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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hopferau
Hopferau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hopferau hervorgehoben
Koordinaten: 47° 37′ N, 10° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Seeg
Höhe: 811 m ü. NHN
Fläche: 13,16 km2
Einwohner: 1206 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87659
Vorwahl: 08364
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 135
Gemeindegliederung: 21 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 8
87659 Hopferau
Website: www.hopferau.de
Bürgermeister: Rudi Achatz (Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Hopferau im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
Über dieses Bild
Blick auf die Katholische Pfarrkirche St. Martin

Hopferau ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seeg.[2]

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Hopferau grenzt an den Hopfensee (Westufer) und liegt rund zehn Kilometer entfernt vom Stadtzentrum Füssens und von Pfronten.

Es existiert nur die Gemarkung Hopferau.

Die Gemeinde hat 21 amtlich benannte Ortsteile:[3]

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Hopferau war vor 1800 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts der gleichnamigen Herrschaft und gehörte den Freiherren Freyberg-Eisenberg zu Hopferau. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 0699 Einwohner
  • 1970: 0724 Einwohner
  • 1987: 0972 Einwohner
  • 1991: 1072 Einwohner
  • 1995: 1078 Einwohner
  • 2000: 1062 Einwohner
  • 2005: 1074 Einwohner
  • 2010: 1080 Einwohner
  • 2015: 1126 Einwohner

Hopferau wuchs von 1988 bis 2008 um 91 Einwohner bzw. ca. 9 %.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Seit dem 17. März 2019 ist Rudi Achatz (Freie Wählergemeinschaft) der neue Bürgermeister. Der pensionierte Polizist erreichte 51,7 Prozent der Stimmen. Er löste damit Gregor Bayrhof (CSU/Überparteiliche Wählergemeinschaft/Freie Wählergemeinschaft) ab, der 29 Jahre lang an der Spitze der Gemeinde stand.[4]

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat von Hopferau setzt sich aus zwölf Gemeinderäten zusammen:

FWG CSU Überparteiliche Wählergemeinschaft   Gesamt
2014 5 4 3 12 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)[5]

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: Geteilt; oben unter silbernem Schildhaupt in Blau drei zwei zu eins gestellte goldene Kugeln, unten in Gold ein schwarzes, schwarzgehörntes Stierhaupt (Grind) mit heraushängender roter Zunge.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schloss
 
Innenansicht der Kirche
  • Sennerei Lehern
Im Ortsteil Lehern ist eine Schaukäserei zu besichtigen. Im „Informationszentrum für Allgäuer Milchwirtschaft und Käsehandwerk“ wird ein Film über die Käseherstellung im Allgäu gezeigt. Der gesamte Betrieb kann anschließend besichtigt werden und zum Abschluss wird Käse verkostet.
Das restaurierte Schloss der Familie Freyberg-Eisenberg zu Hopferau befindet sich direkt im Ort. Es ist im Jahre 1468 erbaut worden und befindet sich seit 1803 in Privatbesitz, davon 1846–1910 im Besitz der Freiherren von Ponickau. Es wird heute als Hotel und Veranstaltungshaus genutzt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vier, im produzierenden Gewerbe 148 und im Bereich Handel und Verkehr 28 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 87 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 828. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es zwei, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 41 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1052 ha. Alle landwirtschaftlichen Betriebe sind spezialisierte Milchviehbetriebe, die ausschließlich Dauergrünland bewirtschaften. Ackerbau – auch Maisanbau – ist aufgrund der klimatischen Gegebenheiten unwirtschaftlich. Die produzierte Milch wird in Käsereien überwiegend zu Hartkäse (Emmentaler, Bergkäse) verarbeitet. Elf Landwirtschaftliche Betriebe sind zu einer Sennereigenossenschaft zusammengeschlossen, die im Ortsteil Lehern Käse zur Direktvermarktung herstellt. Der hier produzierte Emmentalerkäse erfüllt die Anforderungen des Allgäuer Emmentaler (g. U.).

VerkehrBearbeiten

Der Bahnhof Weizern-Hopferau liegt an der Bahnstrecke Biessenhofen–Füssen. Es bestehen Verbindungen nach Augsburg sowie München.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2012):

  • Kindertageseinrichtung: 50 Plätze, alle belegt (darunter acht Kinder unter drei Jahren, sieben Kinder ab sechs Jahre)

PersönlichkeitenBearbeiten

 
Konrad Zuse Brunnen in Wiedemen

Von 1946 bis 1949 wohnte Konrad Zuse mit seiner Familie in Wiedemen bei Hopferau. Die vollautomatische Rechenmaschine Z4 konnte er von 1946 bis 1949 in einem ehemaligen Mehllager der Bäckerei Martin in Hopferau unterstellen und zum Funktionieren bringen.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hopferau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hellmut Fritz: Gemeinde Hopferau.
  3. Hopferau in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019
  4. Allgäuer Zeitung vom 18. März 2019, Nr. 65
  5. Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014. Bayerische Landesamt für Statistik (LfStat), 2014, abgerufen am 24. September 2017.