Kammeltal

Gemeinde in Deutschland

Kammeltal ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Günzburg. Einen gleichnamigen Ort gibt es nicht.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kammeltal
Kammeltal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kammeltal hervorgehoben

Koordinaten: 48° 23′ N, 10° 22′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 41,72 km2
Einwohner: 3343 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km2
Postleitzahl: 89358
Vorwahlen: 08223, 08222, 08225, 08283
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 145
Gemeindegliederung: 13 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Burgauer Straße 12
89358 Kammeltal
Website: www.kammeltal.de
Bürgermeister: Thorsten Wick (Wählergruppe Bürgernahes Kammeltal)
Lage der Gemeinde Kammeltal im Landkreis Günzburg
Baden-WürttembergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis Neu-UlmLandkreis UnterallgäuWinzerwaldEbershauser-Nattenhauser WaldAichenAletshausenBalzhausenBibertalBreitenthal (Schwaben)BubesheimBurgauBurtenbachDeisenhausenDürrlauingenEbershausenEbershausenEllzeeGünzburgGundremmingenHaldenwang (Landkreis Günzburg)IchenhausenJettingen-ScheppachKammeltalKötzKrumbach (Schwaben)LandensbergLeipheimMünsterhausenNeuburg an der KammelOffingenRettenbach (Landkreis Günzburg)RöfingenThannhausen (Schwaben)UrsbergWaldstetten (Günz)WaltenhausenWiesenbach (Schwaben)Winterbach (Schwaben)ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Iller, zwischen Ulm und Augsburg und etwa 11 km südöstlich von Günzburg. Sie wird in Nord-Süd-Richtung von der Kammel durchflossen.

 
Kloster Wettenhausen

Die Gemeinde hat 13 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Die Einöde Waldheim ist kein amtlich benannter Gemeindeteil.

Gemarkungen sind Behlingen, Egenhofen, Ettenbeuren, Goldbach, Hammerstetten, Kleinbeuren, Ried b.Behlingen, Unterrohr, Wettenhausen und die ehemals gemeindefreien Gebiete Ettenbeurer Wald, Galgenforst, Rohrer Wald.

GeschichteBearbeiten

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Kammeltal im Zuge der kommunalen Gebietsreform aus den ehemals selbständigen Gemeinden Behlingen, Egenhofen, Ettenbeuren, Goldbach, Kleinbeuren, Ried und Wettenhausen (mit dem am 1. Januar 1971 eingegliederten Ort Hammerstetten) gegründet.[3] Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Unterrohr eingemeindet.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 3356 Einwohner[4]
  • 1970: 3211 Einwohner[4]
  • 1987: 3082 Einwohner
  • 1991: 3071 Einwohner
  • 1995: 3229 Einwohner
  • 2000: 3346 Einwohner
  • 2005: 3376 Einwohner
  • 2010: 3392 Einwohner
  • 2015: 3289 Einwohner

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3.087 auf 3.310 um 223 Einwohner bzw. um 7,2 %.

PolitikBearbeiten

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder.

Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 ergab sich folgende Sitzverteilung:

  • Freie Wählervereinigung „Unteres Kammeltal“: 6 Sitze (35,71 %)
  • Bürgerblock Ettenbeuren-Egenhofen-Unterrohr: 5 Sitze (35,19 %)
  • Einheitsliste „Oberes Kammeltal“: 5 Sitze (29,10 %)

Bei den Kommunalwahlen 2008 und 2014 hatte der Bürgerblock jeweils sechs Sitze erreicht, während die Einheitsliste jeweils vier Sitze gewann. Die Freie Wählervereinigung hat sowohl 2008 wie 2014 und 2020 sechs Sitze erhalten.

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2020 Thorsten Wick (Wählergruppe Bürgernahes Kammeltal),[5] der sich bei der Wahl am 15. März 2020 gegen den Amtsinhaber mit 64,4 % durchsetzte.

Sein Vorgänger Matthias Kiermasz war von Mai 2014 bis April 2020 im Amt (Bürgerblock Ettenbeuren-Egenhofen-Unterrohr/„Einheitsliste Oberes Kammeltal Behlingen, Ried, Egenhofen, Unterrohr“/Freie Wählervereinigung „Unteres Kammeltal“) und hatte am 16. März 2014 bei der Kommunalwahl 93,78 % der gültigen Stimmen erhalten.[6][7]

Davor stand von 2002 bis 2014 Christian-Konrad Wiesner (Einheitsliste/FWV) an der Gemeindespitze.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Unter rotem Schildhaupt, darin nebeneinander drei silberne Großbuchstaben P, in Gold ein schwarzer Balken.“[8]

Die drei P stammen aus dem Wappen der schwäbischen Patrizierfamilie Vöhlin von Memmingen, die lange Zeit mit der Herrschaft Neuburg an der Kammel in enger Verbindung stand. Dazu gehörte auch die Gemeinde Kammeltal.

BaudenkmälerBearbeiten

BodendenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1257 T€, davon waren 127 T€ (netto) Gewerbesteuereinnahmen. 2010 belief sich das Steueraufkommen auf 2,0 Millionen EUR, davon entfielen 430 T€ auf die Gewerbesteuer.[9]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft elf, im produzierenden Gewerbe 108 und im Bereich Handel und Verkehr 17 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 134 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 1176. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 76 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2063 ha, davon waren 1248 ha Ackerfläche.

BildungBearbeiten

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: Kindergarten Behlingen (eine Gruppe), Kneipp-Kindergarten Wettenhausen (zwei Gruppen, altersgeöffnet zwei bis elf Jahre), Kindergarten Ettenbeuren (zwei Gruppen, altersgeöffnet zwei bis elf Jahre)
  • Volksschulen: Volksschule Wettenhausen (Grundschule) mit 13 Lehrern und 245 Schülern
  • Gymnasien: St.-Thomas-Gymnasium des Schulwerks der Diözese Augsburg mit 50 Lehrern und ca. 700 Schülern[10] in Wettenhausen
  • Außenstelle Volkshochschule Günzburg

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Kammeltal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Kammeltal in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 30. August 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 475 und 502.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 774.
  5. Mitglieder des Gemeinderats für die Wahlperiode 2020 bis 2026. Gemeinde Kammeltal, abgerufen am 27. August 2020.
  6. Amtsblatt der Gemeinde Kammeltal Nr. 14/2014 vom 2. April 2014
  7. Wahlergebnis der Bürgermeisterwahl Kammeltal, aufgerufen am 20. März 2014
  8. Eintrag zum Wappen von Kammeltal in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  9. Gemeindeverwaltung Kammeltal – Kämmerei, 2011
  10. Internetseite St.-Thomas-Gymnasium Wettenhausen, aufgerufen am 31. Mai 2011