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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Halblech
Halblech
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Halblech hervorgehoben

Koordinaten: 47° 38′ N, 10° 49′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Höhe: 800 m ü. NHN
Fläche: 125,45 km2
Einwohner: 3469 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87642
Vorwahl: 08368
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 173
Gemeindegliederung: 32 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorfstraße 18
87642 Halblech
Website: www.halblech.de
Bürgermeister: Johann Gschwill (Parteilose Wählergemeinschaft Buching)
Lage der Gemeinde Halblech im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
Über dieses Bild
Ortsteile Birnbaum und Trauchgau
Lüftlmalerei in Halblech

Halblech ist eine Gemeinde im bayerisch-schwäbischen Landkreis Ostallgäu. Sie liegt im Allgäu, im Süden Bayerns, wo sich zwei Radwanderwege kreuzen.

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Halblech liegt in der Region Allgäu und grenzt an die oberbayerische Region Pfaffenwinkel an. Durch den Ort verlaufen die Radwanderwege der Romantischen Straße, und des Bodensee-Königssee-Radweges. Auch an verschiedene Fernwanderwege ist Halblech angeschlossen, z. B. an den Maximiliansweg, an die Wandertrilogie Allgäu und die Schlossparkrunde im Allgäu.

Ausdehnung des GemeindegebietesBearbeiten

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Buching, Fronreitener Forst und Trauchgau.

Die Gemeinde hat 32 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Die Gemeindeteile verteilen sich folgendermaßen:

  • Gemarkung Buching: Bayerniederhofen, Berghof, Bruckschmid, Buching, Greith, Häringer, Hafenfeld (Hafenbauer), Helfenwang, Herdweg, Hergratsried, Kniebis, Lachen, Ostern, Pfefferbichl, Rauhenbichl, See, Thal, Zwieselried.
  • Gemarkung Trauchgau: Birnbaum, Eschenberg, Jans, Küchele, Halblech, Oberreithen, Ried, Schlöglmühle, Schober, Schwaighof, Serra, Stockingen, Trauchgau, Unterreithen, Zwingen.

GeschichteBearbeiten

Bis zur Gründung der VorläufergemeindenBearbeiten

Das Gebiet von Halblech gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Landsberg und war Teil der Herrschaft Hohenschwangau, die seit 1567 ein Teil Bayerns ist. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Halblech die Gemeinden Buching und Trauchgau.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1976 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Buching und Trauchgau zur neuen Gemeinde Halblech zusammengeschlossen.[3]

Am 1. Januar 1980 wurde das gemeindefreie Gebiet Fronreitener Forst aufgelöst, und der kleinere Teil (467,28 Hektar) in die Gemeinde Halblech eingegliedert. Der größere Teil mit 1398,40 Hektar kam an die östliche Nachbargemeinde Wildsteig im Landkreis Weilheim-Schongau.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 2513 Einwohner, davon in Trauchgau 1299 und in Buching 1214[3]
  • 1970: 2797 Einwohner, davon in Trauchgau 1446 und in Buching 1351[3]
  • 1987: 3115 Einwohner
  • 1991: 3408 Einwohner
  • 1995: 3473 Einwohner
  • 2000: 3485 Einwohner
  • 2005: 3570 Einwohner
  • 2010: 3433 Einwohner
  • 2015: 3477 Einwohner

Halblech wuchs von 1988 bis 2008 um 279 Einwohner bzw. etwa neun Prozent. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3186 auf 3469 um 283 Einwohner bzw. um 8,9 %.

PolitikBearbeiten

Bürgermeister ist seit Mai 2014 Johann Gschwill (Parteilose Wählergemeinschaft Buching).

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 13, im produzierenden Gewerbe 960 und im Bereich Handel und Verkehr 38 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 264 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1150. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) und im Bauhauptgewerbe gab es je sieben Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 121 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2704 ha.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 96 Kindern
  • Grundschule: eine mit zwölf Lehrern und 255 Schülern

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Monika Bader (* 9. März 1959), Skirennläuferin
  • Christian Pfeiffer (Motorsportler) (* 20. April 1970), mehrfacher Welt- und Europameister im Stuntriding
  • Petra Etschmann (* 10. März 1961), Sportschützin, mehrfache Deutsche Meisterin mit dem Luftgewehr und Zimmerstutzen

LiteraturBearbeiten

  • Klaus Wankmiller/Hubert Romeder: Die Gedenktafeln und Haustafeln in der Gemeinde Halblech, in: Alt Füssen – Jahrbuch des Historischen Vereins Alt Füssen (2010), S. 118–155.
  • Klaus Wankmiller: 325 Jahre Peterskapelle in Berghof. Ein Kleinod des Wessobrunner Barockbaumeisters Johann Schmuzer, in: Alt Füssen – Jahrbuch des Historischen Vereins Alt Füssen (2011), S. 118–155.
  • Klaus Wankmiller: Dreifaltigkeitskapellen in der Gemeinde Halblech, in: Alt Füssen – Jahrbuch des Historischen Vereins Alt Füssen (2012), S. 52–77.
  • Klaus Wankmiller: Die Marienkapellen in der Gemeinde Halblech, in: Alt Füssen – Jahrbuch des Historischen Vereins Alt Füssen (2013), S. 110–172.
  • Klaus Wankmiller: Die Sebastianskapelle in Birnbaum, die Michaelskapelle in Unterreithen und die "Bader"-Hauskapelle in Berghof, in: Alt Füssen – Jahrbuch des Historischen Vereins Alt Füssen (2014), S. 28–53.
  • Klaus Wankmiller: Die Antoniuskapelle in Halblech und die Magnuskapelle in Kniebis, in: Alt Füssen – Jahrbuch des Historischen Vereins Alt Füssen (2015), S. 42–77.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Halblech – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Halblech in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779.