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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Seeg
Seeg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Seeg hervorgehoben
Koordinaten: 47° 39′ N, 10° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Ostallgäu
Verwaltungs­gemeinschaft: Seeg
Höhe: 853 m ü. NHN
Fläche: 50,07 km2
Einwohner: 2989 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 60 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87637
Vorwahl: 08364
Kfz-Kennzeichen: OAL, FÜS, MOD
Gemeindeschlüssel: 09 7 77 170
Gemeindegliederung: 49 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 39
87637 Seeg
Website: www.seeg.de
Bürgermeister: Markus Berktold (Wählergemeinschaft „Zukunft Seeg“)
Lage der Gemeinde Seeg im Landkreis Ostallgäu
ÖsterreichKempten (Allgäu)Landkreis OberallgäuKaufbeurenLandkreis AugsburgLandkreis UnterallgäuLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis Landsberg am LechRettenbach am AuerbergWestendorf (Landkreis Ostallgäu)Wald (Schwaben)Waal (Schwaben)UntrasriedUnterthingauHalblechStöttwangStötten am AuerbergSeegSchwangauRückholzRuderatshofenRoßhauptenRonsbergRieden (bei Kaufbeuren)Rieden am ForggenseePfrontenPforzenOsterzellOberostendorfObergünzburgNesselwangMauerstettenMarktoberdorfLengenwangLechbruck am SeeLamerdingenKraftisriedKaltentalJengenIrseeGünzachHopferauGörisriedGermaringenFüssenFriesenriedEisenberg (Schwaben)EggenthalBuchloeBidingenBaisweilBiessenhofenAitrangKarte
Über dieses Bild
Seeg aus nördlicher Richtung

Der Luftkurort Seeg ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Ostallgäu und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Seeg.

GeografieBearbeiten

 
Pfarrkirche St. Ulrich

Seeg liegt in der Region Allgäu. Die Landschaft rund um Seeg ist hügelig mit ausgedehnten Weideflächen, Mooren und vielen kleinen bis mittelgroßen Seen. Zu den bekanntesten gehören die beiden Seeger Seen und der Schwaltenweiher.

Die Gemeinde hat 49 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es existieren folgende Gemarkungen Seeg, Enzenstetten, Hack, Langegg, Osterwald und Senkelewald.

  • Gemarkung Seeg mit Albatsried, Biedings, Buchach, Burk, Engelbolz, Greit, Hitzleried, Hochstraß, Hörmatzen, Kirchthal, Laich, Lobach, Lobacherviehweide, Obermühle, Ried, Riedegg, Schnarren, Schwalten, Seeg, Seeweiler, Sulzberg und Wiesleuten;
  • Gemarkung und ehemalige Steuergemeinde Langegg mit Beichelstein (ehemalige Steuergemeinde Seeg, aber heutige Gemarkung Langegg), Brandstatt, Goimenen, Gsöllen, Hebern, Langegg, Roßfallen, Senkele und Unterhalden;
  • Gemarkung und ehemalige Gemeinde Enzenstetten mit Amberg, Anwanden, Aufmberg, Bach, Berkmühle, Dederles, Enzenstetten, Felben, Hollen, Oberreuten, Rennbothen, Schwarzenbach, Schweinegg, Straß, Tannenmühle, Unterreuten und Zeil;
  • Gemarkung und ehemalige Exklave Hack.

Enzenstetten war bis zum 31. März 1971 eine selbständige Gemeinde. Bis dahin war Hack eine Exklave der Gemeinde Seeg. Langegg war vor der Gemeindebildung eine Steuergemeinde.[3] Osterwald und Senkelewald waren früher gemeindefreie Gebiete und sind unbewohnt.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Zwischen 1138 und 1147 erfolgte die erste urkundliche Nennung Seegs. Der Ministeriale Suuiker de Seekka bezeugte in Weihenstephan eine Urkunde. Die Schreibweise für Seeg wechselte im Laufe der Jahrhunderte: Seege, Seegi, Seeche, Secke, Seigg, Sögke.

Seeg gehörte zum Hochstift Augsburg, das hier ein eigenes Amtmannamt innerhalb der Pflege Füssen unterhielt. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 kam der Ort zu Bayern. Im Jahr 1818 wurde die Gemeinde gegründet.

20. JahrhundertBearbeiten

Im Jahr 1958 wurde Seeg als Erholungsort anerkannt, im Dezember 1987 wurde der Gemeinde das Prädikat Luftkurort verliehen.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Enzenstetten eingegliedert[4] und erweiterte die Gemeinde Seeg nach Südwesten.

Am 1. Januar 1977 wurde das gemeindefreie Gebiet Senkelewald aufgelöst. Der größte Teil kam zur Gemeinde Seeg und erweiterte diese im Osten (heute Gemarkung Senkelewald innerhalb der Gemeinde Seeg), und der Rest ging an die östlich angrenzende Gemeinde und Gemarkung Roßhaupten.

Am 1. Januar 1981 wurde das gemeindefreie Gebiet Osterwald aufgelöst. Der Großteil mit 506,79 Hektar kam zur Gemeinde Seeg und erweiterte diese nach Nordosten (heute Gemarkung Osterwald innerhalb der Gemeinde Seeg), und der Rest ging an die nördlich angrenzenden Gemeinden Lengenwang und Marktoberdorf (dort zur Gemarkung Sulzschneid).

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1970: 2318 Einwohner
  • 1987: 2276 Einwohner
  • 1991: 2652 Einwohner
  • 1995: 2752 Einwohner
  • 2000: 2811 Einwohner
  • 2005: 2850 Einwohner
  • 2010: 2804 Einwohner
  • 2015: 2923 Einwohner

Seeg wuchs von 1988 bis 2008 um 482 Einwohner bzw. ca. 21 %.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2014 Markus Berktold. Er wurde von der Wählergemeinschaft „Zukunft Seeg“ aufgestellt.

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: In Rot ein silbernes Segelboot. Das Wappen wurde von Helga Lenkeit 1950 entwickelt.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die Kirche St. Ulrich am Westrand von Seeg gilt als eine der bedeutendsten Rokokokirchen Bayerns. Das als „kleine Wies“ bezeichnete, 1725 geweihte, Gotteshaus wurde von Johann Jakob Herkomer entworfen und mit Fresken und Malereien von Balthasar Riepp und Johann Baptist Enderle ausgestattet. Die letzte umfassende Renovierung erfolgte unter Pfarrer Alois Meisburger (verstorben 2007) in den Jahren 2004 bis 2007 mit Unterstützung des Landes Bayern[5], der Deutschen Stiftung Denkmalschutz[6] und privater Spenden.

Mit dem Burgstall Burk befindet sich ein ehemaliger Adelssitz im Gemeindegebiet, der ein anschauliches Beispiel einer hochmittelalterlichen Turmhügelburg in Bayern darstellt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zehn, im produzierenden Gewerbe 238 und im Bereich Handel und Verkehr 37 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 192 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 851. Im verarbeitenden Gewerbe gab es neun, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 150 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3351 ha, davon waren 3348 ha Dauergrünfläche.

VerkehrBearbeiten

Der Haltepunkt Seeg liegt an der Bahnstrecke Biessenhofen–Füssen. Es bestehen Verbindungen nach Augsburg sowie München.

BildungBearbeiten

Im Jahr 1999 existierten folgende Einrichtungen:

  • ein Kindergarten mit 125 Plätzen und 115 Kindern
  • eine Grundschule mit zwölf Lehrern und 250 Schülern

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Seeg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Seeg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. August 2019.
  3. [1]
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 468.
  5. Kunstminister Goppel bewilligt 150.000 Euro für die Instandsetzung@1@2Vorlage:Toter Link/www.stmwfk.bayern.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. Beschreibung des Objekts auf der Seite der „Deutschen Stiftung Denkmalschutz“