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Neuburg an der Kammel

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Neuburg a.d.Kammel
Neuburg an der Kammel
Deutschlandkarte, Position des Marktes Neuburg a.d.Kammel hervorgehoben
Koordinaten: 48° 18′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Günzburg
Höhe: 506 m ü. NHN
Fläche: 37,91 km2
Einwohner: 3144 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86476
Vorwahl: 08283
Kfz-Kennzeichen: GZ, KRU
Gemeindeschlüssel: 09 7 74 162
Marktgliederung: 9 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Bergstraße 2
86476 Neuburg
Website: www.neuburg-ka.de
Bürgermeister: Rainer Schlögl
Lage des Marktes Neuburg a.d.Kammel im Landkreis Günzburg
Baden-WürttembergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis Neu-UlmLandkreis UnterallgäuWinzerwaldEbershauser-Nattenhauser WaldAichenAletshausenBalzhausenBibertalBreitenthal (Schwaben)BubesheimBurgauBurtenbachDeisenhausenDürrlauingenEbershausenEbershausenEllzeeGünzburgGundremmingenHaldenwang (Landkreis Günzburg)IchenhausenJettingen-ScheppachKammeltalKötzKrumbach (Schwaben)LandensbergLeipheimMünsterhausenNeuburg an der KammelOffingenRettenbach (Landkreis Günzburg)RöfingenThannhausen (Schwaben)UrsbergWaldstetten (Günz)WaltenhausenWiesenbach (Schwaben)Winterbach (Schwaben)ZiemetshausenKarte
Über dieses Bild

Neuburg an der Kammel (amtlich Neuburg a.d.Kammel) ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Günzburg nördlich von Krumbach.

Neuburg an der Kammel. Blick auf Schloss und Pfarrkirche

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Iller an der Kammel in Bayerisch-Schwaben.

GemeindegliederungBearbeiten

Es existieren die Gemarkungen Langenhaslach mit Naichen, Edelstetten mit Marbach, Neuburg a.d.Kammel und Wattenweiler.

Die Gemeinde hat 9 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Neuburg, Halbertshofen und Erisweiler liegen im Kammeltal, Marbach und Edelstetten im Tal des Haselbachs. Langenhaslach ist in dem Bereich, in dem der Haselbach in das Kammeltal übergeht und Naichen liegt an der Mündung des Haselbachs in die Kammel. Höselhurst und Wattenweiler liegen im Günztal.

NachbargemeindenBearbeiten

Im Norden grenzt die Gemeinde an die Gemeinde Kammeltal, im Nordosten an den Markt Burtenbach, im Osten an den Markt Münsterhausen, im Südosten an die Stadt Thannhausen und die Gemeinde Ursberg, im Süden an die Stadt Krumbach (Schwaben), im Südwesten die Gemeinde Deisenhausen, im Westen die Gemeinde Wiesenbach und im Nordwesten an die Gemeinde Ellzee.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Neuburg wird im Jahr 1209 erstmals urkundlich erwähnt. Die Herrschaft Neuburg an der Kammel gehörte zu der vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau. Das Lehen ging an folgende Adelsgeschlechter: Weißenhorn-Neuffen (1209–1347), Ellerbach (1348–1458), Rechberg zu Hohenrechberg (1460–1524) und Vöhlin v. Frickenhausen (1524–1816); Im Jahr 1347 wurde Neuburg das Stadtrecht verliehen, im 15. Jahrhundert ist es jedoch wieder zum Markt abgesunken. Kaiser Friedrich III. verlieh 1491 auf Bitten Ulrichs von Rechberg zu Hohenrechberg das Marktwappen. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern. Neuburg besaß das Marktrecht mit Eigenrechten.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Langenhaslach (mit Naichen) und Wattenweiler (mit dem am 1. Januar 1926 eingemeindeten Höselhurst)[3] sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Edelstetten (mit Marbach) eingegliedert.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1840 1871 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 2739 2542 2344 2070 3521 2845 2747 2757 2902 3085 3043 3114 3110 3203

Im Jahr 2004 verteilte sich die Einwohnerzahl von 3050 Einwohnern wie folgt auf die einzelnen Ortsteile[5].

Gemeindeteil Einwohner
Neuburg 1124
Langenhaslach 0676
Wattenweiler 0551
Edelstetten 0548
Halbertshofen 0082
Naichen 0073
Höselhurst 0062
Erisweiler 0018
Marbach 0016

ReligionBearbeiten

Wie im größten Teil von Mittelschwaben ist die Bevölkerung der Gemeinde mehrheitlich katholisch.

Bis zum Jahr 1675 gab es in Neuburg eine jüdische Gemeinde.

PolitikBearbeiten

Der Marktgemeinderat hat 16 Mitglieder. Seit der Kommunalwahl am 16. März 2014 verteilen sich die Sitze auf folgende Listen:

Partei/Liste Sitze Stimmenanteil
CSU 8 62,5 %
SPD/Unabhängige Wähler 4 18,8 %
Freie Wähler 4 18,8 %

Bürgermeister ist Rainer Schlögl. Er wurde im Jahr 2008 Nachfolger von Georg Schwarz (CSU/Freie Wähler). Dieser hatte das Amt seit 2002 inne.

Im Jahr 2012 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 2637 T€, davon waren 1047 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Kloster Edelstetten (von der Straße nach Neuburg aus)
 
Lindenallee

Wirtschaft und VerkehrBearbeiten

Neuburg liegt wie die Ortsteile Langenhaslach und Naichen an der von Süden nach Norden im Kammeltal verlaufenden Staatsstraße St 2024. In Langenhaslach mündet die Staatsstraße 2023, die von Thannhausen über Edelstetten verläuft, in die Staatsstraße 2024. Durch Wattenweiler und Höselhurst verläuft die B 16. Außerdem hat Neuburg eine Haltestelle an der Mittelschwabenbahn.

BildungBearbeiten

  • Kindergarten (Neuburg)
  • Grundschule (Neuburg)

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

 
Lebens- und Wirkstätte des Bildhauers Christoph Rodt
Panoramabild Neuburg, von Osten aus betrachtet

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Neuburg an der Kammel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Neuburg an der Kammel in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 29. August 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 502.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 775.
  5. Informationen über den Markt Neuburg und seine Gemeindeteile im Internetauftritt des Marktes Neuburg a.d.Kammel (Memento des Originals vom 19. April 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.neuburg-ka.de
  6. Die Märtyrer von Tokwon, Pater Kunibert (Blasius) Ott (Memento des Originals vom 24. Dezember 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.seligsprechung.ottilien.de – (Missionsbenediktiner)