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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kraftisried
Kraftisried
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kraftisried hervorgehoben

Koordinaten: 47° 47′ N, 10° 28′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Unterthingau
Höhe: 822 m ü. NHN
Fläche: 16,23 km2
Einwohner: 807 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87647
Vorwahl: 08377
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 144
Gemeindegliederung: 10 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Reinhardsrieder Str. 10
87647 Kraftisried
Website: www.kraftisried.com
Bürgermeister: Michael Abel (Wahlgemeinschaft aller Berufsstände)
Lage der Gemeinde Kraftisried im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
Über dieses Bild
Kraftisried von Südosten

Kraftisried ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Unterthingau.

GeografieBearbeiten

Kraftisried liegt in der Region Allgäu. Es gibt nur die Gemarkung Kraftisried. Die Gemeinde liegt zwischen 788 m NHN (Reichenbach) und 915 m NHN (südlicher Haarberg) hoch. Die Gemeinde hat 10 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Kraftisried gehörte zum Fürststift Kempten. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Kraftisried ist wohl eine Gründung der karolingischen Rodungsperiode durch den fränkischen Reichshof Thingau, der durch König Otto den Großen am 18, Januar 943 an das Kloster Kempten übereignet wurde. Ein Reutmeister namens Kraft wurde beauftragt das Land westlich von Thingau urbar zu machen. Daraus lässt sich der Name des Ortes ableiten (Ried = Rodung, „Rodung des Kraft“). Später beteiligte sich an der Rodung auch das Hochstift Augsburg. Deshalb war der Ort in zwei Hauptmannschaften aufgeteilt. Zum einen in die Stiktkemptische, verwaltet durch das Pflegamt Thingau, zum anderen in die Hochstift Augsburg bischöfliche, verwaltet durch das Pflegamt Oberdorf. Dieser Zustand hielt sich bis zur Säkularisation durch den bayerischen Staat im Jahr 1803. In einer Klosterurkunde des Stiftes Kempten vom Jahr 1357 wurde Kraftisried erstmals schriftlich erwähnt. Im Mittelalter waren fünf Viertelgüter und mehrere einzelne Grundstücke, insgesamt etwa zwei Hofgüter ausmachend, Lehen der Herrschaft Kemnat. Zu der kemptisch lehenbaren Herrschaft Kipfenberg gehörten die Mühle und zwei Höfe, dazu die Kohlhütte. Die Güter der beiden Herrschaften erwarb im Laufe des 16. Jahrhunderts das Fürststift Kempten. Allmählich entwickelte sich die Siedlung zu einem Haufendorf. Im Jahr 1525 zählte man 30 Häuser. Bei der Vereinödung im Jahr 1804, wurden 27 Kemptische und 28 Bischöfliche Güter mit Haus genannt. 1809 waren es 58 Wohnhäuser. Seit 1818 ist Kraftisried eine selbständige Gemeinde.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1970: 627 Einwohner
  • 1987: 722 Einwohner
  • 1991: 750 Einwohner
  • 1995: 787 Einwohner
  • 2000: 771 Einwohner
  • 2005: 762 Einwohner
  • 2010: 745 Einwohner
  • 2015: 764 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Michael Abel (Wahlgemeinschaft aller Berufsstände). Seine Vorgängerin war seit 2008 Jutta Breitenmoser (Wahlgemeinschaft aller Berufsstände). Als zweiter Bürgermeister fungiert Siegfried Mayer, dritter Bürgermeister ist Manfred Allgaier.

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Rot ein schreitender, goldbewehrter silberner Greif.

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Überregional bekannt ist Kraftisried aufgrund der Tierkörperbeseitigungsanstalt TBA-Kraftisried, die Großtiere wie Kühe, Pferde, Esel usw. auch abholt.[3] 1998 gab im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 24, im produzierenden Gewerbe 233 und im Bereich Handel und Verkehr 55 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 244 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 1346. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine, im Bauhauptgewerbe neun Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 63 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1467 ha. Davon waren 1055 ha Ackerfläche.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kraftisried – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Kraftisried in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  3. http://www.oberallgaeu.org/gesundheit_verbraucherschutz/tiere/Tierkoerperbeseitigung.html