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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Günzach
Günzach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Günzach hervorgehoben
Koordinaten: 47° 49′ N, 10° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Obergünzburg
Höhe: 800 m ü. NHN
Fläche: 23,49 km2
Einwohner: 1460 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87634
Vorwahl: 08372
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 138
Gemeindegliederung: 27 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 9
87634 Günzach
Website: www.guenzach.de
Bürgermeisterin: Wilma Hofer
Lage der Gemeinde Günzach im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
Über dieses Bild
Günzach mit Alpenpanorama

Günzach ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Obergünzburg.

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Günzach liegt in der Region Allgäu.

Gemarkungen und GemeindeteileBearbeiten

Es existiert nur die Gemarkung Günzach.

Die Gemeinde hat 27 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Günzach wurde um 1730 gegründet, gehörte zum Fürststift Kempten. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Immenthal. Es sind jedoch frühere Besiedlungsmerkmale vorhanden (Grundmauern einer römischen Villa).

NamensänderungBearbeiten

Am 27. September 1976 wurde die Gemeinde Immenthal amtlich in Günzach umbenannt.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1970: 1259 Einwohner
  • 1987: 1235 Einwohner
  • 1991: 1259 Einwohner
  • 1995: 1364 Einwohner
  • 2000: 1432 Einwohner
  • 2005: 1489 Einwohner
  • 2010: 1490 Einwohner
  • 2015: 1440 Einwohner

Günzach wuchs von 1988 bis 2008 um 216 Einwohner bzw. ca. 17 %.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterinBearbeiten

Bürgermeisterin ist Wilma Hofer. Nach der Regierungszeit von Brigitte Schröder (2002–2014), als Nachfolgerin von Georg Häring (CSU/Parteilose Wähler) wurde sie im Jahr 2014 gewählt.

WappenBearbeiten

Beschreibung: Geteilt von Rot und Blau; oben ein durchgehender silberner Wellenbalken, unten ein silbernes Buchenblatt.

BaudenkmälerBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft neun, im produzierenden Gewerbe 331 und im Bereich Handel und Verkehr 18 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 17 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 459. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe keine. Zudem bestanden im Jahr 1999 66 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1643 ha.

Im Ortsteil Albrechts wurde der erste Camembert hergestellt (Käserei im Ersten Weltkrieg eingestellt). Günzach ist die Heimat des patentierten Saftbirnenbrotes.

Die Papierfabrik Günzach, ehemals 4P Nicolaus, heißt heute Technocell Dekor und ist Teil der Felix Schoeller Gruppe.

VerkehrBearbeiten

Der Günzacher Bahnhof liegt an der Bayerischen Allgäubahn und soll nach einer Informationstafel am Bahnhofsgebäude mit 801 m der höchste zweigleisige Bahnhof Deutschlands sein. Allerdings liegt der an der zweigleisigen Badischen Schwarzwaldbahn gelegene Bahnhof Sankt Georgen mit einer Höhe von 806 m über dem Meeresspiegel noch etwas höher.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 43 Kindern

WeblinksBearbeiten

  Commons: Günzach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Günzach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 779.