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Hans Reichhart

deutscher Politiker (CSU), bayerischer Verkehrsminister
Hans Georg Reichhart (Mai 2017)

Hans Georg Reichhart (* 20. Juni 1982 in Burgau) ist ein deutscher Politiker (CSU). Reichhart war von Oktober 2013 bis August 2019 Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern, ehemaliges Mitglied des Bayerischen Landtags und im Kabinett Söder II seit dem 12. November 2018 Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr. Im Kabinett Söder I war er zuvor von März 2018 an Staatssekretär im Ministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat gewesen.

LebenBearbeiten

Hans Reichhart wuchs in Jettingen-Scheppach auf. Von 1988 bis 1992 besuchte er die Grundschule Scheppach, von 1992 bis 2001 das St.-Thomas-Gymnasium Wettenhausen. Im Anschluss leistete er von 2001 bis 2002 seinen Wehrdienst im Transportbataillon 220 in der Prinz-Eugen-Kaserne in Günzburg ab.

Hans Reichhart ist römisch-katholisch,[1] seit 2012 mit Johanna Reichhart verheiratet und Vater von zwei Kindern. Sein gleichnamiger Vater (* 1952) ist seit 2002 Bürgermeister von Jettingen-Scheppach.

AusbildungBearbeiten

Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften von Oktober 2002 bis Juli 2006 an der Universität Passau und der Capital University in Columbus (Ohio) absolvierte er im Juli 2006 die Erste Juristische Staatsprüfung. Reichhart wurde 2007 an der Universität Passau mit einer Dissertation zur Vermögensabschöpfung im Strafverfahren zum Dr. jur. promoviert. Von Oktober 2007 bis November 2009 leistete er sein Referendariat am Landgericht Passau ab. Im November 2009 folgte die Zweite Juristische Staatsprüfung. Von Januar 2010 bis September 2011 war er Richter am Amtsgericht Dillingen, von September 2011 bis September 2012 Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Augsburg und von September 2012 bis Oktober 2013 abermals Richter am Amtsgericht Dillingen.

ParteilaufbahnBearbeiten

Hans Reichhart trat 1997 in die Junge Union und 1998 auch in die CSU ein. Von 2011 bis 2014 war er Bezirksvorsitzender der Jungen Union in Schwaben. Dieses Amt hatte er im Januar 2014 nach seiner Wahl zum Landesvorsitzenden der Jungen Union Bayern abgegeben.

Tätigkeit als MandatsträgerBearbeiten

Hans Reichhart wurde 2008 in den Marktgemeinderat seiner Heimatgemeinde Jettingen-Scheppach gewählt. Bei der Landtagswahl 2013 zog er über die Liste im Wahlkreis Schwaben in den Bayerischen Landtag ein, schied jedoch aufgrund des Ergebnisses der Landtagswahl 2018 wieder aus. Im März 2014 wurde er zum Kreisrat im Landkreis Günzburg gewählt. Mit Beginn der Kreistagsperiode 2014 bekleidet er das Amt des CSU-Fraktionsvorsitzenden im Günzburger Kreistag.

„Schottdorf-Affäre“Bearbeiten

Als Mitglied des Untersuchungsausschusses „Labor“ des Bayerischen Landtags[2] warf Hans Reichhart im März 2013 dem ehemaligen Chef der polizeilichen Sonderkommission zu Betrugsermittlungen gegen Ärzte und das Augsburger Großlabor Schottdorf grob rechtswidriges Verhalten vor. Reichharts Vorwürfe stellten sich später als falsch heraus. Der betroffene Polizeibeamte erstattete 2015 Anzeige wegen Verleumdung gegen den CSU-Politiker.[3] Im Juli 2015 stellte die Staatsanwaltschaft ihre Vorermittlungen ein, da Reichharts Vorwurf zwar unzutreffend gewesen sei, er aber nicht vorsätzlich gehandelt habe.[4]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hans Reichhart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dr. Reichhart, Hans. (Nicht mehr online verfügbar.) Bayerischer Landtag, archiviert vom Original am 25. April 2018; abgerufen am 25. April 2018.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bayern.landtag.de
  2. https://www.bayern.landtag.de/parlament/gremien/untersuchungsausschuesse/untersuchungsausschuss-labor/
  3. Polizist erstattet Anzeige gegen Landtagsabgeordneten, Augsburger Allgemeine vom 20. April 2014
  4. Keine Ermittlungen gegen Reichhart, Friedberger Allgemeine vom 24. Juli 2015.