Gerhard Eck

deutscher Politiker (CSU), MdL
Gerhard Eck (2012)
Gerhard Eck (2019)

Gerhard Eck (* 24. Januar 1960 in Schweinfurt) ist ein bayerischer Politiker. Als Abgeordneter der CSU gehört er seit 1998 dem Bayerischen Landtag an. Vom 14. Oktober 2009 bis 24. März 2020 war Eck als Staatssekretär im Staatsministerium des Innern Mitglied der Bayerischen Staatsregierung, seitdem dient er als Staatssekretär im bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege im Kabinett Söder II.[1]

LebenBearbeiten

Ausbildung und BerufBearbeiten

Eck absolvierte nach dem Besuch der Grund- und Hauptschule 1966 bis 1975 in den Jahren 1975 bis 1978 eine Bauzeichnerlehre. Von 1979 bis 1981 war er Maurerlehrling mit Abschluss.

ParteilaufbahnBearbeiten

Eck ist seit 1984 Mitglied der CSU und war in seiner Partei in vielen Vorstandsämtern aktiv. So war er seit 1997 CSU-Kreisvorsitzender Schweinfurt-Land und seit 1997 CSU-Mitglied im Bezirksvorstand. 2011 wurde er zum Bezirksvorsitzenden der CSU Unterfranken gewählt. Eck ist Mitglied im Arbeitskreis Wehrpolitik der CSU, der insbesondere die Interessen der bayrischen Rüstungsindustrie vertritt.[2]

Öffentliche ÄmterBearbeiten

Eck war für seine Partei zwischen 1984 und 1990 im Gemeinderat von Donnersdorf und anschließend von 1990 bis 2009 1. Bürgermeister der Gemeinde Donnersdorf. Seit 1996 ist Eck Kreisrat im Kreistag des Landkreises Schweinfurt.

Seit dem 28. September 1998 ist Eck Mitglied des Landtags. Eck vertritt den Stimmkreis Schweinfurt (Wahlkreis Unterfranken).

Als Nachfolger für den zurückgetretenen Bernd Weiß berief ihn Ministerpräsident Horst Seehofer am 13. Oktober 2009 zum Staatssekretär im bayerischen Innenministerium. Das Amt übte er auch in den Kabinetten Söder I und Söder II aus.

Mit Wirkung zum 24. März 2020 wechselte Eck zur Verstärkung des Kampfes gegen die Corona-Pandemie als Staatssekretär ins bayerische Gesundheitsministerium.[3]

VerwandtenaffäreBearbeiten

Am 3. Mai 2013 wurde von der Landtagspräsidentin des bayerischen Landtags Barbara Stamm (CSU) eine Liste mit Namen von Abgeordneten veröffentlicht, die Verwandte ersten Grades (Ehepartner, Eltern, Kinder) beschäftigten.[4][5] Auf dieser Liste erschien auch Eck, der 1998 seine Ehefrau als Mitarbeiterin eingestellt hatte.[6][7]

PrivatesBearbeiten

Eck ist römisch-katholisch, verheiratet und hat zwei Kinder.[8]

EhrungenBearbeiten

Politische PositionenBearbeiten

EnergieversorgungBearbeiten

Politisch sprach sich Eck 2010 für die Weiternutzung der Kernenergie aus.[9]

Eck ist ein Kritiker der Windenergienutzung.[10]

UmweltschutzBearbeiten

Eck lehnte die Aufnahme von Teilen des Naturpark Steigerwaldes in das UNESCO Weltnaturerbeprogramm durch die Umwidmung in einen Nationalpark ab.[9] Eck ist Vorsitzender des Anti-Nationalpark-Vereins „Unser Steigerwald“.[11]

WeblinksBearbeiten

Commons: Gerhard Eck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Carolin Mayr: Bericht aus der Kabinettssitzung. In: Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung. 24. März 2020, abgerufen am 27. März 2020.
  2. Gerhard Eck, MdL - - AK Wehrpolitik -.
  3. Henry Stern: Eck wechselt ins Gesundheitsressort. In: Main-Post. 24. März 2020, abgerufen am 27. März 2020.
  4. Anhang zur Presseinformation vom 02.05.2013 (PDF; 19 kB) Spiegel Online. 2. Mai 2013. Abgerufen am 26. April 2016.
  5. Gehaltsaffäre in Bayern: Die Liste der Amigo-Abgeordneten im Überblick. Spiegel Online. 3. Mai 2013. Abgerufen am 26. April 2016.
  6. Weitere Minister aus Seehofers Kabinett betroffen. Frankfurter Allgemeine Zeitung. 2. Mai 2013. Abgerufen am 26. April 2016.
  7. Neue Amigo-Vorwürfe im bayerischen Landtag: Verwandten-Affäre überschattet Seehofer-Nominierung. Focus Online. 3. Mai 2013. Abgerufen am 26. April 2016.
  8. Eck, Gerhard. Bayerischer Landtag, abgerufen am 25. April 2018.
  9. a b Ländlichen Raum weiter fördern. Main Post. 7. März 2010. Abgerufen am 29. April 2016.
  10. Hürden für Windrad-Bau werden zum Fall fürs Gericht. Die Welt. 12. April 2016. Abgerufen am 29. April 2016.
  11. Unser Verein. Unser Steigerwald e.V.. Abgerufen am 5. September 2018.