Filip Sakala

tschechischer Skispringer
Filip Sakala Skispringen
Sakala bei der WM 2019 in Seefeld

Sakala bei der WM 2019 in Seefeld

Nation TschechienTschechien Tschechien
Geburtstag 21. Mai 1996 (24 Jahre)
Geburtsort Čeladná, Tschechien
Größe 188 cm
Karriere
Verein TJ Dukla Frenštát
Trainer Zdeněk Zídek
Pers. Bestweite 206,0 m (Planica 2019)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Nationale Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Logo des Tschechischen Skiverbands Tschechische Meisterschaften
Silber 2019 Liberec Großschanze
Skisprung-Weltcup / A-Klasse-Springen
 Debüt im Weltcup 24. November 2019
 Vierschanzentournee 56. (2019/20)
Skisprung-Continental-Cup (COC)
 Debüt im COC 02. März 2013
 Gesamtwertung COC 37. (2019/20)
 Beskiden-Tour 15. (2017)
letzte Änderung: 13. März 2020

Filip Sakala (* 21. Mai 1996 in Čeladná) ist ein tschechischer Skispringer.

WerdegangBearbeiten

Sakala, der für TJ Dukla Frenštát pod Radhoštěm startet, ist der Sohn des früheren Skiflugweltmeisters Jaroslav Sakala.[1] Er feierte sein internationales Debüt bei zwei Wettbewerben im Rahmen des FIS-Cups am 28. und 29. Januar 2012 in Szczyrk, bei denen er 45. und 35. wurde. Drei Wochen später konnte er in Brattleboro mit einem zwölften und einem sechsten Platz seine ersten Punkte in dieser Wettkampfserie holen. Im Januar 2013 nahm Sakala an den Nordischen Skiweltmeisterschaften im heimischen Liberec teil, wo er über einen 55. Platz nicht hinaus kam. Kurze Zeit später debütierte er in Planica im Continental Cup, wo er lediglich die hinteren Ränge erreichte. Beim Europäischen Olympischen Jugendfestival 2013 im rumänischen Brașov belegte er im Einzel den elften sowie im Team den achten Rang. Das beste Resultat konnte er dabei mit dem vierten Platz im Mixed-Team gemeinsam mit Barbora Blažková, Michaela Rajnochová und Damián Lasota erreichen.

Im Dezember 2013 sprang Sakala in Engelberg erstmals in die Punkteränge eines Continental-Cup-Springens. Den beiden Punkten konnte er im weiteren Saisonverlauf keine weiteren hinzufügen, sodass er in der Gesamtwertung 2013/14 den 177. Platz belegte. In den weiteren Jahren nahm Sakala vorrangig an FIS-Cup oder Continental-Cup-Wettbewerben teil und versuchte sich erstmals im Februar 2015 im Weltcup, als er sich in Vikersund allerdings nicht qualifizieren konnte. Seine größte Weite auf dem Vikersundbakken war 127,5 Meter, weshalb er die restliche Saison wieder bei unterklassigen Wettkampfserien verbrachte.

Bei der Winter-Universiade 2017 in Almaty wurde Sakala Sechster mit dem Team, wohingegen er sich im Einzel auf Rang 31 einreihte. Im Sommer 2017 konnte Sakala im Continental Cup einige gute Ergebnisse vorweisen, allerdings konnte er diese Leistungen im Winter zunächst nicht bestätigen. Erst beim Wettbewerb im Februar 2018 in Klingenthal sprang er unter die besten Zehn und erzielte dabei mit dem neunten Platz sein bestes Saisonergebnis.

In der Saison 2018/19 war Sakala fester Bestandteil des tschechischen B-Kaders und sprang somit regelmäßig im Continental Cup. Nachdem er in Klingenthal erneut sein Leistungsvermögen abrufen konnte und Fünfter wurde, nominierte ihn Cheftrainer David Jiroutek für das Weltcup-Wochenende in Zakopane Mitte Januar. Ein Tag nach seinem gescheiterten Qualifikationsversuch belegte Sakala gemeinsam mit Viktor Polášek, Čestmír Kožíšek und Roman Koudelka den sechsten Platz im Teamspringen von der Wielka Krokiew. Nachdem er in den folgenden Wochen wieder im Continental Cup antrat, war er beim Teamspringen in Willingen erneut Teil des tschechischen Weltcup-Teams, das diesmal Achter wurde. Seinen vorläufigen Karrierehöhepunkt erlebte Sakala bei den Weltmeisterschaften 2019 in Seefeld, wo er von der Toni-Seelos-Olympiaschanze im Normalschanzenspringen den 29. Platz belegte. Dabei schien nach dem ersten Durchgang, als er bei schwierigen Bedingungen Sechster wurde, noch deutlich mehr möglich. Jedoch sprang Sakala im zweiten Durchgang nur noch auf 85,0 Meter und landete schließlich auf dem vorletzten Platz.[2] In den darauffolgenden Tagen stand die Wettkampfleitung in der Kritik, sodass beispielhaft der sportliche Leiter der deutschen Mannschaft Horst Hüttel bemängelte, dass die Jury nicht aufgrund des dichten Schneefalls eingegriffen habe: „Der zweite Durchgang war komplett irregulär. Wenn das nicht irregulär ist, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. Dafür gibt es ein Wettkampf-Management. Die haben kläglich versagt.“[3] Für das Einzelspringen von der Großschanze und die Mannschaftswettkämpfe wurde er nicht aufgestellt.

Nachdem Sakala bisher immer in der Qualifikation gescheitert war, nahm er zum Saisonauftakt 2019/20 erstmals an einem Einzelspringen des Weltcups im polnischen Wisła teil, verpasste allerdings knapp den zweiten Durchgang.

ErfolgeBearbeiten

Nordische SkiweltmeisterschaftenBearbeiten

Nordische Junioren-SkiweltmeisterschaftenBearbeiten

StatistikBearbeiten

Continental-Cup-PlatzierungenBearbeiten

Saison Platz Punkte
2013/14 177. 002
2014/15 164. 005
2015/16 154. 005
2016/17 086. 075
2017/18 056. 155
2018/19 042. 207
2019/20 037. 214

WeblinksBearbeiten

Commons: Filip Sakala – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Biographie auf www.skijumping.pl, abgerufen am 20. März 2019.
  2. Ergebnis auf www.fis-ski.com, abgerufen am 20. März 2019.
  3. „"Komplett irregulär": Deutsche Skispringer gehen leer aus“, auf www.tagesspiegel.de, abgerufen am 20. März 2019.