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Territorialabtei Tokwon

römisch-katholische Territorialabtei in Nordkorea

Koordinaten: 39° 11′ 38,4″ N, 127° 22′ 25,8″ O

Territorialabtei Tokwon
Karte Territorialabtei Tokwon
Basisdaten
Staat Nordkorea
Kirchenprovinz Immediat
Apostolischer Administrator Blasio Park OSB
Abt Sedisvakanz
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Koreanisch
Territorialabtei Tokwon (Nordkorea)
Territorialabtei Tokwon
Territorialabtei Tokwon
Territorialabtei Tokwon in Nordkorea
Territorialabtei Tokwon
Koreanisches Alphabet: 천주교 덕원자치수도원구
Hanja: 天主敎 德源自治修道院區
Revidierte Romanisierung: Cheonjugyo Deog-wonjachisudowongu
McCune-Reischauer: -

Die Territorialabtei Tokwon auch Tokugen (lateinisch Abbatia territorialis Tokvonensis) ist eine in Nordkorea nahe der Hafenstadt Wŏnsan gelegene römisch-katholische Territorialabtei der Benediktiner mit Sitz in Tokwon.

GeschichteBearbeiten

1927 wird die 1909 in Seoul gegründete Abtei St. Benedikt in den Norden Koreas nach Tokwon verlegt. Neben der eigentlichen Klosteranlage wird ein Priesterseminar, ein Krankenhaus, weitere Ausbildungsstätten, eine Druckerei sowie weitere Wirtschaftsbetriebe errichtet. Papst Pius XII. gründete am 12. Januar 1940 die Territorialabtei Tokwon (japanisch und im Kurialstil Tokugen) aus Gebietsabtretungen des Apostolischen Vikariates Wonsan. Das Ende des Zweiten Weltkriegs bereitet der blühenden Missionsstation eine jähes Ende. In der Nacht vom 9. auf den 10. Mai 1949 wurde das Kloster Tokwon von der kommunistischen Geheimpolizei umstellt und geräumt. Am 12. Juli 1950, kurz nach dem Tod von Abtbischof Bonifatius Sauer, bekam die Abtei ihren heutigen Namen.[1] Seit dem Tod Abtbischof Bonifaz Sauers und der Räumung der Abtei ernennt die Kongregation für die Evangelisierung der Völker Benediktiner als Apostolische Administratoren der Territorialabtei. Seit 2005 ist dies jeweils der regierende Abt der Abtei Waegwan.

Äbte von TokwonBearbeiten

Märtyrer von TokwonBearbeiten

Die kommunistische Volksregierung Koreas eröffnete nach dem Abzug der Roten Armee Ende 1948 einen gezielten Kampf gegen die christliche Religion. Auch die Benediktiner der Abtei Tokwon und die Benediktinerinnen des Priorates Wŏnsan wurden verhaftet. Für sie begann eine schwere Leidenszeit in Gefängnissen und Arbeitslagern, die 36 von ihnen nicht überlebten. Sie wurden zwischen 1949 und 1952 entweder ermordet oder starben im Lager. Am 10. Mai 2007 wurde die Seligsprechung dieser 36 Märtyrer eingeleitet.

Siehe auchBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Predigt zum 60. Todestag von Abtbischof Bonifaz Sauer OSB am 7. Februar 2010 im Dom zu Fulda (Memento des Originals vom 25. Dezember 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/seligsprechung.ottilien.de.

WeblinksBearbeiten