Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie

Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft zur Förderung von Forschung und Lehre der Biochemie und Molekularbiologie und der Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf dem Gebiet der Biotechnologie und Medizin und deren Verbreitung in der Öffentlichkeit.

Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e. V.
(GBM)
Logo
Rechtsform eingetragener Verein
Gründung 1947
Sitz Frankfurt am Main
Schwerpunkt wissenschaftliche Gesellschaft
Vorsitz Annette Beck-Sickinger[1]
Mitglieder 5200 (2016)
Website www.gbm-online.de

GeschichteBearbeiten

Die Gesellschaft wurde 1942 von Dankwart Ackermann und Franz Knoop als „Deutsche Physiologisch-chemische Gesellschaft“ gegründet. 1947 wurde sie in „Gesellschaft für Physiologische Chemie“, 1968 in „Gesellschaft für Biologische Chemie“ und 1995 in „Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie“ umbenannt.

Mit (Stand 2018) über 5.200 Mitgliedern aus Hochschulen, Forschungsinstituten und der Industrie ist die GBM die größte wissenschaftliche Gesellschaft auf dem Gebiet der molekularen Biowissenschaften und der Molekularen Medizin in Deutschland.

Präsidentin der Gesellschaft seit 2019 Annette Beck-Sickinger von der Universität Leipzig.

TätigkeitBearbeiten

Aktivitäten der GBM sind:

VernetzungBearbeiten

Die Gesellschaft ist Mitglied im Deutsches Nationalkomitee Biologie (DNK), das die Interessen der Biowissenschaftler in den internationalen Organisationen vertritt. Die GBM ist zudem Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), in den Dachorganisationen Federation of European Biochemical Societies (FEBS) und International Union of Biochemistry and Molecular Biology (IUBMB).

Zudem tragen verschiedene Arbeitskreise zur inhaltlichen Arbeit der Gesellschaft bei. Die Jungmitglieder sind in zahlreichen Stadtgruppen als "Junior GBM" aktiv. Nachwuchswissenschaftler vom Postdoc aufwärts tauschen sich im Arbeitskreis "Young Investigators" aus. Weitere Arbeitskreise sind "Studium Molekulare Biowissenschaften", "Biochemie in der Medizin", "Geschichte der Biochemie" und "Senior Experts".

Die 19 Studiengruppen bieten Informationen und fördern den wissenschaftlichen Austausch zu speziellen Fach- und Interessensgebieten in vielfältiger Weise. Dazu dienen u. a. jährliche Treffen und Kleinkonferenzen, deren Ausrichtung durch die GBM gefördert wird.

Preise und AuszeichnungenBearbeiten

Die Otto-Warburg-Medaille wurde von der GBM zum 80. Geburtstag von Otto Warburg gestiftet. Sie ist die höchste wissenschaftliche Auszeichnung der GBM. Zielgruppe sind hervorragende Wissenschaftler der Biochemie.

Die Feodor Lynen Lecture & Medaille wird vom Beirat der GBM jeweils im Rahmen des Mosbacher Kolloquiums der GBM als zentraler Abendvortrag vergeben. Die Nominierung erfolgt durch den Vorstand oder Beirat der GBM.

Der Eduard Buchner-Preis wird alle zwei Jahre anlässlich des Mosbacher Kolloquiums an herausragende Wissenschaftler vergeben.

Der Otto-Meyerhof-Preis alle zwei Jahre an herausragende Nachwuchswissenschaftler im Bereich Molekular- und Zellbiologie verliehen.

Die Fritz Lipmann Ehrenvorlesung wird als Plenarvortrag auf der alle zwei Jahre stattfindenden Herbsttagung an herausragende Wissenschaftler vergeben.

Der Karl-Lohmann-Preis wird alle zwei Jahre anlässlich der GBM-Herbsttagung an Nachwuchswissenschaftler (unter 35 Jahre) für besonders wichtige Arbeiten im Rahmen einer Promotion auf dem Gebiet der Biochemie vergeben[2].

PräsidentBearbeiten

Die GBM wird von einem Vorstand bestehend aus fünf Personen geleitet, dem ein Präsident vorsteht. Die folgenden Wissenschaftler haben die GBM als Präsident vertreten:[3]

LiteraturBearbeiten

  • Ulricht Brandt (Hrsg.) Geschichte der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie – 1947–2002. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2003, ISBN 3-8274-1456-3.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. GBM: Vorstand und Beirat, abgerufen am 10. November 2019.
  2. Karl-Lohmann-Preis - Homepage der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V. Abgerufen am 1. Februar 2020.
  3. Ulricht Brandt (Hrsg.) Geschichte der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie – 1947–2002. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2003, ISBN 3-8274-1456-3, S. 87–88.