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Jettingen-Scheppach

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Jettingen-Scheppach
Jettingen-Scheppach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Jettingen-Scheppach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 24′ N, 10° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Höhe: 474 m ü. NHN
Fläche: 54,14 km2
Einwohner: 7038 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89343
Vorwahl: 08225
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 144
Marktgliederung: 10 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Hauptstraße 55
89343 Jettingen-Scheppach
Website: www.jettingen-scheppach.de
Bürgermeister: Hans Reichhart (CSU)
Lage des Marktes Jettingen-Scheppach im Landkreis Günzburg
Baden-WürttembergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis Neu-UlmLandkreis UnterallgäuWinzerwaldEbershauser-Nattenhauser WaldAichenAletshausenBalzhausenBibertalBreitenthal (Schwaben)BubesheimBurgauBurtenbachDeisenhausenDürrlauingenEbershausenEbershausenEllzeeGünzburgGundremmingenHaldenwang (Landkreis Günzburg)IchenhausenJettingen-ScheppachKammeltalKötzKrumbach (Schwaben)LandensbergLeipheimMünsterhausenNeuburg an der KammelOffingenRettenbach (Landkreis Günzburg)RöfingenThannhausen (Schwaben)UrsbergWaldstetten (Günz)WaltenhausenWiesenbach (Schwaben)Winterbach (Schwaben)ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild

Jettingen-Scheppach ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Günzburg und liegt zwischen Ulm und Augsburg.

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Iller. Durch das Gemeindegebiet fließt die Mindel. Der höchste Punkt mit 529 m liegt im Ettenbeurer Wald.

Die Gemeinde hat 10 amtlich benannte Gemeindeteile (Ehemalige Gemeinden mit ihren Ortsteilen):[2]

Gemarkungen sind Freihalden, Jettingen, Ried, Scheppach, Schönenberg und Eberstall.

GeschichteBearbeiten

 
Luftbild von Jettingen-Scheppach aus westlicher Richtung

Bis zur Gründung der VorläufergemeindenBearbeiten

Jettingen erhielt 1363 die Marktrechte. Der Ort im heutigen Bezirk Schwaben war Sitz einer Herrschaft und gehörte seit 1460 den Herren, später Freiherren vom Stain, seit 1747 den Grafen Schenk von Stauffenberg. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Scheppach war ein Teil der vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau und fiel im Frieden von Preßburg (1805) an Bayern.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die politischen Gemeinden.

EingemeindungenBearbeiten

Die Gemeinde Jettingen-Scheppach entstand durch den freiwilligen Zusammenschluss des Marktes Jettingen und der Gemeinde Scheppach am 1. Januar 1970.[3] Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1972 die Gemeinde Schönenberg,[3] am 1. Januar 1976 die Gemeinde Ried und am 1. Mai 1978 die Gemeinde Freihalden eingemeindet sowie der Ortsteil Eberstall der Gemeinde Oberwaldbach umgegliedert.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 5333 Einwohner[4]
  • 1970: 5746 Einwohner[4]
  • 1987: 5744 Einwohner
  • 1991: 6125 Einwohner
  • 1995: 6556 Einwohner
  • 2000: 6631 Einwohner
  • 2005: 6746 Einwohner
  • 2010: 6712 Einwohner
  • 2015: 6945 Einwohner

PolitikBearbeiten

Das Rathaus mit der Gemeindeverwaltung befindet sich in Jettingen, dem mit Abstand bevölkerungsreichsten Ortsteil des Marktes.

Bürgermeister und GemeinderatBearbeiten

Der Bürgermeister von Jettingen-Scheppach ist Hans Reichhart (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Peter Ploeckl (CSU), der als 1. Bürgermeister der Marktgemeinde Jettingen-Scheppach 26 Jahre von 1976 bis 2002 amtierte. Reichhart (* 1952) ist der Vater von Hans Reichhart (seit November 2018 bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr im Kabinett Söder II) und wurde zuletzt 2014 im Amt bestätigt.

Der Marktgemeinderat hat (ohne Bürgermeister) 20 Sitze, die sich seit der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 wie folgt verteilen:

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber unter einer schwarzen Wolfsangel drei deichselförmig gestellte rote Adlerfüße.“[5][6]
Wappenbegründung: Dieses nach der Zusammenlegung des Marktes Jettingen und der Gemeinde Scheppach entstandene neue Marktwappen, vereinigt Symbole aus den alten Wappen der beiden Gemeinwesen. Die Wolfsangel entstammt dem Wappen von Jettingen und ist schon 1637 in einem Siegel des Marktes nachgewiesen. Sie wurde dem Stammwappen der Ortsherren, der Ritter von Stain, entnommen und die drei roten Adlerfüße aus dem der Herren von Scheppach.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

BaudenkmälerBearbeiten

InfrastrukturBearbeiten

BildungBearbeiten

  • Grundschule Scheppach
  • Mittelschule Jettingen
  • Mindeltal-Schulen Scheppach
  • Bläserschule Mindeltal

VerkehrBearbeiten

Jettingen-Scheppach liegt verkehrsgünstig an der Anschlussstelle Burgau der Autobahn A 8 (Abschnitt Stuttgart – München). In den Ortsteilen Jettingen und Freihalden befinden sich Haltepunkte der Eisenbahnstrecke Ulm–Augsburg, an denen die Regional-Express-Linie Fugger-Express von Ulm nach München im Stundentakt hält.

Der Mindeltal-Radweg durchquert die Gemeinde von Nord nach Süd.

BaggerseenBearbeiten

An der Mindel zwischen Jettingen und Schönenberg liegen südlich der Kreisstraße GZ 16 zahlreiche Baggerseen, viele davon sind zum Baden geeignet. Bekannt ist der Jettinger Baggersee (auch Heiligmannsee genannt). Er wurde 2002 aus einer ehemaligen Kiesgrube angelegt. Der über viereinhalb Hektar große Badesee mit Liegewiese ist über die GZ 16 und den Mindeltal-Radweg zu erreichen. Am Leitenmaier-See pflegt ein Verein den Surfsport.[7]

Söhne und Töchter des OrtesBearbeiten

 
Dominikus Böhm

WeblinksBearbeiten

  Commons: Jettingen-Scheppach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Jettingen-Scheppach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 30. August 2019.
  3. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 475.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 774 und 775.
  5. Wappen des Marktes Jettingen-Scheppach. Abgerufen am 21. August 2017.
  6. Eintrag zum Wappen von Jettingen-Scheppach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  7. Gemeinde-Website - Freizeitmöglichkeiten