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Die Rosenheim-Cops ist eine deutsche Fernsehserie der Bavaria Fiction GmbH im Auftrag des ZDF. Die Vorabend-Krimiserie spielt im Chiemgau und in Rosenheim.

Seriendaten
OriginaltitelDie Rosenheim-Cops
Dierosenheimcops 320x240.jpg
ProduktionslandDeutschlandDeutschland Deutschland
OriginalspracheDeutsch
Jahr(e)seit 2002
Produktions-
unternehmen
Bavaria Fiction
Länge43 Minuten
Episoden429+ und 3 Specials in 18 Staffeln (Liste)
GenreKrimi
TitelmusikHaindlingPfeif drauf!
ProduktionAlexander Ollig, seit 2008; 2002–2008: Michael Hild, Klaus Laudi
MusikJ.J. Gerndt, Dieter Schleip, A. Kreuzer/C. Rocker, Paul Vincent, Oliver Gunia, Michael Hofmann de Boer, Hans-Jürgen Buchner
Erstausstrahlung9. Januar 2002 auf ZDF
Besetzung

Die Kosten einer Episode werden mit 425.000 Euro beziffert.[1] In der letzten Saison, seit dem 2. Oktober 2018, wurden 25 neue Folgen der Rosenheim-Cops ausgestrahlt. Für Herbst 2019 sind weitere 24 Folgen angekündigt worden.[2]

Inhaltsverzeichnis

KonzeptBearbeiten

Von Beginn an setzte die Serie auf den Gegensatz zwischen einem alteingesessenen oberbayerischen Ermittler und einem Kollegen aus der Großstadt, der aus unterschiedlichen und oftmals nicht leicht nachvollziehbaren Gründen auf das Land versetzt wurde. Der Neue wird daher immer freundlich aufgenommen und schnell in die täglichen Arbeitsabläufe integriert. Durch ihren unterschiedlichen Hintergrund sind die beiden Kommissare von Grund auf verschieden.

Am Anfang jeder Folge steht meist das Auffinden einer ermordeten Person, was den Kommissaren meistens durch Frau Stockl mit den Worten „Es gabat a Leich!“ („Es gäbe eine Leiche!“) mitgeteilt wird. Dabei wird der jeweils bei Frau Hofer auf dem Bauernhof wohnende Hauptkommissar beim Essen (meistens beim Frühstücken, das, da in der Serie fast durchgehend schönes und sommerliches Wetter herrscht, im Freien stattfindet) gestört, woraufhin dieser alles stehen und liegen lässt und sich zum Tatort begibt. Im Verlauf der Sendung werden dann die Ermittlungen der Kommissare gezeigt, die in den letzten Minuten in der Regel eine überraschende Wendung erfahren, sodass sich der bisherige Hauptverdächtige als unschuldig entpuppt, während mit dem tatsächlichen Täter zunächst niemand gerechnet hat.

Die Sendung erzählt außerdem immer eine parallele Geschichte als eine Art „Running Gag“ (beispielsweise: Lottogewinn, Ereignisse auf dem Bauernhof oder im Präsidium), die sich wie der Mord meist am Ende aufklärt.

Figuren und HandlungshintergrundBearbeiten

Die Rosenheim-Cops waren anfangs Kriminalhauptkommissar Korbinian Hofer (Joseph Hannesschläger) und Kriminalhauptkommissar Ulrich Satori (Markus Böker). Die beiden jeweiligen Hauptkommissare weisen sich stets mit einem aufklappbaren Etui aus, in dem sich ein Polizeidienstausweis und, fälschlich nach amerikanischem Muster, eine „Dienstmarke“ befinden. Bei letzterer handelt es sich jedoch lediglich um eine Kokarde der bayerischen Polizeiuniform. Korbinian Hofer betreibt nebenbei mit seiner Schwester Marie Hofer (Karin Thaler) einen Bauernhof, was einen dramaturgischen Clou ergibt, weil die hiesige Arbeit vielfach zu Komplikationen im dienstlichen Alltag führt. Hofer ist zwischen 2012 und 2013 in besonders auffälliger Weise in verschiedenen Folgen nicht mehr zu sehen. Hintergrund sind mehrere Beinverletzungen, derentwegen Joseph Hannesschläger beruflich pausieren musste.[3] Für die Serie wurde er in den betreffenden Folgen durch Gastkommissare ersetzt, während Hofer dann für die EU oder den Bauernverband unterwegs war. Auch wurde er etwas beiläufig als Aushilfe in Aschaffenburg erwähnt. Hofers Markenzeichen ist ein Handy der ersten Generation.

Seine Schwester hat einen Sohn, Vincent (Thomas Stielner), welcher jedoch nach 6 Staffeln unerklärt ausstieg. Marie Hofer arbeitete als Aushilfskraft zunächst im Rosenbräu und wurde in Staffel 4 in den Stadtrat gewählt. Ihre Tätigkeit als Kommunalpolitikerin, vorzugsweise in der Musikakademie, bringt sie seitdem oft in Kontakt mit den Vorgesetzten ihres Bruders. Ihre Aktivitäten lassen ihr aber andererseits weniger Zeit für die Hofarbeit. Dadurch ergibt sich für Hauptkommissar Hofer die ständige Schwierigkeit, seine Pflichten als Beamter und als Nebenerwerbslandwirt unter einen Hut zu bringen. Ebenso ergeben sich häufig Spannungen mit seiner Schwester, die sich aber stets im Guten auflösen. Marie Hofer wird insbesondere von Gert Achtziger sehr geschätzt und als Gegenleistung für die Reden, die sie für ihn verfasst, stellt er ihren Bruder für die so sonst liegenbleibende Hofarbeit frei.

Der aus München stammende Ulrich Satori, der während seiner Dienstzeit als Mieter auf dem Hofer-Hof wohnte, wurde als eleganter und charmanter Frauenheld skizziert, aber auch als penibler Arbeiter, der beispielsweise seine Eindrücke am Tatort auf ein Diktaphon spricht. Der Grund für seine Versetzung nach Rosenheim war ein verpatzter Einsatz beim LKA. Nach einiger Zeit bei der Rosenheimer Mordkommission wurde er nach München zurückversetzt und verließ nach insgesamt 54 Folgen und 4 Staffeln Rosenheim endgültig.

Seine Nachfolge trat in Folge 55 Kriminalhauptkommissar Christian Lind (Tom Mikulla) aus Göttingen an. Er wurde nach Rosenheim strafversetzt, da er mit unbestechlicher Hartnäckigkeit die Machenschaften des stellvertretenden Polizeichefs von Göttingen aufgedeckt hatte. Nach vier längeren Staffeln schied er 2009 vorläufig aus der Serie aus und ging nach Hamburg, vorgeblich wegen einer amourösen Affäre. Seine Nachfolge trat in Folge 140 Kriminalhauptkommissar Sven Hansen (Igor Jeftić) an, der über seinen Vater, der den aktuellen Polizeidirektor persönlich kennt, nach Rosenheim versetzt wurde. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern hat Sven Hansen anscheinend eher persönliche Gründe, in die Provinz zu gehen. Da er im Gegensatz zu seinem Vorgänger nicht bereit ist, die Abwesenheit Hofers durch Mehrarbeit auszugleichen, war beider Verhältnis von Beginn an durch Spannungen gekennzeichnet. In der Folge 70 Die Gattin des Anwalts spielte Igor Jeftić zuvor kurioserweise die Rolle des Fitness-Trainers Miquel Schneider und wurde später als Hauptdarsteller eingebaut. Ende 2009 pausierte Hansen für sieben Folgen und Christian Lind kehrte kurzzeitig zurück.[4] Auch im weiteren Verlauf der Serie kam Lind als Vertreter zum Einsatz.

Seit Folge 83 wurde Hofer häufiger durch den auswärtigen Kriminalhauptkommissar Florian Prantl (Andreas Giebel) vertreten, der kostenlos bei Frau Hofer wohnte und dafür Hilfsarbeiten, wie den Hühnerstall reparieren oder etliche Ster Holz stapeln, übernehmen musste. Im Rahmen eines Austauschprogramms mit der Polizei Bielefeld kam 2008 für fünf Folgen Kriminalkommissar Torsten Voß (Robert Lohr) als Vertretung für Lind nach Rosenheim und fand sofort an Marie Hofer Gefallen. Weil das auf Gegenseitigkeit beruhte, gingen sie für die Zeit seiner Anwesenheit in Rosenheim eine Liebesbeziehung ein. Seit Folge 129 war Tobias Hartl (Michael A. Grimm) vom Dezernat für Diebstahl immer häufiger bei der Mordkommission anzutreffen, bei der er zuerst in verschiedenen Fällen zu Rate gezogen wurde und dann seit Folge 161 öfter auch vertretungsweise als Ermittler zu sehen war, um, anstelle von Hauptkommissar Prantl aus Straubing, den immer wieder einmal abwesenden Hofer zu vertreten. Da Hartls Frau während einer dieser Vertretungszeiten längere Zeit in Kur oder krank war, ergab sich die Möglichkeit, seine Anwesenheit auf dem Bauernhof der Familie Hofer immer wieder zu verlängern. Michael A. Grimm war bereits in den Folgen 32 Zoff im Kuhstall als Beamter der Spurensicherung und 121 Bis dass der Tod sie scheidet (in einer Episodenrolle als Schreiner Walter Reitmann, Bruder des Opfers) zu sehen und wurde später in die Rolle einer Hauptperson hinaufgehoben. Seit Staffel 12 wird häufig zwischen den Kommissaren gewechselt. Grund dafür ist das neue Konzept, immer mit zwei Drehteams zu produzieren, um so mehr Folgen abdrehen zu können.

Nachdem Hofer an einem Austauschprogramm der Polizei teilnahm, wurde er immer wieder mal von Kriminalhauptkommissar Anton Stadler (gespielt von Dieter Fischer) aus Passau vertreten. Fischer war bereits in den Folgen 100 und 189 als Mordverdächtiger zu sehen. Er wirkt manchmal etwas eigenbrötlerisch und schlecht gelaunt, ist aber stets bereit, den Kollegen zu helfen, und versucht stets, seine Arbeit sachlich und nüchtern zu erledigen. Während seiner Vertretungszeiten wohnt er zur Miete bei Marie Hofer auf dem Hof. In Staffel 14 ermittelt er zusammen mit Kriminalhauptkommissar Dirk Bergmann (Florian Fitz) aus Düsseldorf solange sein Kollege Hansen in Urlaub ist. Bergmann kommt auch in den späteren Folgen 397–399 in Staffel 17 erneut zum Einsatz.

In Staffel 15 wird mit der Figur von Kriminaloberkommissarin Verena Danner (Katharina Abt) aus Regensburg erstmals eine Frau als Ermittlerin eingesetzt. Diese war vorerst nur versehentlich durch eine Verwechslung der Personalnummer nach Rosenheim versetzt worden, ließ sich aber in Staffel 16 als Kriminalhauptkommissarin auf eigenen Wunsch für eine gewisse Zeit nach Rosenheim versetzen. Ebenfalls trat in Staffel 14 erstmals mit der Figur von Kriminalkommissar Sebastian König (Mark-Alexander Solf), der Neffe von Dr. Lauser-König (vom Innenministerium), für einige Folgen als Ermittler auf. Kommissar König war dann auch am Anfang der 16. Staffel wieder als Ermittler dabei, bevor er sich auf eigenen Wunsch nach Bremen versetzen lässt. Mit Kriminalhauptkommissar Oliver Gehring (Roman Roth) aus München ermittelte in Staffel 16 erstmals ein Psychologe bei den Rosenheim-Cops, was besonders bei Kommissarin Danner mit ihren „weiblichen Intuitionen“ gelegentliche Reibereien verursachte. Danner vertritt anfangs Kommissar Hofer und ist somit Kollegin von Hansen und dann von Hartl, später von Gehring und von Stadler. In der 17. Staffel ermittelt sie drei Folgen mit Kriminalhauptkommissar Dirk Bergmann zusammen und nachdem beide zu ihren alten Dienststellen zurück müssen, übernehmen ab Folge 400 die Kommissare Anton Stadler und Christian Bach (Patrick Kalupa), der Hansen vertritt. Kriminalhauptkommissar Bachs Arbeitsbereich ist eigentlich das Betrugsdezernat, in dieser Rolle war er bereits in der 16. Staffel in Folge 389 und 390 zu sehen.

Unterstützt werden die beiden Kriminalkommissare seit der ersten Folge von dem Polizeiobermeister Michael Mohr (Max Müller). Mohr, der immer hochmotiviert ist und von den beiden Hauptkommissaren zuweilen wie ein Laufbursche behandelt wird, übernimmt immer genau jene Ermittlungsarbeiten, die langwierig und unangenehm sind, viel Laufarbeit erfordern oder von vornherein aussichtslos erscheinen. Damit konnte Michi Mohr immer wieder entscheidende Erkenntnisse zur Klärung der Fälle gewinnen und zeigt inzwischen konsequenterweise erheblich mehr Einsatzbereitschaft. Im Januar 2012 wurde er nach einigen Querelen im Verwaltungsablauf endlich zum Polizeihauptmeister befördert.[5] Diese Beförderung wäre beinahe daran gescheitert, dass die Poststelle seine Personalpapiere nicht nach München zum Innenministerium befördert hatte, „da der (Umschlag) zu groß sei“ – so die Controllerin, Frau Ortmann, zum Polizeidirektor Achtziger. Da Herr Achtziger wissen wollte, wer die Stelle bekommen hatte, bat er Frau Hofer, die den Pressesprecher des Innenministeriums kennt, nachzufragen. Diese hatte erfahren, dass noch nichts entschieden sei und die Abgabefrist verlängert wurde. Somit wurde Mohr doch noch befördert.

Ebenfalls seit Folge 1 dabei ist die gute Seele der Mordkommission, Polizeisekretärin Miriam Stockl (Marisa Burger). Sie ist für den Bürotratsch und kleinere Intrigen zuständig und erhält von den beiden Hauptkommissaren große Teile von deren eigener Arbeit aufgehalst, aber auch von Herrn Achtziger immer wieder Aufträge bezüglich der Musikakademie, für die sie als Polizeisekretärin sicherlich nicht zuständig ist.[6] Von ihrem Arbeitsplatz aus muss sie für die ermittelnden Hauptkommissare Ermittlungsarbeit leisten, wenn es etwa darum geht, Informationen über Verdächtige per Telefon oder Internet einzuholen. Frau Stockl neigt zu cholerischen Temperamentsausbrüchen, vor denen die anderweitige Belegschaft dann meist nur noch die Flucht ergreifen kann.

Rosenheimer Polizeidirektor war in den ersten 55 Folgen Werner Balthasar (Gerd Lohmeyer), dem die Kommissare während ihrer Ermittlungen lieber aus dem Weg gingen. Er ging in den Ruhestand und wurde in Folge 55 durch Dr. Maximilian Heppt (Hubert Mulzer) abgelöst. Heppt war zugleich ein Kollege von Marie Hofer im Kulturausschuss der Stadt. Er kam auch gerne mal zum Tatort, um den Kommissaren auf die Finger zu schauen. In Folge 79 wurde er mit der ausdrücklich angesprochenen Begründung, sich ganz seiner geliebten Kultur widmen zu wollen, durch den aus Niederbayern stammenden Gert Achtziger (Alexander Duda) abgelöst. Achtziger ist ehrenamtlicher Leiter der Musikakademie, was ihn auch während der Arbeitszeit immer wieder stark in Anspruch nimmt. Er lässt sich gerne von anderen Leuten – in erster Linie von Marie Hofer – Reden schreiben und hat sich dadurch als Leiter der Akademie etablieren können. Alexander Duda spielte bereits in Folge 27 den Apotheker Hartl. In der 13. Staffel vertritt er für einige Folgen Sven Hansen.

Seit Folge 43 war Dr. Ursula Kern (Maren Schumacher) als Gerichtsmedizinerin stets am Tatort anzutreffen. Sie half den Kommissaren auch gern mal auf die richtige Fährte. Manchmal war sie eine Zeit lang nur am Tatort zu sehen und in der Gerichtsmedizin der Pathologe Franz Gastl (Martin Walch). Sie wirkte bis 2010 an der Serie mit und wurde ab Folge 189 unvermittelt durch die Figur von Frau Dr. Sabine Eckstein (Petra Einhoff) als neue Gerichtsmedizinerin abgelöst, deren Darstellerin schon früher einmal eine Mordverdächtige gespielt hatte. Diese hat eine Affäre mit Dr. Lauser-König vom Innenministerium, der in der Serie allerdings bisher nicht auftrat. In Folge 362 (2016) scheidet Dr. Eckstein ohne Ankündigung aus, ihre Rolle wird von der Gerichtsmedizinerin Sandra Mai (Sina Wilke) übernommen. Kurz vor dem Ausscheiden von Frau Dr. Eckstein wäre ihre Affäre mit Dr. Lauser-König, welche in so mancher Folge zu prekären Situationen führte, beinahe bekannt geworden und wurde nur durch einen Zufall geheim gehalten. Lediglich der Neffe von Dr. Lauser-König, Kommissar Sebastian König, hatte einen Verdacht, welchen er aber für sich behielt. Die neue junge Gerichtsmedizinerin Sandra Mai beteiligte sich von Anfang an mit ihren wissenschaftlichen Thesen an den Ermittlungen, oft zum Leidwesen der Kommissare.

Seit Folge 83 ist Ferdinand Reischl (Wolfgang Fierek), Fabrikdirektor und „graue Eminenz von Rosenheim“, immer wieder dabei und funkt den Kommissaren versehentlich dazwischen. In einer frühen Folge war er allerdings schon als angeblicher Verbrecher zu sehen, der einen Teil der Polizeibesatzung im Sekretariat als Geiseln nimmt. Nach einigen Staffeln stieg Fierek jedoch aus seiner späteren Rolle aus und wurde nicht mehr erwähnt. Sein Fehlen wird auch nicht begründet. Für mehrere Folgen wurde zudem Dieter Thomas Heck in der Rolle des Weltenbummlers und Rosenheimer Weinhändlers Harry Norden in die Serie beiläufig eingebaut.

In der ersten Staffel ist ein häufiger Treffpunkt der Kommissare der Biergarten von Bobby Levinsky (Andreas Schwaiger). Dieser wird jedoch in der 12. Folge mit illegalem Glücksspiel in Verbindung gebracht und taucht seitdem nicht mehr auf.

Seit der 2. Staffel war der Gasthof Rosenbräu ein Schauplatz. Leo Bernrieder (Horst Kummeth) war dort Wirt, außerdem arbeitete hier Marie Hofer, die als seine Verlobte bezeichnet wurde, anfänglich zur Aushilfe. Ab Folge 43 tauchte er nicht mehr auf. Erwähnung fand er nochmals in der 97. Folge, in der Marie mit Korbinian über ihre Zeit mit Leo spricht. Seit der 4. Staffel und dem Ausstieg Leo Bernrieders ist das Rosenbräu nur noch Nebenschauplatz. Neue Inhaberinnen sind in den Folgen 47 bis 144 Rosi (Senta Auth) und ab Folge 155 Maria „Mitzi“ Reitmann (Marion Mathoi), welche bereits in den Folgen 16 und 105 Gastauftritte absolviert hatte. Ihren letzten Auftritt hatte „Mitzi“ in der Folge 304.

Das Bistro „Times Square“ ist seit der 5. Staffel Hauptschauplatz und Treffpunkt der Kommissare. Geführt wurde es in den Folgen 56 bis 76 durch Ronald „Ron“ Barthl (Jannis Spengler), den seit Folge 77 Ignaz „Jo“ Caspar (Christian K. Schaeffer) ablöste, der vielfach als ein hintergründiger Kenner der jeweiligen Geheimnisse auftritt. Christian Lind war eng mit Ron und später Jo befreundet. In der achten Staffel, mit Folge 140, befindet sich diese Kneipe an einem anderen Ort, was nicht erklärt wird.

Seit Folge 98 ist Controllerin Patrizia Ortmann (Diana Staehly) neue Mitarbeiterin in der Polizeidirektion. Frau Ortmann ist oftmals sehr penibel und bei den übrigen Mitarbeitern nicht sehr beliebt. Polizeidirektor Achtziger kam dabei auf die Idee, dass Christian Lind sich um ihre Controllerin kümmern sollte. Das funktionierte recht gut, was zuweilen zu Klatsch und Tratsch führte, weil man ihnen eine Beziehung unterstellte, der Frau Ortmann nicht abgeneigt war. Mit dem Weggang von Lind nach Hamburg zerbrach diese Hoffnung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten schien sich auch Sven Hansen mit Ortmann anzufreunden, was zwischenzeitlich immer mal wieder „abkühlte“. In der Folge am 7. Februar 2012 (233) verbat sich Herr Hansen sogar energisch die (gutgemeinte) Einmischung der Frau Ortmann in die laufenden Ermittlungen. Dafür nutzt er Patrizia Ortmanns Sinn für Sparsamkeit für seine Ermittlungen, indem er ihr häufig Akten und Unterlagen von Verdächtigen seiner aktuellen Fälle zur Durchsicht übergibt. Dies übernimmt sie meist widerwillig, aber aufgrund der sonst steigenden Kosten (wenn Gutachter dafür hinzugezogen werden müssten) ergibt sie sich in ihr Schicksal. Solche Recherchen zeigen stets Erfolg und sie kann den Ermittlern durch ihre Arbeit helfen.

In den Staffeln 12 und 13 wird Patrizia Ortmann für ein halbes Jahr von Felix Seitz (Gábor Biedermann) vertreten. Frau Ortmann geht ins Innenministerium, um dort bei Dr. Lauser-König die Controllingabteilung als Sonderbeauftragte neu zu strukturieren. Kurz nachdem sie wieder in Rosenheim zurück ist, muss Frau Ortmann erneut für einige Wochen nach München, da wegen eines fehlenden Backups Daten verloren gegangen waren. Für diese Zeit übernimmt wieder Felix Seitz die Vertretung im Polizeipräsidium in Rosenheim. In Folge 296 trat Seitz schließlich die Nachfolge der in Vorruhestand getretenen Heike Gebhardt an. Gebhardt war die vorgesetzte Leiterin der Außenstellen der Controlling-Abteilungen. Hierdurch ergibt sich die Situation, dass Seitz seitdem Ortmanns Vorgesetzter ist. Schließlich verlässt Frau Ortmann in Folge 338 das Präsidium und geht zur Grießner Unternehmensberatung nach Bayreuth. Seitdem übernimmt Andreas „Andi“ Lorenz (Benedikt Blaskovic) das Controlling.

Ab Folge 389 (Staffel 17) trägt Michael Mohr mit allen uniformierten Kollegen die neuen blauen Polizeiuniformen der Bayerischen Polizei. Auch die Polizeifahrzeuge sind seit dieser Folge blau.

DarstellerBearbeiten

Geordnet nach der Reihenfolge des Einstiegs.

Rollen-Zeitleiste nach StaffelnBearbeiten

GaststarsBearbeiten

EpisodenlisteBearbeiten

DrehorteBearbeiten

Die Rosenheim-Cops werden fast ausschließlich im Raum Südbayern gedreht. Das Polizeipräsidium ist in Wirklichkeit das Rosenheimer Rathaus. Oft ist auch der Max-Josefs-Platz Drehort von Szenen. Allerdings befindet sich dieser in der Realität in einer Fußgängerzone und darf deshalb nicht mit dem Auto befahren werden, wird jedoch in der Serie als befahrbar dargestellt, was für manchen Touristen verwirrend ist. Als Kulisse für das Gasthaus „Rosenbräu“ dient das Landgasthaus Liegl in Dietramszell, das „Times Square“ war ein Teil der „Alten Brauerei“ in Stegen am Ammersee, heute gibt es einen Studio-Nachbau. Die Landschaftsaufnahmen werden meist im Chiemgau gedreht. Oft sind dabei der Chiemsee oder das Fünfseenland südwestlich von München ein Handlungsort.[7] Es tauchen mit zunehmender Folgenanzahl immer weniger Rosenheimer Örtlichkeiten auf. Die Innenaufnahmen werden in den Bavaria Filmstudios sowie Drehvillen in verschiedenen Orten rund um München bzw. im Tegernseer Raum oder im Gebiet des Starnberger Sees aufgezeichnet. Der Drehort des Hofer-Hofes hat nach der ersten Staffel gewechselt und wird geheim gehalten. Zu anderen Drehorten bietet das Fremdenverkehrsamt Rosenheim eine Tour an.[8] Dagegen wurde von Seiten mancher Tourismusverbände auch die Umbenennung der Rosenheim-Cops gefordert, da die Stadt Rosenheim und ihr Umfeld kaum noch in der Serie vorkommen. Allerdings ist in dieser Hinsicht zu berücksichtigen, wie weit der Aufgabenbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd mit Sitz in Rosenheim tatsächlich in das Umland hineinreicht. Seit Staffel 18 werden wieder vermehrt Aufnahmen aus Rosenheim gezeigt.

Im März 2017 wurde im österreichischen Salzburger Land eine 90-minütige Winter-Spezialausgabe gedreht. Ein Hotel im Pongauer Skiort St. Johann im Pongau diente als Hauptschauplatz.[9]

Parallelen zu „Der Bulle von Tölz“Bearbeiten

Die Serie weist einige Parallelen zu der (älteren) Serie Der Bulle von Tölz auf.

Beide Spielorte, Rosenheim und Bad Tölz, liegen im bayerischen Alpenvorland. Die beiden Hauptpersonen (Hofer/Berghammer) sind unverheiratet und wohnen bei Schwester/Mutter. Außerdem gibt es in beiden Serien bis auf Ulrich Satori von den Rosenheim-Cops sowohl einen Bayern als auch einen Ermittler aus dem nördlichen Deutschland. Die Rolle des Michael Mohr ist jedoch nur in den ersten Staffeln vergleichbar mit der des Pfeiffer, da dieser als regelrechter Depp dargestellt wird, der zu nichts zu gebrauchen ist, während ohne Mohr, der die meiste Arbeit erledigt, viele Fälle gar nicht aufgeklärt würden.

AudiodeskriptionBearbeiten

Seit Januar 2013 werden neue Folgen der Serie auch als Hörfilm ausgestrahlt.[10]

DVD-VeröffentlichungBearbeiten

Bisher wurden die ersten 17 Staffeln auf DVD veröffentlicht:

  • Staffel 1, 12 Folgen (1–12)
  • Staffel 2, 15 Folgen (13–27)
  • Staffel 3, 7 Folgen (28–34) + Special
  • Staffel 4, 20 Folgen (35–54) + Special
  • Staffel 5, 22 Folgen (55–76)
  • Staffel 6, 20 Folgen (77–96)
  • Staffel 7, 30 Folgen (97–126)
  • Staffel 8, 28 Folgen (127–154)
  • Staffel 9, 30 Folgen (155–185)
  • Staffel 10, 28 Folgen (185–212)
  • Staffel 11, 30 Folgen (213–242)
  • Staffel 12, 24 Folgen (243–266)
  • Staffel 13, 26 Folgen (267–292)
  • Staffel 14, 27 Folgen (293–319)
  • Staffel 15, 31 Folgen (320–350)
  • Staffel 16, 30 Folgen (351–380)
  • Staffel 17, 24 Folgen (381–404) + Special

AuszeichnungenBearbeiten

 
Die Rosenheim-Cops bei der Poetentaler Verleihung, 2017

2015 erhielten „Die Rosenheim-Cops“ das „Rauchfrei-Siegel“, die das Aktionsbündnis Nichtrauchen und die Deutsche Krebshilfe vergeben. Die Ehrung erfolgte laut Laudatio, weil „die beliebte Produktion durchgehend auf rauchende Charaktere verzichtet und dabei hilft, Nichtrauchen als gesellschaftlichen Normalzustand darzustellen.“[11]

2017 erhielten die Darsteller und die Redaktion von „Die Rosenheim-Cops“ den Bayerischen Poetentaler der Münchner Turmschreiber.[12]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Markus Brauck, Hauke Goos, Isabell Hülsen, Alexander Kühn: Bildstörung. In: Der Spiegel. Nr. 41, 2017, S. 10–16 (online7. Oktober 2017).
  2. https://www.fernsehserien.de/die-rosenheim-cops/sendetermine/zdf/02.10.2018-19:25-Uhr:+Die Rosenheim- Cops ermitteln wieder. In: Fernsehserien.de. 22. August 2018, abgerufen am 22. August 2018.
  3. Der rockende Rosenheim-Kommissar. bei ovb-online.de, abgerufen am 22. August 2017.
  4. @1@2Vorlage:Toter Link/rosenheim-cops.zdf.de(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Folgenbeschreibung von „Die Gattin des Anwalts“ auf der Seite des ZDF).
  5. In etlichen frühen Folgen trägt Mohr die Rangabzeichen eines Polizeikommissars.
  6. So bekommt sie in der Folge am 7. Februar 2012 von diesem den Auftrag, eine Rede über Händel zu schreiben, die er in der Musikakademie halten will.
  7. Die Rosenheim Cops bei filmtourismus.de, abgerufen am 22. August 2017.
  8. Auf den Spuren der „Rosenheim-Cops“. In: touristinfo-rosenheim. Abgerufen am 15. März 2017.
  9. „Rosenheim-Cops“ ermitteln in Salzburg. In: salzburg.orf.at, 23. März 2017. Abgerufen am 6. April 2017.
  10. ZDF baut barrierefreie Angebote aus. In: Pressemeldung. ZDF, 8. März 2013, abgerufen am 9. August 2015.
  11. Welt-Nichtrauchertag 2015: „E-Zigaretten und E-Shishas“ (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive). Pressekonferenz Berlin, 26. Mai 2015. In: krebshilfe.de.
  12. „Die Rosenheim-Cops“ mit Bayerischem Poetentaler 2017 geehrt. In: bavaria-film.de. Abgerufen am 14. Dezember 2017.