Royal Medal (1954) und die Copley-Medaille (1961) der Royal Society sowie die Otto-Warburg-Medaille (1969) der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie.[5]

Die Abteilung Biochemie der University of Oxford befand sich bis 2014 im Hans-Krebs-Tower, der im selben Jahr abgerissen und durch ein neues Gebäude ersetzt wurde.[21] Das mechanistisch-biologische Forschungszentrum der University of Sheffield ist nach Hans Krebs benannt.[22] Auf dem Gelände der Freiburger Universitätsklinik wurde 2012 die Straße, an der die Notfallaufnahme liegt, Sir-Hans-A.-Krebs-Straße benannt.[23] Außerdem gibt es in der Medizinischen Klink eine Gedenktafel. Die Stadt Ulm hat eine Straße im Universitätsgelände nach Hans Krebs benannt, den Hans-Krebs-Weg beim Botanischen Garten.

Seit 1968 verleiht die Federation of European Biochemical Societies die Hans-Krebs-Medaille für außergewöhnliche Leistungen in der Biochemie oder Molekularbiologie. Die Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover e. V. verleiht jährlich den von Ernst-August Schrader gestifteten und mit 10.000 Euro dotierten Sir-Hans-Krebs-Preis für eine herausragende, in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlichte Arbeit der medizinischen Grundlagenwissenschaft.[24]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Meine Liebe zu Hildesheim hat nie aufgehört. Red.: Helga Stein. Lax, Hildesheim 1990.
  • Reminiscences and reflections. Clarendon Press, Oxford; Oxford University Press, New York, c1981.
  • Wie ich aus Deutschland vertrieben wurde – Dokumente mit Kommentaren. In: Medizinhistorisches Journal. Band 15, Heft 4, 1980, S. 357–377, doi:10.2307/25803631.
  • Hans Adolf Krebs: The citric acid cycle. Nobel Lecture, 11. Dezember 1953.

LiteraturBearbeiten

  • Klaus Roth: Sir Hans Adolf Krebs (1900–1981): Dann machte ich mich allein auf den Weg, um den 11-Uhr-Zug zu erreichen. In: Klaus Roth: Chemische Köstlichkeiten. Weinheim 2010, Seite 168–181.
  • Frederic L. Holmes: Hans Krebs: the formation of a scientific life 1900–1933, Oxford University Press 1991
  • Frederic L. Holmes: Hans Krebs: Architect of intermediary metabolism 1933–1937, Oxford University Press 1993

WeblinksBearbeiten

Commons: Hans Adolf Krebs – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lawrence K. Altman: Sir Hans Krebs, Winner of Nobel for Research on Food Cycles, dies. In: The New York Times, 9. Dezember 1981
  2. a b c d Klaus Roth: Dann machte ich mich allein auf den Weg, um den 11-Uhr-Zug zu erreichen. Sir Hans Adolf Krebs (1900-1981). In: Chemie in unserer Zeit. 42, 2008, S. 346–359, doi:10.1002/ciuz.200800471.
  3. Frederic Laurence Holmes: Hans Krebs. The formation of a scientific Life 1900 – 1933. Volume 1. Oxford University Press, 1991, New York, Oxford. ISBN 0-19-507072-0, S. 59–65.
  4. a b Marion Stubbs, Geoff Gibbons: Hans Adolf Krebs (1900-1981)...His Life and Times .. In: IUBMB Life. 50, 2000, S. 163–166, doi:10.1080/152165400300001462.
  5. a b c d e f g Hans Leo Kornberg, D. H. Williamson: Hans Adolf Krebs, 25 August 1900 - 22 November 1981. In: Biographical Memoirs of Fellows of the Royal Society. 30, 1984, S. 351–385, doi:10.1098/rsbm.1984.0013.
  6. Siegfried Niese: Die Sternstunde der Naturwissenschaften: Die späteren Nobelpreislaureaten Spemann - Hevesy - Krebs - Staudinger und ihr politisch-soziales Umfeld. In: 550 Jahre Albert-Ludwigsuniversität Freiburg – Festschrift. Band 3: Bernd Martin (Hrsg.): Von der Badischen Landesuniversität zur Hochschule des 21. Jahrhunderts. Verlag Karl Alber, Freiburg, 2007, S. 259–279.
  7. Bryan A. Wilson, Jonathan C. Schisler, Monte S. Willis: Sir Hans Adolf Krebs: Architect of Metabolic Cycles. In: Laboratory Medicine. 41, 2010, S. 377–380, doi:10.1309/LMZ5ZLAC85GFMGHU.
  8. a b c d e Hans Adolf Krebs, Kurt Henseleit: Untersuchungen über die Harnstoffbildung im Tierkörper. In: Hoppe-Seyler´s Zeitschrift für physiologische Chemie. 210.1-2 (1932): S. 33-66. doi:10.1515/bchm2.1932.210.1-2.33.
  9. Carl H. Greene u. a.: The distribution of electrolytes between serum and transudates. In: Journal of Biological Chemistry, 91.1, 1931, S. 203–216.
  10. D. B. Langley, M. D. Templeton, B. A. Fields, R. E. Mitchell, C. A. Collyer: Mechanism of inactivation of ornithine transcarbamoylase by Ndelta -(N'-Sulfodiaminophosphinyl)-L-ornithine, a true transition state analogue? Crystal structure and implications for catalytic mechanism. In: Journal of Biological Chemistry. Band 275, Nummer 26, Juni 2000, S. 20012–20019, doi:10.1074/jbc.M000585200, PMID 10747936.
  11. a b Eugene Garfield: Current Comments: To Remember Sir Hans Krebs: Nobelist, Friend, and Adviser. In: Current Content. 5, 1982, S. 627–633.
  12. Kärin Nickelsen, Gerd Graßhoff: Concepts from the bench: Hans Krebs, Kurt Henseleit and the urea cycle. In: Giora Hon, Jutta Schickore, Friedrich Steinle: Going amiss in experimental research. Springer, Dordrecht, 2009, ISBN 978-1-4020-8892-6, S. 91–117.
  13. Hans Krebs: Wie ich aus Deutschland vertrieben wurde – Dokumente mit Kommentaren. In: Medizinhistorisches Journal. Band 15, Heft 4, 1980, S. 357–377, doi:10.2307/25803631.
  14. Dieter Neubauer: Wöhlers Entdeckung – Eine andere Einführung in die Biochemie. Springer Spektrum, Berlin, ISBN 978-3-662-58858-1, S. 59.
  15. Hans Adolf Krebs - Biography
  16. Juan Miguel Campanario: Not in our Nature. In: Nature. 361, 1993, S. 488, doi:10.1038/361488e0.
  17. Hans Adolf Krebs, William Arthur Johnson: The role of citric acid in intermediate metabolism in animal tissues. In: Enzymologia. 4, 1937, S. 148-156.
  18. H. A. Krebs, W. A. Johnson: The role of citric acid in intermediate metabolism in animal tissues. In: FEBS Letters. Band 117 Suppl, August 1980, S. K1–10, doi:10.4159/harvard.9780674366701.c143, PMID 6998725.
  19. D. H. Williamson: Sir Hans Krebs (1900–1981). In: Biochemical Journal. 204, 1982, S. 1–2, doi:10.1042/bj2040001.
  20. F. W. Leigh: Sir Hans Adolf Krebs (1900–81), pioneer of modern medicine, architect of intermediary metabolism. In: Journal of Medical Biography. 17, 2009, S. 149–154, doi:10.1258/jmb.2009.009032.
  21. Hans-Krebs-Tower to be demolished bei Ox.ac.uk, 18. August 2014.
  22. About Molecular Biology and Biotechnology at Sheffield bei sheffield.ac.uk.
  23. Eine Straße für Hans A. Krebs. In: Badische Zeitung vom 26. September 2012.
  24. Verleihung Sir-Hans-Krebs-Preis bei aerzteblatt.de